Häufig lesen wir die Frage nach der Navigation in der USA. Was ist die günstigste Lösung, welche funktioniert offline, welche Variante kostet Geld, braucht man ein eigenes Navigationsgerät? Wir möchten Euch verschiedene Varianten mit ihren Kosten aufzeigen. Wir selber schwören inzwischen auf eine kostenlose Variante mit Google Maps oder der Here WeGo App.

Klassisches Navigationsgerät

Navigation in den USA: Zusammen mit dem Mietwagen mieten

Die vermutlich teuerste Variante der Navigation in den USA. Die Kosten übersteigen schnell den Kaufpreis eines Navis. Damit rechnet sich diese Variante oft nur bei kurzen Aufenthalten, von wenigen Tagen. Es gibt einige wenige Fahrzeuge, wo Navi-Geräte ab Werk verbaut sind. Diese bekommt man auch bei Miettarifen ohne Navi, das ist aber extreme Glückssache und ob dann (kostenlos) eine Karte installiert ist, steht noch auf einem anderen Blatt. Wir hatten das bisher erst einmal, dass so ein Navi fest im Fahrzeug verbaut war und die Navigation damit möglich war.

Navigation in den USA: Kaufgerät

Wenn Ihr öfters in die USA reisen wollt und kein Smartphone besitzt, dann ist der Kauf eines Navigationsgerätes mit USA-Karten die günstigste Lösung. Die Karten und das Gerät kann man mehrere Jahre nutzen, bevor das Gerät den Geist aufgibt oder die Karten vollkommen veraltet sind. Gute Geräte von Navigon, TomTom, Garmin und anderen Anbietern findet ihr am besten in den USA oder in Kanada selber. Einfach mal im BestBuy rein schauen oder im nächsten Walmart. Die Preise dort liegen bei 70US$ aufwärts für ein einfaches Gerät.

Navigation in den USA: US-Karten für das eigene Navi

Wenn ihr hier bereits ein Navigationsgerät habt, dann schaut dich mal, was eine USA-Karte für das vorhandene Gerät kostet. Pakete für die komplette USA bekommt ihr meist für Preise zwischen 50 und 70 EUR. Wenn ihr euch mit einzelnen Regionen oder Bundesstaaten begnügen könnt, dann fangen die Karten schon bei 15-20 EUR an.

Navigation mit dem Smartphone

Wir nutzen seit drei Jahren nur noch unser Smartphone zur Navigation in den USA und Kanada. Anfangs noch mit einer Kaufsoftware von Navigon, zuletzt nur noch mit den Offline Karten von Google Maps. Und damit kostet uns die Navigation im Urlaub kein Cent mehr.

Smartphone Navigation USA: Kaufnavisysteme

Wir haben Anfangs noch die Karten von Navigon auf dem iPhone eingesetzt. Diese kann man für einzelne Regionen in den USA kaufen oder auch für das ganze Land. Die Karten inkl. der Software für das iPhone kosten zwischen 20 und 30 EUR pro Region. Wenn Ihr aber nach und nach verschiedene Regionen der USA bereist, kommt da auch ein stolzes Sümmchen zusammen.

Navigation USA: Google Maps Offline Karten

Die Offline Karten von Google Maps sind wirklich ein Seegen. Die Google-Maps-Software ist kostenlos und damit könnt ihr beliebig viele Regionen für die Offline-Navigation auf das Smartphone laden. Die Menge ist  nur durch die Speicherkapazität des Smartphones beschränkt. Ihr habt dann ein richtiges Google Maps Navi.

Den Download erledigen wir vor der Reise von zu Hause aus. Das ist erfahrungsgemäß deutlich schneller, als über die langsamen Wifis in den Hotels. Aber zur Not ist dort auch schnell ein Kartenausschnitt herunter geladen. 

Wir möchten Euch hier eine kurze Schritt-für-Schritt Anleitung für den Download der Karten zeigen:

Einrichtung Offline Karten bei Google Maps

Schritt 1:

Wählt im Menu der Google-Maps-App den Menüpunkt Offline-Karte aus.

 
Wählt im Menu den Punkt Offline-Karten

Schritt 2:

Unten Rechts auf das blaue Plus klicken um eine neue Karte zuzufügen.

 

 
Auf das blaue Plus klicken, für eine neue Karte.

Schritt 3:

Wählt den gewünschten Kartenausschnitt aus. Sollte dieser zu groß sein, wird die App Euch das sagen. Teilt dann einfach das gewünschte Gebiet auf mehrere Karten auf.

