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Das erste Frühstück in Thailand haben wir in unserem Hotel am Airport Bangkok zu uns genommen. Ganz nach internationalem Standard gab es Toast, Marmelade und Spiegeleier. Das mag ein Stilbruch sein, aber beim Frühstücken sind wir irgendwie altmodisch.

Achja, Kaffee gab es auch, zumindest so eine Art Kaffee. Aber er war immerhin besser, als diesen Versuch Kaffee zu kochen, den wir aus den USA-Hotels kennen.

Frühstück

Frühstück

Überflüssig zu erwähnen ist es, das es pünktlich zum Frühstück anfing zu regnen. Das sollte sich aber im Laufe des Vormittages wieder erledigen. Der nasse Boden sorgte dann aber dafür, dass die gefühlte Luftfeuchte von 200 auf 300% stieg.

Fahrt nach Ayutthaya

Eigentlich war es geplant, vom Hotel am Airport mit dem Taxi zum Bahnhof zu fahren. Melli packte aber irgendwie die Abenteuerlust. Sie wollte lieber mit dem Skytrain in die Stadt, dort in die Metro umsteigen und damit zum Bahnhof fahren. Der Art und Weise, wie sie diesen Wunsch ausdrückte machte schnell klar, das muss jetzt so sein.

Also haben wir für 10 Uhr den kostenlosen Hotelshuttle zum Airport bestellt um von dort mit dem Skytrain Richtung Innenstadt zu fahren. Bepackt mit jeweils einem großen Rucksack und einem Daypack kamen wir also am Flughafen Bangkok an. Ich hatte an meinem Rucksack den kleinen Daypack hinten dran montiert. Und… das geht gar nicht. Das Gewicht des Daypacks zog den kompletten Rucksack immer nach hinten/unten. Da muss ich noch mal an der Gewichtsverteilung arbeiten, dringend. Aber, wir sind ja auch noch Anfänger als „Backpacker“.

Backpacker am Flughafen Bangkok

Backpacker am Flughafen Bangkok

Den Skytrain in die Stadt findet man auf der untersten Ebene des Airports. Wenn man nur Einzelfahrten braucht, funktioniert das ganz einfach. Man geht einfach zu einem Ticketautomaten, stellt die Bedienung auf Englisch um, wählt das gewünschte Ziel der Einzelfahrt, die Anzahl der Personen und zahlt dann.

Ticket Vending Mashine in Bangkok

Ticket Vending Mashine in Bangkok

Der Automat spuckt dann einen Plastikchip aus, welchen man beim Betreten des Bahnsteiges in einen Automaten wirft und am Zielbahnhof ebenfalls beim Verlassen des Bahnsteiges. Auf dem Chip ist dann die Fahrtstrecke gespeichert. Wenn alles passt, dann öffnen sich einem die Türen in und später aus dem Bahnhof.

Bangkok Airport Skytrain

Bangkok Airport Skytrain

Wir sind mit dem Skytrain bis zur Station Makkasan gefahren. Dort mussten wir dann in die blaue U-Bahn-Line zum Bahnhof Hua Lamphong umsteigen. Auch hier waren die Wege wunderbar ausgeschildert. Das war auch nötig, da die U-Bahn doch ein paar Meter über die Straßen von Bangkok führte.

Über den Straßen von Bangkok

Über den Straßen von Bangkok

Bangkok - ein klein wenig Verkehr

Bangkok – ein klein wenig Verkehr

Nach etwa einer Stunde waren wir dann am Bahnhof Hua Lamphong. Nun die spannende Frage, wann fährt hier eigentlich ein Zug nach Ayutthaya. Wir hatten zwar im Netz einen Fahrplan gefunden aber der war Stand 2012, daher wussten wir nicht so recht ob er noch gültig war. Er war es aber, Fahrpläne ändern sich in Thailand nichts oft.

