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Coronavirus und Reisen. Viele Reisende sind verunsichert und haben viele Fragen für ihre anstehenden Reisen oder bei der Planung von zukünftigen Reisen. Geht das überhaupt noch? Wohin kann man noch reisen? Wir hoch sind die Risiken vor Ort? Wie entwickelt sich die Lage in Urlaubsland?

Wir haben in den letzten Wochen viele dieser Fragen über unser Reisebüro bekommen. Mit diesem Artikel versuchen wir so viele Fragen wie möglich zu beantworten.

Bei den Links im Text achten wir darauf, nur seriöse Quellen zu nennen, die nicht Angst und Schrecken durch irgendwelche Clickbait-Schlagzeilen vertreiben. Viel wichtiger sind uns unaufgeregte, sachliche Informationen aus Quellen, die wissen, worüber sie schreiben.

Komplette Überarbeitung wegen der sich ständig ändernden Lage: 14.03.2020

Um diesen Beitrag ein wenig übersichtlicher zu gestalten, sind die aktuellen Corona-Nachrichten aus der Reisebranche in einen eigenen Artikel verboben worden.

Inhaltsverzeichnis

1. Was ist das Coronavirus/COVID-19?

Nein, wir werden das Virus nun nicht erklären. Wir sind schließlich keine Mediziner. Das können andere Stellen viel besser und qualifizierter, die verlinken wir Euch natürlich.

Erstmal vorab, für die Menschen, die gerne Korinthen essen – das Virus heißt Sars-CoV-2, die ausgelöste Atemwegserkrankung COVID-19. Umgangssprachlich werden aber alle möglichen Formen genutzt. Da wir hier keine wissenschaftliche Dissertation schreiben, erlauben wir uns, beim umgangssprachlichen Slang zu bleiben. Jeder weiß, was gemeint ist.

Fest steht aber, das Virus löst eine Atemwegsinfektion aus, wenn es bei einem Menschen ausbricht. Bei 80% nur eine stärkere Erkältung. Wie viele Menschen mit dem Virus um Körper rumlaufen, die gar keine Symptome haben, lässt sich nur schwer ermitteln und in Zahlen fassen. Denn diese Träger werden ja nicht unbedingt getestet, warum auch?

Das Virus ist dabei per Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragbar. Also per Anhusten oder Anniesen. Weiter kann man nicht wohl über eine Schmierinfektion / Kontaktinfektion anstecken. Dabei nimmt man den Virus über die eigenen Hände auf, wenn man Flächen berührt auf denen das Virus sitzt und dann mit den Fingern an Mund, Nase oder Augen geht.

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Daher gilt für uns alle, nun auf folgende Dinge zu achten:

  • regelmäßig die Hände waschen (aber richtig) und ggf. desinfizieren
  • Übertreibt es aber nicht mit dem Desinfizieren. Das schädigt die Haut an den Händen und schwächt am Ende das körpereigene Immunsystem.
  • in die Armbeuge niesen oder husten
  • keine Hände schütteln – das ist aktuell NICHT unhöflich, wenn man das verweigert
  • so wenig wie möglich ins Gesicht fassen
  • Knöpfe im Fahrstuhl, Türklinken usw. nicht mit dem Finger drücken. Nutzt dafür den z.B. den Handknöchel oder den Ellenbogen
  • gut lüften
  • überfüllte Räume und Menschenansammlungen generell meiden
  • Bei Verdacht auf eine Infektion, nicht in die Hausarztpraxis rennen und dort im Wartezimmer munter alle anderen Wartenden anstecken. Ruft vorher dort an und besprecht das weitere Vorgehen. Bei schwereren Symptomen ruft den Rettungsdienst oder ein Krankenhaus an. Die wissen, was zu tun ist.
  • Vergesst nicht, Dinge die ihr regelmäßig ins Gesicht haltet, gelegentlich mal zu desinfizieren. Das heilige Smartphone zum Beispiel. Oder den Nuckelaufsatz bei einer E-Zigarette. Das gilt vor Allem dann, wenn ihr draußen unterwegs seid und diese mit schmutzigen Fingern berührt habt.

Das sind einfache sinnvolle Maßnahmen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern und um andere Menschen nicht anzustecken, sollte man selber schon erkrankt sein. Diese Maßnahmen machen aber eigentlich immer Sinn, besonders aber zur Grippe-Saison.

Noch etwas zum Thema Mundschutz. Dieser schützt Euch nur wenig vor einer Infektion. Denn so ein Mundschutz müsste dann mindestens dem ffp3 Standard entsprechen. Und selbst dann ist es kein großer Schutz.

Ein Mundschutz kann aber Sinn machen, wenn ihr selber krank seid. Egal ob eine normale Grippe oder Corona, der Mundschutz verhindert, dass ihr beim Husten oder Niesen die Erreger durch die Gegend streut. Hier würden wir uns eine größere Akzeptanz in der Bevölkerung wünschen. Leider ist es aber so, dass die Träger eines Mundschutzes schnell ausgegrenzt oder als Spinner abgestempelt werden. Hier könnten wir von den Asiaten eine Menge lernen.

Mehr Informationen über das Virus findet ihr bei folgenden seriösen Quellen:

Kann der Sommer das SARS-Cov-2-Virus stoppen?

Experten, wie der Virologe Dr. Drosten von der Berliner Charité, glauben, dass das Virus durch höhere Temperaturen und besonders durch höhere UV-Werte zumindest gebremst wird.

Das wäre ein normales Verhalten von Coronaviren. Damit würde das Virus vermutlich nicht komplett ausgerottet aber in seiner Ausbreitung gebremst. Das gibt dann wiederum Zeit für die Entwicklung eines Impfstoffes und einer medikamentösen Therapie.

