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Ein erstes Highlight unserer Reise war der Besuch Otjitotongwe Cheetah Farm. Hier hatten wir die Möglichkeit mit drei zahmen Geparden zu kuscheln und die Fütterung von wilden Geparden im schönsten Nachmittagslicht zu bestaunen.

Otjitotongwe Cheetah Farm

Die Otjitotongwe Cheetah Farm liegt südwestlich vom der südlichen Einfahrt in den Etosha National Park, nahe dem Ort Kamanjab. Sie ist relativ einfach zu erreichen. Von Windhoek aus geht es über die B1 bis in den Ort Outjo. Dort wechselt ihr dann auf die C40 Richtung Westen. Nach etwa 130 Kilometern, auf einer asphaltierten Straße, kommt ihr dann zur Einfahrt der Farm. Die restlichen 7 Kilometer bis zur Farm gehen dann über eine Schotterpiste, die aber gut befahrbar ist.

Die Cheetah-Führen beginnen jeden Tag um 16 Uhr. Die Zufahrt zur Farm ist für Besucher der Führung ab 15:30 Uhr gestattet. Übernachtungsgäste dürfen auch schon eher auf das Gelände fahren.

Die Farm hat einen eigenen Campground mit 10 Stellplätzen und 8 Gästezimmer in Bungalows. Die kleinen Häuser sind von den Besitzern selber gebaut worden. Dabei sind sie sehr schlicht aber liebevoll eingerichtet. Mobilfunknetz, Wi-Fi und Strom sucht man hier vergebens. Die Bungalows haben elektrisches Licht (LED-Lampen) aber Steckdosen gibt es nicht. Dafür herrscht am Abend im Camp eine himmlische, fast schon unheimliche Ruhe.

Die Anlage hat auch einen Pool und einen kleinen Aussichtsturm, von dem man über die angrenzende Steppe schauen kann.

Im zentralen Haupthaus des Camps gibt es Frühstück und Abendessen. Das können wir nur empfehlen. Wir waren im Bungalowbereich an dem Abend die einzigen Gäste und wurden vorzüglich mit Essen versorgt. Viel und lecker, das beschreibt es wohl am besten.

Die Geparden-Führung in der Otjitotongwe Cheetah Farm

Eingang zur Geparden Farm

Die tägliche Führung beinhaltet zwei Programmpunkte, von denen jeder einzelne den Besuch der Farm wert ist. In der ersten Stunde hat man die Möglichkeit mit drei zahmen Geparden-Damen zu kuscheln. Wirklich! Danach geht es dann in das Außengelände, wo bei unserem Besuch 11 wilde Geparden lebten. Diese jagen selber Futter, finden auf dem Gelände aber nicht genug. Daher werden die jeden Abend noch zusätzlich gefüttert.

Die Kuschelstunde mit den Geparden

Melanie mir Gepard

Vorab ein paar Informationen, die wichtig sind, um nicht die Sorgen mancher Menschen zu wecken. Auf der Farm leben drei zahme Geparden Damen. Diese sind bereits als Babys auf die Farm gekommen, mit der Flasche großgezogen worden und konnten wegen verschiedener gesundheitlicher Probleme nicht ausgewildert werden. Also haben die Besitzer die Tiere gezähmt und nun können diese von den Besuchern hautnah bestaunt werden.

Zahme Geparden sind übrigens nicht so ungewöhnlich. Selbst die alten Ägypter haben diese wunderbaren Katzen schon als Haustiere gehalten. Und auch in anderen Kulturen sind handzahme Geparden durchaus üblich.

Die drei Damen können sich frei auf dem großen Gelände bewegen. Sie wurden nicht gezwungen bei den Gästen zu bleiben. Sie waren auch nicht ruhig gestellt. Die haben miteinander gespielt, sind auf Bäume geklettert, sind weg gegangen und ganz von allein wieder zurückgekommen. Als Katzenbesitzer meinen wir sagen zu können, dass sie sich wie ganz normale Katzen verhalten haben.

Und ja, das haben uns die Besitzer dort erklärt, Geparden haben die gleiche Körpersprache wie ganz normale Hauskatzen. Übrigens schnurren die auch, wenn sie gekrault werden, nur lauter. Auch das sonstige Verhalten beim Kontakt mit den tollen Tieren ließ viele Parallelen mit unseren Stubentigern erkennen.

Am Ende der Kuschelstunde gab es dann Futter für die Geparden – das war der einzige „Anreiz“ für die Tiere und sicherlich auch eine Belohnung. Dabei bekam eine der alten Damen das Futter auch schön klein geschnitten präsentiert – da klappt das mit dem Kauen nicht mehr so gut. Das war aber die Gelegenheit für den kleinen Hund, der ebenfalls zu Anlage gehört und mit den Geparden befreundet ist, am Ende ein Stückchen abzustauben.

Bei der Fütterung sollten wir dann aber Abstand zu den Damen halten. Wenn man an deren Futter will, dann ist schnell Schluss mit der Freundschaft.

Aber sonst  konnte man die Geparden nach Lust und Laune streicheln. Natürlich waren die Besitzer der Farm dabei und haben Tipps gegeben, wo man die Katzen besser nicht anfasst, wann sie ihre Ruhe haben wollten und haben auch sonst ein wachsames Auge auf die Tiere gehabt. Gebissen wurde übrigens noch nie ein Gast, ab und zu gibt es aber schon mal kleinere Kratzer von den Krallen. Das kennt aber jeder Katzenbesitzer. Trotzdem möchte man das bei den großen Krallen lieber nicht erleben.

Ein ganz besonderes Gefühl ist es, wenn die Tiere einem die Hand oder das Bein ablecken. Das ist bei Katzen ja ein Liebesbeweis – wie auch bei den kleinen Katzen. Die Zunge der Geparden ist ein klein wenig größer wie bei einer Hauskatze – aber ebenso rau. Wisst ihr was? Es war herrlich.

Natürlich sollte man diesen großen Katzen mit einem gewissen Respekt gegenüber treten. Aber Angst braucht man vor diesen drei wunderschönen Damen nicht zu haben.

Vorab sollten wir übrigens unsere Brillen abnehmen. Durch die Reflexionen könnten die Tiere irritiert werden und dann vielleicht erschrocken reagieren. Ebenfalls wurden wir darauf hingewiesen, dass das Tragen von Hüten oder Mützen auf eigene Gefahr ist. Ab und zu klauen die Katzen diese und betrachten die dann als Spielzeug zum zerfetzen. Weiter wurden wir darauf hingewiesen, die Geparden nicht unterhalb der Hüfte zu berühren, das mögen die nicht immer. 

Fotos von der Kuschelstunde

Natürlich haben wir bei der Kuschelstunde auch ein paar Fotos gemacht, wovon wir Euch die Schönsten gerne zeigen möchten. Danach geht der Bericht dann weiter zur Fütterung der wilden Geparden.

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Zahme Geparden

Die Fütterung der wilden Geparden

Auf einem riesigen Gelände leben auf der Farm wilde Geparden. Bei unserem Besuch waren es 11 Stück, die dort „frei“ leben. Dabei handelt es sich um Problem-Tiere. Entweder hatten diese kleinere Verletzungen, wurden auf Farmen gesehen oder haben sogar Tiere auf Farmen gerissen. In Namibia ist es dann durchaus üblich, die Tiere abzuschießen. Alternativ werden die Besitzer der Geparden Farm gerufen, welche die Tiere dann aufnehmen.

Jetzt sollte man die Farmer aber nicht verurteilen. Bei Farmer denkt man oft an die riesigen Farmen mit tausenden von Tieren. In Namibia sind das aber oft recht arme Menschen, die nur wenige Tiere auf ihrer Farm halten, die dann die ganze Familie ernähren müssen. Da ist der Verlust eines Rindes wirklich ein Schicksal. 

Bei ca. 2500 Geparden in Namibia ist das zwangsläufig ein Problem. Uns hat der Gedanke dann gut gefallen, die Tiere in die Obhut der Farm zu geben, statt diese zu erschießen. Erschreckend fanden wir dabei, dass es selbst in so einem extrem dünn besiedelten Land wie Namibia solche Probleme zwischen Menschen und Tieren gibt.

Der Unterhalt der Farm kostet den Betreibern dabei eine Menge Geld. Die Vorschriften an die Zäune, rund um das Gehege, sind sehr streng und die Instandhaltung kostet halt. Ebenso das Futter für die Tiere, welches jeden Tag in nicht geringen Mengen herangeschafft werden muss. Finanziert wird das von der Familie Nel durch die Einnahmen bei den Führungen und der Gästefarm.

Auf in das Freigehege

Unsere Tour startete auf zwei offenen Geländewagen, wo wir als Besucher auf den Ladeflächen standen. So ging es durch den Busch bis in das Gehege, wo die wilden Geparden liegen. Diese lagen bei unserer Ankunft verstreut in der Landschaft, sodass wir nur wenige der Tiere sehen konnten. Wir fuhren dann bis zu der Stelle, an der die Fütterung stattfinden sollte. Das Licht war mittlerweile ein Traum, spätes Nachmittagslicht – für Fotos gibt es wohl nichts besseres.

Da die Geparden aber jeden Tag gefüttert werden kamen diese nach und nach, aus allen Richtungen zu unseren Fahrzeugen. Das war schon beeindruckend, wie diese völlig lautlos aus den Büschen kamen.

Die Körpersprache der Tiere war eine ganz andere, als bei den zahmen Geparden auf der Farm. Wild, ungezähmt, hungrig – das beschreibt es wohl am besten. 

Die Geparden wurden dann mit Wildfleisch gefüttert, welches sie schnell in Sicherheit brachten, wenn sie ein Stück ergattert hatten. 

Auch das war ein Erlebnis, wo wir jetzt beim schreiben des Artikels, immer noch eine Gänsehaut bekommen. Natürlich wäre es noch schöner gewesen, diese tollen Tiere in völliger Freiheit zu sehen. Aber besser so auf der Farm, wie tot.

Fotos von der Fütterung der wilden Geparden

Natürlich haben wir auch von diesem Erlebnis zahlreiche Fotos gemacht. Die schönsten Bilder möchten wir Euch nun gerne zeigen. Entschuldigt bitte, dass es so viele sind, wir konnten uns nicht entscheiden.

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Fütterung wilde Geparden

Eindrücke aus dem Gästecamp

Zu Schluss des Beitrage möchten wir Euch noch ein paar Eindrücke aus dem Gästecamp der Cheetah Farm zeigen. Wir haben uns da sauwohl gefühlt, auch wenn die Nacht, in absoluter Dunkelheit und Stille, als einzige Gäste an dem Abend, schon ein wenig gruselig war. Sowas kennen wir als Großstadtkinder nicht wirklich.

Gästecamp

Gästecamp

Gästecamp

Gästecamp

Gästecamp

Informationen zur Otjitotongwe Cheetah Farm

  • Anschrift der Farm: Farm Sendeling Otjitotongwe, Kamanjab, Namibia
  • GPS-Koordinaten: S.19.591350 E 15.066516
  • Telefon: +264 67 330201 
  • Mail: cheetahs@iway.na
  • Homepage: https://www.cheetahparknamibia.com/home

Preise: Wir haben für unsere Übernachtung im 2-Bett Bungalow, inklusive Halbpension und Cheetah-Tour 1150 Namibische Dollar pro Person bezahlt. Auf der Homepage findet man keine Preise, daher gilt das nur zur Orientierung. 

Wir haben unsere Übernachtung ganz einfach per Mail gebucht. Frau Nel versteht auch deutsch, antwortet aber auf Englisch, da deutsch sprechen und schreiben nicht ihr Ding ist. Der Mailverkehr und die Buchung lief aber vollkommen problemlos. Man kann auch über die Homepage der Farm eine Buchungsanfrage senden. Wundert Euch nicht, wenn die Antwort ein paar Tage dauert, die haben mit der Farm wirklich alle Hände voll zu tun.

Die Cheetah-Touren sind auch ohne Übernachtung buchbar, müssen dann aber vorher angefragt werden.

Zwischen dem 01. Dezember und dem 01. März können die Bungalows nicht gemietet werden. In dieser Zeit steht nur der Campground zur Verfügung und natürlich die Cheetah-Tour.

Wichtig: Die Bezahlung der Übernachtung und des Besuches der Farm erfolgt vor Ort in Bargeld. Eine Bezahlung per Kreditkarte ist nicht möglich!

Klarstellung: Wir haben unsere Übernachtung und den Besuch der Farm komplett selber gebucht und bezahlt. Wir haben keine Kooperation mit den Besitzern der Farm und keinerlei Zuwendung für diesen Beitrag erhalten. Wir waren einfach als Reisende da vor Ort und schreiben darüber. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Das muss man ja heute schon dazu schreiben. *AugenrollSmiley*

Vielen Dank für Deinen Besuch!

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