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Das Comback der Onkelz am Hockenheimring

Panorama Hockenheimring

Die Onkelz sind zurück. Für die Medien vermutlich ein Schock, für die Fans ist aber ein Traum in Erfüllung gegangen. Die Band, der immer noch der Ruf des Bösen und der rechten Ecke anhaftet, hat gestern am Hockenheimring nach 9 Jahren wieder auf der Bühne gestanden.

Diese Diskussion über den Sache mit der rechten Ecke, in die die Band immer gerückt wird, will ich gar nicht führen. Zumal diese sinnlos ist. Man kann den Gegnern der Band 1.000 Argumente dagegen liefern, diese bleiben dabei, stampfen mit dem Fuß auf, ballen reflexartig die Fäuste und jammern dann, dass die Onkels doch rechts sind! Das sie damit auch die Fans in diese Ecke stellen… aber lassen wir das. Weder bin ich auch nur ansatzweise so krank eingestellt, noch alle anderen Onkelz Fans in meinem Freundes- und Bekanntenkreis.

Ich mag einfach diesen Sound, die Kraft in der Musik. Die Texte sind kritisch, nicht immer politisch korrekt und gerade heraus. Sie singen viel über die schlechten Dinge im Leben und sind authentisch dabei, da sie selber viel Unsinn erlebt und zugegeben auch gebaut haben. Gerade Sänger Kevin ist ja wirklich kein Musterknabe, in Sachen Drogen und dem ganzen Müll gewesen. Nach dem Ende der Onkels ist er so richtig in den Drogensumpf gerutscht und die Sache endete übelst, ein schwerer Unfall mit Fahrerflucht und zwei Schwerverletzten ging auf seine Kappe. Tiefer und übler geht es eigentlich nicht.

All diese Dinge, und auch die Anfeindungen, haben aber auch die riesige Fangemeinschaft zu einer verschworenen Community gemacht. Es schweißt zusammen, wenn man sich ständig dafür rechtfertigen muß, welche Musik man hört und andauernd Diskussionen darüber führen muß. Das erklärt dann, warum man beim Abschlusskonzert 2005 so viele Menschen gesehen hat, welche regelrecht verzweifelt waren, weil die Band sich trennte. Da kniete die Punkerin Arm in Arm mit der Hausfrau, der Banker mit dem Rocker vor der Bühne am Lausitzring und alle flennten Rotz und Wasser.

Die Nachricht, dass die Onkelz wieder zusammen sind schlug vor rund einem halben Jahr ein wie eine Bombe. Die beiden Konzerte am Hockenheimring waren binnen Minuten ausverkauft, 200.000 Karten gingen weg, wie geschnitten Brot.

Panorama Hockenheimring
Panorama Hockenheimring

Und gestern war es dann so weit. Bereits bei der Ankunft und auf dem Weg zum Eingang merkte man den Onkelz Spirit. Überall froh gelaunte Menschen, kein Stress, kein Palaver. Der Banker zog wieder mit dem Rocker gemeinsam zum Konzert. Gehbehinderte Fans wurden von wildfremden Menschen auf ihre Plätze auf der Tribüne getragen, leicht „angetrunkenen“ Genossen wurde geholfen zum Campingplatz zurück zu kommen (auch wenn es nicht unbedingt der Passende war).

Fantastische Bühne beim Onkelz Konzert
Fantastische Bühne beim Onkelz Konzert

Und das Konzert war dann der Hammer. 3 Stunden Power, Emotionen, Rock vom feinsten. Das ganze serviert auf einer Bühne, wie sie Europa noch nicht gesehen hat. Bei den ersten Liedern sah man dann wieder viele Tränen, aber es waren dieses mal Freudentränen über das Comback.

Ich sage mal Danke für diesen tollen Tag an alle, die das möglich gemacht haben. Und hoffentlich bleiben sie uns nun wieder als Band erhalten. Aber man hatte gestern schon das Gefühl, da stehen vier Freunde auf der Bühne.