Ganz entscheidend dabei sind die höheren UV-Werte und die trockene Luft im Sommer. Denn UV-Strahlen und eine trockene Umgebung mögen Viren gar nicht, wenn sie auf irgendwelchen Oberflächen rumliegen. Und die höheren UV-Werte kommen, durch die Drehung der Erdachse zur Sonne, bereits ab Mitte März. Und die kommen auch durch die Wolken durch.

Wirklich wissen kann es aktuell niemand, wir am allerwenigsten, aber auch Wissenschaftler sind sich da nicht einig in der Einschätzung. Denn das Virus ist neu, in weiten Teilen noch unerforscht. Daher gilt wohl einfach: Abwarten.

Hinweis: Aktualisierungen dieses Beitrages

Wir bemühen uns diesen Beitrag in den kommenden Wochen immer aktuell zu halten, die veröffentlichten Informationen immer auf den neuesten Stand zu bringen und immer neue Fragen unserer Kunden aufzunehmen. Da wir diesen Blog nur nebenberuflich als Hobby betreiben, seht uns nach, dass wir damit mal ein paar Stunden hinter der aktuellen Entwicklung liegen. Wir bemühen uns zwar, neue Erkenntnisse schnell hier einzuarbeiten, trotzdem gehen unsere Jobs nun mal vor.

2. Coronavirus, COVID-19 – Was passiert mit meiner anstehenden Reise?

Corona beherrscht im Moment die Schlagzeilen. In allen Medien finden sich, mehr oder weniger seriöse Berichte rund um die Infektionskrankheit. Die Social Medias sind teilweise am hyperventilieren. Gerade dort gibt es kaum einen Bereich mehr zwischen schwarz und weiß, zwischen „Wir werden alle sterben“ und „Ist doch nur ein Schnupfen“. Von den zahlreichen Verschwörungstheorien, Vertuschungs-Vermutungen und anderen Aluhut-Aussagen fangen wir erst gar nicht an zu schreiben. Leider ist das heutzutage eine normale Entwicklung in den Medien und erst recht in den Social Medias.

Unsere Stammleser wissen, dass wir nebenberuflich auch ein mobiles Reisebüro betreiben. Dort haben wir in den letzten Tagen einen kleinen Einblick in die Sorgen und Fragen rund um das Coronavirus bekommen. Durch die aktuellen Nachrichten herrscht hier viel Unsicherheit. Wir möchten hier ein paar Fragen zu dem Thema beantworten, ruhig, sachlich und mit belegten Quellen von Fachleuten.

Können wir unsere Reisen für Juni, Juli, August kostenlos stornieren?

Das ist aktuell wohl die häufigste Anfrage, die wir bekommen. Leider müssen wir da immer um Geduld bitten. Die meisten Reisehinweise und Warnungen sind für die Zeiträume März, April und manche auch für den Mai ausgesprochen. Was danach ist, kann aktuell niemand sagen.

Daher werden die Airlines und Reiseveranstalter auch noch keine kostenlosen Stornierungen anbieten. Dafür müsste es ja zum Zeitpunkt der Reise vor Ort zu unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umständen kommen. Nur kann das aktuell niemand beurteilen, wie es in Land X im Juli aussehen wird. Ebensowenig weiß irgendein Mensch, ob das „Reiseverbot“ Maßnahmen der deutschen Regierung bis dahin Bestand hat.

Und auf Kulanz der Reiseveranstalter zu hoffen ist, realistisch betrachtet, vergebens. Die Veranstalter fahren finanziell gerade auf der letzten Rille. Die können jetzt nicht übermäßig kulant sein, weil denen dazu einfach die Gelder fehlen. Das hat überhaupt nichts mit fehlenden Service zu tun.

Daher kann man aktuell zur raten, etwas abzuwarten. Bei Pauschalreisen wird meistens rund 30 Tage vor der Abreise die Restzahlung für die Reise fällig. Spätestens zu diesem Zeitpunkt solle aber klar sein, ob sich die Lage verbessert hat und eine Chance auf die Reise besteht.

Wer jetzt die Reise, die in mehreren Monaten starten soll, bereits von sich aus Stornieren will, muss wohl die Entschädigungspauschelen lt. AGB der Reiseveranstalter zahlen.

Einige Reiseveranstalter bieten für gewissen Reisezeiträume auch kostenlose Umbuchungen an. Wie lange diese Angebote aber existieren oder angeboten werden, kann aktuell auch niemand sagen.

Kann ich jetzt nach Italien, China, Gran Canaria, Mallorca, etc. reisen?

Das Wichtigste vorab: Reisen in Risiko-Gebiete sind in der aktuellen keine gute Idee. Die Risikogebiete (aktuelle Liste) werden für Deutschland vom Robert-Koch-Institut (RKI) festgelegt und laufend aktualisiert.

Die Reiseziele von der Liste der Risikogebiete sollten aktuell gemieden werden. Immer mehr Ländern verbieten auch die Einreise von Touristen aus Risikoregionen. Dazu gehört leider auch Deutschland aktuell. Daher ist eine Einreise in das Urlaubsland nicht mehr möglich.

Habt Ihr eine Pauschalreise in ein Reiseziel gebucht, welches davon betroffen ist, wird die Reise vom Reiseveranstalter abgesagt werden. Die Reiseveranstalter werden Euch eventuell Alternativen zur Umbuchung anbieten, die ihr aber nicht annehmen müsst. Wenn Ihr dort nicht hin wollt, dann bekommt Ihr den Reisepreis der ursprünglichen Buchung zurück.

Wenn ihr Eure Reise in die Gebiete individuell gebucht haben, dann storniert diese.

