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Objektivtest Sony FE 24-240 am Flughafen Düsseldorf

Objektivtest Sony FE24240 am Flughafen Düsseldorf

Als neues Reiseobjektiv haben wir uns das Sony FE 24-240 f3,5-5,6 OSS gegönnt. Nachdem es in der letzten Woche geliefert wurde, wollte es natürlich auch getestet werden. So waren wir am Wochenende mal für eine Stunde am Flughaben Düsseldorf, auch wenn das Wetter alles andere als ideal war. Anderseits, bei schönen Wetter kann jeder.

Wir haben im Vorfeld natürlich einige Testberichte über das Objektiv gelesen. Dabei bekam es, für ein Superzoom, eigentlich recht gute Bewertungen. Aber, es wurden auch Schwächen aufgezeigt, von denen wir uns selber überzeugen wollten. Denn oft sind Dinge, die im Labor auffallen, im Alltag zu vernachlässigen. 

Am Ende des Berichtes gibt es natürlich noch einige Fotos vom Düsseldorfer Flughafen zu sehen. Da kommt doch die alte Leidenschaft fürs Spotten wieder durch.

Sony FE 24-240 f3,5-5,6 OSS – Warum haben wir das gekauft?

Durch den Umstieg von der Sony Alpha 6000 mit APS-C Sensor auf die Sony Alpha 7 II mit Vollformat Sensor fehlte uns ein Immerdrauf-Objektiv für unsere Reisen. Bisher haben wir dafür das Sony SEL 18-105 genommen, aber das ist leider nicht für die Nutzung an einer Vollformatkamera gebaut.

Mit der Sony Alpha 7 im Kit haben wir das FE28-70 gekauft. Das hat uns gerade in Thailand begleitet und für ein Kit-Objektiv wirklich tolle Bilder gemacht. Aber, uns fehlte es gelegentlich an Brennweite. Nun haben wir noch das FE 70-200, eine ganz tolle Linse von Sony. Nur, den riesigen Trümmer wollen wir um Urlaub eigentlich nich durch die Gegend schleppen. Weniger wegen dem Gewicht, eher wegen der Ausmaße – das Teil passt nicht in unseren Reise-Fotorucksack. Dazu kommt, dass wir Objektivwechsel auf Reisen irgendwie doof finden.

Also musste für die Reise eine Alternative her, die unsere Brennweitenwünsche abdeckt und auch noch bezahlbar ist.

Nach dem Lesen einiger Testberichte haben wir uns am Ende für das Sony FE 24-240 entschieden. Uns ist dabei klar, dass wir damit einen Kompromiss zwischen Qualität, Preis und Handling eingehen. Ein Superzoom, gerne auch Reisezoom genannt, kann niemals die optische Leistung eines Spezialzooms oder einer Festbrennweite liefern.

Sony FE 24-240 f3,5-5,6 OSS – Superzoom Reiseobjektiv

Den Test des Objektives haben wir mit der Sony Alpha 7 II gemacht, also mit der Vollformatkamera, wofür das Objektiv auch gebaut ist. An der Sony Alpha 6000 hätte man, durch den Crop-Faktor, sogar einen Brennweitenbereich von 36-360mm. Das werden wir mal im Zoo ausprobieren, in den nächsten Tagen, wenn das Wetter mal ein wenig besser wird.

Um den Zoombereich zu zeigen, möchten wir Euch mal drei Bilder vom Düsseldorfer Flughafen zeigen. Von der Besucherterrasse aus hat man einen schönen Blick auf den Flugsteig C, den wir mal mit 3 Zoomstufen fotografiert haben.

Von links nach rechts sind die Bilder mit 24mm, 100mm und 240mm Brennweite aufgenommen. Damit ist unsere Hauptanforderung an ein Reisezoom schnell erfüllt. Ein großer Brennweitenbereich an einem Objektiv.

Die Abbildungsqualität ist soweit in Ordnung, für ein Reisezoom auf jeden Fall. Bei der Weitwinkelaufnahme (24mm) kommt es in der unbearbeiteten RAW-Datei zu einer tonnenförmigen Verzeichnung an den Bildrändern. Das lässt sich aber mit der Objektivkorrektur in Lighroom einfach beheben. Bei jpg-Aufnahmen übernimmt diese Korrektur die Software in der Kamera. Und den Job erledigt die Alpha 7 II richtig gut.

Bei Aufnahmen im Telebereich kommt es an den Bildrändern zu leichte Unschärfen. Das kann man auf dem folgenden Bild recht gut erkennen.

Unschärfen am Bildrand bei der TAP
Unschärfen am Bildrand bei der TAP

An den Schriftzügen kann man die leichte Unschärfe gut erkennen. Der Portugal-Text in der Mitte ist gestochen scharf, die Registrierung am Heck des Flugzeuges und der Schriftzug unter den Cockpit dagegen leicht unscharf. Allerdings tritt dieser leichte Unschärfeeffekt erst ab einer Brennweite von ca. 210mm auf. 

Mit dieser Schwäche können wir aber gut leben. Gerade bei unseren Reisebildern, werden wir Brennweiten jenseits der 200mm nur recht selten brauchen  und auch da können wir mit einem technisch nicht zu 100% perfekten Bild leben. Uns kommt es bekanntlich auf andere Dinge an, wie eine schöne Bildwirkung oder die Geschichte, die das Bild erzählen kann. Und Dinge am Bildrand verschwinden idealerweise eh im Bokeh. 

Weitere (bekannte) Schwachpunkte des Sony FE 24-240

Sony FE 24-240 f3,5-5,6 OSS
Sony FE 24-240 f3,5-5,6 OSS

In verschiedenen Testberichten werden weitere Schwachpunkte genannt, die wir nach dem ersten Test weitestgehend bestätigen können.

Das Gewicht des Objektives, mit seinen 16 Linsen, ist schon nicht ohne und das System aus Kamera und Objektiv wird recht kopflastig. Dem versuchen wir gelegentlich noch durch einen Batteriegriff für die Alpha 7 II entgegen zu wirken. Wünschen würden wir uns für das FE 24-240 eine Stativschelle. Damit könnte dann auch der Schultergurt an dem Objektiv befestigt werden und die Kamera müsste nicht das Gewicht des Objektives tragen. Wir machen uns darüber keine Sorgen, da die Sony Alpha 7 II ein verstärktes Bajonett hat, aber ein komisches Gefühl bleibt trotzdem.

Der Zoomring ist sehr schwerfällig zu bedienen. Das sehen wir selber aber nicht als Schwachstelle. Es ist einfach Gewöhnungssache und nebenbei wird dadurch verhindert, dass das Objektiv ausfährt, während es am Gurt baumelt.

Ein weiterer Kritikpunkt war der schwerfällige Zoom der bei schlechten Licht nicht zuverlässig arbeitet. Auch das können wir nach dem Test bestätigen, zumindest teilweise. Im Vergleich zum FE 70-200 ist der Zoom deutlich langsamer. Allerdings spielen beide Objektive in unterschiedlichen Ligen. Das FE 70-200 ist nunmal eine der Top-Linsen von Sony, das FE 24-240 ein Reisezoom, also ein Kompromiss. Dabei ist die Geschwindigkeit nicht so langsam, dass es nicht möglich ist, schnell bewegende Motive, wie in diesem Fall die Flugzeuge, zu fotografieren. Und was die Zuverlässigkeit betrifft – ja, wir hatten gestern mehr falsch fokussierte Bilder, als sonst beim Flugzeuge knipsen üblich. Aber, das Licht war teilweise wirklich schlecht und am Ende waren 12 von rund 300 Aufnahmen falsch fokussiert. 

Trotzdem ist das Sony FE 24-240 ein tolles Reisezoom

Mit dem Gewicht können wir leben, im Vergleich zu unserer alten DSLR-Ausrüstung ist das immer noch lächerlich. Und die Bildqualität ist auf jeden Fall besser, als bei unseren alten Nikon-Reisezooms. Hier sei besonders die Verzeichnung im Weitwinkelbereich genannt, die damals mit dem Sigma 18-250 wesentlich ausgeprägter war. Und die Fehlfokussierung bei schlechtem Licht fällt direkt am Kamerabildschirm auf, so dass man problemlos ein zweites Bild machen kann, zur Not mit manuellen Fokus, was ja bei Sony eine Freude ist. Und bei unseren Urlaubsbildern fliegen die Motive in der Regel nicht weg. 

