Spotterterrasse im FlyInn Istanbul

Ostern in Istanbul – Spotten und Sightseeing

Kategorie: Reiseziele Europa

Veröffentlicht: 9. April 2015

Aktualisiert: 12. Oktober 2019

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Ostern stand das schon traditionelle Treffen der Spotter aus dem Flugzeugspotter Forum auf dem Programm. Ziel unseres Treffens in 2015 war Istanbul. Dort waren wir mit einer kleineren Gruppe vor zwei Jahren bereits zum Spotten. Daher kam der Wunsch, noch einmal ein Treffen an diesem tollen Airport zu organisieren. Im Gegensatz zur letzten Reise, stand aber dieses mal nicht nur die Flugzeugfotografie auf dem Programm, auch die Stadt Istanbul sollte besucht werden.

10 Spotter hatten zu dem Treffen eingefunden und einen weiteren deutschen Spotter haben wir vor Ort kennen gelernt. Dieser hat sich von der guten Stimmung anstecken lassen und sich für die Tage unserer Gruppe angeschlossen – so muss das sein.

Ostern in Istanbul – Karfreitag – Anreise

Für mich fand die Anreise am Karfreitag statt. Die Vorzeichen für diese Reise standen ja schon auf chaotisch. Über die Buchung des Fluges und seine Geschichte, wurde hier im Blog ja schon ausführlich berichtet.

Leider sollte sich das Chaos durch die komplette Reise ziehen, zumindest bei den Flügen.

Pünktlich war ich am Freitag Morgen am Gate in Düsseldorf und dort tat sich dann erst mal – nichts! Das Boarding begann dann mit anderthalb Stunden Verspätung. Grund dafür war der immer noch vorhandene Personalengpass bei Germanwings nach dem schlimmen Unglück. Daher musste kurzfristig ein Flugzeug und die Besatzung von Lufthansa einspringen und den Flug nach Wien übernehmen. Nun, böse sein kann man deswegen wirklich niemandem.

In Wien angekommen war mein Anschlussflug nach Istanbul theoretisch schon gestartet. Auf einem Display stand aber noch was von „Boarding“. Also, die Füße in die Hand genommen und einen kleinen Sprint in das nächste Terminal hin gelegt. Dank diesem und der Tatsache, dass die Turkish Airlines Maschine auch ein wenig Verspätung hatte, konnte ich noch in den Flieger schlüpfen, bevor sich die Türen schlossen.

Leider hat mein Koffer diesen Sprint nicht geschafft. Auf diesen wartete ich dann in Istanbul vergebens. Also, auf zum „Lost and Found“ Schalter im Flughafen Istanbul. Dort spricht übrigens niemand eine Sprache, welche ich beherrsche. Naja, an einem internationalen Flughafen – ach lassen wir das. Immerhin war das Formular auf Englisch, und über dieses konnten wir dann kommunizieren. Mein Koffer stand natürlich noch in Wien, ganz alleine – der arme Kerl. Er wurde aber am Samstag Vormittag bis ins Hotelzimmer nachgeliefert – also alles Gut!

Keine Probleme gab es bei der Leihwagenfirma. Kurz die Formalitäten erledigt und schon konnte ich mit meinem Fiat Linea in Empfang nehmen und damit zum Spotterpunkt im FlyInn fahren. Bis auf Kollegen Peter, der ebenfalls mit einer verspäteten Maschine aus Salzburg anreiste, war die Spottergruppe bereits vollständig versammelt und „bei der Arbeit“.

Spotterterrasse im FlyInn Istanbul

Spotterterrasse im FlyInn Istanbul

Das FlyInn ist ein Einkaufszentrum, südlich des Airports gelegen. Dort gibt es in der obersten Etage einen Food Cort mit einer Außenterrasse. Und eben diese Terrasse ist wunderbar zum Fotografieren der Flugzeuge auf dem Airport Istanbul geeignet. Daher trifft man dort eigentlich immer Spotter aus der ganzen Welt an.

Istanbul ist daher für Flugzeugfotografen so interessant, da die Nähe zu vielen arabischen Ländern einem regelmäßig Flugzeuge vor die Linse bringt, welche man hier bei uns kaum zu sehen bekommt.

Casa CN 235 der Tükischen Luftwaffe

Casa CN 235 der Tükischen Luftwaffe

Wir haben den Nachmittag und Abend bis zum Sonnenuntergang genutzt um die ersten Fotos zu machen. Dann ging es im FlyInn zum Abendessen und danach rüber ins Hotel IBIS am Bospurus. Nach dem Einchecken hat sich die Gruppe noch auf ein leckeres Effes getroffen – bevor alle müde in die Betten gefallen sind.