(Alt: In den Fragen bei uns kam aber auch Gran Canaria vor. Hier gibt es eigentlich keinen Grund die Reise nicht anzutreten. Auf den Kanaren gibt es den Fall, dass auf Teneriffa ein Hotel, mitsamt der Gäste und dem Personal, unter Quarantäne steht. Eine Rückfrage beim Reiseveranstalter ergab, dass es dadurch auf Gran Canaria keinen Grund zur Umbuchung/Stornierung gäbe. Selbst auf Teneriffa gibt es, Stand jetzt, keine Infektionskette außerhalb des betroffenen Hotels.)

Update 14.03.2020: Inzwischen hat Spanien für das ganze Land den Notstand ausgerufen. Das öffentliche Leben im Land kommt weitestgehend zum erliegen. Somit ist eine Reise nach Gran Canaria oder Teneriffa aktuell wohl keine Option mehr. An diesem Beispiel kann man die Dynamik in der Situation erkennen. Den vorherigen Absatz haben wir vor etwa einer Woche geschrieben. Und inzwischen ist er veraltet.

Achtet daher auf die Nachrichten und die Meldungen vom RKI. Auch auf der Webseite des Auswärtigen Amtes gibt es immer aktuelle Informationen zu Eurem Reiseziel. Alle Länder, die Einreisebeschränkungen für Deutsche ausgesprochen haben, findet ihr auch in unserer Übersicht hier auf der Seite.

Reise schon gebucht, aber ich will nicht nach XYZ fahren, ich habe Angst

Update 19.03.2020: Durch die weltweit geltende Reisewarnung hat sich diese Frage erledigt. Aktuell sind Reisen unmöglich. Wie lange diese Regelung gilt, kann aktuell nicht eingeschätzt werden.

(Alt: Auch diese Anfragen erreichen uns. Auf der einen Seite wollen wir dann beruhigen, was uns aber schwerfällt. Nicht, weil wir selber Angst und Panik hätten. Aber was ist, wenn wir die Kunden „überreden“ doch zu fahren und eine Woche später sitzen genau diese Kunden irgendwo in Quarantäne, weil es einfach doof gelaufen ist? Dann haben wir evtl. Ärger am Bein und mit großer Sicherheit Kunden, die uns doof finden.

Angst ist natürlich die schlechteste Voraussetzung für eine Urlaubsreise. Die Urlaubszeit soll zur Erholung dienen, zum Entspannen und Genießen. Mit Angst in Kopf und Bauch ist das nur schwer machbar.

Wenn ihr also wirklich Angst vor Eurer Reise habt, lest Euch schlau, redet mit Eurem Hausarzt. Wenn ihr dann immer noch Angst habt, dann sprecht mit dem Reiseveranstalter, ob ihr auf ein anderes Reiseziel umbuchen könnt (vielleicht sogar später im Jahr), wo ihr weniger oder keine Angst habt. Wenn alles nicht hilft, dann müsst ihr die Reise halt stornieren. Dabei werdet Ihr aber auf den Kosten für die Stornierung sitzen bleiben, denn in so einem Fall greift die Reiserücktrittsversicherung nicht.)

Wann soll ich entscheiden, ob ich die Reise antrete oder nicht?

Update 19.03.2020: Solange die weltweite Reisewarnung gilt, ist an eine Abreise nicht zu denken. Sollte diese irgendwann aufgehoben werden, beachtet trotzdem die aktuelle Entwicklung im Zielgebiet.

Am besten beobachtet Ihr die Lage im Zielgebiet. Ganz besonders gilt das für Reisen, welche in den nächsten 4-6 Wochen starten. Bewertet jeden Tag für Euch selber, ob es vor Ort zu unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umständen kommen kann, die eine Stornierung rechtfertigen würden.

Bei Reisen, die noch weiter in der Zukunft liegen, kann die Auswirkung auf die eigene Reise aktuell nicht abgeschätzt werden. Dafür gibt es zu wenige Fakten über die Verbreitung des Virus. Trotzdem schadet es nicht, die Lage im Zielgebiet im Auge zu halten.

Was kann mich am Reiseziel erwarten, wenn es noch angeflogen werden kann?

Wenn das gebuchte Reiseziel aktuell noch erreichbar ist, denkt daran was Euch vor Ort erwarten kann.

Die Situation kann sich aktuell stündlich ändern. Plötzlich sitzt ihr in einem Risikogebiet, werdet in Quarantäne gebracht oder erkrankt im schlimmsten Fall am Urlaubsort.

Denkt daran, dass wir bei allen Problemen, hier in Deutschland immer noch eines der besten Gesundheitssysteme der Welt haben. Wir haben fantastisch ausgebildetes Personal, von den Ärzten bis hin zu den Pflegekräften. Wir haben eine vorbildliche und hochmoderne medizinische Technik im Einsatz. Nun denkt man darüber nach, wie das an Eurem Urlaubsort aussieht. Und dann denkt nicht an die tollen Touristenkliniken oder Praxen, sondern an die normalen Krankenhäuser, wo auch die oft ärmeren Einheimischen hingehen müssen. Wollt ihr selber dort landen, im schlimmsten Fall der Fälle?

Und auch eine Quarantäne in einem Hotel, am Urlaubsort, mit All-Inkl-Verpflegung. Das hört sich auf den ersten Blick sogar verlockend an. Aber stellt Euch mal vor, ihr würdet 24 Stunden am Tag in Euer 14m2 kleines Zimmer eingesperrt – schlimmstenfalls über 2-3 Wochen. Der Zimmerservice mit den Longdrinks mit Schirmchen kommt da nicht alle 10 Minuten! Ihr habt dann aber wenigstens ein Fenster, im Gegensatz zu einer Innenkabine auf einem Kreuzfahrtschiff.

Wir wollen mit sowas keine Ängste schüren. Aber denkt vorher mal darüber nach, bevor ich aktuell entscheidet eine Reise anzutreten.

Kann ich eine Italien Reise stornieren?

Reisen, auch nach Italien, welche erst in den Sommermonaten oder später stattfinden, können aktuell nicht kostenlos storniert werden.

Solltet ihr in den nächsten zwei Wochen nach Italien reisen, dann können nur Reisen kostenlos storniert werden, welche vom RKI als Internationale Risikogebiete ausgewiesen sind.

Gebuchte Reisen in diese Region können nicht angetreten werden. Es kommt dort eben durch die Absperrungs- und Quarantänemaßnahmen zu unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umständen, welche die Reise massiv beeinträchtigen oder unmöglich machen.

Das gilt aber nur für diese Region. Der Rest von Italien kann normal bereist werden und dort gibt es aktuell keinen Grund für eine kostenlose Stornierung.

Habt Ihr eine Italien-Rundreise gebucht, wo ihr z.B. eine Nacht in der Nähe von Padua enthält, so ist auch diese Reise nicht kostenlos stornierbar, da nicht die ganze Reise betroffen ist, nur eine kleine Teilleistung. Für diese eine Nacht sollte der Reiseveranstalter aber eine Alternative anbieten.

Update 13.03.2020: Inzwischen ist ganz Italien vom RKI als Hochrisikogebiet erklärt worden und das Auswärtige Amt rät von nicht zwingend notwendigen Reisen nach Italien ab. Somit sollte eine kostenlose Stornierung von kurzfristig anstehenden Italien-Reisen möglich sein.

Pauschalreise storniert wegen Corona – bekomme ich mein Geld zurück?

Von einer Pauschalreise kann man kostenlos zurücktreten, wenn die Reise wegen unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstände am Zielort nicht durchgeführt werden kann. Dazu gehören auch die aktuellen Maßnahmen, dass Länder Reiseverbote aussprechen, Einreiseverbote verhängt werden, ganze Regionen unter Quarantäne gestellt werden oder wenn der Transport nicht mehr gewährleistet ist, weil die Airlines den Betrieb einstellen oder das Reiseziel nicht mehr anfliegen.

In den allermeisten Fällen, bei seriösen Reiseveranstaltern, wird es auch so sein, dass diese die Reise von sich aus stornieren. Auch in diesem Fall sind die verpflichtet, den Reisepreis komplett zurückzuzahlen.

Habt aber ein wenig Geduld. Bei den meisten Reiseveranstaltern ist im Hintergrund gerade die Hölle los. Unzählige Anfragen müssen bearbeitet werden, ebenso müssen die massenweise Reise stornieren. Diese Vorgänge werden nach Reisedatum sortiert abgearbeitet. So kann es sein, dass ihr erst wenige Tage vor Eurer geplanten Reise Informationen bekommt.

Einzelleistungen stornieren – bekomme ich mein Geld zurück?

Bei gebuchten Einzelleistungen ist es so, dass diese kostenlos storniert werden können, wenn der Dienstleister seine Leistung nicht erbringen kann. Liegt ein Hotel in einer Quarantäne Zone oder ist wegen Einreisebeschränkungen in das Land nicht erreichbar, so ist eine kostenlose Stornierung machbar.

Abgesagte Flüge müssen von der Airline erstattet werden. Sollte der Flug stattfinden, man kann aber selber nicht mitfliegen weil man z.B. als Deutscher nicht in das Zielland einreisen darf, wird es kniffelig. Das muss am Ende rechtlich noch geklärt werden. Man kann versuchen, sich auf eine kulante Regelung mit der Airline zu einigen. Allerdings haben wir da wenig Hoffnung, für Kulanz fehlen den Airlines aktuell einfach die finanziellen Mittel.

Gibt es Schadensersatz für ausgefallene Reisen?

Ja, die Fragen kommen wirklich. Und um es kurzzumachen: wahrscheinlich nicht!

Die meisten Juristen schätzen es aktuell so ein, dass die aktuelle Krise durch die besonderen Umstände als höhere Gewalt einzustufen ist. Daher besteht kein Anspruch auch einen Schadensersatz, der über die Rückzahlung des Reisepreises hinaus geht.

Am Ende werden sich mit dieser Frage aber wohl noch Gerichte beschäftigen müssen.

Ein darüber hinausgehender Schadenersatz steht den Kunden nach Einschätzung der meisten Juristen in der aktuellen Krise wegen der besonderen Umstände, die als höhere Gewalt einzustufen sind, nicht zu. Es ist aber nicht auszuschließen, dass sich um diese Frage in Zukunft noch Gerichte kümmern müssen.

Kunden, die nur Einzelleistungen gebucht haben, können diese kostenlos stornieren, wenn der Dienstleister seine Leistung nicht erbringen kann. Das ist etwa der Fall, wenn ein gebuchtes Hotel in einer Sperrzone liegt oder wegen einer unvorhersehbaren Einreisebeschränkung nicht erreichbar ist. Außerdem müssen Airlines für gecancelte Flüge den Reisepreis zurückerstatten. Trifft dies nicht zu, müssen Kunden mit ihren Vertragspartnern vor Ort verhandeln und auf deren Kulanz hoffen.

Kann ich eine Nur-Hotel Buchung wegen einer ausgefallenen Messe kostenlos stornieren?

Das ist unter Umständen nicht so ganz einfach. Generell fällt eine Nur-Hotel-Buchung nicht unter das Pauschalreiserecht. Somit liegt das Risiko komplett beim Kunden. Auch das Risiko einer abgesagten Messe oder Veranstaltung liegt beim Reisenden.

Sollte die Hotelbuchung im Rahmen eines Event-Paktes zustande gekommen sein. Also ein Angebot des Hotels mit einer Kombination aus Ticket für die Messe und Übernachtung, welches auch als Messe-Aktion beworben wurde, dann sieht es wieder anders aus. In dem Fall entfällt ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsgrundlage (eben die Absage der Messe). Darauf kann sich der Gast dann berufen und kostenlos stornieren.

