Naturzoo Rheine – Unser erster Besuch

Naturzoo Rheine – Unser erster Besuch

Veröffentlicht: 9. Juli 2017

Aktualisiert: 25. Oktober 2020

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Autor: Thomas Jansen

Unser erster Besuch im Naturzoo Rheine stand am Wochenende auf dem Plan. Anlässlich eines Treffens mit Mitgliedern einer Zoofotografen-Facebookgruppe hat es uns in das westliche Münsterland verschlagen. Natürlich haben wir wieder ein paar Fotos mitgebracht und einige Informationen rund um den Naturzoo in Rheine. Vorweg, ein Besuch im Naturzoo Rheine lohnt sich unbedingt.

Geschichte des Naturzoo Rheine

Bereits seit 1937 existiert der Zoo Rheine. Anfangs als Tiergarten mit heimatlichen Dam-, Schwarzwild und einigen mitteleuropäischen Tierarten konzipiert, kamen schnell kleine Affenarten dazu.

Mitte der sechziger Jahre wurde das Konzept dann verändert und es kamen mehr außereuropäische Tierarten in die Gehege. Ein Highlight war sicherlich 1974 zu verzeichnen, als in Rheine das erste begehbare Affengehege in Deutschland eröffnete. Dieser Affenwald beherbergt bis heute eine große Kolonie von Berberaffen, welche die Besucher hautnah erleben können.

2004 wurde eine neue Seehund- und Pinguinanlage eröffnet, die den neuesten Ansprüchen an eine artgerechte Haltung der Tiere gerecht wird. Weitere Neuerung der letzten Jahre sind die neuen Gehege für die Lippenbären und die Goldschakale, das riesige Storchengehege, die Eulenvoliere und der neue Streichelzoo. Zuletzt eröffnete 2016 der Lemurenwald.

Die Namensgebung Naturzoo unterstreicht, dass es nicht nicht um einen normalen Zoo oder Tierpark handelt. Überall im Zoo finden sich Lernspiele, die das Bewusstsein für die Natur stärken sollen.  Zusätzlich gibt es einen Naturlernpfad und eine Zooschule für Kinder im Naturzoo.

Tiere im Naturzoo Rheine

Berberaffe Portrait im Affenwald

Berberaffe

Rund 1000 Tiere, aus 100 verschiedenen Arten leben im Naturzoo Rheine. Eine kleine Auswahl sind:

  • Bennett Kängurus
  • Zebras
  • Sumatra Tiger
  • Nasenbären
  • Antilopen
  • Seehunde
  • Präriehunde
  • Baumratten
  • Trampeltiere
  • Bartaffen
  • Berberaffen
  • Blutbrustpaviane
  • Kattas
  • Liszt-Äffchen
  • Varis
  • Gibbons
  • Weißstörche
  • Waldrapp

Viele der Arten werden im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP) gehalten. Diese schützen bedrohte Arten, fördern zooübergreifend die Arterhaltung und später auch die Aussiedelung in den ursprünglichen Verbeitungsgebieten.

Fotos aus dem Naturzoo Rheine

Soviel zur Geschichte des Naturzoo Rheine. Nun aber schnell zu den Bildern, die wir an dem Tag geschossen haben. Es war ein nettes Treffen von rund 25 Tierfreunden aus der Zoo-Gruppe bei Facebook. Wir hatten mächtig Spaß und die Stimmung war total locker. Für uns war es das erste Treffen aus dieser Facebookgruppe, an der wir teilgenommen haben – und ganz bestimmt nicht das letzte Treffen. Wir sind bei Fotografentreffen immer ein wenig skeptisch, da haben wir auch schon schlechte Erfahrungen machen müssen. Aber die Gruppe passte einfach, es wurde gefachsimpelt aber dabei auch viel gelacht. So muss das sein.

Sehr angenehm fanden wir auch, dass die Gruppe nicht im Zwang als Gruppe durch den Zoo gegangen ist. Teilweise waren wir alleine unterwegs, teilweise mit anderen Zoofreunden aus der Gruppe. Jeder konnte machen, was er wollte. Zum Mittag haben wir uns dann zum Essen getroffen und danach ging es als Gruppe zur Führung in den Lemuren Wald. Aber, nun mal der Reihe nach.

Zum Start ein paar Vögel

Rote Aras als Pärchen

Rote Aras

Direkt neben dem Tigergehege fanden wir eine tolle Voliere, mit einem Paar roter Aras, die wunderbar für uns posiert haben. Danach war unser Ziel die große begehbare Voliere in der viele verschiedene Arten hautnah besichtig werden können. Seidenreiher, Kuhreiher, Roter Sichler, Rosa Löffler, Rotschulterente und Chile-Krickenten leben dort zusammen.

