Reisen und Coronavirus – Die komplette Übersicht – Fragen, Antworten, News

Veröffentlicht: 28. Februar 2020

11208 Worte- 44.9 Minuten Lesezeit- 20 Kommentare-
Reisen trotz Corona/COVID-19

Autor: Thomas Jansen

Veröffentlicht: 28. Februar 2020

Aktualisiert: 28. Juni 2021

20 Kommentare

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Coronavirus und Reisen. Viele Reisende sind verunsichert und haben viele Fragen für ihre anstehenden Reisen oder bei der Planung von zukünftigen Reisen. Geht das überhaupt noch? Wohin kann man noch reisen? Wir hoch sind die Risiken vor Ort? Wie entwickelt sich die Lage in Urlaubsland?

Wir haben in den letzten Wochen viele dieser Fragen über unser Reisebüro bekommen. Mit diesem Artikel versuchen wir so viele Fragen wie möglich zu beantworten.

Bei den Links im Text achten wir darauf, nur seriöse Quellen zu nennen, die nicht Angst und Schrecken durch irgendwelche Clickbait-Schlagzeilen vertreiben. Viel wichtiger sind uns unaufgeregte, sachliche Informationen aus Quellen, die wissen, worüber sie schreiben.

Komplette Überarbeitung wegen der sich ständig ändernden Lage: 03.04.2020

Was ist das Coronavirus/COVID-19?

Inhaltsverzeichnis

Nein, wir werden das Virus nun nicht erklären. Wir sind schließlich keine Mediziner. Das können andere Stellen viel besser und qualifizierter, die verlinken wir Euch natürlich.

Erstmal vorab, für die Menschen, die gerne Korinthen essen – das Virus heißt Sars-CoV-2, die ausgelöste Atemwegserkrankung COVID-19. Umgangssprachlich werden aber alle möglichen Formen genutzt. Da wir hier keine wissenschaftliche Dissertation schreiben, erlauben wir uns, beim umgangssprachlichen Slang zu bleiben. Jeder weiß, was gemeint ist.

Fest steht aber, das Virus löst eine Atemwegsinfektion aus, wenn es bei einem Menschen ausbricht. Bei 80% nur eine stärkere Erkältung. Wie viele Menschen mit dem Virus um Körper rumlaufen, die gar keine Symptome haben, lässt sich nur schwer ermitteln und in Zahlen fassen. Denn diese Träger werden ja nicht unbedingt getestet, warum auch?

Das Virus ist dabei per Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragbar. Also per Anhusten oder Anniesen. Weiter kann man nicht wohl über eine Schmierinfektion / Kontaktinfektion anstecken. Dabei nimmt man den Virus über die eigenen Hände auf, wenn man Flächen berührt auf denen das Virus sitzt und dann mit den Fingern an Mund, Nase oder Augen geht.

Daher gilt für uns alle, nun auf folgende Dinge zu achten:

  • regelmäßig die Hände waschen (aber richtig) und ggf. desinfizieren
  • Übertreibt es aber nicht mit dem Desinfizieren. Das schädigt die Haut an den Händen und schwächt am Ende das körpereigene Immunsystem.
  • in die Armbeuge niesen oder husten
  • keine Hände schütteln – das ist aktuell NICHT unhöflich, wenn man das verweigert
  • so wenig wie möglich ins Gesicht fassen
  • Knöpfe im Fahrstuhl, Türklinken usw. nicht mit dem Finger drücken. Nutzt dafür den z.B. den Handknöchel oder den Ellenbogen
  • gut lüften
  • überfüllte Räume und Menschenansammlungen generell meiden
  • Bei Verdacht auf eine Infektion, nicht in die Hausarztpraxis rennen und dort im Wartezimmer munter alle anderen Wartenden anstecken. Ruft vorher dort an und besprecht das weitere Vorgehen. Bei schwereren Symptomen ruft den Rettungsdienst oder ein Krankenhaus an. Die wissen, was zu tun ist.
  • Vergesst nicht, Dinge die ihr regelmäßig ins Gesicht haltet, gelegentlich mal zu desinfizieren. Das heilige Smartphone zum Beispiel. Oder den Nuckelaufsatz bei einer E-Zigarette. Das gilt vor Allem dann, wenn ihr draußen unterwegs seid und diese mit schmutzigen Fingern berührt habt.

Das sind einfache sinnvolle Maßnahmen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern und um andere Menschen nicht anzustecken, sollte man selber schon erkrankt sein. Diese Maßnahmen machen aber eigentlich immer Sinn, besonders aber zur Grippe-Saison.

Noch etwas zum Thema Mundschutz. Dieser schützt Euch nur wenig vor einer Infektion. Denn so ein Mundschutz müsste dann mindestens dem ffp3 Standard entsprechen. Und selbst dann ist es kein großer Schutz.

Ein Mundschutz kann aber Sinn machen, wenn ihr selber krank seid. Egal ob eine normale Grippe oder Corona, der Mundschutz verhindert, dass ihr beim Husten oder Niesen die Erreger durch die Gegend streut. Hier würden wir uns eine größere Akzeptanz in der Bevölkerung wünschen. Leider ist es aber so, dass die Träger eines Mundschutzes schnell ausgegrenzt oder als Spinner abgestempelt werden. Hier könnten wir von den Asiaten eine Menge lernen.

Mehr Informationen über das Virus findet ihr bei folgenden seriösen Quellen:

Kann der Sommer das SARS-Cov-2-Virus stoppen?

Experten, wie der Virologe Dr. Drosten von der Berliner Charité, glauben, dass das Virus durch höhere Temperaturen und besonders durch höhere UV-Werte zumindest gebremst wird.

Das wäre ein normales Verhalten von Coronaviren. Damit würde das Virus vermutlich nicht komplett ausgerottet aber in seiner Ausbreitung gebremst. Das gibt dann wiederum Zeit für die Entwicklung eines Impfstoffes und einer medikamentösen Therapie.

Ganz entscheidend dabei sind die höheren UV-Werte und die trockene Luft im Sommer. Denn UV-Strahlen und eine trockene Umgebung mögen Viren gar nicht, wenn sie auf irgendwelchen Oberflächen rumliegen. Und die höheren UV-Werte kommen, durch die Drehung der Erdachse zur Sonne, bereits ab Mitte März. Und die kommen auch durch die Wolken durch.

Wirklich wissen kann es aktuell niemand, wir am allerwenigsten, aber auch Wissenschaftler sind sich da nicht einig in der Einschätzung. Denn das Virus ist neu, in weiten Teilen noch unerforscht. Daher gilt wohl einfach: Abwarten.

Hinweis: Aktualisierungen dieses Beitrages

Wir bemühen uns diesen Beitrag in den kommenden Wochen immer aktuell zu halten, die veröffentlichten Informationen immer auf den neuesten Stand zu bringen und immer neue Fragen unserer Kunden aufzunehmen. Da wir diesen Blog nur nebenberuflich als Hobby betreiben, seht uns nach, dass wir damit mal ein paar Stunden hinter der aktuellen Entwicklung liegen. Wir bemühen uns zwar, neue Erkenntnisse schnell hier einzuarbeiten, trotzdem gehen unsere Jobs nun mal vor.

Aktuelle News zum Thema Corona und Reisen

22.05.2020: Verpflichtende Gutscheinlösung endgültig vom Tisch

Der Zwang für Kunden, Gutscheine für ausgefallene Reisen und Flüge zu akzeptieren, ist nun endgültig vom Tisch. Die Bundesregierung hat ihren Kurs geändert und so soll es bei der Regelung bleiben, dass Veranstalter und Airlines einen Gutschein anbieten dürfe, die Kunden aber auf eine Auszahlung bestehen können.

Eine Neuerung gibt es aber doch in Sachen Gutscheinen. Die Regierung will den Wert der Gutscheine in voller Höhe staatlich absichern. Dies alles ist im aktuellen Kabinetts-Beschluss vom 20. Mai 2020 zu finden.

Weiter ist dort festgelegt, dass die Gutschein bis Ende 2021 gültig sein sollen. Werden diese dann nicht eingelöst, müssten die Veranstalter den Wert in voller Höhe erstatten.

Unklar ist, ob mit diesem Beschluss auch Airlines und somit Flugtickets gemeint sind. Im Beschluss ist nur von Veranstaltern die Rede und es wird Bezug genommen auf die EU-Pauschalreiserichtlinie. Daher interpretieren wir es aktuell so, dass damit nur Reiseveranstalter gemeint sind. In dem Falle wären Gutscheine von Airlines, im Falle einer Insolvenz der Fluggesellschaft, nicht vom Staat abgesichert.

Hier bleibt also noch abzuwarten, was im entsprechenden Gesetzentwurf stehen wird, der nun in Kürze vorliegen soll.

1. Reisen und Coronavirus – aktuelle Fragen

An dieser Stelle sammeln wir mal ein paar aktuelle Anfragen, welche uns im Moment über unsere Reisevermittlung oder über unseren Blog erreichen.

Indirekt gibt es dieses durchaus. Es ist aktuell verboten, aus touristischen Gründen in Hotels zu übernachten. Das kommt einem Reiseverbot, für touristische Reisen, somit sehr nahe. Solltet Ihr einen Tagesausflug machen wollen, ohne Übernachtung, dann ist das in einigen Regionen in Deutschland durchaus machbar. Meidet dabei aber bitte irgendwelche touristischen HotSpots und denkt daran Distanz zu wahren.

Aktuell werden auf nationaler Ebene immer mehr Reisen möglich. Je nach Region sind nun auch Reisen zu touristischen Zwecken wieder erlaubt. Beachtet hier die Informationen der einzelnen Bundesländer.

Das aktuelle internationale Reisewarnung für nicht notwendige, touristische des Auswärtigen Amtes gilt aktuell bis einschließlich 14. Juni 2020.

Soweit der offizielle Teil. Wir lange das Reiseverbot bestehen bleibt, kann aktuell wohl niemand voraussagen. Persönlich gehen wir davon aus, dass als Erstes das Reisen innerhalb Deutschlands wieder zugelassen wird. Später werden dann einzelne Länder folgen, welche die Infektion im Griff haben. Diese müssten dann aber auch eine Einreise aus Deutschland zulassen, denn das ist die nächste Hürde.

Persönlich rechnen wir damit, dass Reisen innerhalb Deutschlands vor dem Sommer 2020 wieder möglich sind. Reisen ins Ausland kommen ebenfalls im Sommer wieder in Betracht – in ausgewählte Länder und unter anderen Bedingungen. Ein unbeschwerter Sommerurlaub, wie man ihn kennt, wird das wohl eher nicht sein. Die Reise wird geprägt sein, von neuen Vorschriften zur persönlichen Distanzierung, Maskenpflichten und anderen Vorgaben.

Eindeutig ja! Wenn wieder gereist werden kann, dann wohl zuerst innerhalb Deutschlands und vielleicht in einige umliegende Nachbarländer. Daher ist dann an diesen Orten mit einer erhöhten Nachfrage zu rechnen. Daher kann es durchaus sinnvoll sein, bereits jetzt Buchungen für den Herbst oder Spätsommer zu machen. Schaut dabei aber nach Angeboten, die im Fall der Fälle kostenlos storniert werden können.