Liegt das Hotel in einem Quarantäne-Gebiet und kann nicht mehr angereist werden, sieht es wieder anders aus. Dann haben wir wieder die oben genannten unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umstände, welche die kostenlose Stornierung durch den Veranstalter (hier das Hotel) oder den Kunden rechtfertigen.

Liegt aber nur die Messe im Quarantäne-Gebiet, das Hotel jedoch außerhalb, dann führt es nicht dazu, dass die Zahlungspflicht des Hotelgastes erlischt.

Kompliziert aber hoffentlich einfach erklärt.

Unter Quarantäne, gesund, kann Reise nicht antreten. Wer trägt die Kosten?

Das ist wirklich eine interessante Frage.

Also nochmal die Frage. Man wird unter Quarantäne gesetzt und kann eine gebuchte Reise nicht antreten, obwohl man „Gesund“ ist. Dann fallen natürlich Stornierungskosten für die Reise an. Wer trägt diese Kosten?

Puha, bei der Frage mussten wir erstmal schlucken, denn es ist eine wirklich gute Frage.

Die Reiserücktrittkostenversicherung wird eher nicht zahlen, auch wenn man es dort mal versuchen könnte. Aber der Nichtantritt einer Reise, wegen Quarantäne, ohne selber erkrankt zu sein, wird in den Bedingungen der Versicherungen nicht erwähnt. Ist man erkrankt und sitzt in häuslicher Quarantäne, dann würden die auf jeden Fall bezahlen.

Ein Versuch wäre es wert, den Reiseveranstalter zu kontaktieren, ob man die Reise auf einen späteren Zeitpunkt, vielleicht gegen eine Gebühr, umbuchen kann. Das hängt dann natürlich ein wenig von der Kulanz des Reiseveranstalters ab und ob es zum gewünschten Alternativzeitraum freie Kapazitäten gibt.

Bei beruflichen Verlusten durch eine Quarantäne zahlt der Staat nach sechs Wochen eine Entschädigung an die Betroffenen. In den ersten sechs Wochen zahlt der Arbeitgeber, wie normal weiter, kann sich das Geld aber vom Staat zurückholen.

Selbstständige und Freiberufler erhalten einen geregelten Verdienstausfall nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten.

Genaugenommen handelt es sich bei dem Gesetz um das „Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG)„. Hier werden die Maßnahmen und Folgen daraus geregelt.

Im Absatz 12 dieses Gesetztes werden die Entschädigungen beschrieben, welche die Betroffenen erhalten können. Über ausgefallene Reisen steht da allerdings explizit nichts.

Hier hilft es wohl nur, sich an einen Anwalt für Reiserecht zu wenden. Wir können diese Frage hier nicht beantworten. Sollte ein Leser eine gute Quelle mit einer Regelung kennen, dann lasst uns gerne einen Kommentar hier unter dem Beitrag.

Hotelöffnungen auf Mallorca werden teilweise verschoben

Update 11.03.2020: Aktuell gibt es auf Mallorca sehr viele Stornierungen bei Hotelbuchungen. Daher haben sich einige Hotels, wo die Belegung unter 30% sinkt, entschlossen erst im Juni zu öffnen. Die noch gebuchten Gäste werden auf andere Hotels verteilt. (Quelle)

Wenn ihr eine Pauschalreise in eines der betroffenen Hotels gebucht haben, müsstet ihr darüber von Eurem Reiseveranstalter informiert werden. Welche Hotels genau betroffen sind, konnten wir noch nicht recherchieren. Am stärksten sind aber wohl die Regionen Alcudia, Can Picafort, Cala d’Or, Cala Milor, Cala Ratjada, Magaluf, Palmanova, Playa del Palma betroffen.

Wer zahlt den längeren Aufenthalt in einem Hotel, wenn man dort unter Quarantäne steht?

Auch hier ist die rechtliche Lage wohl nicht eindeutig.

Bei Pauschalreisen ist erstmal der Reiseveranstalter in der Pflicht, die Kosten für Verpflegung, Unterkunft und für die Rückreise zu tragen. Ob sich der Veranstalter anschließend das Geld von der Behörde, welche die Quarantäne angeordnet hat, zurückholen können, das wohl rechtlich noch geklärt werden müssen. (Quelle)

Bei Individualreisen muss man wohl auf eine Kulanz der Airline hoffen, was die verschobene Rückreise angeht. Bei den Hotelkosten geht man davon aus, dass die Hotelbetreiber sich diesbezüglich an die Behörden wenden können, welche die Quarantäne verhängt haben. (Quelle)

Allerdings spielen hier natürlich sehr viele unterschiedliche, regionale Gesetzgebungen eine Rolle.

Wir haben Eintrittskarten für Euro-Disney in Paris, was nun?

Update 13.03.2020: Neben den asiatischen Parks, schließt Disney nun auch seine Parks in Orlando, Los Angeles und Paris ab dem 16.03.2020. Diese sollen bis Ende März geschlossen bleiben. (Quelle)

Aktuell hat das Euro-Disney noch ganz normal geöffnet und es gibt auch keine Reisebeschränkungen in Richtung Frankreich. Auch ist Paris und das Umland nicht als Hochrisiko-Gebiet eingestuft. Daher gibt es aktuell keinen Grund, für kostenlose Stornierungen von Reisepaketen inklusive Tickets. Das kann sich aber in den nächsten Tagen alles noch ändern, die Entwicklungen sind ja aktuell kaum nachzuverfolgen.

Solltet ihr Tickets bei Disney direkt online bestellt haben, so könnt ihr diese telefonisch auf einen anderen Termin umbuchen.

