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Reisen nach Corona – ein fiktiver Reisebericht aus der Zukunft

  • Reisen nach Corona - eine Fiktion

Viele Menschen fragen sich, wie wird das Reisen nach Corona aussehen? Wann wird das sein, wie wird es aussehen, können wir bald wieder um die ganze Welt reisen? Ein Antwort darauf kann eigentlich niemand geben, zumindest nach aktuellem Stand des Wissens rund um das Virus nicht. Keiner weiß, wie lange die aktuelle Situation anhält. Keiner kann absehen, welche wirtschaftlichen Folgen die aktuelle Lage haben wird, besonders in der Tourismus-Branche.

Reisen nach Corona – eine Fiktion

Wir möchten eine kleine Fiktion erzählen, eine Geschichte, eine Variante aus unserer Fantasie, wie das Reisen nach Corona vielleicht aussehen könnte. Im Grunde genommen ein Reisebericht aus der Zukunft.

Vermutlich, ach was, ganz sicher werden wir damit komplett daneben liegen. Aber, wer weiß es schon?

Italien, Ligurische Küste, Mai 2021

Jetzt sitzen wir hier in einem kleinen Ort an der italienischen Küste, irgendwo zwischen Genua und Pisa. Wir schauen vom Café aus auf das Meer, die Sonne geht so langsam unter, und wir warten sehnsüchtig auf unsere leckere Pasta.

Wir genießen die Meeresluft, atmen diese tief ein und denken an aufregende Monate zurück. Direkt am Nebentisch sitzen Menschen, es löst aber kein beklemmendes Gefühl mehr aus. Im Gegenteil, es tut gut und man lächelt sich sogar zu. Lächeln, ein Phänomen, was man im Moment sehr häufig sieht. Die Menschen genießen das Leben, sind lockerer geworden, erfreuen sich an dem, was sie haben.

Unsere Griechenland-Reise in 2020 mussten wir absagen. Das war schade, ja, aber in der Situation aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen nicht machbar. Selbst wenn es gegangen wäre, es wäre unverantwortlich gewesen, in Zeiten von „Bleib zu Hause“ durch die Gegend zu reisen. Am Ende hat es auch unseren USA-Urlaub im Herbst getroffen. Aber gerade New York, als einer der Corona-Hotspots in den USA und Las Vegas wären keine gute Idee gewesen. Zumal in Las Vegas eh alle Hotels und Casinos geschlossen hatten und das Hauptziel unserer Reise, das NASCAR-Rennen, abgesagt war.

Umso mehr erfreuen wir uns nun die italienische Sonne, die Gastfreundschaft und natürlich das fantastische Essen zu genießen. Wir haben noch so viele tolle europäische Reiseziele auf unserer Wunschliste stehen, die kommen jetzt alle zum Zuge.

Ein Rückblick – was hat Corona mit uns gemacht?

Das Sars-CoV-2 Virus ist über die Welt gezogen, besser bekannt als das „Coronavirus“. Im März 2020 begannen auch in Deutschland die Auswirkungen spürbar zu werden. Plötzlich gab es Quarantänen, es gab die wunderbare Aktion „Bleib zu Hause“, soziale Kontakte wurden vermieden, wo es nur ging. Da es einige Menschen aber nicht so richtig verstanden, kamen recht restriktive Regeln dazu. Plötzlich gab es regelrechte Ausgangssperren. Die Menschen durften nur noch zur Arbeit das Haus verlassen, für Arztbesuche und zum Einkaufen. Und das nicht nur in Deutschland, nein, auf der ganzen Welt.

Mit am schlimmsten hat es die Orte getroffen, wo wir gerade sitzen. Italien hat es zu Beginn der Pandemie in Europa besonders hart getroffen.

Gehamstert haben die Menschen, besonders Toilettenpapier und Nudeln. Aber komischerweise gab es diese Dinge über die ganzen Monate hinweg immer zu kaufen. Dafür gab es irgendwann andere Dinge nicht mehr in den Regalen. Importierte Spezialitäten waren oft sehr rar. Aber, wer brauchte diese schon?

Am Anfang dachten alle Menschen noch, die Situation würde vier Wochen dauern, vielleicht auch sechs Wochen und dann wäre der Spuk vorbei. Naja, es kam ein wenig anders, insgesamt dauerte dieser Zustand neun Monate an. Bis in den Dezember hinein war das Leben der Menschen massiv eingeschränkt.

Die Fallzahlen in verschiedenen Ländern schwankten, entwickelten sich komplett unterschiedlich, abhängig davon wie intensiv die Beschränkungen durchgesetzt wurden. Hier und da wurden mal Lockerungen vorgenommen, was anschließend zu einem Anstieg der Kranken führte.