Es gibt nur noch wenige Fluggesellschaften, die eine Art Notfallflugplan aufrechterhalten. Dabei werden dann bestimmte große europäische Städte weiterhin angeflogen. Beachtet aber, dass es oft nicht möglich ist, in das gewünschte Land einzureisen. Außerdem besteht immer noch eine weltweite Reisewarnung vom Auswärtigem Amt. Reise zu touristischen Zwecken sind verboten, geschäftliche Reisen sind, teilweise unter Auflagen, wohl machbar. Dazu kommt noch, dass man aktuell nach der Rückkehr aus einem Drittland hier in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne muss.

Einige Airlines haben angekündigt, ihre Flugtätigkeiten innerhalb Europas im Laufe des Juni wieder hochzufahren. Inwieweit die Flüge dann für touristische Reisen genutzt werden können, hängt streng von den Vorschriften des Ziellandes ab.

Eure gebuchte Pauschalreise startet im Mai oder Juni? Dann müsst ihr noch Geduld haben. Die Reiseveranstalter stornieren die Reisen immer 2-3 Wochen vor dem Reisetermin. Und auch dann werden die nach Datum der Abreise sortiert abgearbeitet. So kann es passieren, dass ihr erst kurz vor der geplanten Abreise über eine Absage informiert werdet.

Das ist aktuell wohl die am häufigsten gestellte Frage an uns. Eure Reise findet in rund 30 Tagen statt und nun steht die Restzahlung des Reisepreises bei einer Pauschalreise an. Dabei ist es schon absehbar, dass die Reise so nicht stattfinden kann. Müsst ihr jetzt diese Restzahlung leisten?

Leider ja! Denn wenn ihr die Restzahlung nicht ausführt, ist das ein Verstoß gegen die AGB des Reiseveranstalters. Dieser hätte dann das Recht, die Reise kostenpflichtig zu stornieren. Ihr müsstet also die Gebühren zahlen, die auch bei einer Stornierung durch Euch anfallen würden.

Was kann man also machen?

  • Jetzt auf eigenen Wunsch und zu den geltenden Kosten lt. AGB stornieren.
  • Abwarten, ob die Reise vom Veranstalter abgesagt wird und 100% erstattet bekommen.

Bei letzterem Vorgehen besteht die Gefahr, dass man a) nur einen Gutschein bekommt oder b) der Veranstalter in die Insolvenz geht. Bei der Insolvenz hat man als Pauschalreisender allerdings trotzdem Anrecht auf eine Erstattung, durch die Pauschalreisen-Insolvenzabsicherung. Ob die Versicherungssumme bei einem großen Veranstalter aber ausreicht, um alle Anforderungen zu decken, ist mehr als fraglich.

Nein, die Gutscheinpflicht ist endgültig vom Tisch. Die Veranstalter können einen Gutschein anbieten, das ist ihr gutes Recht. Der Kunde muss diese aber nicht akzeptieren und kann auf die Auszahlung des Reisepreises bestehen.

Schwierig zu sagen. Aktuell scheitert es daran, dass man in Holland offiziell als Tourist kein Hotel bekommt. Wie sich die Situation bis Ende Juli entwickelt, kann wohl aktuell keiner vorhersagen.

Wir befürchten, das wird nichts werden. Fachleute sind aktuell skeptisch, dass Fernreisen in 2020 noch durchgeführt werden. Wir selber haben uns innerlich von unserer geplanten USA Reise im September bereits verabschiedet. Es bleibt natürlich abzuwarten, wie sich die Lage bis dahin entwickelt. Wird es ein Medikament gegen Covid-19 geben? Wie entwickeln sich die Fallzahlen in den Zielländern? Wie sieht es im Herbst mit Reisebeschränkungen und Einreiseverboten aus? All diese Dinge sind noch vollkommen ungeklärt.

Aktuell ist an Reisen nach Mallorca nicht zu denken. Die Hoteliers vor Ort rechnen mit einer Öffnung der Hotels frühestens im Juni. Ob das realistisch ist? Das bleibt abzuwarten. Gerade Spanien ist einer der größten Brennpunkte in Sachen Corona. Ganz ehrlich? Nur unsere Meinung: Das wird diesen Sommer nichts mehr werden, vielleicht im Herbst, vielleicht aber auch erst im kommenden Jahr.

Die gleiche Einschätzung gilt übrigens auch für die Kanarischen Inseln, Frankreich und Italien – als beliebteste Reiseziele.

Klare Antwort: Nein! Wenn ihr keine amerikanischen Staatsbürger oder Diplomaten seid, werdet ihr nicht in das Land kommen. Und die Reise endet vermutlich schon hier am Flughafen, da keine Airline euch befördern würde.

So nach und nach kommen die ersten Lockerung, auch beim Reisen sind diese angekündigt.

Wir bekommen aber immer mehr Anfragen von Kunden, die ihre Reisen dann gar nicht antreten wollen.

Beispiel: Reise nach XYZ in Europa gebucht, für den August. Nun zeichnet es sich ab, dass Reisen nach XYZ im Laufe des Juli wieder möglich sein könnten. Was aber tun, wenn man die Reise unter den gegebenen Bediengungen nicht antreten will.

Da wird es schwierig. Wenn es von deutscher Seite keine Reisewarnung mehr gibt, das Zielland touristische Reisen zulässt, wird die Reise wie gebucht stattfinden. Einzelne Leistungen der Reise können sich aber verändern, statt Buffet gibt es Essen von der Karte, Kinderclub gibt es nicht, ebensowenig die Hotel-Disco und andere Dinge. Das sind aber, nach aktuellem Stand, keine Gründe die Reise kostenlos zu stornieren.

Vielleicht ist es nachträglich möglich, den Reisepreis zu mindern. Aber ob das rechtlich durchsetzbar ist? Die Hotels verzichten ja nicht von sich aus auf die Leistungen. Sie bekommen Vorgaben von den örtlichen Behörden, welche sie umsetzen müssen. Somit kann das Hotel und der Reiseveranstalter nichts dafür, dass die Gegebenheit am Reiseort anders sind, als bei der Buchung angegeben.

Solltet Ihr also nicht nach XYZ reisen wollen, unter den Bedingungen, bleiben wohl nur zwei Möglichkeiten. Reise auf eigene Kosten stornieren oder beim Reiseveranstalter nachfragen, ob eine Umbuchung der Reise machbar ist.

2. Coronavirus, COVID-19 – Was passiert mit meiner anstehenden Reise?

Das Coronavirus hat die komplette Reisebranche weltweit durcheinander gewirbelt und dann zum erliegen gebracht. Touristische Reisen sind aktuell unmöglich geworden. Spätestens mit der Reisewarnung vom Auswärtigem Amt, für die ganze Welt, sind davon auch alle Reisepläne in Deutschland betroffen.

Unsere Stammleser wissen, dass wir nebenberuflich auch ein mobiles Reisebüro betreiben. Dort haben wir in den letzten Tagen einen kleinen Einblick in die Sorgen und Fragen rund um das Coronavirus bekommen. Durch die aktuellen Nachrichten herrscht hier viel Unsicherheit. Wir möchten hier ein paar Fragen zu dem Thema beantworten, ruhig, sachlich und mit belegten Quellen von Fachleuten.

Können wir unsere Reisen für Juli, August, September kostenlos stornieren?

Das ist aktuell wohl die häufigste Anfrage, die wir bekommen. Leider müssen wir da immer um Geduld bitten. Die meisten Reisehinweise und Warnungen sind für die Zeiträume März, April und manche auch für den Juni ausgesprochen. Was danach ist, kann aktuell niemand sagen.

Daher werden die Airlines und Reiseveranstalter auch noch keine Stornierungen anbieten. Dafür müsste es ja zum Zeitpunkt der Reise vor Ort zu unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umständen kommen. Nur kann das aktuell niemand beurteilen, wie es in Land X im Juli aussehen wird. Ebensowenig weiß irgendein Mensch, ob das „Reiseverbot“ Maßnahmen der deutschen Regierung bis dahin Bestand hat.

Und auf Kulanz der Reiseveranstalter zu hoffen ist, realistisch betrachtet, vergebens. Die Veranstalter fahren finanziell gerade auf der letzten Rille. Die können jetzt nicht übermäßig kulant sein, weil denen dazu einfach die Gelder fehlen. Das hat überhaupt nichts mit fehlendem Service zu tun.

Daher kann man aktuell zur raten, etwas abzuwarten. Bei Pauschalreisen wird meistens rund 30 Tage vor der Abreise die Restzahlung für die Reise fällig. Spätestens zu diesem Zeitpunkt solle aber klar sein, ob sich die Lage verbessert hat und eine Chance auf die Reise besteht.

Wer jetzt die Reise, die in mehreren Monaten starten soll, bereits von sich aus Stornieren will, muss wohl die Entschädigungspauschalen lt. AGB der Reiseveranstalter zahlen.

Einige Reiseveranstalter bieten für gewissen Reisezeiträume auch kostenlose Umbuchungen an. Wie lange diese Angebote aber existieren oder angeboten werden, kann aktuell auch niemand sagen.

Kann ich jetzt nach Italien, China, Gran Canaria, Mallorca, etc. reisen?

Update 03.04.2020: Aktuell können keinerlei touristische Reisen in irgendein Land der Welt stattfinden. Die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes macht diese unmöglich. Es wäre aktuell auch kaum möglich, eine Reise durchzuführen, da auch der weltweite Flugverkehr fast komplett zum erliegen gekommen ist.

Reise schon gebucht, aber ich will nicht nach XYZ fahren, ich habe Angst

Update 03.04.2020: Durch die weltweit geltende Reisewarnung hat sich diese Frage erledigt. Aktuell sind Reisen unmöglich. Wie lange diese Regelung gilt, kann aktuell nicht eingeschätzt werden.

Sollte die Reise erst später im Jahr stattfinden, also im Herbst oder Winter, kann dazu noch keine Aussage getroffen werden. Wie sich die Lage weiterentwickelt, ab wann wieder an Reisen zu denken ist und wohin das dann möglich ist, keiner kann es aktuell sagen.

Wann soll ich entscheiden, ob ich die Reise antrete oder nicht?

Update 03.04.2020: Solange die weltweite Reisewarnung gilt, ist an eine Abreise nicht zu denken. Sollte diese irgendwann aufgehoben werden, beachtet trotzdem die aktuelle Entwicklung im Zielgebiet. Es ist durchaus möglich, dass einzelne Gebiete/Länder früher wieder bereist werden können, wie andere Regionen.

Pauschalreise storniert wegen Corona – bekomme ich mein Geld zurück?

Regulär ist es so, dass die Reiseveranstalter, bei einer Absage einer Reise von ihrer Seite aus, Erstattungspflichtig sind. Sie müssen dann den kompletten Reisepreis innerhalb von 14 Tagen zurück überweisen. Reiseveranstalter können eine Reise aus verschiedenen Gründen stornieren. Im Falle der Pandemie handelt es sich um unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstände. Wegen dieser Umstände am Zielort ist eine Reise nicht durchführbar.