Disney Paris veröffentlicht auch aktuelle Informationen zum Thema Corona auf seiner Homepage.

Einreise ist das Land, wo ich mich befinde, gestoppt – wie komme ich zurück?

Update 19.03.2020: Solltet ihr Euch noch in einem Land befinden, in der aktuellen Lage, wo es zu Einschränkungen im Flugverkehr oder allgemein gibt, meldet Euch bitte dringend bei der Krisenvorsorgeliste (www.diplo.de/elefand) des Auswärtigen Amtes an. Über dieses System wird aktuell die Rückholung von gestrandeten Reisenden organisiert. Solltet ihr im Rahmen einer Pauschalreise unterwegs sein, wendet Euch an Euren Reiseveranstalter vor Ort.

Corona am Zielort – plötzlich in Quarantäne

So kann es ebenfalls vorkommen, dass Ihr plötzlich selber in Quarantäne seid. Ein Verdachtsfall im eigenen Hotel, auf dem Kreuzfahrtschiff, im Ort kann dafür ausreichen.

Auch in dem Fall heißt es aber Ruhe zu bewahren. Eine Quarantäne ist sicher unbequem aber auch kein Todesurteil. Setzt Euch in so einem Fall direkt mit Eurem Reiseveranstalter und ggf. mit der Airline für den Rückflug in Verbindung und klärt ab, was zu tun ist.

Ein weiterer Kontakt könnte dann die deutsche Botschaft im Reiseland sein. Eine Übersicht über alle deutschen Auslandsvertretungen findet Ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

Zurück in Deutschland – was kann passieren?

Auch bei der Rückreise müsst Ihr damit rechnen, dass bei der Einreise Fragen gestellt werden, woher ihr kommt und wie Euer Gesundheitszustand ist. Reisende aus den Risikogebieten müssen nun eine Einreisekarte mit verschiedenen Informationen ausfüllen.

Schlimmstenfalls werdet ihr nach der Rückreise ebenfalls in eine häusliche Quarantäne geschickt.

Thailand will alle Touristen nun per App orten können?

Update 13.03.2020: Neben den asiatischen Parks, schließt Disney nun auch seine Parks in Orlando, Los Angeles und Paris ab dem 16.03.2020. Diese sollen bis Ende März geschlossen bleiben. (Quelle) Auch diese Information ist korrekt. Laut thailändischer Regierung soll jede Bewegung von Touristen im Land über eine App erfolgen. Auch der Gesundheitszustand soll über diese App kontrolliert werden können. (Quelle)

Hier würden vermutlich Datenschützer ohnmächtig zusammen brechen, wenn sie sowas hören. Allerdings hat sich diese Technik in anderen südostasiatischen Ländern durchaus bewährt um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.

Kann man Einreisesperren umgehen oder austricksen?

Update 14.03.2020: Neben den asiatischen Parks, schließt Disney nun auch seine Parks in Orlando, Los Angeles und Paris ab dem 16.03.2020. Diese sollen bis Ende März geschlossen bleiben. (Quelle)Ihr werden jetzt vermutlich spontan WTF denken. Yep, genau das haben wir auch getan, als wir diese Frage gestern in einer Reisegruppe bei Facebook gelesen haben. Konkret ging es um die „glorreiche“ Idee, das Einreiseverbot in die USA durch eine vorherige Einreise nach Kanada zu umgehen.

Hier ist der Punkt erreicht, wo wir mal kurz unsachlich werden müssen:

Welchen Egoismus in Reinform muss man haben, um auf so eine kranke Idee zu kommen? Wie wichtig muss das eigene Ich, sein eigenes Vergnügen für einen Menschen sein, um so auf das Allgemeinwohl in der Welt zu schei*en? Er hätte die Reise ja so lange geplant gehabt und darauf gespart. Ja, prima, genauso wie aktuell wohl Millionen von anderen Menschen auf der Welt. Willkommen im Club, trag es mit Fassung, Du Wurm!

Es geht nicht darum, dass ich dieser Fragesteller irgendwo unterwegs anstecken könnte. Das wäre uns vollkommen Wumpe, es könnte uns nicht egaler sein. Aber es war ein junger Mann, der vielleicht selber das Virus in sich trägt, ohne es zu merken. Durch so eine Aktion würde er es dann munter durch die Welt tragen und verteilen. Und das in Zeiten von #stayhome #flatenthecurve. Alleine die Idee, sorry, kotzt uns an.

Mal abgesehen davon, scheint dieser noch junge Mensch nicht im Ansatz zu ahnen, welche Konsequenten ihn an der USA-Grenze erwarten würden, wenn das dort auffällt. Und so ganz doof sind die Officers nicht, die da arbeiten.

So, dass musste raus – und nun kehren wir wieder zur gebotenen Sachlichkeit zurück. *durchatme*

Müssen wir noch die Restzahlung für Reisen bezahlen, welche wahrscheinlich nicht stattfinden werden?

Update 29.03.2020: Bei Pauschalreisen ist es üblich, bei der Buchung nur eine Anzahlung zu tätigen und den Rest des Reisepreises etwa 30 Tage vor Antritt der Reise.

Aktuell kommt es zu merkwürdigen Konstellationen bei manchen Reisebuchungen. Ein Anbieter von Club-Reisen hat bereits bekannt gegeben, dass einer seiner Clubs bis Ende April geschlossen ist. Gleichzeitig bekommen die Reisenden, welche Mitte April dort anreisen wollten, die Rechnungen für die Restzahlung.

Viele Kunden fürchten aber nun, diese Restzahlung zu tätigen. Geht der Anbieter Pleite, wäre das Geld erstmal weg. Oder die Reiseveranstalter bewirken in Brüssel wirklich die Möglichkeit, bei einer Stornierung keine Erstattungen mehr zahlen zu müssen, sondern nur noch Gutscheine auszugeben. Das wäre für Familien, die sich jetzt plötzlich mit dem Thema Arbeitslosigkeit auseinandersetzen müssen auch keine befriedigende Lösung.

Nun kommt vermehrt die Frage auf, ob diese Restzahlung getätigt werden muss. Man könne die doch einfach zurückhalten. Das kann man natürlich machen, es besteht dabei aber ein Risiko. Mit der Buchung ist man einen Vertrag mit dem Reiseveranstalter eingegangen und hat deren AGB akzeptiert. Im Falle einer Nichtzahlung des restlichen Reisepreises kann somit der Reiseveranstalter die Reise kündigen und einen Schadensersatz in Höhe der entsprechenden berechnen. Somit würden die gleichen Kosten anfallen, wie bei einer Stornierung durch den Kunden.

Allerdings bieten manche AGB auch den Nachsatz „vorausgesetzt, es läge nicht bereits zu diesem Zeitpunkt ein zum Rücktritt berechtigender Reisemangel vor.“ Dieser könnte hier greifen, da der Club ja definitiv geschlossen sein wird, wenn die geplante Reise startet.

Hier ist es schwer, einen wirklich guten Rat zu geben. Vielleicht sollten sich betroffene Reisende dabei anwaltlich beraten lassen.

3. Wie ist die aktuelle Lage in den beliebtesten deutschen Reiseländern?

Besonders oft werden wir im Moment nach der aktuellen Lage in den beliebtesten deutschen Reiseländern gefragt. Wir listen diese hier mal auf, mit den letzten Meldungen dazu. Wir beschränken uns hierbei auf die Top-10 der liebsten deutschen Reiseziele. Eine Übersicht mit allen Ländern, wo Reisebeschränkungen für deutsche Urlauber bestehen, findet ihr weiter unten.

Ägypten – Aktuelle Lage

Aktueller Auszug aus der Meldung des Auswärtigen Amtes zur Lage:

Für Ägypten hat das Auswärtige Amt ein Rückholprogramm für gestrandete deutsche Reisende gestartet. Näheres dazu finden Sie auf der Webseite der deutschen Botschaft und in den FAQ zur Rückholaktion.

Im Zuge der Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 hat Ägypten angekündigt, alle Flughäfen im Land ab dem 19. März 2020 zu schließen. Leere Flugzeuge zur Abholung von Reisenden dürfen noch bis zum Monatsende landen.

Im Land steigt die Anzahl infizierter Personen, auch deutscher Staatsangehöriger. Es gab bereits Todesopfer. Der Aufenthalt in größeren Gruppen, insbesondere auf engem Raum, etwa bei Kreuzschifffahrten bedeutet ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Die ägyptischen Behörden haben Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen sowie, auch zwangsweise, Quarantänemaßnahmen verstärkt. Zwangsweise Quarantäne erfolgt auch in ägyptischen staatlichen Einrichtungen, die deutlich unterhalb der deutschen Standards liegen.

Ägypten

Einreisestopp für Deutsche: Ja

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

Dominikanische Republik – Aktuelle Lage

Aktueller Auszug aus der Meldung des Auswärtigen Amtes zur Lage:

Wichtige Info: für die Dominikanische Republik hat das Auswärtige Amt ein Rückholprogramm für gestrandete deutsche Reisende gestartet. Näheres dazu finden Sie auf der Webseite der deutschen Botschaft und in den FAQ zur Rückholaktion.

Die Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 führt vielerorts zu verstärkten Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen, in Einzelfällen auch Einreisesperren.

Die Dominikanische Republik hat am Montag, den 16. März 2020,  für einen Monat alle Flüge von und nach Europa ausgesetzt.

Alle aus anderen Ländern einreisenden Ausländer, die sich in den letzten zwei Wochen in Europa, in China, in Korea oder im Iran aufgehalten haben, kommen bei Einreise in eine zweiwöchige Quarantäne.

Das Anlegen aller Kreuzfahrtschiffe wird für alle Häfen der Dominikanischen Republik ab Samstagabend, 14. März 2020, ausgesetzt.

Die nächtliche Ausgangssperre gilt ab Freitag, den 27.03.2020, bereits ab 17.00 Uhr. Dies gilt für alle Nächte bis zum 3. April. Wer sich nicht an die Ausganssperre zwischen 17.00 – 06.00 Uhr hält, muss mit Festnahme durch die Polizei rechnen.

Dominikanische Republik

Einreisestopp für Deutsche: Ja

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

Frankreich – Aktuelle Lage

Aktueller Auszug aus der Meldung des Auswärtigen Amtes zur Lage:

Die Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 führt zu starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens in ganz Frankreich. Bürger dürfen ihre Wohnungen auf Grund der Ausgangssperre nur zu begründeten Zwecken verlassen. An den Grenzen kommt es zu verstärkten Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen, in Teilen auch zu Absperrungen. Restaurants, Museen etc. und nicht lebenswichtige Geschäfte sind landesweit geschlossen. 

Starke und ggf. weiter zunehmende, drastische Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr sowie massive Einschränkungen der Bewegungsfreiheit innerhalb Frankreichs könnten Ihre Rückreise insbesondere aus den Überseegebieten auf absehbare Zeit erheblich erschweren. Die Bedingungen können sich sehr kurzfristig ändern.

Nach Informationen der französischen Grenzbehörden können Personen, die sich in einem anderen EU-Mitgliedsstaat (z.B. Spanien)  befinden und in ihr Heimatland (z.B. Deutschland) zurückkehren wollen, durch Frankreich zurückreisen. Sie sollten die von den französischen Behörden vorgegebene Bescheinigung (Ausfüllhinweis Deutsch) (ausgedruckt oder handschriftlich erstellt) mit sich führen.

Bei Anhaltspunkten für eine Erkrankung mit  COVID-19 im grenzüberschreitenden Verkehr nach Deutschland wird die Bundespolizei unverzüglich die örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden hinzuziehen. Diese nehmen im Einzelfall die medizinische Bewertung vor und entscheiden über eine etwaige Behandlung.

Während Ihrer Anwesenheit in Frankreich gilt: Die von der französischen Regierung getroffenen Maßnahmen gelten auch für alle deutschen Staatsangehörigen, die sich aktuell auf französischem Territorium befinden. Achten Sie auf lokale Warnungen und Hinweise in den französischen Medien und halten Sie sich an Weisungen der Gesundheitsbehörden und Sicherheitskräfte.  

Seit dem 17. März gilt in Frankreich für mindestens zwei Wochen eine strikte, sanktionsbewehrte Ausgangssperre. Nur noch in unbedingt notwendigen Fällen ist das Verlassen der eigenen Wohnung erlaubt wie z.B. für Heilbehandlungen, zur Arbeit, Arznei- oder Lebensmitteleinkäufen. Dann muss eine selbst ausgefüllte Ausgehbescheinigung Bescheinigung ausgedruckt oder handschriftlich erstellt mitgeführt werden. Einen unverbindlichen Ausfüllhinweis in dt. Sprache finden Sie hier.

Alle für die Öffentlichkeit zugänglichen Orte, die für das alltägliche Leben nicht unbedingt notwendig sind, sind bis auf weiteres geschlossen. Geöffnet bleiben Apotheken, Lebensmittelgeschäfte, Tankstellen, Banken, Tabakläden und wichtige öffentliche Dienste.

Frankreich

Einreisestopp für Deutsche: Teilweise

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Teilweise

Griechenland – Aktuelle Lage

Aktueller Auszug aus der Meldung des Auswärtigen Amtes zur Lage:

Bitte beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 /Coronavirus, insbesondere die derzeit geltende Reisewarnung für alle nicht notwendigen touristischen Reisen.

Die deutschen Vertretungen in Griechenland informieren auf ihrer Webseite zur aktuellen Situation in Griechenland hinsichtlich der starken Einschränkung des öffentlichen Lebens sowie zu Reise- und Ausgangsbeschränkungen.

Seit dem 23. März 2020 gilt eine allgemeine Ausgangssperre. Bei Verstoß gegen die Ausgangssperre droht eine Geldstrafe. Die Maßnahme soll vorerst bis zum 6. April 2020 gelten. Weiterführende Informationen zur Ausgangssperre, beispielsweise Ausnahmen, finden Sie auf der oben genannten Webseite der deutschen Vertretungen in Griechenland.

Die Ein- bzw. Ausreise über jeglichen Land- bzw. Seeweg nach/aus Griechenland scheint derzeit für deutsche Staatsangehörige nicht mehr möglich. Flugverbindungen können ebenfalls kurzfristig entfallen. 

  • Bitte nutzen Sie die noch vorhandenen Ausreisemöglichkeiten und alle verfügbaren Flugverbindungen zur (Rück-)Reise nach Deutschland, auch in andere europäische Nachbarländer, wie z.B. Niederlande und Belgien. Eine Registrierung im „Rückkehrportal“ ist bei Aufenthalt in Griechenland daher derzeit keine Option.
  • Informieren Sie sich auf der Webseite der deutschen Vertretungen in Griechenland.

Giechenland

Einreisestopp für Deutsche: Ja

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: Ja

Kommt es zu Stornierungen durch Reiseveranstalter: Ja

Ist der Flugverkehr eingeschränkt: Ja

Italien – Aktuelle Lage

Aktueller Auszug aus der Meldung des Auswärtigen Amtes zur Lage:

An Flughäfen und Häfen, aber auch im Überlandverkehr werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt. Flughäfen, Häfen und Bahnhöfe sind weiterhin in Betrieb, Zugverbindungen nach Österreich wurden allerdings eingestellt; der Transit durch Österreich ist per PKW und Bus zur Zeit nur ohne Zwischenstopp möglich, siehe Österreich.

Aufgrund der geringeren Nachfrage werden derzeit viele Flüge storniert, einige wenige Verbindungen mit LH, Altialia und Eurowings bestehen fort. Grenzschließungen sind nicht beabsichtigt.

Seit 19. März und bis vorerst 3. April 2020 ist ein Dekret in Kraft getreten, das den Betrieb italienischer Passagier-/Kreuzfahrtschiffe aussetzt und das Anlegen von unter ausländischer Flagge fahrenden Passagier-/ Kreuzfahrtschiffen in italienischen Häfen verbietet. Italienische Schiffe müssen ihre Passagiere im Hafen aussteigen lassen. Nichtitalienische Passagiere ohne Wohnsitz in Italien werden dann auf Kosten des Schiffsbetreibers an die jeweiligen ausländischen Zielorte transportiert.

Bei auftretenden COVID-19 Symptomen sind diese anzuzeigen. Ausnahmen von der Selbstisolation können aus beruflichen Gründen für die Dauer von 72 Stunden, ggf. verlängerbar um weitere 48 Stunden, geltend gemacht werden. Dazu ist eine entsprechende Bescheinigung vorzulegen. Ausnahmen gelten auch für Beschäftigte von Unternehmen mit Sitz in Italien. Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des italienischen Gesundheitsministeriums.

Mit Wirkung vom 10. März 2020 wurde die Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit auf ganz Italien ausgeweitet, nicht notwendige Fortbewegungen sollen vermieden werden, mit Kontrollen ist landesweit zu rechnen. Schulen, Kindergärten und Universitäten in ganz Italien bleiben geschlossen. Kongresse und Tagungen sind ausgesetzt, ebenso kulturelle und soziale Veranstaltungen an öffentlichen oder privaten Orten. Spor