Rosa Löffler in der Voljere

Rosa Löffler im Zoo Rheine

Rosa Löffler und Seidenreiher

Rosa Löffler und Seidenreiher

Direkt am Ausgang aus der Voliere fanden wir dann ein weiteres begehbares Gehege, im der zwei riesige und wunderschöne Waldkauze leben.

Waldkauze in begehbarer Voljere

Waldkauze im Zoo Rheine

Waldkauz Portrait auf Baum

Waldkauz

Direkt im Nachbargehege lebt ein UHU, leider durften man dieses Gehege nicht betreten. Aber, die dunklen Gitter, an die man auch noch recht nah heran kommt, waren kein Problem für ein ordentliches Foto.

Uhu in der dunklen Ecke

Uhu

Neben den Eulen liegt eine weitere begehbare Voliere, in der ganz viele Waldrappen leben.

Waldrappen bei der Federpflege

Waldrappen

Berberaffen im Affenwald im Zoo Rheine

Nah dran an den Berberaffen

Nah dran an den Berberaffen

Dann zog es uns in den Affenwald, wo die Kolonie Berberaffen wohnt. Nun zeigte es sich, dass es gut war, nicht mit der ganzen Gruppe zusammen durch den Zoo zu gehen. Die Schließfächer am Eingang zum Affenwald wäre dann ein wenig knapp geworden. Es ist verboten, Rucksäcke und Taschen mit in den Affenwald zu nehmen und natürlich nichts eßbares. Dafür stehen eben die besagten Schließfächer zur Verfügung.

Im Affenwald haben uns die Tiere eigentlich ignoriert, was ein gutes Zeichen ist. Würden sie ständig von den Besuchern gefüttert, so würden die viel offensiver auf uns Menschen reagieren, in der Hoffnung, wieder etwas abzubekommen. Die kleinen Berberaffen lagen aber völlig relaxt im Gehege, saßen zum Teil auf den kleinen Holzzäunen am Weg und genossen das schöne Wetter. Natürlich ist es streng verboten, die Tiere zu berühren (und auch nicht ungefährlich). Trotzdem viel es manchmal schwer, die netten Gesellen nicht einfach mal durchzuknubbeln

Berberaffe im Affenwald

Berberaffe

Berberaffen bei der Fellpflege

Berberaffen bei der Fellpflege

Was schwimmt da?

Was schwimmt da?

In der Sonne im sitzen eingeschlafen...

In der Sonne im sitzen eingeschlafen…

Der Denker im Affenwald

Der Denker

Berberaffen Portrait in Rheine

Berberaffen Portrait

Sonnenschein - relaxen auf der Wiese

Sonnenschein – relaxen

Kängurus, Emus, Lamas und Präriehunde im Zoo Rheine

Weiter ging es auf dem wunderbar ausgeschilderten Rundweg in ein weiteres, begehbare Gehege, wo Kängurus, Emus und Großen Maras (auch Pampashasen genannt) leben. Dabei haben auch hier die Tiere Vorfahrt im Gehege, die laufen munter auf den Fußwegen rum.

Am Ausgang trifft man dann auf die riesige Kolonie mit Präriehunden, die wie immer sehr wachsam waren und tolle Fotomotive.

Känguru am Wasser

Känguru

Emu Portrait in Rheine

Emu-Portrait

Pampas Hase in ganzer Pracht

Pampas-Hase

Präriehunde sind wachsam

Präriehunde

Familie bei den Präriehunden

Präriehunde

Störche im Naturzoo Rheine

Im Zoo lebt eine Kolonie von etwa 200 Störchen, die dort auch gezüchtet werden. In den Sommermonaten kommen etwa nochmal 200 frei lebende Störche hinzu, die frei in dem Park leben. So ist das Geklapper der Störchenschäbel im Zoo allgegenwärtig. Überall auf den Wiesen, in den Bäumen und in der Luft sieht man diese tollen Vögel im Zoo.

Störche im Affenwald

Störche im Affenwald

Oben auf dem Dach

Oben auf dem Dach

Riesige Störchenkolonie in Rheine

Riesige Störchenkolonie

Seehunde, Pinguine, Schakale und Lippenbären

In einem weitere Rundwegbereich leben neben den Seehunden auch die Pinguine. Letztere sind in einer wunderbaren, neuen und begehbaren Anlage untergebracht. Diese teilen die kleinen Pinguine sich mit einer großen Schwarm Seeschwalben. Übrigens, hier haben auch die Pinguine Vorfahrt und die bestehen auch drauf. So kann es passieren, dass diese ihre Vorfahrt nachdrücklich einfordern, wenn man im Weg rum steht und die Schwalben fotografiert. Da wird schon mal auf das im Weg stehende Bein gebissen (Aua).