Aktuelle Ergänzung 03.04.2020 – 14:45Uhr: Die EU-Kommission will eine Gutschein-Lösung, als Ersatz für die Erstattung von abgesagten Reisen, nicht akzeptieren. Hier scheint es in den nächsten Tagen noch spannend weiterzugehen. Mit so einer klaren Absage aus Brüssel hätten wir jetzt nicht gerechnet, da es in anderen EU-Ländern schon praktiziert ist. Es ist aber denkbar, dass für Pauschalreisen diese Regelung trotzdem kommt, in geänderter oder nachverhandelter Version. (Quelle)

Aktuelle Ergänzung 07.04.2020 – 09:45Uhr: Die Gutschein-Lösung ist nun von der Regierung beschlossen. Die Gutscheine sollen durch Bundesmittel gegen Insolvenz abgesichert werden. (Quelle) Da sind wir mal gespannt, wie das aussehen wird. Es machen aber nicht alle Veranstalter bei der Lösung mit. Erst gestern erklärte Alltours, dass stornierte Reisen weiter erstattet werden. (Quelle)

Habt aber ein wenig Geduld, was die Stornierungen und die Gutscheine angeht. Bei den meisten Reiseveranstaltern ist im Hintergrund gerade die Hölle los. Unzählige Anfragen müssen bearbeitet werden, ebenso müssen die massenweise Reise stornieren. Diese Vorgänge werden nach Reisedatum sortiert abgearbeitet. So kann es sein, dass ihr erst wenige Tage vor Eurer geplanten Reise Informationen bekommt.

Einzelleistung Hotel stornieren – bekomme ich mein Geld zurück?

Bei gebuchten Einzelleistungen ist es so, dass diese kostenlos storniert werden können, wenn der Dienstleister seine Leistung nicht erbringen kann. Liegt ein Hotel in einer Quarantäne Zone oder ist wegen Einreisebeschränkungen in das Land nicht erreichbar, so ist eine kostenlose Stornierung machbar.  Allerdings ist es stark davon abhängig, wo das Hotel gebucht wurde. Wurde direkt beim Hotel gebucht, gelten die rechtlichen Bedingungen des Reiselandes. Wurde das Hotel über einen Anbieter (Reiseveranstalter, Hotel-Portal) in Deutschland gebucht, gilt deutsches Recht.

Einzelleistung Flug storniert – bekomme ich mein Geld zurück?

Update 03.04.2020: Normalerweise müssen Flüge, welche von den Airlines storniert werden, erstattet werden. Aber auch für Flüge soll eine Gutscheinregelung kommen, welche jetzt von der Bundesregierung beschlossen wurde. Allerdings stoßen diese Pläne in Brüssel auf Widerstand. (siehe Pauschalreise storniert)

Meine Reise kann nicht stattfinden, ich habe aber trotzdem die Reiseunterlagen bekommen.

Update 03.04.2020: Das verwirrt im Moment viele Reisende. Es steht bereits fest, dass die Reise nicht stattfinden kann. Entweder sind die Hotels noch geschlossen, für das Reiseland besteht ein Einreiseverbot für Deutsche oder die Reise liegt im Zeitraum der ausgesprochenen Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Trotzdem versenden die Reiseveranstalter Flugtickets, Hotel-Vouchers und andere Reiseunterlagen für die bevorstehende Reise.

Das liegt einfach daran, dass diese Unterlagen vollkommen automatisiert erstellt werden. Das sind feste Prozesse, welche Datums-gesteuert ablaufen. Diese können offensichtlich nicht so einfach gestoppt werden.

Wir hatten in den letzten Tagen sehr oft den Fall, dass erst die Reiseunterlagen für die Kunden kamen und wenige Tage, manchmal auch nur wenige Stunden, später dann die Stornierung.

Gibt es Schadensersatz für ausgefallene Reisen?

Ja, die Fragen kommen wirklich. Und um es kurzzumachen: wahrscheinlich nicht!

Die meisten Juristen schätzen es aktuell so ein, dass die aktuelle Krise durch die besonderen Umstände als höhere Gewalt einzustufen ist. Daher besteht kein Anspruch auch einen Schadensersatz, der über die Rückzahlung des Reisepreises hinaus geht.

Am Ende werden sich mit dieser Frage aber wohl noch Gerichte beschäftigen müssen.

Ein darüber hinausgehender Schadenersatz steht den Kunden nach Einschätzung der meisten Juristen in der aktuellen Krise wegen der besonderen Umstände, die als höhere Gewalt einzustufen sind, nicht zu. Es ist aber nicht auszuschließen, dass sich um diese Frage in Zukunft noch Gerichte kümmern müssen.

Kunden, die nur Einzelleistungen gebucht haben, können diese kostenlos stornieren, wenn der Dienstleister seine Leistung nicht erbringen kann. Das ist etwa der Fall, wenn ein gebuchtes Hotel in einer Sperrzone liegt oder wegen einer unvorhersehbaren Einreisebeschränkung nicht erreichbar ist. Außerdem müssen Airlines für gecancelte Flüge den Reisepreis zurückerstatten. Trifft dies nicht zu, müssen Kunden mit ihren Vertragspartnern vor Ort verhandeln und auf deren Kulanz hoffen.

Kann ich eine Nur-Hotel Buchung wegen einer ausgefallenen Messe kostenlos stornieren?

Das ist unter Umständen nicht so ganz einfach. Generell fällt eine Nur-Hotel-Buchung nicht unter das Pauschalreiserecht. Somit liegt das Risiko komplett beim Kunden. Auch das Risiko einer abgesagten Messe oder Veranstaltung liegt beim Reisenden.

Sollte die Hotelbuchung im Rahmen eines Event-Paktes zustande gekommen sein. Also ein Angebot des Hotels mit einer Kombination aus Ticket für die Messe und Übernachtung, welches auch als Messe-Aktion beworben wurde, dann sieht es wieder anders aus. In dem Fall entfällt ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsgrundlage (eben die Absage der Messe). Darauf kann sich der Gast dann berufen und kostenlos stornieren.

Liegt das Hotel in einem Quarantäne-Gebiet und kann nicht mehr angereist werden, sieht es wieder anders aus. Dann haben wir wieder die oben genannten unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umstände, welche die kostenlose Stornierung durch den Veranstalter (hier das Hotel) oder den Kunden rechtfertigen.

Liegt aber nur die Messe im Quarantäne-Gebiet, das Hotel jedoch außerhalb, dann führt es nicht dazu, dass die Zahlungspflicht des Hotelgastes erlischt.

Kompliziert aber hoffentlich einfach erklärt.

Wer zahlt den längeren Aufenthalt in einem Hotel, wenn man dort unter Quarantäne steht?

Auch hier ist die rechtliche Lage wohl nicht eindeutig.

Bei Pauschalreisen ist erstmal der Reiseveranstalter in der Pflicht, die Kosten für Verpflegung, Unterkunft und für die Rückreise zu tragen. Ob sich der Veranstalter anschließend das Geld von der Behörde, welche die Quarantäne angeordnet hat, zurückholen können, das wohl rechtlich noch geklärt werden müssen. (Quelle)

Bei Individualreisen muss man wohl auf eine Kulanz der Airline hoffen, was die verschobene Rückreise angeht. Bei den Hotelkosten geht man davon aus, dass die Hotelbetreiber sich diesbezüglich an die Behörden wenden können, welche die Quarantäne verhängt haben. (Quelle)

Allerdings spielen hier natürlich sehr viele unterschiedliche, regionale Gesetzgebungen eine Rolle.

Wir haben Eintrittskarten für Euro-Disney in Paris, was nun?

Update 13.03.2020: Neben den asiatischen Parks, schließt Disney nun auch seine Parks in Orlando, Los Angeles und Paris ab dem 16.03.2020. Diese sollen bis Ende März geschlossen bleiben. (Quelle)

Solltet ihr Tickets bei Disney direkt online bestellt haben, so könnt ihr diese telefonisch auf einen anderen Termin umbuchen.

Disney Paris veröffentlicht auch aktuelle Informationen zum Thema Corona auf seiner Homepage.

Ich befinde mich noch im Ausland – wie komme ich zurück?

Update 19.03.2020: Solltet ihr Euch noch in einem Land befinden, in der aktuellen Lage, wo es zu Einschränkungen im Flugverkehr oder allgemein gibt, meldet Euch bitte dringend bei der Krisenvorsorgeliste (www.diplo.de/elefand) des Auswärtigen Amtes an. Über dieses System wird aktuell die Rückholung von gestrandeten Reisenden organisiert. Solltet ihr im Rahmen einer Pauschalreise unterwegs sein, wendet Euch an Euren Reiseveranstalter vor Ort.

Corona am Zielort – plötzlich in Quarantäne

So kann es ebenfalls vorkommen, dass Ihr plötzlich selber in Quarantäne seid. Ein Verdachtsfall im eigenen Hotel, auf dem Kreuzfahrtschiff, im Ort kann dafür ausreichen.

Auch in dem Fall heißt es aber Ruhe zu bewahren. Eine Quarantäne ist sicher unbequem aber auch kein Todesurteil. Setzt Euch in so einem Fall direkt mit Eurem Reiseveranstalter und ggf. mit der Airline für den Rückflug in Verbindung und klärt ab, was zu tun ist.

Ein weiterer Kontakt könnte dann die deutsche Botschaft im Reiseland sein. Eine Übersicht über alle deutschen Auslandsvertretungen findet Ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

Zurück in Deutschland – was kann passieren?

Update 09.04.2020: Ab dem 10.04.2020 gilt in Deutschland die Regelung, dass alle Reisende sofort in eine 14-tägige Heimquarantäne müssen, welche aus dem Ausland einreisen. Ausgenommen davon sind nur Berufspendler. Die Einhaltung der Maßnahmen wird überprüft und Verstöße mit hohen Bußgeldern bestraft.

Update 22.05.2020: Die Regelungen mit der 14-tägige Quarantäne ist inzwischen abgeschafft worden.

Kann man Einreisesperren umgehen oder austricksen?

Update 14.03.2020: Ihr werden jetzt vermutlich spontan WTF denken. Yep, genau das haben wir auch getan, als wir diese Frage gestern in einer Reisegruppe bei Facebook gelesen haben. Konkret ging es um die „glorreiche“ Idee, das Einreiseverbot in die USA durch eine vorherige Einreise nach Kanada zu umgehen.

Hier ist der Punkt erreicht, wo wir mal kurz unsachlich werden müssen:

Welchen Egoismus in Reinform muss man haben, um auf so eine kranke Idee zu kommen? Wie wichtig muss das eigene Ich, sein eigenes Vergnügen für einen Menschen sein, um so auf das Allgemeinwohl in der Welt zu schei*en? Er hätte die Reise ja so lange geplant gehabt und darauf gespart. Ja, prima, genauso wie aktuell wohl Millionen von anderen Menschen auf der Welt. Willkommen im Club, trag es mit Fassung, Du Wurm!

Es geht nicht darum, dass ich dieser Fragesteller irgendwo unterwegs anstecken könnte. Das wäre uns vollkommen Wumpe, es könnte uns nicht egaler sein. Aber es war ein junger Mann, der vielleicht selber das Virus in sich trägt, ohne es zu merken. Durch so eine Aktion würde er es dann munter durch die Welt tragen und verteilen. Und das in Zeiten von #stayhome #flatenthecurve. Allein die Idee, sorry, kotzt uns an.

Mal abgesehen davon, scheint dieser noch junge Mensch nicht im Ansatz zu ahnen, welche Konsequenten ihn an der USA-Grenze erwarten würden, wenn das dort auffällt. Und so ganz doof sind die Officers nicht, die da arbeiten.