Dann passierten zwei Dinge fast gleichzeitig, welche die Welt aus der Schockstarre lösten. Mit dem Medikament AntiCron konnten die schwer erkrankten Menschen gerettet werden. Zwei Wochen später kam CorVAx, ein Impfstoff gegen Corona, der gegen Ansteckungen schützt. Damit war die Dramatik plötzlich aus der Situation genommen, das Virus verlor seinen Schrecken.

Ende Dezember, pünktlich zur Weihnachtszeit, wurden alle Beschränkungen für die Menschen in den meisten Ländern aufgehoben. Besser hätte es sich wohl kein Hollywood-Regisseur ausdenken können. Weihnachten konnten Familien und Freunde sich endlich wieder in die Arme schließen.

Dazu gab es riesige Feiern um die Helden der Krise zu ehren. Das ganze medizinische Personal, die Supermarktmitarbeiter, Müllwerker, Menschen in der Energie- und Wasserversorgung, Altenpfleger, all die Menschen, die für die Aufrechterhaltung der Versorgung in der Zeit gesorgt haben.

Welche Reisen sind nach Corona eigentlich noch machbar oder bezahlbar?

Schon während der Krise zeichneten sich die wirtschaftlichen Folgen ab. Viele kleine Firmen haben es nicht geschafft, trotz massiver Hilfen vom Staat. Es hat aber auch einige großen Firmen in den Ruin gezogen. Und das ganz besonders im touristischen Bereich. Bereits zu Beginn der Krise, im Frühjahr 2020, kam der touristische Reiseverkehr auf der ganzen Welt zum Erliegen. Und das innerhalb von nur zwei Wochen.

Viele Fluggesellschaften gibt es nicht mehr. Reiseveranstalter, Reisebüros, Agenturen in den Ferienregionen, Anbieter von Ausflügen oder Bootsfahrten, all das gibt es nur noch in geringerer Zahl. Es setzt natürlich gerade eine Erholung ein, ein Aufschwung ist zu erkennen. Es wird aber wohl noch lange Zeit dauern, bis alles wieder ist, wie es vor Corona war.

Das Reisen ist teurer geworden. Somit sind viele Menschen, die während der Krise ihre Jobs, ihre kleinen Firmen verloren haben, aktuell weit davon entfernt an Reisen zu denken. Viele versuchen es aber trotzdem, oft auch mit sehr kleinen Mitteln, mit dem Zelt im Kofferraum. Einfach mal raus zu Hause. Andere hatten mehr Glück und haben die Krise finanziell halbwegs unbeschadet überstanden.

Die Menschen wollen reisen, nach der langen Zeit der Entbehrungen. An Flugreisen ist aber kaum zu denken. Die wenigen Airlines, die überhaupt noch fliegen, teilweise nun als staatliche Unternehmen, können den Bedarf nicht abdecken. Daher sind die Preise für Flüge exorbitant teuer geworden. Mal eben für 19 EUR nach Mallorca, das war einmal. Für 300 EUR nach Amerika, eine Illusion. Vielleicht ist das aber gar nicht so schlecht, die Umwelt hat sich in der Zeit der Krise auf jeden Fall ein wenig erholt. Wir müssen die ja jetzt nicht wieder kaputt machen

Venedig hat jetzt sogar die Anzahl an Touristen in der Stadt begrenzt. Sie wollen die sauberen Kanäle, wo man sogar Fische sehen kann, nicht wieder verlieren. Kreuzfahrtschiffe, die durchaus wieder fahren, dürfen da nicht mehr hin und in der Stadt gibt es nur ein begrenztes Betten-Kontingent für touristische Zwecke. Dadurch ist ein Besuch in Venedig auch sehr teuer geworden. Der Schutz der Umwelt ist es aber wert.

Als Erstes haben sich somit die lokalen Tourismus-Regionen erholt, welche mit dem Zug oder dem Auto erreichbar sind. Kleine Hotels, private Pensionen aber auch große Clubanlagen in ganz Europa haben schnell begonnen, ihren Betrieb wieder aufzunehmen. Sie haben die Chance erkannt, viele Touristen aus den Ländern Europas aufnehmen zu können und die riesige Reiselust zu stillen.

Und so tummeln sich die Menschen nun überall. In den Alpen zum Wandern, an den Küsten von Belgien, Niederlande, Italien, Frankreich, Polen, Festland-Spanien. Auch die nordischen Länder sind nun ein sehr beliebtes Reiseziel geworden, mit ihren herrlichen Landschaften. Der Tourismus innerhalb Europas erwacht wieder, während an Fernreisen kaum zu denken ist, wenn man nicht gerade im Lotto gewonnen hat.