Ostersamstag – rein nach Istanbul

Lecker Frühstück im Hotel und dann rein nach Istanbul. Das war der Plan für den Samstag Vormittag. Nur, sollte man mit den Leihwagen selber fahren oder doch lieber ein Taxi nehmen? Nach einer kurzen Rücksprache mit dem netten Mann an der Rezeption haben wir uns für die Variante Taxi entschieden und das war gut so. Neben der Tatsache, dass die in Istanbul alle fahren wie die Irren – womit ich noch klar gekommen wäre – es gibt im Stadtzentrum und in der Altstadt auch nicht viele Parkplätze. Zwei Taxen haben uns somit sicher am Fuß der Altstadt abgesetzt. Dort kann man dann wunderbar zu Fuß die wichtigen Sehenswürdigkeiten abklappern.

Hagia Sophia in Istanbul

Hagia Sophia in Istanbul

Leider war es voll in der Stadt, richtig voll, also so richtig verdammt voll. In die berühmten Gebäude, wie die Hagia Sophia oder in die Blaue Moschee kam man nur rein, wenn man 60-90 Minuten Wartezeit mitbrachte. Bei aller Liebe, das mussten wir uns nicht antun. Somit haben wir uns darauf beschränkt, diese schönen Gebäude nur von außen zu besichtigen, was auch sehr beeindrucken ist. Auf jeden Fall gibt es jetzt gute Gründe, da noch mal hin zu müssen.

Galata Brücke und Rundfahrtschiff auf dem Bospurus

Galata Brücke und Rundfahrtschiff auf dem Bospurus

Wir schlenderten also vom Topkapi Palast zur Blauen Moschee, weiter an der Hagia Sophia vorbei bis zur Galata Brücke. Dort gab es dann erst mal ein leckeres Fischbrötchen, lecker mit Zitronensaft drüber – sehr zu empfehlen. Zum Abschluss des Vormittages ging es dann noch in den Ägyptischen Basar.

Gewürze und viele andere leckere Sachen im Ägyptischen Basar

Gewürze und viele andere leckere Sachen im Ägyptischen Basar

Im Basar war es ein wenig voll. Man wurde da fast durch geschoben und recht böse angeschaut, wenn man mal für ein Foto stehen geblieben ist. Vielleicht ist es an anderen Tagen besser, als an einem Samstag – das war schon unangenehm voll.

Zurück am Bahnhof angekommen haben wir dann ein VW-Bus Taxi gefunden, also genau das Richtige für unsere Gruppe aus sieben Leuten. Hier gab es dann auch wieder die Sprachbarriere live zu erleben. Unsere Frage, ob er mit seinem Taxi frei wäre, interpretierte der Fahrer als Wunsch zum Taksim Platz gefahren zu werden – das ist uns zum Glück schnell aufgefallen, als wir merkten, das er über die Galata Brücke fuhr, also in die völlig falsche Richtung. Nachdem wir das geklärt hatten und er einen Kollegen per Handy gefragt hat, wo eigentlich unser Hotel sein, sind wir dann sicher dort wieder angekommen.

Den Nachmittag und Abend haben wir dann wieder im FlyInn verbracht, um dort das ein oder andere Flugzeugbild zu fotografieren.

Kuwait Air Force - Boeing C-17A Globemaster III

Kuwait Air Force – Boeing C-17A Globemaster III

Zum Abend war ja der Blutmond angesagt. Auch in Istanbul konnten wir diesen sehen, direkt nach dem Mondaufgang. Das sah schon richtig toll aus.

Blutmond in Istanbul

Blutmond in Istanbul

Ostersonntag – Spotten und Luftfahrtmuseum

Vormittags haben wir uns aufgemacht zur Promenade am Bospurus, in der Nähe das Flughafens. Dort wird man als Flugzeugspotter normalerweise recht schnell von der Polizei verscheucht, da das Fotografieren dort nicht gerne gesehen wird. Nur, an diesem Sonntag, bei schönen Wetter, war es dort mal so richtig voll auf der Promenade. Die Sonne trieb die Leute dort hin. Auch viele Hochzeitspaare ließen sich dort, frisch getraut, mit dem Meer im Hintergrund ablichten.

Hochzeitsfotografie am Meer

Hochzeitsfotografie am Meer

So vielen wir in der Masse der Menschen nicht weiter auf. Auch nicht mit unseren Kameras, da ja dort auch zahlreiche Hochzeitsfotografen rum rannten. Und irgendwann kam auch das Ziel unserer Begierde, der neue DreamLiner von Azerbaijan Airlines.

Azerbaijan Airlines - DreamLiner

Azerbaijan Airlines – DreamLiner

Wenn wir mal keine Flugzeuge oder alte Gebäude fotografiert haben, dann haben wir uns die Katzen in Istanbul vorgenommen. Diese trifft man eigentlich überall – als Katzenliebhaber ein Traum. Übrigens, auch auf der Promenade waren die Fellknubbel zu Hause.

Katze an der Promenade

Katze an der Promenade

Aber, wir wollten ja auch noch ein wenig Kultur erleben. Was liegt also näher, für einen Haufen Flugzeugspotter, als ein Besuch des Museums der Türkischen Air Force, welches direkt am Flughafen Gelände liegt.