So, dass musste raus – und nun kehren wir wieder zur gebotenen Sachlichkeit zurück. *durchatme*

Müssen wir noch die Restzahlung für Reisen bezahlen, welche wahrscheinlich nicht stattfinden werden?

Update 29.03.2020: Bei Pauschalreisen ist es üblich, bei der Buchung nur eine Anzahlung zu tätigen und den Rest des Reisepreises etwa 30 Tage vor Antritt der Reise.

Aktuell kommt es zu merkwürdigen Konstellationen bei manchen Reisebuchungen. Ein Anbieter von Club-Reisen hat bereits bekannt gegeben, dass einer seiner Clubs bis Ende April geschlossen ist. Gleichzeitig bekommen die Reisenden, welche Mitte April dort anreisen wollten, die Rechnungen für die Restzahlung.

Viele Kunden fürchten aber nun, diese Restzahlung zu tätigen. Geht der Anbieter Pleite, wäre das Geld erst mal weg. Oder die Reiseveranstalter bewirken in Brüssel wirklich die Möglichkeit, bei einer Stornierung keine Erstattungen mehr zahlen zu müssen, sondern nur noch Gutscheine auszugeben. Das wäre für Familien, die sich jetzt plötzlich mit dem Thema Arbeitslosigkeit auseinandersetzen müssen auch keine befriedigende Lösung.

Nun kommt vermehrt die Frage auf, ob diese Restzahlung getätigt werden muss. Man könne die doch einfach zurückhalten. Das kann man natürlich machen, es besteht dabei aber ein Risiko. Mit der Buchung ist man einen Vertrag mit dem Reiseveranstalter eingegangen und hat deren AGB akzeptiert. Im Falle einer Nichtzahlung des restlichen Reisepreises kann somit der Reiseveranstalter die Reise kündigen und einen Schadensersatz in Höhe der entsprechenden berechnen. Somit würden die gleichen Kosten anfallen, wie bei einer Stornierung durch den Kunden.

Allerdings bieten manche AGB auch den Nachsatz „vorausgesetzt, es läge nicht bereits zu diesem Zeitpunkt ein zum Rücktritt berechtigender Reisemangel vor.“ Dieser könnte hier greifen, da der Club ja definitiv geschlossen sein wird, wenn die geplante Reise startet.

Hier ist es schwer, einen wirklich guten Rat zu geben. Vielleicht sollten sich betroffene Reisende dabei anwaltlich beraten lassen.

Update 09.04.2020: Die ersten Veranstalter verzichten nun auf die Bezahlung der Restzahlung für Reisen, die definitiv nicht stattfinden werden. So haben DER-Tour und Jahn-Reisen nun die Restzahlungen für Reisen im Mai ausgesetzt. Weitere Veranstalter werden wohl folgen.

Lockerungen kommen – ich will aber nicht reisen

Update 22.05.2020: Es zeichnen sich die ersten Lockerungen für das Reisen ab. Innerdeutsche Reisen sind zum Teil wieder möglich. Und auch innereuropäisch sollen einige Reiseziele ab Juni/Juli wieder erreichbar sein. Allerdings wohl unter anderen Bedingungen. Selbstverständlichkeiten, wie Buffets, Kinderclubs, Hotel-Disco und andere Dinge wird es wohl nicht geben. Die Regeln zur Einhaltung der Mindestabstände lassen viele Dinge einfach nicht zu.

Somit wird so manche Reise anders aussehen, wie sie bei der Buchung beschrieben war. Da können die Hotels und Reiseveranstalter aber nichts dafür. Die Vorgaben kommen von den örtlichen Behörden um Reisen überhaupt zu ermöglichen. Daher sehen wir an der Stelle keine Gründe, eine gebuchte Reise kostenlos stornieren zu können, wenn man nicht in das Land oder zu diesen Bedingungen reisen möchte.

Vielleicht ist es möglich, die Reise auf ein anderes Zielgebiet umzubuchen oder auf das kommende Jahr zu verschieben. Dazu müsste man Kontakt mit dem Reiseveranstalter aufnehmen um zu erkunden, was machbar wäre.

Leider ist auch die Angst, nun ins Ausland zu reisen, kein Grund für eine kostenlose Stornierung, wenn die rechtlichen Bedingungen die Reise zulassen. Am Ende bleibt dann noch die Reise selber zu stornieren und die entsprechenden Rücktrittskosten in Kauf zu nehmen.

3. Wie ist die aktuelle Lage in den beliebtesten deutschen Reiseländern?

Besonders oft werden wir im Moment nach der aktuellen Lage in den beliebtesten deutschen Reiseländern gefragt. Wir listen diese hier mal auf, mit den letzten Meldungen dazu. Wir beschränken uns hierbei auf die Top-12 der liebsten deutschen Reiseziele. Eine Übersicht mit allen Ländern, wo Reisebeschränkungen für deutsche Urlauber bestehen, findet ihr weiter unten.

Ägypten

Informationen vom Auswärtigen Amt

Einreisestopp für Deutsche: Ja

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

Bulgarien

Informationen vom Auswärtigen Amt

Einreisestopp für Deutsche: Ja

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

Dominikanische Republik

Informationen vom Auswärtigen Amt

Einreisestopp für Deutsche: Ja

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

Frankreich

Informationen vom Auswärtigen Amt

Einreisestopp für Deutsche: Teilweise

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Teilweise

Griechenland

Informationen vom Auswärtigen Amt

Einreisestopp für Deutsche: Ja

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

Italien

Informationen vom Auswärtigen Amt

Einreisestopp für Deutsche: Teilweise

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

Kanada

Informationen vom Auswärtigen Amt

Einreisestopp für Deutsche: Ja

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

Österreich

Informationen vom Auswärtigen Amt

Einreisestopp für Deutsche: Teilweise in Risikogebiete

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja für Risikogebiete

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Teilweise

Portugal

Informationen vom Auswärtigen Amt

Einreisestopp für Deutsche: Teilweise

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

Spanien

Informationen vom Auswärtigen Amt

Einreisestopp für Deutsche: Teilweise

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

Türkei

Informationen vom Auswärtigen Amt

Einreisestopp für Deutsche: Ja

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

USA

Informationen vom Auswärtigen Amt

Einreisestopp für Deutsche: Ja

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

4. Welche Reisebeschränkungen bestehen für Reisende aus Deutschland?

Eine Übersicht über die Maßnahmen der einzelnen Länder gibt es bei der International Air Transport Association (IATA). in Zusammenarbeit mit der WHO pflegen die eine Liste, mit den aktuellen Reisebeschränkungen der verschiedenen Länder. Weiter gibt es zu jedem Land eine Seite mit Informationen beim Auswärtigem Amt. Hier solltet ihr kurz vor der Abreise nachschauen, ob es dort Änderungen gibt.

In vielen Ländern kommt es zu verstärkte Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen, in Einzelfällen auch Einreisesperren. Dazu müssen bei der Einreise in viele Länder Angaben zur Gesundheit gemacht werden. Diese allgemeinen Hinweise haben wir jetzt aus unserer Liste entfernt, es werden einfach zu viele. Wir beschränken uns nun nur noch auf Reisehinweise aus Ländern, welche Reisende aus Deutschland direkt mit Einreiseverboten oder eine sofortige Quarantäne belegen.

Weiter kann es aktuell in allen Regionen der Welt zu Quarantänemaßnahmen bei Verdacht auf eine Covid-19 Infektion kommen. Ebenso können Quarantäne-Maßnahmen bei potenziellen Kontaktpersonen ergriffen werden.

Wir beschränken uns ab sofort auf eine Auflistung der Länder. Die ausführlichen Beschreibungen der Reisebeschränkungen könnt ihr sehen, wenn Ihr dem jeweiligen Link zur Quelle der Meldung folgt. Das wurde in den Letzten Tagen einfach zu lang, die Meldungen kamen zu oft und wurden zudem noch ständig geändert.

Update 18.03.2020: An dieser Stelle stand bis vor wenigen Minuten eine Liste, mit 136 Ländern, die wir in den letzten Tagen fast stündlich gepflegt haben. Wir haben diese Liste nun entfernt. Durch den ausgesprochenen Reisestopp der Regierung ist es zweitrangig geworden, wir die aktuellen Regelungen in den anderen Ländern aussehen. Zumindest für diesen Beitrag hier. Solltet Ihr Euch über Reisebeschränkungen oder die medizinische Lage in einzelnen Ländern erkundigen wollen, so schaut auf die Seiten des Auswärtigen Amtes, welche wir oben verlinkt haben.

5. Kann man überhaupt noch reisen? Reisenplanung trotz Coronavirus

Update 30.04.2020: Aktuell ist (touristisches) Reisen unmöglich geworden. Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für die komplette Welt erlassen. Diese ist nun bis zum 14. Juni 2020 gültig. Wie lange das andauern wird, kann aktuell wohl niemand beurteilen.

Anfangs haben wir hier über einige Regionen auf der Welt geschrieben, wo es zu Einschränkungen beim Reisen kam. Inzwischen haben sich die Ereignisse aber mehrfach überschlagen. Es gibt die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes und zudem dürfen Deutsche aktuell in viele Länder der Welt nicht einreisen.

Ziel der ganzen Maßnahmen ist es, die Ausbreitung des Virus global und lokal zu verlangsamen.

Rückkehrer aus verschiedenen Ländern der Welt müssen zudem damit rechnen, hier in Deutschland unter (heimische) Quarantäne gesetzt zu werden.

Aktuell ist also eine schlechte Zeit zum Reisen. Wie lange dieser Zustand anhalten wird, kann keiner vorhersagen. Das Virus ist noch zu unbekannt und es gibt noch keine Impfungen. Diese werden frühstens 2021 zur Verfügung stehen. Eine größere Hoffnung gibt aktuell die Forschung im Bereich von bereits existierenden Medikamenten, die zumindest bei den schwersten Fällen der Krankheit helfen könnten. So ein Medikament könnte die Situation sofort extrem entspannen.

Ob so ein Medikament gefunden wird und wann das sein wird, das kann im Moment keiner vorhersagen. Es gibt aber durchaus hoffnungsvolle Hinweise aus der Wissenschaft. Auch deutsche Kliniken (Hamburg, München, Düsseldorf) testen aktuell diese Medikamente. Mit ersten seriösen Ergebnissen dazu kann im Mai/Juni gerechnet werden.

Bis dahin wird sich die Lage auf keinen Fall verbessern, eher noch weiter zuspitzen.

Daher, trennt Euch gedanklich von kurzfristigen Reisen. Viele aktuelle Reisebeschränkungen sind aktuell bis in den April, teilweise schon bis in den Mai oder Juni, hinein ausgesprochen. Vorher wird es sicherlich keine Besserung der Situation geben.

Was bedeutet der internationaler Gesundheitsnotstand?

Die WHO hat am 30.01.2020 offiziell einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Dies macht die WHO, wenn ein außergewöhnliches, ernsthaftes, plötzliches, unerwartetes Ereignis vorliegt. Dabei muss die Gesundheit von Menschen über die Grenzen eines betroffenen Staates hinweg gefährdet sein.

Dieses Vorgehen der WHO hatte erstmal keine direkten Auswirkungen auf das Reisen. Damit werden nur gewisse Mechanismen innerhalb der WHO und auch finanzielle Mittel freigegeben.