Ticketschalter im Bahnhof

Ticketschalter im Bahnhof

Vom Bahnhof Hua Lamphong fahren Züge in alle vier Himmelsrichtungen in Thailand. Entsprechend groß ist der Bahnhof und man findet viele Ticketschalter. Zu unserer Freude sprach man dort auch Englisch und schnell hatten wir unsere Tickets nach Ayutthaya in der Hand. Schön dritter Klasse, in einem Ordinary-Zug – also ein Vorort Bummelzug. Kosten, pro Person 35 Baht, also rund 95 Cent. Die Fahrtzeit war angegeben mit 2,5 Stunden, was sich aber als rein theoretischer Wert heraus stellte. Fast 4 Stunden sind wir gefahren.

Der richtige Bahnsteig - steht doch da!

Der richtige Bahnsteig – steht doch da!

Den richtigen Bahnsteig findet man recht einfach. Die Züge sind dort wunderbar auf Plastiktafeln angekündigt mit der Zugnummer. Soweit also alles kein Problem, selbst auf diesem recht großen Bahnhof. Inzwischen hatten wir uns auch mit Getränken für die Fahrt eingedeckt und an einer Garküche eine Kleinigkeit gegessen. Melanie lecker Waffeln, die man dort überall bekommt. Ich habe es vorgezogen zwei Hähnchenschenkel zu vernichten. Ein tolles Land, wo man sowas alle paar Meter bekommen kann.

Unser Zug nach Ayutthaya

Unser Zug nach Ayutthaya

Und dann kam er, unser Zug – sogar pünktlich. So ein Ordinary-Zug hat nur 3. Klasse. Hört sich jetzt aber schlimmer an, als es ist. Die Sitze waren gepolstert, die Fenster offen (Air-Condition) und Ventilatoren gab es auch. Was will man also mehr.

Für Freunde der Eisenbahnfotografie werden wir in den nächsten Wochen auch noch einen extra Beitrag mit Zugbildern aus Thailand erstellen. Da sind ein paar nette Bilder zusammen gekommen.

Ventilator - und wir waren froh, dass er da war

Ventilator – und wir waren froh, dass er da war

Melli im Zug...

Melli im Zug…

Toiletten fand man auch, in jedem Wagen. Das haben wir aber nun wirklich nicht fotografiert. Zitat von Melli: „Wenn Du nicht musst, nicht unbedingt musst, dann lass es…“.

Dafür war die Verpflegung um so besser. Alle Nase lang kamen Einheimische durch die Wagons und verkaufen Essen und Getränke. Naja, Getränke hatten wir vorher schon geholt und das ungekühlte Essen haben wir uns bei den Temperaturen mal verkniffen.

Getränkeservice

Getränkeservice im Zug

Die Fahrt selber war recht kurzweilig. Auch wenn sie 4 Stunden dauerte, es gab so viel zu sehen draußen, so viele Eindrücke. Dazu das Gefühl, mitten im Leben der Einheimischen zu sitzen. Familien auf dem Ausflug, Menschen die von der Arbeit kommen, Leute die vom Einkaufen in der Stadt nach Hause fahren. Ein paar andere Backpacker auf dem Weg zu ihrem Reiseziel – eine interessante Mischung.

Bangkok Vororte

Bangkok Vororte

TukTuks - Allgegenwärtig

TukTuks – Allgegenwärtig

Irgendwann hatten wir dann auch mal die Metropole Bangkok hinter uns gelassen. Nun dominierten Reisfelder die Optik, so weit das Auge reichte – überall Reisfelder und kleine Orte.

Reisfelder, so weit das Auge reicht

Reisfelder, so weit das Auge reicht

Nach vier Stunden erreichten wir dann Ayutthaya. Wie wir das überhaupt mitbekommen haben? Ganz einfach, die Schaffner haben jeden offensichtlichen Touristen darauf hingewiesen, dass nun die nächste Haltestelle Ayutthaya sei. Klar, die Touristen wollten ja irgendwie alle genau in diese schöne Stadt.

Angekommen in Ayutthaya haben wir uns dann erst mal Zugtickets für die Fahrt nach Pitsanulok zwei Tage später gesichert. Wir wollten nicht wieder 3. Klasse fahren auf der doch recht weiten Etappe. So haben wir aber noch Tickets für einen Expresszug in der zweiten Klasse sichern können.

Nun ging es erstmals in ein Tuktuk, zum Hotel. Immerhin waren diese hier in Ayutthaya recht modern und schnittig.

TukTuk in Ayutthaya

TukTuk in Ayutthaya

Das Hotel, Baan Thai House, war wirklich der Knaller. Ein paar Bilder davon zeigen wir im nächsten Bericht. Wir hatten dort ein eigenes kleines Häuschen, riesig groß, mitten in der wunderschönen Anlage.

An der Rezeption wies man uns direkt darauf hin, dass am Abend ein riesiges Fest in der Stadt sei. Also sind wir nur kurz in unser Haus, duschen, umziehen und dann haben wir uns wieder ein TukTuk in die Stadt geordert. Hier brauchte man übrigens nicht über den Preis zu feilschen. Das Hotel hatte feste Fahrer, die zu einem Festpreis in die Stadt und wieder zurück fuhren. 120 Baht pro Strecke – also rund 3 Euro pro Strecke. Am Zielort in der Stadt angekommen haben wir von unserem Fahrer die Handynummer bekommen, so konnten wir ihn später für die Rückfahrt einfach wieder anrufen – perfekt.

World Heritage Fair – ein Fest in Ayutthaya

World Heritage Fair

World Heritage Fair

Jedes Jahr im Dezember feiert die Stadt Ayutthaya, dass der Historical Park der Stadt Teil des Unesco Weltkulturerbes ist. Jeden Abend gibt es eine einstündige Lichtshow an den alten Ruinen des Phra Nakhon und davor einen riesigen Markt und Livemusik,

Wir wussten das vor unserer Reise gar nicht. Um so begeisterter stürzten wir uns in das bunte Treiben am Abend.

Die ersten Elefanten unserer Reise

Die ersten Elefanten unserer Reise

Direkt an der Straße, am Eingang zum Historical Park, haben wir dann die ersten Elefanten unserer Reise gesehen – und noch ein wenig mit denen gefremdelt. Irgendwie sind die Tiere doch sehr beeindrucken, wenn die plötzlich ohne Zaun vor einem stehen. Das sollte sich aber später am Abend ändern. Also nicht mit dem Zaun aber dem Fremdeln.

Voll war es auf dem Fest

Voll war es auf dem Fest

In dem riesigen Park vor dem Phra Nakhon erwartete uns dann ein riesiger Markt. Zum größten Teil waren es Stände, wo man was zum Essen kaufen konnte. Oft waren wir uns nicht sicher, was ist das eigentlich? Aber wenn man fragend schaute, bekam man eigentlich immer was zum probieren angeboten. Gut, danach war man nicht schlauer, wir wussten immer noch nicht unbedingt was es ist – aber alles war saulecker.

Lecker

Lecker

Auch lecker

Auch lecker

Yummie

Yummie

Suppe - glaub ich...

Suppe – glaub ich…

Nachdem wir uns einmal quer durch den Markt gefuttert hatten wurde es Zeit zur Lightshow zu gehen. Eintrittskarten konnte man unkompliziert auf dem Festgelände kaufen. Diese kosteten 500 Baht pro Person (rund 12,50 EUR) und sicherten einem Plätze auf der riesigen Tribüne und somit den Zugang zu der einstündigen Show mit Licht, Feuer und Musik.

Lightshow am Phra Nakhon

Lightshow am Phra Nakhon

Lightshow am Phra Nakhon

Lightshow am Phra Nakhon

Von der Tribüne hatte man einen wunderbaren Blick auf die Tempelanlage des Phra Nakhon und die davor liegende Wiese, welche als Bühne diente. Hier wurde in 6 Akten die Geschichte rund um die alte Stadt Ayutthaya erzählt. Diese war sehr bewegend in den letzten 1000 Jahren und gekennzeichnet von vielen Schlachten und Kriegen, verschiedenen Herrschen und Dynastien.

