Reisethemen Allgemein

Reisen bedeutet für uns… so vieles!

Reisen bedeutet uns...

Was bedeutet eigentlich das Reisen für uns, welchen Stellenwert hat es in unserem Leben? Es ist auf jeden Fall viel mehr, als einfach nur einen Urlaub zu buchen, hin und zurück zu fliegen. 

Uns über dieses Thema mal Gedanken zu machen, dazu hat uns die Blogparade „Was bedeutet Reisen für Dich“ inspiriert. 

Überarbeitet und erweitert wurde der Beitrag heute um zusätzlich an der Blogparade „In die Ferne schweifen“ bei Yummytravel teilzunehmen.

Reisen bedeutet für uns: Träumen

HDR beim Sunset in Valley of Fire

Träumen von so vielen schönen Orten auf der Welt, wo wir noch nicht waren. Unsere Liste der „Wollen-wir-mal-hin“-Reiseziele wird immer länger. Schuld daran sind die vielen Dokumentationen im Fernsehen, die vielen tollen Blogs wo über tolle Reisen berichtet wird. Immer wieder entdecken wir dort neue, reizvolle Ziele. Und dann schauen wir schon, was kostet das dort, wann sind die besten Reisezeiten, wie kann man dorthin reisen – einfach mal so, vielleicht wird der Traum ja irgendwann erfüllt.

Reisen bedeutet für uns: Planen, Vorbereiten

Trip- und Kostenplanung mit Excel

Wenn wir uns dann für ein Reiseziel entschieden haben, dann geht es an die Planung.  Es gibt bei jeder Reise so viele Dinge zu beachten

Das fängt damit an, dass wir uns über das jeweilige Land informieren. Wie sind die Einreisebestimmungen, Führerscheinregeln, Impfempfehlungen usw. – dazu nutzen wir übrigens gerne die guten alten Reiseführer, neben dem Internet natürlich. Und bei USA-Reisen machen wir das nicht mehr, darüber werden wir demnächst selber mal wieder ein neues eBook schreiben, als Hilfe für andere Reisende.

Dann schauen wir, was wollen wir sehen, welche Route nehmen wir. Dabei planen wir gar nicht mehr groß ins Detail. Aus der Erfahrung wissen wir, wir sind vor Ort viel zu spontan und je mehr Arbeit wir da rein stecken, desto mehr ist dann auf der Reise hinfällig. Inzwischen planen wir wirklich nur noch grob den Reiseverlauf vor und machen uns ein paar Notizen über Entfernungen, Übernachtungsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten. Oft entdeckt man dann vor Ort noch viel interessantere Dinge, welche vielleicht gar nicht im Reiseführer stehen.

Reisen bedeutet für uns: Vorfreude

ANA Dreamliner und startender EasyJet

Das ist oft die längste Phase einer Reise, die Monate von der Planung bis zu Start des Fliegers. Und, so lange einem die Zeit auch oft vorkommt, sie ist doch wunderbar. Wir nutzen diese um uns auf den jeweiligen Urlaub vorzubereiten. Es werden Reiseführer gelesen, Reiseblogs förmlich aufgesaugt. Und gerade bei unserer letzten Reise nach Thailand, was für uns ja die erste Reise nach Asien war, haben wir alles Wissen zusammengesucht was zu finden war. Über die Kultur, die Küche, die Menschen, den Glauben und die Sprache (gut, bei dem Punkt haben wir resigniert).

Freunde und Bekannte, die schon in Thailand waren oder gar von dort stammen waren nicht mehr sicher vor uns.

Reisen bedeutet für uns: Spannung

Unser FototrucksackDie Vorfreude schlägt bei uns kurz vor der Reise meist in eine positive Spannung um. Die Tage vor der Reise sind geprägt vom letzten Stress vor der Reise. Auf der Arbeit müssen vielleicht noch Dinge erledigt werden, die Wohnung muss sauber gemacht werden (was sollen sonst die Katzenfütterer denken).

Reiseunterlagen wollen gedruckt werden, Pässe und andere Dokumente zusammen gepackt. Nicht zuletzt muss der Fotorucksack organisiert und die Koffer/Rucksäcke gepackt werden. 

All das ist bei uns zwar Routine, trotzdem ist es immer wieder spanndend – vor allem die berühmte Frage: Was haben wir vergessen?

Reisen bedeutet für uns: Erfahren 

Einmal etwas von allen, Bitte!

Sind wir dann endlich angekommen schalten wir sofort, das geht wirklich schnell, in den Urlaubsmodus. Wir lassen uns treiben, geniessen jeden Moment und freuen uns über jede neue Erfahrung.