Ich habe mit dem Handy ein paar Videos von dem Konzert gemacht. Wer mag, kann sich diesen fast 9-minütigen Ausschnitt aus dem 3-Stunden-Konzert hier ansehen. Der Ton könnte besser sein, aber die Bildqualität finde ich für ein Smartphone wirklich ordentlich.

Und hier noch ein paar Bilder:

So, ich hoffe, ihr habt mich weiter lieb… auch wenn ich so böööse Musik mag!

Danke für das Lesen des Beitrages!
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Über den Autor

Thomas Jansen

Thomas, 68er Jahrgang, aus dem schönen Mülheim an der Ruhr im Ruhrpott. Zusammen mit der besten Ehefrau der Welt auf Reisen. Und sonst?
Arbeiten // Fotografieren // Bloggen // Spotten // Slotten // Lesen

8 Kommentare

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  • FunTas World | Ein Livestream zum Konzert der Böhsen Onkelz am Hockenheimring gute Idee? sagt:

    […] Hier schon ein aktueller Bericht mit schönen Bildern (reisen-fotografie.de): Das Comback der Onkelz am Hockenheimring […]

  • Servus Thomas,

    es wurde ja überall groß angekündigt, die Rückkehr der Onkelz und das Konzert. Die Band hat in der Tat ein paar coole Lieder und soll live auch recht gut sein. Neben Rammstein und den Toten Hosen gehören sie für mich zu den besten deutschen Bandsund zurecht eine große Fangemeinde. Die Onkelz haben halt die bewegtere Vergangenheit, was dazu führt, dass man sie in 20 Jahren immer noch in die rechte Ecke stellen wird. Freiwild wird auch ewig mit dem Problem zu kämpfen haben. Aber generell finde ich es super, dass es deutsche Bands gibt, die solche Massen anlocken und so eine Arena füllen! Das schaffen unsere deutschen spätpubertierenden „Gängsterräppa“, welche meinen sich auf eine Stufe mit Eminem usw. stellen zu können, nicht!

    Allerdings bin ich kein Freund solcher großen Konzerte. Je kleiner die Halle desto besser die Konzerte. Bei diesen Open Airs sieht man irgendwo ein paar kleine Figuren rumspringen. Das ist in einer kleinen Halle anders! Da ist die Beziehung Künstler/Zuschauer wesentlich intensiver. Nur leider spielen halt die großen der Branche selten in kleinen Hallen oder gar Clubs. Mein geilstes Konzerterlebnis war 1992 Kiss in einem kleinen Club vor 400 Leuten. Kleine Bühne, keine Absperrungen, kaum Technik; nur Musik! Geil sage ich nur!

    Grüße aus München
    Rainer

    • Huhu,

      ich mag beides. Du hast Recht, bei kleinen Hallen sieht man mehr, meist ist auch die Akustik besser und es ist gemütlicher.

      Open Airs finde ich einfach wegen der gewaltigen Masse an Menschen faszinierend und die Stimmung ist oft auch klasse. Bei diesem Event war sie sogar überwältigend.

      Was ich nicht mag sind Festivals. Tagelang im Zelt hausen, unzählige Bands anschauen, die mir nicht unbedingt gefallen usw. – das gebe ich mir nicht mehr.

      LG Thomas

  • Hallo und ein „Danke“ für diesen gelungenen Artikel!!! Es ist auf den Punkt gebracht… und wenn beim Video jetzt noch die richtige Jahreszahl zu Beginn erscheint, gibt’s nicht’s mehr, was ein Fan, der ’95 seine erste Tour mitgemacht hat, anmerken kann

  • Hallo Thomas,
    wow, schön zu lesen, besser hätte ich mein erlebtes nicht beschreiben können.
    ich war auch dabei, beide Tage und es war grandios…
    Ich habe die meiste Zeit vor der Tribüne verbracht, und es gab nur eins was ich noch gänsehautmachender fand als die Band mit dem gemeinsamen Gesang der Fans, und das war…. ich habe mich umgedreht, Gesicht zur Bühne , im Rücken den Trubel des Konzerts….Fansgesang pur….wow, nur im Background ein wenig Bandgesang aus den Lautsprechern…..unglaublich

    Jedenfalls, ein toller Bericht, danke dafür!

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