Kreuzfahrten laufen auch wieder an, wobei die Gäste jetzt eher mit Zügen und Bussen zu den Häfen von Genua, Marseille, Hamburg, Travemünde und anderen Kreuzfahrthäfen gefahren werden.

Unser Weg nach Italien – auf Opas Spuren

Auf dem Weg über die Alpen mussten wir grinsen. So muss es sich in den 50er-Jahren angefühlt haben. Massenweise fuhren die Menschen nach Italien in den Urlaub, nur damals mit dem VW Käfer. Heute passiert das eher im gut klimatisierten, komfortablen Auto und die Staus sind bestimmt auch länger, wie in den 50er-Jahren. Irgendwie fühlt es sich an, wie Reisen auf Opas Spuren.

Eigentlich wollten wir mit dem Zug fahren, daran war aber kein Denken. Die waren schon seit Monaten ausgebucht, keine Chance. Und ein Flug? Nein, das war auch für uns unbezahlbar, obwohl wir persönlich wirtschaftlich noch halbwegs unbeschadet durch die Krise gekommen sind.

OK, dann machen wir halt einen Roadtrip nach Italien, so war der Plan. Eine Reise durch verschiedene Orte, mehrere Hotels, eine nette Rundreise. Naja, am Ende waren wir froh, dass wir ein Hotel bekommen haben. Das ist aber kein Problem, fahren wir halt von hier aus zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, davon gibt es mehr als genug.

Die Autofahrt war aber auch kein Schnäppchen. Die Benzinpreise sind nach der Krise förmlich explodiert, als es plötzlich wieder eine riesige (vorher normale) Nachfrage nach Treibstoff gab. Das gilt auch für viele Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Lebens.

Und Wohnmobile haben wir gesehen, massenweise Wohnmobile und auch Wohnwagen. Die Campingplätze hier in den Urlaubsregionen platzen förmlich aus allen Nähten.

Oh, das Essen kommt, wir kommen mal zum Schluss

Unser Kellner, Luigi, hat gerade das Besteck gebracht. Also kommt jetzt gleich unser Essen und wir müssen hier zum Ende kommen. Wir genießen jetzt weiter unseren Urlaub, werden ans Meer gehen, uns wunderschöne Orte an der Küste ansehen, vielleicht mal einen Abstecher in die Berge machen. Dort geht es etwas ruhiger zu. Lasst es Euch gutgehen und, ihr kennt das, bleibt gesund.

Fazit – die Reiselust wird nicht besiegt werden

Ob das Alles so kommen wird? Keine Ahnung. Für uns ist das ein denkbares Modell, so könnte es in ein paar Monaten aussehen. Fakt ist aber, die aktuelle Lage wird das Reisen verändern, zumindest für die erste Zeit nach der Krise. Ebenso sind wir davon überzeugt, dass die Reiselust nicht nachlassen wird. Ganz im Gegenteil, die Menschen werden reisen wollen, wenn das Virus mal in den Griff bekommen wurde.

Wie kamen wir überhaupt auf die Idee für so einen Beitrag? Ganz einfach, wir haben in den letzten Tagen irgendwo im Netz einen Beitrag gelesen. Dort wurde von einem Wissenschaftler erklärt, dass man sehr gut mit Ängsten und Stress umgehen kann, wenn man mal versucht, aus der Zukunft auf die aktuelle Situation zurückzublicken. Dummerweise haben wir den Link nicht gespeichert. Die Idee ist aber im Kopf geblieben. Daraus ist dann dieser kleine Artikel hier entstanden.

Wie ist Eure Meinung? Wie sieht die Reisewelt nach Corona aus? Schreibt uns gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag.

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9 Kommentatoren
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Die Reisewelt nach Corona? Nach Corona habe ich kein Geld mehr zum Reisen.

Gut geschrieben, dein Beitrag gefällt mir lieber Thomas!
Das ist übrigens der Artikel: https://kress.de/mail/news/detail/beitrag/144775-die-welt-nach-corona-wie-wir-uns-wundern-werden-wenn-die-krise-vorbei-ist.html

LG, Sabine

Ich glauibe nicht, dass Fernflüge wirklich so unbezahlbar werden, wie du schreibst. Dies aus einem einfachen Grund: Die tausende Flugzeuge wird es auch noch geben, wenn die Hälfte der Airlines konkurs gehen. Da viele Flieger wenigen Käufern gegenüberstehen, dürfte der Preis für gebrauchte Flugzeuge tief sein. Das wird Investoren erlauben, mit vergleichsweise wenig Geld neue Fluglinien aufzubauen.