Mehr Informationen dazu gibt es auf der Covid-19 Informationsseite des Auswärtigen Amtes.

Die WHO ruft keinen Pandemie Fall mehr aus!

Die WHO erklärt nur noch einen Notfallstatus, die Public Health Emergency of International Concern (PHEIC). Und dies ist bereits geschehen, wie oben geschrieben. (Quelle) In den letzten Tagen hat sich wohl das Vokabular bei der WHO geändert. Dort spricht man nun auch öffentlich über das Thema als Pandemie. Das hat aber keinerlei Auswirkungen auf Maßnahmen oder Gelder.

Betroffene Regionen und Reisehinweise beachten

Welche Reiseziele werden aktuell als Risikogebiete eingestuft? Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht dazu jeden Tag aktuelle Informationen.

Internationale Risikogebiete laut RKI

„Seit dem 10.4.2020 weist das Robert Koch-Institut keine internationalen Risikogebiete oder besonders betroffenen Gebiete in Deutschland mehr aus.

COVID-19 ist inzwischen weltweit verbreitet. In einer erheblichen Anzahl von Staaten gibt es Ausbrüche mit zum Teil großen Fallzahlen; von anderen Staaten sind die genauen Fallzahlen nicht bekannt. Ein Übertragungsrisiko besteht daher sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit. Das Auswärtige Amt hat inzwischen auch eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Daher ist es aus epidemiologischer Sicht sinnvoll, die Ausweisung von Risikogebieten auszusetzen.“

Quelle: RKI – Stand: 30.04.2020

Wer trägt das Risiko, wenn ich jetzt eine Reise buche?

Angenommen, Ihr nicht jetzt eine Reise für die Sommerferien oder später nach A-Stadt in B-Land. Wer trägt das Risiko, wenn sich das Virus dort ausbreitet und es zu Problemen bei der Reise kommt?

Auch hier ist die Antwort nicht ganz einfach.

Nehmen wir an, es gibt zu Eurem Reisedatum dort mehr Fälle, ohne dass es zu einer Reisewarnung durch das Auswärtige Amt kommt oder das RKI die Region als Risikogebiet einstuft. Dann „muss“ die gebuchte Reise theoretisch angetreten werden. Ein Recht auf Stornierung aufgrund von „Angst vor dem Coronavirus“ gibt es aktuell nicht (Ausnahmen, neu gebuchte Reisen mit aktuellen Stornierungsbedingungen -> siehe Reiseveranstalter reagieren). Ein Anruf bei Reiseveranstalter kann aber ggf. zu einer Lösung führen, wenn die kulant sind. Fragen kostet nichts.

Sollte die Lage in der Region kritisch sein, mit einer entsprechenden Reisewarnung vom Auswärtigem Amt, wird sich der Reiseveranstalter schon bei Euch melden. Denn dann wird es keine Reisen in die Region geben. Euch wird dann entweder eine kostenlose Stornierung oder eine Umbuchung angeboten werden.

Die Gesetzeslage ist bei Pauschalreisen eindeutig. Im §651h Abs.3, Abs. 3 Nr. 2 des BGB steht:

„…wenn am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigen. Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlich (…), wenn sie nicht der Kontrolle der Partei unterliegen, die sich hierauf beruft, und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären“.

Wenn also behördliche Auflagen am Reiseort die Durchführung der Reise unmöglich machen, wenn eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorliegen oder beworbene Reiseleistungen vor Ort nicht durchgeführt werden können, kann ein Reise durch den Veranstalter oder dem Kunden kostenlos stornieren. Die Veranstalter sind verpflichtet, den Reisepreis dann innerhalb von 14 Tagen vollständig zu erstatten. Für eine noch nicht festgelegten Zeitraum werden die Reiseveranstalter von der Erstattungspflicht befreit. Es gibt dann bei ausgefallenen Reisen, wegen Corona, einen Gutschein.

Daher ist es wichtig, die Entwicklung der Lage im Zielgebiet der Reise immer zu beobachten. Aktuell ändern sich die Situationen oft stündlich.

Auslandskrankenversicherung – jetzt erst recht!

Eigentlich sollte eine Auslandskrankenversicherung immer abgeschlossen werden, bei jeder Reise ins Ausland.

Jetzt aber sollte man auf keinen Fall mehr ohne diesen Versicherungsschutz verreisen. Eine Krankheit im Ausland kann mit einem sehr hohen Kostenaufwand verbunden sein.

Ein Beispiel: Wir brauchten in den USA nur ein Rezept, weil wir wichtige Tabletten zu Hause vergessen hatten. Der Spaß hat uns 350 US$ gekostet. Nur ein kurzer Arztbesuch und das Ausstellen des Rezeptes.

Anhand dieses Beispiels kann man erahnen, was dort ein mittelmäßiger Krankenhausaufenthalt kosten würde, selbst es es nichts dramatisches ist. Fahrt auf keinen Fall ohne Auslandskrankenversicherung ins Ausland, normalerweise nicht, in der aktuellen Situation schon gar nicht. Zumal diese Versicherungen nicht teuer sind, die kosten selbst für eine komplette Familie nur ein paar Euro im Jahr.

Achtet bei der Krankenversicherung aber darauf, dass Pandemie Fälle nicht ausgeschlossen sind. Wenn dem so ist, hilft Euch die Versicherung schlimmstenfalls nicht weiter. Und bevor ihr ohne Auslandskrankenschutz reist, bleibt in der aktuellen Situation besser zu Hause.

Was passiert wenn das Reiseland die Einreise für Deutsche verbietet?

Verbietet ein Reiseland die Einreise für Deutsche, so wie Israel das gerade gemacht hat, tritt ebenfalls die rechtliche Situation der unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umstände, welche die Reise massiv beeinträchtigen oder unmöglich machen auf.

Bei einer Pauschalreise heißt das, dass ihr die Reise kostenlos stornieren könnt. Vermutlich wird dann aber auch der Reiseveranstalter auf Euch zukommen und eine kostenlose Umbuchung in ein anderes Reiseland oder eine kostenlose Stornierung anbieten. Übrigens, das Angebot zur Umbuchung müsst Ihr nicht annehmen, ihr habt das Recht kostenlos von der Reise zurückzutreten. Allerdings kann der Reiseveranstalter nun, bei einer Absage wegen Corona, nun einen Gutschein über den Reisepreis ausstellen.

Bei gebuchten Einzelleistungen sieht das ein wenig anders aus. Wenn Flüge abgesagt werden, ist es noch einfach. Dann sind die Flugkosten von der Airline zu erstatten. Auch hier greift aber nun die neu veröffentlichte Gutschein-Regelung bei abgesagten Reisen.

Wenn Hotels im betroffenen Gebiet einer Reisewarnung liegen, dann sind diese ebenfalls kostenlos stornierbar. Hier liegt ein unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände vor, welche eine kostenlose Stornierung rechtfertigen.

Etwas komplizierter ist es, wenn ein Flug stattfindet, man als Deutscher aber nicht mitfliegen darf. Der Reiserechtsexperte Prof. Dr. Führich sagt dazu, dass auch in diesem Fall eine komplette Erstattung des Flugpreises angebracht sei. Hier bleibt aber abzuwarten, wie die Airlines sich verhalten und es genau so sehen. Aus dem Bauch würden wir sagen, da kommen einige Fälle auf die Justiz zu.

Hier sollte man vielleicht mit einem Fachanwalt sprechen, wie man sich weiter gegenüber der Airline verhalten sollte.

Schützt mich eine Reiserücktrittsversicherung bei Stornierungen wegen Corona?

Eine Reiserücktrittkostenversicherung greift nur dann, wenn eine Stornierung aus den Gründen erfolgt, welche in den Versicherungsbedingungen stehen. Das sind vorrangig Gründe, die beim Reisenden selbst liegen. Also Krankheit, Tod, Arbeitslosigkeit, Jobwechsel, usw.

Solltet ihr selber zum Abreisetermin an COVID-19 erkranken, dann würde die Versicherung die Stornierungskosten der Reise übernehmen.

Habt ihr aber nur Angst/Bedenken eine Reise in ein Zielgebiet zu starten, dann übernimmt die Versicherung die Stornokosten nicht.

Sollte der Fall eintreten, dass eine Reiseregion in die Liste der Risikogebiete aufgenommen werden oder es zu schweren Beeinträchtigungen der Reiseleistung vor Ort kommen kann, dann werden die Reiseveranstalter die Reise stornieren und sind dann Erstattungspflichtig. Auch hier braucht man die Rücktrittversicherung nicht.

Generell ist aber der Abschluss einer Rücktrittkostenversicherung bei jeder Pauschalreise sinnvoll. Schon eine banale Mittelohrentzündung kann eine Flugreise unmöglich machen und dann freut man sich, wenn die Stornokosten abgefangen werden. Speziell bei der Corona-Frage macht die Versicherung nur dann Sinn, wenn einer der Reiseteilnehmer an COVID-19 erkrankt.

Sollten wir trotz Corona eine Kreuzfahrt buchen?

Auch hier gilt, es weiß keiner so richtig. Die Fälle aus Asien haben gezeigt, dass nur ein Infizierter an Bord ausreichen kann, um die Krankheit an Bord zu verteilen. Das hatte dann zur Folge, dass die Schiffe komplett unter Quarantäne gestellt wurden und teilweise Probleme hatten, einen Hafen zu finden, wo sie anlegen durften.

Auf der „Diamond Princess“ hat sich das Virus dann auf viele Mitreisende ausgebreitet. Ein Wunder ist das bei so einem ansteckenden Virus nicht wirklich. Die Besatzung war zum Teil selber betroffen und infiziert und sicherlich nicht professionell auf den Umgang mit einem solchen Erreger und den damit verbundenen Maßnahmen einer Quarantäne geschult. Ob diese Quarantäne sinnvoll war oder kontraproduktiv müssen Experten nun erstmal bewerten.

Kreuzfahrten finden aktuell keine statt, weltweit. Einige Anbieter haben ihre Kreuzfahrtprogramme bis in den Juni 2020 hinein ausgesetzt.

Auch bei dem Thema gilt vermutlich, abwarten und beobachten, wie sich die Lage entwickelt.

Ist eine Corona – Ansteckungsgefahr auf Flughäfen erhöht?

Auf einem Flughafen kommen selbstverständlich Reisende aus der ganzen Welt zusammen, geballt an einem Ort. Trotzdem geht die WHO aktuell nicht von einem erhöhtem Risiko an Flughäfen aus. Sie argumentiert damit, dass die meisten Infektionen durch nahen Kontakt mit Infizierten erfolgt, dabei durch Husten oder Niesen.

Aber was ist, wenn man am Airport angehustet wird oder im Flugzeug neben einem hustenden Menschen sitzt? Natürlich ist dann ein Ansteckungsrisiko vorhanden, keine Frage. Wir hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Hustende nun gerade Corona-erkrankt ist, kann keiner sagen. Nicht jeder der hustet hat jetzt automatisch Corona. Es gibt x andere Krankheiten und auch den berühmten Raucherhusten.

Am Ende muss jeder für sich selber entscheiden, wie er das Risiko einschätzt mit vielen anderen Menschen zu reisen. Denkt dann aber auch über das Zugfahren und Bahnhöfe nach. Und Busse und Straßenbahnen sind dann auch kritisch zu hinterfragen, wenn ihr da Angst habt.

Ist eine Corona – Ansteckungsgefahr im Flugzeug erhöht?

Die Fluggesellschaften werde nicht müde darauf hinzuweisen, dass die Luft im Flugzeug sauberer ist wie in der normalen Umwelt. Modernste Klima-Technik, die auch in Krankenhäusern eingesetzt wird, filtern auch die kleinsten Bestandteile aus der Luft, auch kleinste Teile wie Viren. Zudem wird über die Triebwerke ständig Frischluft an Bord gebracht. Das ist auch alles richtig so.

Aber, das Ansteckungsrisiko ist weniger die Luft im Flieger, es sind eher die direkt um einen sitzenden Mitreisenden. Aktuell geht man davon aus, dass man zur Vermeidung von Ansteckungen 1,5 bis 2 Meter Abstand zu seinen Mitmenschen halten soll. Nun stellen wir uns kurz die Sitzabstände in Flugzeugen vor, denken an die Warteschlangen beim Checkin oder beim Boarding. Da liegt das Problem und da nützt auch die beste Klimatisierung im Flugzeug leider nichts.

6. Wo finde ich Informationen der Reiseveranstalter, Airlines, Kreuzfahrtanbieter usw.?

Viele Airlines, Reiseveranstalter, Kreuzfahrtanbieter reagieren auf die aktuelle Lage. Teilweise können Reisen kostenlos umgebucht oder auch storniert werden. Andere informieren über Folgen für die Reisenden vor Ort. Wir haben Euch die wichtigsten Links mal zusammen gestellt.

Sonderregelungen bei Reiseveranstaltern

Mittlerweile bieten alle Reiseveranstalter Regelungen an, um bereits gebuchte Reisen für die nächsten Wochen zu stornieren. Die meisten Veranstalter präferieren nun die von der Regierung ermöglichte Erstattung per Gutscheine. Einzelne Reiseveranstalter, wie z.B. Alltours, wollen aber weiter den Reisepreis erstatten. Andere Veranstalter bieten auch Umbuchungsmöglichkeiten bis in den Sommer 2021 an.

Vorsicht bei den Gutscheinen. Noch (!) sind diese nicht gegen eine Insolvenz der Veranstalter abgesichert. Eine passende Regelung soll in den nächsten Tagen folgen.

Anders sieht es bei Umbuchungen auf einen späteren Reisezeitpunkt aus. Diese sind, bei einer Pauschalreise, durch einen Insolvenzschutz abgesichert. Ob diese Versicherung im Falle einer Insolvenz eines großen Reiseveranstalters ausreicht, um alle Geschädigten zu 100% abzusichern, ist fraglich. Bei der Thomas Cook Pleite hat die Versicherungssumme von 110 Millionen Euro nicht ausgereicht.

Die einzelnen Regelungen findet Ihr auf den Webseiten der Reiseveranstalter:

Bei allen Anbietern unterscheiden sich die Bedingungen ein wenig. Lasst Euch dazu gerne im kompetenten Reisebüro beraten.

Stand: 09.04.2020

Airlines reagieren auf die Lage

Ebenso wie die Reiseveranstalter reagieren auch die Airlines zunehmend auf die aktuelle Lage. Es findet weltweit aktuell fast kein ziviler Luftverkehr mehr statt, von Frachtflügen mal abgesehen..

Airlines bietet kostenlose Umbuchungen oder Gutscheine an

Airlines aus dem EU-Raum bieten aktuell kostenlose Umbuchungen an. Bei Stornierungen soll jetzt auch die von der Bundesregierung beschlossene Gutscheinregelung zum Einsatz kommen. Auch hier beachtet bitte, dass die Gutscheine bis jetzt nicht gegen eine Insolvenz der Airline abgesichert sind.

Bei Airlines außerhalb der EU gibt es zahlreiche Regelungen, je nach der dort gültigen Rechtslage.

Aktuelle Informationen der Kreuzfahrt-Anbieter / Reedereien

Auch die Kreuzfahrtanbieter reagieren auf die aktuelle Lage und veröffentlichen Informationen für ihre Gäste. Wir haben diese nachfolgend mal gesammelt, mit Links zu den Informationsseiten der Anbieter.

Aktuelle Informationen der Kreuzfahrt Anbieter

  • AIDA Cruises
    • Alle Reisen bis 30.06.2020 abgesagt
  • Celebrity Cruises
  • Carnival Cruises
    • Alle Kreuzfahrten bis einschließlich 31.07.2020 abgesagt
  • Costa Crociere
    • Alle Kreuzfahrten bis einschließlich 30.06.2020 abgesagt
  • Cunard
  • Disney Cruise Line
    • Alle Kreuzfahrten bis 27.08.2020 abgesagt
  • Hapag Lloyd Cruises
    • Alle Kreuzfahrten bis Mitte Juli abgesagt
  • Holland America Line
    • Alle Kreuzfahrten für 2020 abgesagt.
  • MSC Cruises
    • Alle Kreuzfahrten bis einschließlich 10.07.2020 abgesagt
  • Norwegian Cruise Line
    • Alle Kreuzfahrten bis Ende Juli 2020 abgesagt
  • Prinzess Cruises
    • Alle Kreuzfahrten bis zum Ende der Sommersaison abgesagt
  • Royal Caribbean
    • Alle Kreuzfahrten bis Ende Juli 2020 abgesagt
  • TUI Cruises
    • Alle Kreuzfahrten bis Ende Juni abgesagt

Stand: 22.05.2020

Aktuelle Informationen Flusskreuzfahrt Anbieter

Stand: 11.03.2020

Deutsche Bahn erstattet Fahrpreise bei abgesagten Veranstaltungen

Die Bahn erstattet auch bei nicht stornierbaren Tickets den Fahrpreis, wenn die mit der Reise verbundene Veranstaltung offiziell abgesagt wurde. Das gilt für Messen, Konzerte, Sportveranstaltungen. Ebenso werden Fahrtpreise in die betroffenen Gebiete in Italien erstattet oder wenn ein Hotel am Zielort unter Quarantäne steht.

Die Kulanzregelung der Bahn könnt ihr über folgenden Link beantragen: https://www.bahn.de/p/view/home/info/sonderkommunikation-kulanz.shtml

Coronavirus und die Luftfahrt

7. Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf den Tourismus?

Inzwischen hat der Coronavirus massive Auswirkungen auf den Tourismus in der ganzen Welt. Airlines knabbern am finanziellen Limit, Hotels und ganze Regionen berichten von massiven Umsatzeinbrüchen. Und auch Reisebüros und Reisevermittler sind wirklich schwer von der Krise betroffen.

Neben den Anfragen zu bestehenden Reisen bemerken wir aktuell, dass eigentlich keine Reisen gebucht werden. Normal sind der Januar und der Februar unsere umsatzstärksten Monate. Wie in vielen großen Reisebüros auch werden in dieser Zeit of 60-70% des Jahresumsatzes gebucht.

In den letzten Wochen ist es aber wie abgerissen, keine Anfragen, nur sehr wenige Buchungen. In ganzen März haben wir nur zwei Buchungen für den kommenden Sommer rein bekommen. Interessant dabei ist folgendes: Beide Kunden sind Ärzte. Nur mal so nebenbei erwähnt und ohne weitere Bewertung.

Wir betreiben unser mobiles Reiseberatergeschäft nur nebenberuflich. Die finanziellen Verluste brechen uns nicht das Genick. Für große Reisebüros ist das aber ein Problem. Viele Reisebüros mussten Mitarbeiter:innen in Kurzarbeit schicken und ebenso viele Reisebüros haben inzwischen komplett geschlossen und aufgegeben.

Durch die aktuelle Krise werden auch einige Reiseveranstalter große Probleme bekommen. Auch hier wird es, je nach Dauer der Maßnahmen, zu einer Welle von Pleiten kommen. Einige kleinere Nischenveranstalter hat es schon erwischt.

Wie die Tourismusbranche nach der Krise aussehen wird, kann aktuell keiner sagen.

8. Darf man auch mal schmunzeln? Kurioses rund um Corona

In dem ganzen Rummel um Corona und seine Folgen gibt es auch die ein oder andere kuriose Meldung. Sofern sie das Reisen oder verwandte Themen betreffen, wollen wir auch diese hier sammeln und ein paar Worte drüber verlieren. Wenn es zu viele werden, machen wir aber einen eigenen Beitrag daraus.

Stimmt es, dass leere Flugzeuge durch die Gegend fliegen um ihre Slots nicht zu verlieren?

Ja, das stimmt wirklich, sogar innerhalb der EU. Man mag sich nur an den Kopf fassen, gerade auch in Hinblick auf den Klimawandel.

Ein Slot an einem Flughafen ist, einfach erklärt, eine Zeitspanne pro Tag, wo eine Airline an dem Flughafen landen darf und abgefertigt wird. Diese Slots sind aber knapp und sehr stark umkämpft. Daher gibt es in Europa die 80/20-Regel für die Slotvergabe an Flughäfen. Unter dem Motto „Use it or lose it“ bedeutet das, dass die Airline den Slot im nächsten Ausschreibungszeitraum verliert, wenn er zuvor nicht zu 80% genutzt wurde.

Diese Regelung und die Angst wertvolle Slots zu verlieren führte dazu, dass tatsächlich leere Flugzeuge von A nach B geflogen sind, um auf die 80% Auslastung zu kommen. Heute, am 10.03.2020 hat die EU diese Regelung aber endlich ausgesetzt. Somit gibt es keinen Grund mehr für diesen Irrsinn, die Umwelt wird es uns danken.

Kein Handschlag – Keine Einbürgerung in Dänemark

Ok, das betrifft die meisten Reisenden nicht, eher so eine Art Dauerreisende. Dänemark hat seine Einbürgerung ausgesetzt. Dort ist es Tradition, die Einbürgerung zum Abschluss der Zeremonie per Handschlag zu besiegeln. Das ist sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Aus Hygienegründen muss aber aktuell auf diesen Handschlag verzichtet werden. Und deshalb gibt es aktuell keine Einbürgerungen in Dänemark.

9. Warum diese „Panik“ und die Maßnahmen überall?

Das ist eine Frage, die wir nicht wirklich erklären können. Auch hier können wir allenfalls Mutmaßungen anstellen.

Wie alles begann?

Wenn wir mal zurückblicken, hat das Thema so richtig mediale Aufmerksamkeit mit der Quarantäne einer ganzen Großstadt in China begonnen. Die Stadt Wuhan, mit immerhin rund 11 Millionen Einwohnern, wurde komplett abgeriegelt. Dann wurde da zusätzlich ein riesiges Krankenhaus aus dem Boden gestampft, mal eben, in ein paar Tagen.

Warum die Chinesen so reagiert haben? Auch das kann man nur mutmaßen. Allerdings hat sich die chinesische Regierung bei ähnlichen Ausbrüchen in den letzten Jahren eher mit Desinformation und Leugnung hervorgetan, bis es nicht mehr zu leugnen war. Das hat die Regierung dort unter Druck gesetzt. Vielleicht ist das ein Grund, dass sie nun sehr offensiv gegen die Krankheit vorgegangen sind.