Farbenfrohes Schauspiel

Farbenfrohes Schauspiel

Auch hier wurden wieder zahlreiche Elefanten eingesetzt, welche in früherer Zeit als Kampftiere genutzt wurden.

Elefanten in der Schlacht um Ayutthaya

Elefanten in der Schlacht um Ayutthaya

Zweikampf - sehr beeindruckend

Zweikampf – sehr beeindruckend

Und immer wieder wurde die Kulisse mit den alten Tempeln im Hintergrund wunderbar in mit Licht, Feuer und Feuerwerk in Szene gesetzt.

Blutige Schlachten um Ayutthaya

Blutige Schlachten um Ayutthaya

Feuerwerk

Feuerwerk

Nach rund einer Stunde war das Spektakel dann zu Ende. Jetzt war es aber nicht so, dass die Bühne sich leerte. Im Gegenteil! Unten an der Tribüne nahmen alle Schausteller und auch die Elefanten Aufstellung, für schöne Fotos. Die nachfolgenden Bilder sind übrigens mit dem iPhone entstanden – unglaublich wozu die Smartphones heute in der Lage sind.

Elefanten streicheln nach der Show

Elefanten streicheln nach der Show

Familienfoto mit Elefant

Familienfoto mit Elefant

Und nun war es auch für uns soweit. Mal die Scheu ablegen und Elefanten streicheln. Und, es war gar nicht schlimm, im Gegenteil. Beeindruckend ist aber, welche Kraft alleine der Rüssel hat.

Allen Mut zusammen genommen - und Elefant gestreichelt

Allen Mut zusammen genommen – und Elefant gestreichelt

Nachdem wir uns von den Elefanten gelöst hatten, schweren Herzens, ging es noch mal auf den Markt. Irgendwie hatten wir noch ein Hüngerchen und wir wollten einfach noch ein wenig in die tolle Stimmung des Festes eintauchen.

Reis - Cocosmilch - Banana - die Zutaten für dieses Leckerchen

Reis – Cocosmilch – Banana – die Zutaten für dieses Leckerchen

Einmal etwas von allen, Bitte!

Einmal etwas von allen, Bitte!

Unser letzter Imbiss an dem Abend

Unser letzter Imbiss an dem Abend

So gegen 22 Uhr wurden wir dann aber doch so langsam müde. Der Tag war lang und aufregend. Also riefen wir unseren Tutuk Fahrer an, der uns wieder zu unserem Hotel bracht.

Das war er also, unser erster kompletter Tag in Thailand. Alle sagten uns vorher, dass man Anfang dort erst mal einen Kulturschock bekommen würde. Hmm, irgendwie wollte sich dieser aber nicht einstellen, zumindest nicht als Schock. Wir haben uns einfach wohl gefühlt, haben die für uns neue Kultur förmlich aufgesaugt und alle Momente des Tages genossen. Klar, man merkt an vielen Stellen, dass man sich in einem armen Land befindet, für europäische Verhältnisse. Umso beeindruckter waren wir jetzt schon von der lebenslustigen und freundlichen Art der Thailänder. Und es sollten ja noch einige Tage voller Eindrücke folgen – dazu aber später mehr, an dieser Stelle.

Mit diesem Beitrag nehmen wir übrigens auch an einer Blogparade teil. Steffi vom Blog „Segeln mit Yemenja“ hat zu einer Blogparade aufgerufen, wo man über Feste in aller Welt berichten darf. Da passt dieser Beitrag hier doch wie die Faust auf das Auge!

Das war also der zweite Teil unseres Reiseberichtes aus Thailand. Wir hoffen er ist nicht zu lang geworden und ihr habt ein wenig Spaß daran. 

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