Gerade auf der Thailand Reise ist uns das sehr gut gelungen. Fast jeder hatte uns vorgewarnt, vor einem Kulturschock. Aber er kam nicht! Wir haben vom ersten Moment an die Zeit in dem Land genossen, haben mit offenen Herzen und Augen die Eindrücke der fremden Kultur angenommen. Kurz: Wir haben uns dort von der ersten Minute an sauwohl gefühlt. Dabei war wirklich alles Fremd für uns.

Ramkhamhaeng Denkmal

Aber das macht doch Reiz einer Reise aus. Lernen wie Menschen in anderen Kulturen leben, wie sie essen, wie sie wohnen, welche Rolle der Glaube spielt oder die Kultur des Landes. 

Am Ende steht man mit einem riesigen Berg neuer Erfahrungen da. Vorurteile sind zerplatzt, Bedenken haben sich als völlig unbegründet erwiesen und die Erinnerungen brennen sich ins Gehirn. 

Dazu bleibt dann oft die Erkenntnis, wie gut es uns in Deutschland geht, auf welch hohem Niveau wir hier jammern. Selbst in unseren geliebten USA, so sehr wir das Land mögen, leben möchten wir da nicht. Und Thailand hat uns wirklich mal wieder geerdet. Wenn man sieht, wie die Menschen dort teilweise leben und trotzdem mit einem Lächeln auf dem Gesicht durch die Gegend laufen – allen Respekt.

Reisen bedeutet für uns: In Ruhe geniessen

Kondor am Grand Canyon

Wir müssen nicht auf Teufel komm raus jede Sehenswürdigkeit an einem Ort sehen und dabei hektisch durch die Gegend rennen. Wir geniessen lieber ein paar Orte intensiver und entspannen dabei. Wenn wir dann nicht alles zu sehen bekommen, was soll es? Ein Grund mehr, noch mal an diesen Ort zu fahren. Immerhin soll so eine Reise für uns auch Erholung bedeuten, die wir aber nicht haben, wenn es in Stress ausartet.

Das ist übrigens ein Grund, warum wir meistens alleine reisen. Es kann passieren, das wir z.B. am Grand Canyon einfach mal faul am Wohnmobil relaxen oder zwei, drei oder vier Stunden an einer Stelle bleiben um einfach den Moment zu geniessen. Evtl. Mitreisende würden da wohl die Krise bekommen. In der Zeit könnte man doch noch Aussichtspunkt A, B und C sehen.

Reisen bedeutet für uns: Nach Hause kommen

Für uns auch das nach Hause kommen zu einer Reise dazu, unbedingt. Meistens verlassen wir die fremden Länder mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Klar, man würde immer gerne etwas länger dort bleiben wo es einem gefällt.

Trotzdem freuen wir uns auf zu Hause. Auf die Familie, unsere Freunde, Kollegen und vor allem auf unsere Katzen. Ja, wir freuen uns sogar wieder auf unsere Arbeit (das soll es geben). Und zu Hause geht dann der Kreislauf der Reise wieder los. Ein neues Ziel suchen, sich auf eine neue Reise vorbereiten, die aufkommende Vorfreude zu erleben – das ist doch herrlich, oder?

Nun gibt es Menschen, die einem erzählen wollen, dass diese Art zu leben einem Hamsterrad gleicht. Nun, sagen wir es mal so – wenn man sein Leben als Hamsterrad sieht, dann sollte man was verändern, keine Frage. Nur sollte man nicht anderen Leuten dieses Hamsterrad-Gerede aufs Auge drücken und ihnen einreden, dass ihr Leben mit normalen Jobs fürchterlich ist. Wir sehen unser Leben wahrlich anders und sind glücklich damit – und vor allen Dingen verdammt dankbar dafür. 

Ein Leben als digitaler Nomade, der nur auf Reisen ist und dabei seinen Lebensunterhalt verdient, wäre auf jeden Fall nichts für uns. Wir hängen zu sehr an unserem zu Hause und unserem Umfeld in der Heimat. Dazu kommt, dass wir uns im Laufe der Jahre einen gewissen Standard erarbeitet haben, den man nicht mehr verlieren möchte. Diesen Standard auf Reisen zu verdienen halten wir für utopisch. Es mag bestimmt einzelne Ausnahmen geben, doch die meisten Nomaden leben doch in eher bescheidenen Verhältnissen, im Hostel in einem Land mit günstigen Lebenskosten. Es mag abgehoben klingen, nur so wollen wir nicht reisen. Wir möchten ein tolles Wohnmobil haben, ein schönes Hotel und auch mal lecker Essen gehen können. 

Zusätzlich lieben wir es unsere Reiseerfahrungen zu teilen, daher gibt es ja diesen Blog hier. Aber wir freuen uns auch darauf unser Familie, unseren Freunden und Bekannten unsere Bilder zu zeigen, unsere Eindrücke weiter zu geben. Das gehört für uns ebenfalls alles zu einer Reise dazu. Auch die Bearbeitung der Bilder, wobei man wieder in schönen Erinnerungen schwelgen kann – ist ein Teil der Reise.

Reisen bedeutet auch: Veränderung beim Reisen

Andorra 2005

Auf unserem ersten Road Tripp 2005 in Andorra

Vor einigen Jahren waren wir noch die typischen Pauschaltouristen – ohne diese Art des Reisens schlecht zu bewerten. Wir verbrachten unsere 14 Tage in einem tollen Hotel in der Türkei, Spanien oder sonst wo. Irgendwann wurde uns das Hotel-/Strand-/Pool-Dasein zu langweilig. So starteten wir 2005 unseren ersten selbst organisierten Road Tripp durch Spanien und Andorra. Und damit hatten wir unsere Reiseart gefunden. Die selbst zusammengestellte Rundreise, mit dem Auto, dem Wohnmobil oder wie in Thailand mit dem Zug. Noch im gleichen Jahr waren wir auf Malta und haben dort nicht eine Minute am Strand gelegen.

Kichen auf Malta

Malta 2005

Mit dem Mietwagen haben wir 10 Tage lang die Insel erkundet, unzählige Kirchen und Museen besucht und sind am Abend meist erschöpft aber seelig ins Bett gefallen.

Für uns ist heute keine andere Art von Urlaub mehr denkbar. Wenn wir uns mal irgendwo an einen Strand legen, dann geht das meistens nur eine Stunde, bis uns der Entdeckertrieb wieder auf die Straße führt. Und als wir 2009 das erste Mal in den USA war, haben wir das Road Tripp Land unserer Träume gefunden.

Ob wir das in ein paar Jahren immer noch so machen? Wer weiß das schon? Auf jeden Fall ist unsere Reisewunschliste noch sehr lang. 

Reisen – nicht nur in die Ferne

Übrigens, das Alles müssen wir nicht immer auf einer Fernreise erleben. Schöne Reisen gibt es bei uns auch innerhalb Europas oder in Deutschland. Das Exotische fehlt hier dann ein wenig, der Erholungseffekt und die Spannung beim Entdecken von neuen Dingen ist aber trotzdem da. Selbst ein Tagesausflug in einen Zoo oder einen Freizeitpark stillt schon unseren Entdeckerdrang.

Das war unser Beitrag zur Blogparade von Michael und mal die Erklärung, was Reisen eigentlich alles für uns bedeutet.

Wie sieht das bei Euch aus? Lasst doch einfach einen Kommentar über Eure Reisen hier.

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22 Kommentare

    • Hi Tanja,

      ja, viele sehen das so. Leider sehen wir aber auch immer wieder Reisende, die völlig hektisch on Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit eilen. Mir wäre das zu schade.

      LG Thomas

  • Hallo Thomas,

    nochmal herzlichen Dank für deine Teilnahme an unserer Blogparade.

    Es ist spannend zu lesen, welche „Phasen“ man beim Reisen durchlebt und ich musste einige Mal schmunzeln, denn uns geht es wirklich genau so. Sei es der letzte Stress vor der Reise bis hin zu manchen Angewohnheiten, die man im Urlaub hat, aber die wahrscheinlich niemand anderes aushalten würde 🙂

    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

    Grüße
    Christian

    • Hi Christian,

      Danke noch mal für die schöne Blogparade. Mit unserer Art zu Reisen sind wir für viele andere vermutlich nicht kompatibel. Daher sind wir auch nur noch alleine unterwegs.

      LG Thomas

  • Hallo Thomas,
    toll, dass ihr es noch geschafft habt mit diesem schönen Beitrag an der Blogparade teilzunehmen! Die Vorfreude habe ich in meinem Artikel ja ganz vergessen zu erwähnen! Das ist in der Tat auch ein toller Umstand, den das Reisen so mit sich bringt. Aber auch das Urlauben. Hatte ich so noch gar nicht bedacht. Danke also für den Post!
    Viele Grüße,
    Mario

  • Hihi, die Excel-Tabelle schaut bei uns ganz ähnlich aus 🙂 Und wird gerade fleißig befüllt… Vancouver, Seattle, Banff und Jasper Nationalpark, Yellowstone …
    Und wir empfinden genau wie ihr den spannenden Kreislauf, der gerade am Punkt Vorfreude und Träumen angekommen ist.