Die Medien und die Social Medias

Diese Maßnahmen haben die Medien natürlich entsprechend aufgenommen und ausgeschlachtet. Und seitdem sind diese bemüht, sich möglichst jeden Tag mit Schlagzeilen zu übertreffen. Jeder neue Infektionsherd, jeder schwer Erkrankte oder Tote ist eine Schlagzeile wert. Die zehn- oder hundertausenden Menschen, die geheilt sind oder nur schwache Symptome zeigen, werden oft nur am Rande erwähnt.

Und dann die Social Medias. Zur Erinnerung, beim SARS 2003/2004 gab es noch kein Facebook. Das wurde erst im Februar 2004 gegründet. Und auch bei A/H1N1, der berühmten „Schweinegrippe“, in 2009 waren die Medien noch cooler und auf Tatsachenverbreitung ausgelegt und die Social Medias noch nicht so stark im Leben der Menschen angekommen.

Es  gibt tausende „Experten“ in Virologie in Deutschland

Heute ist es so, dass jeder Mensch seine Meinung zum Virus und zu seiner Entstehung ins Netz posaunen kann. Schaut man bei Twitter in die passenden Hashtags, dann ist es bald vorbei mit der Menschheit. Auch bei Youtube überschlagen sich die virologischen „Experten“ mit ihren Videos. Da gibt es sogar einzelne, die meinen mit ihren Videos den hiesigen Ärzten wichtige Informationen zukommen lassen zu müssen.

Da kursieren Meldungen, dass Erkrankte in China erschossen werden, Falschmeldungen über Infektionen in Deutschland, Werbung für „Medikamente“ zur Heilung von Covid-19. Das sind nur einige Beispiele aus dem letzten Tagen. Verlinkt haben wir jeweils den aufklärenden Beitrag von Mimikama. Also, glaubt erstmal nichts, was über die Social Medias kommt und nicht aus einer seriösen, nachprüfbaren Quelle stammt.

Leider springen auch einige Medien auf etwas fragwürdigen Quellen an und springen über die hingehaltenen Stöckchen.

Das Alles trägt zur aktuellen Panik in der Welt bei. Natürlich sollte man das Virus nicht auf die leichte Schulter nehmen und komplett ignorieren. Natürlich sollte versucht werden, eine großflächige Ausbreitung zu verhindern, schon alleine um alte und vorerkrankte Menschen zu schützen. Das Alles kann aber auch mit einem sachlichen Umgang mit dem Thema passieren.

Ausbreitung verlangsamen – das Ziel der Maßnahmen

Die zahlreichen Maßnahmen, die nun von vielen Ländern in der Welt betrieben werden, dienen dem Ziel, die Ausbreitung von COVID-19 zu verlangsamen.

Es scheint aktuell so zu sein, dass die Krankheit nicht viel schlimmer ist, wie eine Grippe. Trotzdem kommen die Gesundheitseinrichtungen irgendwann an ihre Kapazitätsgrenzen, wenn sich die Krankheit rasend schnell verbreitet. Zudem grassiert in weiten Teilen der Welt auch noch die „normale“ Grippewelle. Wenn die neuen Krankheiten nun on Top kommen, wird es eng in den Krankenhäusern.

Daher versuchen die Behörden in den Ländern, die Verbreitung in wärmere Monate zu verschieben. Dann ist die Grippewelle abgeflacht, das Corona-Virus durch Wärme, trockene Luft und UV-Strahlung nicht so aktiv (so hofft man zumindest). Dadurch ergibt sich auch ein größerer Zeitraum für die Entwicklung von Impfungen und Medikamenten. Am Ende werden durch die Maßnahmen diejenigen geschützt, welche eher zur Gruppe der Risikopatienten gehören.

10. Unsere eigenen Reisen – fahren wir?

Wir selber machen uns natürlich auch Gedanken über unsere eigenen, geplanten Reisen. Dabei sind wir zum Entschluss gekommen, erst abzuwarten, wie sich die gesamte Situation rund um das Virus weiter entwickelt.

Konkret haben wir zwei größere Reisen bereits gebucht. Über Ostern soll es nach Griechenland gehen. Flug nach Athen und dann einen Roadtrip durch Peloponnes. Wir waren erstmal ab, ob wir diese Reise antreten werden. Sollte sich die Situation verschlimmern, dann würden wir diese ggf. absagen. Das wäre traurig aber auch kein Weltuntergang.

Die zweite Reise führt uns im Herbst in die USA, nach New York und Nevada. Auch hier warten wir ab, wie sich die Lage entwickelt. Dabei setzen wir die Hoffnungen darauf, dass der kommende Sommer dem Virus den Garaus machen wird.

Absagen der Reisen wäre für uns kein Beinbruch!

Wenn es so kommt, dass unsere Reisen wegen Corona nun ins Wasser fallen, dann bricht für uns nicht die Welt zusammen. Gerade unter dem Aspekt #FlattenTheCurve, also eine Ausbreitung zu verlangsamen, sind wir gerne bereit dieses „Opfer“ zu bringen. Wir haben als Vielreisende und Reiseblogger schon so viel von der Welt gesehen, so viele Länder bereist, so viele Kulturen gesehen, da können wir auch mal ein paar Monate auf das Reisen verzichten. Wir sind die letzten, die sich dann beschweren oder rumjammern sollten. Eher gilt es als gutes Beispiel voran zu gehen.

Uns tut da die alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern viel mehr leid, die sich ihren einzigen Urlaub in x Jahren hart zusammengespart hat.

Natürlich freuen wir uns auf unsere Reisen und aktuell sind wir mehr als Urlaubsreif. Aber zu Hause ist es ja auch schön. Gemütlich mit unseren Katzen, einfach mal relaxen.

Griechenland fällt für uns aus

Wir haben uns nun entschieden, die Griechenlandreise abzusagen. Die Hotels können wir alle kostenlos stornieren, ebenso den Mietwagen. Den Flug versuchen wir bei Lufthansa auf einen späteren Termin umzubuchen. Die bieten das ja aktuell an, für unseren Reisezeitraum. Stornieren können wir dann später immer noch, wenn es beim neuen Termin auch nicht gehen sollte.

Jetzt müssen wir dazu nur noch jemanden bei der Lufthansa-Hotline an den Hörer bekommen. Die haben aber aktuell kaum Langeweise, deswegen wollen wir nicht meckern, wenn das mal ein wenig länger dauert.

11. Wo finde ich seriöse Informationen zum Thema Reisen und Corona im Netz?

Seriöse Quellen zum Thema Corona und Reisen

Blogbeiträge von anderen Bloggern zum Thema Corona

Natürlich schreiben auch andere Reiseblogger über das Thema Nummer Eins im Moment. Einige geben Tipps zu konkreten Reisezielen, andere geben allgemeine Hilfen. Andere schreiben über persönliche Eindrücke und Gedanken und die sind teilweise besonders lesenswert. Hier mal eine kleine Auswahl:

  • Spezielle Tipps für USA-Reisende und die Reisesperre gibt es bei Reisewut zu finden.
  • Jetzt hat auch die Türkei Einreisesperren ausgesprochen. Was das für Türkei Reisende bedeutet findet Ihr auf dem Türkei-Reiseblog.
  • Corona in Neuseeland: Reise stornieren, trotzdem reisen? bei Weltwunderer.
  • Coronavirus auf Mallorca: Fragen und Antworten bei Mallorca für Kinder.
  • Ideenreich durch die Quarantänezeit bei Indigo Blau.
  • Ein Vorschlag gegen die Corona-Panik! bei TBerg.
  • Corona – 8 Anregungen, wie wir Positives aus der Krise ziehen können bei Finntouch. (Einer unserer Favoriten)
  • 30 Dinge, die mich trotzdem glücklich machen und bei Laune halten bei Planet Hibbel.
  • Covid-19: Betriebe & Selbstständige unterstützen bei People Abroad.
  • Corona: Die Zeit der Introvertierten ist gekommen bei Wanderlust Introvertiert.
  • Corona – die Pandemie, mit der keiner rechnete bei Erkunde die Welt.
  • In Zeiten von Corona: Die Krise, der starke Mann und die Grundrechte bei Wandernd.

Bitte benutzt diese Quellen zu Information über die aktuelle Lage.

Unser Fazit? Keine Panik aber beobachten!

Wir haben durchaus Verständnis, wenn Reisende die aktuelle Lage beobachten und mit dem Buchen einer Reise warten. Keiner kann aktuell voraussagen, wie sich die Lage entwickelt. Dafür entwickelt sich die gesamte Lage in den letzten Tagen viel zu dynamisch.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn dann die Reiseträume platzen. Und uns tun die vielen Menschen leid, die sich auf ihre Reisen gefreut haben. Ganz besonders die sozial Schwächeren, welche sich die Erfüllung ihrer Reiseträume monate- oder jahrelang zusammengespart haben.

Wir Reiseblogger halten da einfach mal die Klappe. Wir haben schon so viel von der Welt gesehen, da ist eine Reisepause sicherlich ärgerlich aber kein Weltuntergang. Ganz besonders nicht in unserer Rolle, wo wir nur als Hobby diesen Blog betreigen. Es gibt hauptberufliche Reiseblogger:innen, die von ihrem Blog leben. Da sieht kann es zu finanziellen Verlusten führen, die weh tun. Aber das gilt im Moment für viele Branchen und Jobs. Allein im Tourismusbereich wird das Ganze tiefe Spuren hinterlassen. Aber die wirtschaftlichen Folgen werden sich wohl durch alle Bereiche ziehen und daher sollten wir alle zusammen stehen und uns gegenseitig helfen, wo es geht.

Aktuell wird ja versucht, die Ausbreitung des Virus durch die Vermeidung von sozialen Kontakten zu verlangsamen. Das unterstützen wir voll, denn nur so kann unser Gesundheitssystem mit der kommenden Anzahl von schwer erkrankten Menschen umgehen. Und der Verzicht auf das Reisen ist ein guter Beitrag dafür. Nicht für Euch oder für uns, sondern zum Wohle aller Menschen auf der Welt, der Schwachen und Kranken.

An dieser Stelle auch mal ein Dank an alle Menschen da draußen, die jetzt aufopferungsvoll für die Allgemeinheit arbeiten. Das ganze medizinische Personal, die Menschen in der Supermärkten welche bei aller sozialen Distanz durch die wollen Gänge laufen und die Regale auffüllen. Ein Dank an alle Menschen, die versuchen die Grundversorgung, die Sicherheit aufrechtzuerhalten. Jeder von Euch ist ein kleiner Held.

Und vielleicht schaffen wir es alle zusammen, gemeinsam durch diese Zeit zu kommen.

Wenn ihr bereits Reisen gebucht habt, wartet ab, beobachtet die Situation. Und das Ganze am besten auf seriösen Quellen. Lasst Euch durch die ganze Panik-schürende Berichterstattung einiger Medien und den 900.000 ausgebildeten Virologen in den Social Medias nicht verrückt machen. Die wären besser alle Bundestrainer geblieben.

Wie geht ihr mit dem Coronavirus und der aktuellen Lage bei Euren Reiseplanungen um. Beeinträchtigt das Eure Planungen, wollt ihr schon stornieren oder umbuchen? Schreibt uns dazu sehr gerne einen Kommentar.

Vielen Dank für Deinen Besuch

Wir freuen uns riesig über Kommentare unter dem Beitrag oder über das hemmungslose Teilen auf den Social Medias.