Das waren die (bekannten) Schwächen des Objektives. Nur, wie oben geschrieben sollte vor dem Kauf klar sein, dass ein Superzoom immer ein Kompromiss ist. Die negativen Dinge hören sich eh schlimmer an, als sie in der Praxis sind. Natürlich, für einen High-End-Fotografen, der Wert auf technisch perfekte Bilder legt, die im Studio produziert werden, ist das Objektiv wohl nicht das Richtige. Für uns ist das Sony FE 24-240 trotzdem ein tolles Reisezoom, um schöne Urlaubsbilder zu machen, dabei möglichst wenig mit zu schleppen. Daher freuen wir uns auf die erste richtige Reise mit dem Objektiv und auf die vielen tollen Bilder, die wir dann hier zeigen können.

Weitere Bilder vom Flughafen Düsseldord mit dem FE 24-240

Hier noch ein paar weitere Bilder des Tages. Wenn ich schon mal wieder Flugzeuge spotten gehe, dann wollen die Bilder auch gezeigt werden.

Turkish Airlines A321
Turkish Airlines A321
Aeroflot A320
Aeroflot A320
Hi Fly Airbus A330
Hi Fly Airbus A330
Air Berlin A321
Air Berlin A321
Air Berlin A321 und Dash 8
Air Berlin A321 und Dash 8
Atlas Airbus A321
Atlas Airbus A321
Air Berlin und Air Baltic Dash 8
Air Berlin und Air Baltic Dash 8
Sun Express B737-800
Sun Express B737-800
Mahan Air Airbus A340-300
Mahan Air Airbus A340-300
Vorfeld DUS
Vorfeld DUS
Pegasus B737
Pegasus B737
Austrian A319
Austrian A319

Wir hoffen, die Informationen rund um das neue Objektiv sind interessant und die Bilder vom Flughafen Düsseldorf gefallen Euch ein wenig. Über Kommentare und Fragen freuen wir uns sehr, haut in die Tasten.

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2 Kommentare

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  • Hallo Thomas,

    danke für den interessanten Beitrag, auch wenn ich mir das Objektiv nicht zulegen werde. Aber Du hast mich daran erinnert, auch mal wieder mein Reiseobjektiv – in diesem Fall das Sigma 18-250 mm F3,5-6,3 DC Macro HSM für Sony A-Mount – heraus zu kramen. Ich habe es an meiner Alpha 77 II noch gar nicht ausprobiert und werde es jetzt schnellstens nachholen müssen. 😉 Es hat sich damals super im Vogelpark Heiligenkirchen (noch mit der Alpha 58) bewährt, weil ich in dem Zoo einerseits sehr nah an die Papageien (ohne Gitter!) herankam, andere Vögel wiederum nur in einiger Entfernung aufnehmen konnte. Mit ihm war ich superflexibel und total dankbar, dass ich keinen Objektivpark mit mir herumschleppen musste … es war tierisch heiß an dem Tag.

    Viel Spaß mit dem neuen Objektiv und ich bin schon ganz gespannt auf weitere Fotos, die ihr mit ihm machen werdet.

    Lieben Gruß
    Sylvi

    • Hi Sylvim

      da Sigma hatte ich damals für die Nikon auch. Für unsere Reisen war das, bei allen Schwächen, ein tolles Objektiv.

      Jetzt gehe ich aber mal schauen, wo Heiligenkirchen ist – Papageien ohne Gitter sind eine Reise wert.

      LG Thomas

Über uns

Melanie und Thomas

Hier schreiben Melanie und Thomas - zwei reisesüchtige Menschen aus dem Ruhrpott. Mehr Informationen findet Ihr auf der Über uns Seite.

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