      • Hallo Thomas, bei uns wird es Ende Mai / Anfang Juni. Werdet ihr live von der Reise bloggen? So oder so schauen wir bei euch vorbei. 🙂 geht es für euch denn auch noch mal in den Yellowstone?

      • Hi Anke,

        da werden wir uns vielleicht knapp überschneiden.

        Wir wollen eigentlich in Kanada bleiben. Vancouver, die schönen Landschaften Richtung Osten, dann Banff und Jasper. Sollten die aber noch im Schnee versunken sein, dann heißt unser Plan B Yellowstone. 🙂

        Live berichten werden wir wieder nicht. Mal ein zwei Beiträge mit Eindrücken, das werden wir machen – aber den Rest gibt es dann in Ruhe von zu Hause.

        LG Thomas

    • Moin Sabine,

      ich hätte es auch fast vergessen. Wenn Christian nicht noch mal auf Facebook drauf hingewiesen hätte, wäre ich auch zu spät gewesen.

      Aber wenn ich für Dich alles gesagt habe, dann ist doch gut 😉

      LG Thomas

  • Servus,

    das ist eine interessante Frage. Ich bin ja auch jemand der immer gerne unterwegs ist.

    Der Urlaub geht für mich eigentlich schon los, wenn feststeht, wo es hin geht. Dann beginnen die Planungen für den Trip und die Vorfreude steigt schön langsam.

    Den einzigen Stress, den ich immer habe, das ist in der Tat das Problem mit dem ganzen Fotozeug. Was muss mit, was brauche ich unbedingt, auf was kann ich verzichten? Fragen über Fragen. Einmal kam es vor, da war ich mit dem Auto schon in Richtung Flughafen unterwegs, bin dann aber nochmal umgekehrt und habe noch ein anderes Objektiv eingepackt. Heute passiert mir so etwas aber nicht mehr.

    Grüße aus MUC
    Rainer

    • Moin Rainer,

      seit meiner Umstellung auf Systemkamera ist die Frage nicht mehr so schwierig. Ich habe ja nur noch 3 Objektive und die sind deutlich leichter, daher kann ich die guten Gewissens einpacken.

      Ich hardere immer mit dem Stativ – und nehme es dann doch jedes mal mit. Aber nicht das Kleine, handliche – nein das schwere Große. Und, ich habe in Thailand wieder nicht gebraucht. Das Rauschverhalten meiner Kamera ist so gut, das es wunderbar ohne Stativ geht. Und an der einzigen Stelle, wo ich es gerne gehabt hätte, bei der Lichtshow in Ayyuthaya, da war es verboten. Also, nächstes mal bleibt es zu Hause. Vielleicht… 😉

      LG Thomas

  • Moin,
    könnte den Beitrag auch so unterschreiben.
    Bei aller Vorfreude, Vorbereitungen, Planungen und dem Reisen und dem Genuss an sich, freuen wir uns dann auch wieder auf die eigenen 4 Wände und besonders die eigenen Betten. Die Betten in Hotels mögen noch so gut- und für einige Zeit akzeptabel sein. Das eigene können sie in der Regel nicht ersetzen.
    LG Hans

    • Hallo Hans,

      naja, es gibt auch wenige Ausnahmen, aber generell hast Du mit den Betten recht. Ganz besonders gilt das für ein Wohnmobil – wir lieben ja das Reisen damit – aber die Betten in den Teilen muss ich nicht länger als 2-4 Wochen haben.

      LG Thomas

  • Hoppala, ich bin über die Blogparade auf eine Seite gekommen. Fotografieren und Reisen ist ein gutes Thema, werde mich mal weiter in den Blog einlesen müssen.

  • Hallo aus dem Münsterland,
    sehr schöner Beitrag – gefällt mir sehr gut! Unterschreibe jedes Wort (Ja, sogar das mit den Katzen, denn die warten hier auch immer auf mich 😉 )
    Ein Ritual pflege ich zudem auch seit längerem: Nach einem tollen Urlaub ein gelungenes Urlaubsfoto (oder auch zwei 😉 ) auf Leinwand ziehen lassen und aufhängen. So wechseln die Fotos in der Wohnung regelmäßig, man schaut sie sich immer wieder an und schwelt so in Erinnerungen.
    Lg
    Elly

    • Hallo Elly,

      Bilder haben wir auch einige hier hängen. Einige ist gut, uns gehen die Wände aus und wir müssen wohl auch bald mal anfangen zu rotieren. 🙂

      Auf jeden Fall ist das eine tolle Möglichkeit immer ein wenig Urlaub vor der Nase zu haben.

      LG Thomas

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