Türkische Air Force Museum

Türkische Air Force Museum

Danach ging es, ihr ahnt es schon, wieder rüber ins FlyInn.

Abendliche Lichtstimmung

Abendliche Lichtstimmung

Dort bescherte uns das feine Licht der untergehenden Sonne noch das ein oder andere schöne Motiv. Da der Airport sehr nah am Meer liegt, hat man auch oft noch ein paar schöne Schiffe mit dem dem Bild.

Landung in feinem Abendlicht

Landung in feinem Abendlicht

Ostermontag – Der Große Basar und Rückflug

Am letzten Tag unseres Tripps trennte sich unsere Truppe ein wenig. Peter musste bereits in aller Herrgottsfrühe zu Airport, Lina flog gegen Mittag und der Rest am späten Nachmittag nach Hause. So fuhr ein Teil der Truppe noch mal zum FlyInn und der Rest in die Stadt, um den Großen Basar zu besichtigen. Der Rest waren 5 Leute – und wer glaubt, die passen nicht in ein normales Taxi, der lasse sich vor Ort eines Besseren belehren. Ich fand es trotzdem gemütlich, da ich vorne sitzen durfte. Dies geschah aber vermutlich zum Selbstschutz meiner Mitreisenden.

Vor dem Eingang zum Großen Basar fanden wir noch die Nuruosmaniye Moschee. Und zu unser aller Erstaunen, dort konnte man rein, ohne Wartezeiten und es war ganz leer.

Nuruosmaniye Camii

Nuruosmaniye Camii

Nach der Besichtigung der Moschee ging es dann aber rein, in den Großen Basar. Und dieser trägt seinen Namen nicht zu unrecht. Eigentlich ist das ein ganzer Stadtteil, teilweise überdacht.

Wege im Großen Basar

Wege im Großen Basar

Dort kann man sich prima verlaufen. Wenigstens muss man dann aber weder verhungern noch verdursten oder Shopping-Entzug bekommen. Hier gibt es wirklich alles zu kaufen, was das Herz begehrt.

Tausend und ein Geschäft im Großen Basar

Tausend und ein Geschäft im Großen Basar

Gegen Mittag enterten wir dann wieder ein Taxi, zurück zum Hotel, den Leihwagen einsammeln. Mit diesem ging es dann zum Airport – wobei ich nicht gedacht hätte, das in so einen kleinen Fiat 5 Menschen mit Gepäck und den Fotorucksäcken rein passen.

Zurück ging es dann wieder mit Turkish Airlines erst nach Wien. Dieser Flug ging auch halbwegs pünktlich über die Bühne. Leider hatte dann mein Anschlussflug von Wien nach Düsseldorf wieder ordentlich Verspätung. Aber, als ich vor dem Terminal stand, kam auf einmal Lina aus dem Gebäude, welche gerade eingetroffen war. Sie flog von Istanbul über Frankfurt zu ihrem Wohnort nach Wien. So konnten wir meine Wartezeit noch gemeinsam bei dem ein oder anderen Kaltgetränk in einer Bar am Flughafen verbringen.

Gegen 23 Uhr war auch in endlich in Düsseldorf gelandet.

Fazit – Istanbul ist toll

Istanbul steht jetzt für einen Städtetripp ganu weit oben auf unserer Liste. Ich hatte ja nur 3 halbe Tage, da muss noch einiges nachgeholt werden. Und mit ein wenig mehr Zeit, kann man auch mal Wartezeiten in Kauf nehmen oder mal eine Schifffahrt auf dem Bospurus machen.

Tipps

  • Taxi fahren ist in Istanbul günstig und auf jeden Fall eine Alternative zum Leihwagen
  • Schreibt euch Adressen ins Handy, um diese dem Taxifahrer zu zeigen
  • Parken in der Stadt ist abenteuerlich
  • Das Hotel Ibis Bospurus – auf halben Weg zwischen Flughafen und Altstadt – kann ich nur empfehlen
  • Fischbrötchen an der Galata Brücke – dabei den Zitronensaft nicht vergessen
  • Meidet Menschen. die Euch Stadtpläne schenken wollen – unserer wurde direkt von der Zivilpolizei geschnappt – keine Ahnung, was er eigentlich von uns wollte
  • Preisverhandlungen finden heute über Smartphone statt, wenn man verschiedene Sprachen spricht. Zeige Deinen Preis, dann zeige ich meinen… :-)
  • Scharf bedeutet in der Türkei scharf, richtig scharf… *wasser*

Das war der Reisebericht über den Spotter- und Sightseeing Trip nach Istanbul. Ward ihr auch schon mal da? Wie findet ihr die Stadt, oder diesen Bericht? Schreibt uns doch einfach einen Kommentar, das würde uns sehr freuen!

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