 

 
Wählt den gewünschten Kartenausschnitt aus.

Schritt 4:

Nach dem Klick auf Herunterladen könnt ihr der Karte einen Namen geben.

 

 
Name der Karte eingeben

Schritt 5:

Danach wird die gewünschte Karte herunter geladen. 

 

 
Download der Karte

Nach dem Download steht Euch die Karte zur Offline-Navigation auf dem Gerät zur Verfügung. Ihr könnt nun weitere Karten herunter laden, bis der Speicher voll ist oder Eure gewünschte Region für die Reise abgedeckt ist.

Zum Navigieren braucht ihr vor Ort dann keine Netzanbindung, nur den GPS-Empfang und der ist bekanntlich kostenlos.

Sehr gut gefällt es uns auch, dass man die Navigation zwischen Auto, Fußgänger, Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel umstellen kann. In den USA haben wir das noch nicht gebraucht. In Thailand haben wie die Fahrrad- und Fußgänger-Navigation öfters genutzt.

Navigation USA: Here WeGo App

Ebenfalls offline und kostenlos ist die App Here WeGo. Die Software findet ihr kostenlos im App-Store bei Apple oder in Play-Store bei Android-Geräten.

Nach der Installation könnt ihr über die Einstellungen beliebige Karten, aus der ganzen Welt, für die Offline-Navigation downloaden. Bei den USA stehen euch hier die verschiedenen Bundesstaaten zur Verfügung, die ihr einzeln herunterladen könnt. Auch das ist natürlich kostenlos in der App.

Einrichtung Offline Karten bei Here WeGo

Schritt 1:

Die Installation der Offline Karten ist bei Here WeGo denkbar einfach. Nach der Installation der App wählt Ihr im Menü die Funktion Karten herunterladen.

 
Here WeGo Karte herunterladen

Schritt 2:

In der Länderübersicht arbeitet Ihr Euch durch bis zur USA. Und dort könnt ihr dann die Karten der Bundesländer runter laden, die ihr für Eure Reise benötigt.

 
Here WeGo Auswahl der Karten

Auch mit Here WeGo seid Ihr bestens für einen Road-Trip in den USA gerüstet. Genauso wie die Google Maps Karten bietet Here WeGo eine sehr gute Navigation, eine Menge Points of Interrest (POIs) und verschiedene Navigationstypen (Fußgänger, Rad, Öffentliche Verkehrsmittel) an.

Bei der Frage, was ist besser, Google Maps oder Here WeGo, können wir nur mit der Schulter zucken. Beide Programme sind richtig gut. Am Ende gefällt uns Google Maps ein klein wenig besser, weil es auch mit allen Programmen auf dem iPhone verknüpft ist. Damit sind Adressen aus verschiedenen Apps einfach an Google Maps zu übergeben.

 

Fazit: Kosten für die Navigation müssen nicht mehr sein!

Ihr seht, es ist nicht mehr notwendig, für eine sehr gute Navigation auf der Reise Geld auszugeben. Wir selber sind inzwischen nur noch mit Google Maps unterwegs und sehr zufrieden damit. Solltet Ihr zusätzlich eine US-Sim-Karte mit Datenvolumen* im Einsatz haben, dann ladet euch trotzdem die Offline-Karte herunter. Dann habt ihr aber zusätzlich noch den Service der Verkehrsinformationen auf der Strecke, mit geringer Bandbreite, denn die Karte wird weiter vom Gerät geladen.

Diese Tipps gelten übrigens nicht nur für die USA. Die Offline-Karten haben wir auch in Kanada, Thailand, Kambodscha und ganz viel hier in Europa eingesetzt. Mit dem Wegfall der Roaming-Gebühren für die Internetnutzung können innerhalb er EU inzwischen auch Online-Karten genutzt werden. Aber außerhalb der EU ist das weiter eine feine Sache.

Wie sind eure Erfahrungen mit der Navigation auf Reisen? Nutzt ihr noch die klassischen Navigeräte oder inzwischen auch die günstige Variante auf dem Smartphone?

Vielen Dank für Deinen Besuch!

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Wir sind es, Melanie und Thomas. Zwei Reisesüchtige in den besten Jahren, wie man das neuerdings so sagt, also das mit den Jahren. Wenn wir mal nicht reisen, verdienen wir unser Geld zum Reisen und fotografieren uns an den Wochenenden durch die nähere Umgebung. Dabei lieben wir Zoos oder andere Sehenswürdigkeiten rund um unseren schönen, geliebten Ruhrpott.

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