Das grösste Problem sehe ich übrigens bei Boeing. In den nächsten zwei Jahren dürfte es wohl nur wenig Neubestellungen geben. Wenn mehrere Airlines Pleite gehen, wird es gewaltige Zahlungsausfälle geben für die hunderten Flieger, die Boeing noch nicht ausliefern konnte und die noch nicht bezahlt sind. Zudem könnte die Wahrscheinlichkeit steigen, dass Orders abgesagt werden oder angeschlagene Fluglinien Entschädigungen verlangen. Das könnte Boeing das Genick brechen.

Vermutlich wird die chinesische COMAC die Reste aufkaufen und in fünf bis zehn Jahren heisst das Duopol Comac versus Airbus.

Dieter

Zitat: Es wird aber wohl noch lange Zeit dauern, bis alles wieder ist, wie es vor Corona war.

Hoffentlich wird nicht alles wieder so, wie es vor Corona war. Hoffentlich lernen wir aus der Krise und ändern unsere Lebensweise, vor allem das „Wachstum über alles“.

Wie gut, dass wir noch nicht wissen was kommt, aber schön, dass ihr träumt.
Ja, es könnte nächstes Jahr vielleicht so aussehen und es ist immerhin kein Endzeitszenario, sondern mutmachend.
Ich denke, ich werde diesen Artikel in einem meiner Berichte, die zur Zeit noch im Kopf spuken, verlinken.

Alles Gute, bleibt gesund und träumt weiter, denn ohne Träume bleibt die Welt wirklich stehen.

Liane

Erwin Brandl

Ja, was soll ich sagen? Ich bin kein Reiseverkehrskaufmann bzw. Wirtschaftsökonom. Wir sind ein Ehepaar, dass 2021 Ende Juni/Anfang in Kalifornien eine 4 wöchige Rundreise machen wollten/möchten!!?? Von SF nach SF, Highway No.1, Seqouia Np, Lake Tahoe, bißchen Oregon, dann die Küste runter Redwoods ansehen, Sacramento anschauen, den Wein des Nappa/Sonoma Valley genießen und zum Schluß über San Rafael, Drehort von „American Graffiti“, nach Daly City bei SF. Wollten! Langsam aber sicher kommen mir da berechtigte Zweifel. Wenn ich lese „Schnelltests in 45 Minuten“ in den USA. Bei uns dauern diese mehrere Tage und für die Tests muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Meine Frage: Kann man denn im August, vielleicht noch im September die Flüge, die Motels, den Mietwagen halbwegs günstig buchen. Leider läuft uns mit dann 65 bzw. 64 langsam die Zeit davon. Gut – das alles ist Fiktion. Aber was tun?? Außer Abwarten und Tee trinken!!

Hi,
ich glaube, dass die Reisebeschränkungen noch eine ganze Weile andauern werden, wir aber wieder innerhalb des Landes verreisen dürfen. Daher wird sich als erstes der nationale Tourismus wieder beleben. Etliche Unternehmen und Freiberufler werden etwas völlig anders machen wie vor Corona. Das sind dann die glücklichen, die nicht zu viele Federn gelassen haben. Die Wirtschaft wird noch down sein, wenn die ersten wieder reisen und das werden nur die Mutigen tun. Die anderen werden sich noch nicht trauen (Angst haben sich im Ausland anzustecken) bzw. kein Geld dafür haben. Die Plexiglasscheiben in Supermärkten werden zum neuen Standard und selbstverständlich. Und ich denke, da diese Zeit sehr prägend ist, werden wir generell mehr auf Abstand gehen und viele Menschen werden automatisch mehr Abstand halten. Anstatt von Reise-Visa braucht man Impfnachweise oder ein elektronisches Armband, um reisen oder bestimmte Örtlichkeiten zu betreten zu können. Kontaktloses Bezahlen wird weltweit etabliert sein.
Ebenso werden Bürojobs in Zukunft aus dem Home Office gemacht werden können. Meetings werden mehrheitlich virtuell stattfinden. Die Umwelt wird sich ein bisschen erholen.

Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr auch nach Italien reisen kann. Aber ich befürchte, dass diese Pandemie eine gewaltige Rezession nach sich ziehen wird und die Erholung der Weltwirtschaft Jahre braucht.

Liebe Grüße aus Leipzig
Bleibt gesund!

Myri

Erwin Brandl

An Myri: hoffe immer noch,das wir heuer noch nach Norden (Bremen, Cuxhaven, Hamburg) fahren können ende Juni 2020,. Aber weiß man’s??

Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende.