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Was bedeutet eigentlich das Reisen für uns, welchen Stellenwert hat es in unserem Leben? Es ist auf jeden Fall viel mehr, als einfach nur einen Urlaub zu buchen, hin und zurück zu fliegen. 

Uns über dieses Thema mal Gedanken zu machen, dazu hat uns die Blogparade „Was bedeutet Reisen für Dich“ inspiriert.

Überarbeitet und erweitert wurde der Beitrag heute um zusätzlich an der Blogparade „In die Ferne schweifen“ bei Yummytravel teilzunehmen.

Reisen bedeutet für uns: Träumen

HDR beim Sunset in Valley of Fire

Träumen von so vielen schönen Orten auf der Welt, wo wir noch nicht waren. Unsere Liste der „Wollen-wir-mal-hin“-Reiseziele wird immer länger. Schuld daran sind die vielen Dokumentationen im Fernsehen, die vielen tollen Blogs wo über tolle Reisen berichtet wird. Immer wieder entdecken wir dort neue, reizvolle Ziele. Und dann schauen wir schon, was kostet das dort, wann sind die besten Reisezeiten, wie kann man dorthin reisen – einfach mal so, vielleicht wird der Traum ja irgendwann erfüllt.

Reisen bedeutet für uns: Planen, Vorbereiten

Trip- und Kostenplanung mit Excel

Wenn wir uns dann für ein Reiseziel entschieden haben, dann geht es an die Planung.  Es gibt bei jeder Reise so viele Dinge zu beachten

Das fängt damit an, dass wir uns über das jeweilige Land informieren. Wie sind die Einreisebestimmungen, Führerscheinregeln, Impfempfehlungen usw. – dazu nutzen wir übrigens gerne die guten alten Reiseführer, neben dem Internet natürlich. Und bei USA-Reisen machen wir das nicht mehr, darüber werden wir demnächst selber mal wieder ein neues eBook schreiben, als Hilfe für andere Reisende.

Dann schauen wir, was wollen wir sehen, welche Route nehmen wir. Dabei planen wir gar nicht mehr groß ins Detail. Aus der Erfahrung wissen wir, wir sind vor Ort viel zu spontan und je mehr Arbeit wir da rein stecken, desto mehr ist dann auf der Reise hinfällig. Inzwischen planen wir wirklich nur noch grob den Reiseverlauf vor und machen uns ein paar Notizen über Entfernungen, Übernachtungsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten. Oft entdeckt man dann vor Ort noch viel interessantere Dinge, welche vielleicht gar nicht im Reiseführer stehen.

Reisen bedeutet für uns: Vorfreude

ANA Dreamliner und startender EasyJet

Das ist oft die längste Phase einer Reise, die Monate von der Planung bis zu Start des Fliegers. Und, so lange einem die Zeit auch oft vorkommt, sie ist doch wunderbar. Wir nutzen diese um uns auf den jeweiligen Urlaub vorzubereiten. Es werden Reiseführer gelesen, Reiseblogs förmlich aufgesaugt. Und gerade bei unserer letzten Reise nach Thailand, was für uns ja die erste Reise nach Asien war, haben wir alles Wissen zusammengesucht was zu finden war. Über die Kultur, die Küche, die Menschen, den Glauben und die Sprache (gut, bei dem Punkt haben wir resigniert).

Freunde und Bekannte, die schon in Thailand waren oder gar von dort stammen waren nicht mehr sicher vor uns.

Reisen bedeutet für uns: Spannung

Unser FototrucksackDie Vorfreude schlägt bei uns kurz vor der Reise meist in eine positive Spannung um. Die Tage vor der Reise sind geprägt vom letzten Stress vor der Reise. Auf der Arbeit müssen vielleicht noch Dinge erledigt werden, die Wohnung muss sauber gemacht werden (was sollen sonst die Katzenfütterer denken).

Reiseunterlagen wollen gedruckt werden, Pässe und andere Dokumente zusammen gepackt. Nicht zuletzt muss der Fotorucksack organisiert und die Koffer/Rucksäcke gepackt werden.

All das ist bei uns zwar Routine, trotzdem ist es immer wieder spanndend – vor allem die berühmte Frage: Was haben wir vergessen?

Reisen bedeutet für uns: Erfahren

Einmal etwas von allen, Bitte!

Sind wir dann endlich angekommen schalten wir sofort, das geht wirklich schnell, in den Urlaubsmodus. Wir lassen uns treiben, geniessen jeden Moment und freuen uns über jede neue Erfahrung.

Gerade auf der Thailand Reise ist uns das sehr gut gelungen. Fast jeder hatte uns vorgewarnt, vor einem Kulturschock. Aber er kam nicht! Wir haben vom ersten Moment an die Zeit in dem Land genossen, haben mit offenen Herzen und Augen die Eindrücke der fremden Kultur angenommen. Kurz: Wir haben uns dort von der ersten Minute an sauwohl gefühlt. Dabei war wirklich alles Fremd für uns.

Ramkhamhaeng Denkmal

Aber das macht doch Reiz einer Reise aus. Lernen wie Menschen in anderen Kulturen leben, wie sie essen, wie sie wohnen, welche Rolle der Glaube spielt oder die Kultur des Landes.

Am Ende steht man mit einem riesigen Berg neuer Erfahrungen da. Vorurteile sind zerplatzt, Bedenken haben sich als völlig unbegründet erwiesen und die Erinnerungen brennen sich ins Gehirn.

Dazu bleibt dann oft die Erkenntnis, wie gut es uns in Deutschland geht, auf welch hohem Niveau wir hier jammern. Selbst in unseren geliebten USA, so sehr wir das Land mögen, leben möchten wir da nicht. Und Thailand hat uns wirklich mal wieder geerdet. Wenn man sieht, wie die Menschen dort teilweise leben und trotzdem mit einem Lächeln auf dem Gesicht durch die Gegend laufen – allen Respekt.

Reisen bedeutet für uns: In Ruhe geniessen

Kondor am Grand Canyon

Wir müssen nicht auf Teufel komm raus jede Sehenswürdigkeit an einem Ort sehen und dabei hektisch durch die Gegend rennen. Wir geniessen lieber ein paar Orte intensiver und entspannen dabei. Wenn wir dann nicht alles zu sehen bekommen, was soll es? Ein Grund mehr, noch mal an diesen Ort zu fahren. Immerhin soll so eine Reise für uns auch Erholung bedeuten, die wir aber nicht haben, wenn es in Stress ausartet.

Das ist übrigens ein Grund, warum wir meistens alleine reisen. Es kann passieren, das wir z.B. am Grand Canyon einfach mal faul am Wohnmobil relaxen oder zwei, drei oder vier Stunden an einer Stelle bleiben um einfach den Moment zu geniessen. Evtl. Mitreisende würden da wohl die Krise bekommen. In der Zeit könnte man doch noch Aussichtspunkt A, B und C sehen.

Reisen bedeutet für uns: Nach Hause kommen

Für uns auch das nach Hause kommen zu einer Reise dazu, unbedingt. Meistens verlassen wir die fremden Länder mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Klar, man würde immer gerne etwas länger dort bleiben wo es einem gefällt.

Trotzdem freuen wir uns auf zu Hause. Auf die Familie, unsere Freunde, Kollegen und vor allem auf unsere Katzen. Ja, wir freuen uns sogar wieder auf unsere Arbeit (das soll es geben). Und zu Hause geht dann der Kreislauf der Reise wieder los. Ein neues Ziel suchen, sich auf eine neue Reise vorbereiten, die aufkommende Vorfreude zu erleben – das ist doch herrlich, oder?

Nun gibt es Menschen, die einem erzählen wollen, dass diese Art zu leben einem Hamsterrad gleicht. Nun, sagen wir es mal so – wenn man sein Leben als Hamsterrad sieht, dann sollte man was verändern, keine Frage. Nur sollte man nicht anderen Leuten dieses Hamsterrad-Gerede aufs Auge drücken und ihnen einreden, dass ihr Leben mit normalen Jobs fürchterlich ist. Wir sehen unser Leben wahrlich anders und sind glücklich damit – und vor allen Dingen verdammt dankbar dafür.

Ein Leben als digitaler Nomade, der nur auf Reisen ist und dabei seinen Lebensunterhalt verdient, wäre auf jeden Fall nichts für uns. Wir hängen zu sehr an unserem zu Hause und unserem Umfeld in der Heimat. Dazu kommt, dass wir uns im Laufe der Jahre einen gewissen Standard erarbeitet haben, den man nicht mehr verlieren möchte. Diesen Standard auf Reisen zu verdienen halten wir für utopisch. Es mag bestimmt einzelne Ausnahmen geben, doch die meisten Nomaden leben doch in eher bescheidenen Verhältnissen, im Hostel in einem Land mit günstigen Lebenskosten. Es mag abgehoben klingen, nur so wollen wir nicht reisen. Wir möchten ein tolles Wohnmobil haben, ein schönes Hotel und auch mal lecker Essen gehen können.

Zusätzlich lieben wir es unsere Reiseerfahrungen zu teilen, daher gibt es ja diesen Blog hier. Aber wir freuen uns auch darauf unser Familie, unseren Freunden und Bekannten unsere Bilder zu zeigen, unsere Eindrücke weiter zu geben. Das gehört für uns ebenfalls alles zu einer Reise dazu. Auch die Bearbeitung der Bilder, wobei man wieder in schönen Erinnerungen schwelgen kann – ist ein Teil der Reise.

Reisen bedeutet auch: Veränderung beim Reisen

Andorra 2005

Auf unserem ersten Road Tripp 2005 in Andorra

Vor einigen Jahren waren wir noch die typischen Pauschaltouristen – ohne diese Art des Reisens schlecht zu bewerten. Wir verbrachten unsere 14 Tage in einem tollen Hotel in der Türkei, Spanien oder sonst wo. Irgendwann wurde uns das Hotel-/Strand-/Pool-Dasein zu langweilig. So starteten wir 2005 unseren ersten selbst organisierten Road Tripp durch Spanien und Andorra. Und damit hatten wir unsere Reiseart gefunden. Die selbst zusammengestellte Rundreise, mit dem Auto, dem Wohnmobil oder wie in Thailand mit dem Zug. Noch im gleichen Jahr waren wir auf Malta und haben dort nicht eine Minute am Strand gelegen.

Kichen auf Malta

Malta 2005

Mit dem Mietwagen haben wir 10 Tage lang die Insel erkundet, unzählige Kirchen und Museen besucht und sind am Abend meist erschöpft aber seelig ins Bett gefallen.

Für uns ist heute keine andere Art von Urlaub mehr denkbar. Wenn wir uns mal irgendwo an einen Strand legen, dann geht das meistens nur eine Stunde, bis uns der Entdeckertrieb wieder auf die Straße führt. Und als wir 2009 das erste Mal in den USA war, haben wir das Road Tripp Land unserer Träume gefunden.

Ob wir das in ein paar Jahren immer noch so machen? Wer weiß das schon? Auf jeden Fall ist unsere Reisewunschliste noch sehr lang.

Reisen – nicht nur in die Ferne

Übrigens, das Alles müssen wir nicht immer auf einer Fernreise erleben. Schöne Reisen gibt es bei uns auch innerhalb Europas oder in Deutschland. Das Exotische fehlt hier dann ein wenig, der Erholungseffekt und die Spannung beim Entdecken von neuen Dingen ist aber trotzdem da. Selbst ein Tagesausflug in einen Zoo oder einen Freizeitpark stillt schon unseren Entdeckerdrang.

Das war unser Beitrag zur Blogparade von Michael und mal die Erklärung, was Reisen eigentlich alles für uns bedeutet.Wie sieht das bei Euch aus, was bedeutet Reisen für Euch?

Vielen Dank für Deinen Besuch!

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