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Kommentare zu diesem Beitrag

20 Kommentare

  1. Erwin Brandl 28. Februar 2020 um 10:42 - Antworten

    Wie sieht es aus in USA? Die lassen ja keinen rein der vorher in China oder einem anderen relevanten Land war. Wir sind Gott sei Dank nicht betroffen. Wir fliegen erst in 1 Jahr rüber. Aber was machen die, die jetzt davon betroffen sind?? Stornieren, umbuchen auf anderen Termin, abgesehen von der entgangenen Urlaubsfreude? Denn die ist definitiv in den Keller gesunken.

    • Thomas Jansen 28. Februar 2020 um 10:51 - Antworten

      Hallo Erwin,

      die, die in den letzten zwei Wochen in China waren, ja die werden wohl stonieren müssen oder damit rechnen, bei der Einwanderung abgewiesen zu werden.

      Für alle anderen Reisenden gibt es dafür eher keinen Grund. Wir haben aktuell einige ReiseBlogger-Kolleg:innen in den USA. Alles kein Problem und easy, auch bei der Einwanderung.

      LG Thomas

      • Erwin Brandl 28. Februar 2020 um 15:23

        o.k. danke für die Info!!

  2. Ines 28. Februar 2020 um 10:44 - Antworten

    Ich bin froh, dass mich die nächste Reise an die Nordsee in eine FeWo führt und ich mit dem eigenen PKW anzureisen gedenke. Ob ich eine andere Reise aber stornieren würde, weiß ich nicht.

    • Thomas Jansen 28. Februar 2020 um 10:51 - Antworten

      Hi Ines,

      wir wissen es ja auch nicht. Keiner weiß, wie es in 4, 6 oder 8 Wochen aussehen wird.

      LG Thomas

  3. Horst Schulte 28. Februar 2020 um 14:51 - Antworten

    Es ist kaum möglich zu beurteilen, wie die Lage sich weiterentwickelt. Das sagen ja auch alle Fachleute (Virologen). Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich ganz froh sind, dass bei uns im Moment und in näherer Zukunft keine Urlaubsreise ansteht. Es ist eine Lage, die wir – glaube ich – so bisher noch nicht gekannt haben. Ich wünsche allen, die den Mut aufbringen, viel Glück, eine schöne Reise und viele tolle Eindrücke.

  4. Anja 28. Februar 2020 um 22:59 - Antworten

    Das ist ein super Artikel, sachlich und mit guten Quellen! Leider klicken viele erstmal ein Dutzend Horrorszenario-Links bevor sie auf einer serioesen Seite wie RKI oder BZgA landen. Sie sozialen Medien schueren auch eher noch das Feuer in der Geruecktekueche an, wie in Duisburg oder hier bei uns in Brandenburg. Ich habe Reisen nach Grossbritannien und Israel geplant. Wenn mein Reiseziel zum Reisezeitpunkt nicht in einem von der WHO deklarierten infizierten Gebiet liegt und somit eine Reisewarnung besteht, werde ich auch reisen. Ansonsten macht mir die generelle Laune und Umgang mit der Gefahr in Deutschland groessere Angst als SARS-CoV-2. Keiner weiss, wie es in einigen Wochen aussehen wird, aber es besteht kein Grund zur Panik. Ich sehe zu, dass ich Katzenfutter fuer 4 Wochen im Haus habe, falls es zu Lieferengpaessen kommt, ansonsten — Watch and Wait!

  5. Ulrike 29. Februar 2020 um 4:22 - Antworten

    Sanke für diesen ausführlichen Bericht! Aks China-Expertin und ehemalige Mitarbeiterin von China Tours bin ich selbst sehr betroffen. Ich beobachte mit Sorge die zunehmende Panik in meinem Freundeskreis. Manch einer hat selbst in Deutschland seinen Bewegungsradius eingeschränkt. Deshalb bin ich froh über jeden sachlichen und unaufgeregten Bericht zum Thema. Ich selbst will noch nichts dazu schreiben. Ich Das würde zu emotional werden.
    Alles Gute für Euch!
    Ulrike

  6. Ulrike 29. Februar 2020 um 9:36 - Antworten

    Ich fasse es nicht! Da hab ich einen wirklich freundlichen und dankbaren Kommentar geschrieben, und Du gibst den nicht frei???? Was bist dz doch für ein armes Würstchen! Ich weiß, dass dieser Kommentar auch gelöscht wird. Aber dann hast Du ihn wenigstens gelesen.

    • Thomas Jansen 29. Februar 2020 um 9:49 - Antworten

      Hallo Urike,

      selbstverständlich schalte ich Deinen Kommentar, den Du um 04:22 Uhr geschrieben hast frei. Noch mal in Worten: VierUhrZweiundZwanzig – mitten in der Nacht.

      Es tut mir sehr leid, das erst jetzt um 9:47 Uhr zu tun. Also nachdem ich an meinem freien Tag wach geworden bin, aufgestanden, im Bad war und mir einen Kaffee gemacht habe, bevor ich an den Rechner gegangen bin. Dort werde ich dann als erstes übelst beschimpft, das verspricht ein hervorragender Start in den Tag zu werden.

      Und weil es so schön ist, schalte ich auch den zweiten Kommentar frei, falls ich mal wieder gefragt werde, warum ich mit Dir nichts mehr zu tun haben will.

      LG Thomas

      • Inka 21. März 2020 um 13:56

        Lol. Es tut mir leid Thomas, dass ich jetzt so lachen muss. Aber das ist so ein Klischee… Wahnsinn, jemanden als „armes Würstchen“ zu beschimpfen, weil ganze 5 Stunden der Kommentar nicht freigeschaltet wird, ohmann, und das auch noch unter vermeintlichen Kolleg:innen…
        Dein Reply ist allerdings – wie immer der Thomas halt: Schwer sympathisch. ;) Haltn Kopp hoch und manchmal weht’s halt bisschen heftiger.
        LG /inka

  7. Myriam 1. März 2020 um 18:43 - Antworten

    Hallo Thomas,
    wir haben aktuell keine Reisepläne, da wir erst im Januar drei Wochen auf den Kanaren waren und ich im Februar in einen neuen Job gestartet bin.
    Perspektivisch planen für den Spätsommer nach Madeira zu fliegen.
    Wer in meiner neuen Firma aus einem Risikogebiet zurückkommt, soll 14 Tage im Homeoffice arbeiten. Das halte ich als Vorsichtsmaßnahme für sinnvoll, da wir nur Großraumbüros haben und Home Office easy umzusetzen ist.
    Letzten Mittwoch war in meinem wöchentlichen Englischkurs eine Mailand Rückkehrerin. Sie findet die ganzen Vorsichtsmaßnahmen total übertrieben und fand auch unsere Skepsis lächerlich. Ich persönlich hätte erst einmal abgewartet, ob ich nicht doch die Viren mit eingeschleppt habe und hätte erstmal Kontakt zu anderen Menschen so gering wie möglich gehalten. Dabei wäre meine größte Sorge gar nicht die eigene Erkrankung, sondern dass ich jemanden, der einer Risikogruppe angehört, anstecken könnte.
    Da ich aktuell einfach nicht weiß was passieren wird und wie sich alles in den nächsten Wochen entwickeln wird, bin ich auch eher verhalten. Aber ich bin generell in der alljährlichen Grippezeit vorsichtig. ;-)
    Im Januar hab ich auf den Kanaren die britische Presse verfolgt, eigentlich wegen Brexit, aber als der thematisch abgearbeitet war und auch Prinz Harry wieder abgeflogen war, konzentrierten sich bereits die britischen Medien Ende Januar auf das neuartige Virus. Und dabei gab es auf den britischen Inseln zu diesem Zeitpunkt nicht einmal einen Verdachtsfall. Für mich sah es zu diesem Zeitpunkt sehr stark danach aus, dass die Presse dringend ein neues Thema brauchte. Was ich von der derzeitigen deutschen Berichterstattung halten soll, weiß ich noch nicht. Ich beobachte erst einmal in welche Richtung es sich entwickeln wird und lese lieber die Informationen der offiziellen Stellen als ständig irgendwelche Newsticker zu lesen.
    Für mich persönlich ist es interessant, ob die Leipziger Buchmesse tatsächlich stattfinden wird. Bislang sieht es so aus. Die Messe ist auch nicht mit der ITB zu vergleichen, da die LBM auf deutschsprachiges Publikum fokussiert ist.

    Liebe Grüße aus Leipzig

    Myriam

    • Thomas Jansen 4. März 2020 um 11:21 - Antworten

      Mi Myriam,

      das mit der LBM hat sich ja leider inzwischen auch erledigt. Schade drum, irgendwo verständlich, ob es sinnvoll ist/war wird wohl erst die Zeit zeigen.

      Dass die Presse immer neue hektische Schlagzeilen sucht, das ist wohl so. Aktuell, seit 2 Tagen, flaut das Thema ja schon ein wenig ab. Auch in den Nachrichten gestern Abend im TV kam Corona erst spät, mit einem kurzen Beitrag.

      LG Thomas

  8. Stefan 5. März 2020 um 7:36 - Antworten

    Da kann man wirklich nur gespannt sein. Habe vor Monaten eine Kreuzfahrt in der Adria für Mai gebucht mit Vorprogramm in Venetien….warte auf eine Rückmeldung des Veranstalters…aber ist ja noch Zeit….ich bin zuversichtlich, dass bis dahin die Lage geklärt ist…

  9. Jörg 16. März 2020 um 15:38 - Antworten

    Ich finde es aktuell schlimm. Was passiert mit den Inhabern, der Ferienhäuser? Ich höre nur irgendwelche Kredite die Deutschland vergibt. Und im Ausland sieht es noch schlimmer aus. Dieser Rattenschwanz der an dem Virus hängt (Hotels, Läden, etc.) ist länger als gedacht.

    Wünsche euch allen gute Gesundheit!
    Jörg

  10. Birgit Krüger 14. April 2020 um 16:16 - Antworten

    Wie sieht es mit der Türkei aus. Wir wollen am 1.5eigentlich fliegen. Aber wir kriegen keine Nachricht. Unser Reisebüro hat einfach dicht gemacht. Das ist einfach nicht in Ordnung. So geht man nicht mit Kunden um.

    • Thomas Jansen 15. April 2020 um 10:28 - Antworten

      Hi Birgit,

      eine Reise in die Türkei wird am 01.05. wohl nicht möglich sein. Normal müsste sich der Reiseveranstalter bei Euch melden. Das Reisebüro ist auch telefonisch oder per Mail nicht erreichbar? Das wäre ja wirklich ein Ding. Öffnen dürfen die aktuell nicht, klar. Aber per Mail und Telefon sollten sie doch weiter erreichbar sein.

      LG Thomas

  11. Frank Streckenbach 26. Mai 2020 um 7:49 - Antworten

    Vielen Dank für das Update! Welche Anschrift der Lufthansa sollte man für eine schriftliche Fristsetzung verwenden?

    • Thomas Jansen 26. Mai 2020 um 9:07 - Antworten

      Hallo Frank,

      im Impressum auf der Lufthansa-Homepage steht eine Kölner Adresse, diese haben wir genommen.

      LG Thomas

      • Frank Streckenbach 26. Mai 2020 um 21:59

        Danke Thomas! Habe ich gefunden.

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