Reisepannen machen einen Urlaub doch erst spannend!

Veröffentlicht: 27. Juni 2014

814 Worte- 3.3 Minuten Lesezeit- 4 Kommentare-
Reisepannen machen einen Urlaub doch erst spannend!

Autor: Thomas Jansen

Veröffentlicht: 27. Juni 2014

Aktualisiert: 15. Januar 2021

4 Kommentare

814 Worte- 3.3 Minuten Lesezeit- 4 Kommentare-

Ist doch wahr, oder? Ohne kleine Pannen und Missgeschicke ist ein Urlaub doch strunzlangweilig. Worüber soll man denn nach dem Urlaub erzählen – Nur über hübsche Landschaften, tolle Restaurants, das gute Wetter? Und worüber soll man dann lachen?

Richtig große, böse Pannen sind uns bisher zum Glück erspart geblieben. Aber ein paar kleinere Unglücke sind uns schon passiert. Ein paar davon will ich euch mal erzählen.

Die doofe Wasserflasche im Wohnmobil

Um Trinkwasser im Wohnmobil zu haben braucht man diese 5-Liter Wasserflaschen, welche man in den USA an jeder Ecke bekommen kann. Wir haben dann gelernt, das es keine gute Idee ist, diese einfach auf der Spüle stehen zu lassen, wenn man los fährt und das 5 Liter Wasser sehr viel sein kann. Naja, wir wollten eh mal durch wischen.

Abwasser im Wohnmobil

Dem Volumen von Abwassertanks in Wohnmobilen sind physikalische Grenzen gesetzt. Dazu kommt, dass die Kontrollanzeigen nicht immer die Realität anzeigen, vor allem im Winter. Nun kann es bei Erreichen dieser Grenzen dazu kommen, dass die Tanks beginnen sich spontan zu entleeren, vor allem in Kurven und leider durch die Öffnungen, wo das Wasser eigentlich rein soll und nicht raus. Naja, wir wollten eh mal durch wischen.(sic!) Und zum Glück war es das Grauwasser, also die Abwässer aus Waschbecken, Dusche und Spüle. Nicht auszudenken, wenn es der Schwarzwassertank gewesen wäre… ach lassen wir das.

Der lose Duschablauf

Das sieht schon lustig aus, wenn man beim Kaffee im Wohnmobil sitzt und das Duschwasser der Gattin durch das ganze Wohnmobil läuft. Das waren definitiv mehr als 5 Liter und mit schönem Schaum drauf. Da hatte sich der Abflussschlauch der Dusche los gerappelt und durch das leichte Gefälle im Wohnmobil lief die ganze Suppe nun langsam Richtung Fahrerkabine. Naja, wir wollten – ihr ahnt es – eh mal wieder durch wischen.

Verpasster Ansschlussflug

Ärgerlich sind die Pannen, wo man selber nichts für kann und die man bereits im Vorfeld hat kommen sehen. Da bucht man einen Flug, mit Umsteigen in Chicago, und achtet extra auf die Umsteigezeit von 2,5 Stunden. Kurz nach der Buchung kommt dann von der Fluggesellschaft eine Mail mit einer Flugzeiteinänderung, wo dann nur noch 1,5 Stunden zum Umsteigen über bleiben. Anrufe bei der Fluggesellschaft brachten dann die Erkenntnis, in deren Listen steht 1,5 Stunden für Chicago sind ausreichend. Nun, vielleicht sollte man den Menschen, der diese Liste erstellt, mal 5 Tage in Chicago einsperren.

Naja, es kam wie es kommen musste. Während wir so gemütlich in der Schlange bei der Einwanderung stehen, auf Zutritt in das gelobte Urlaubsland warten und uns die Zeit mit Atmen vertreiben startet der Flieger zu unserem Zielort, natürlich ohne uns. Immerhin klappte das anschließende Umbuchen problemlos und nach ein wenig Genörgel gab es noch zwei Upgrades auf Economy Plus für lau dazu.

Perfekte Bordunterhaltung

Hach, ich mag das. Schon im Flugzeug sitzen, so für 10 Stunden und einen Film nach dem anderen genießen. Naja, eher ist es eine angenehme Möglichkeit diese lange Zeit irgendwie zu überbrücken. Um so schöner, wenn man dann einen Flieger betritt, sich in seinen Sitz fallen lässt und vor eine Rücklehne ohne Monitor schaut. *gna* Den ersten Reflex, den Diebstahl des guten Stücks, bei der Stewardess zu melden erstickt schnell, wenn man auch an den anderen Sitzen keine Monitore erspähen kann. Und das bei einer großen, modernen Fluggesellschaft. Naja, es gab ja noch die Monitore über den Gängen… da wurde dann ein wunderbarer Film gezeigt, ein „Ich habe mein Pferd Lieb“-Film aus den 80ern.

Defekte Bordunterhaltung

Windows CE Endlosschleife

Windows CE Endlosschleife

Noch schlimmer ist es aber, wenn die Technik zwar im Vordersitz eingebaut ist, aber nicht funktioniert. Es ist unheimlich spannend, 4 Stunden lang einem Windows CE dabei zuzusehen, wie es versucht zu starten. x-mal, immer wieder, so eine schöne Endlosschleife. Noch niederschmetternder ist es, wenn alle anderen Geräte im Flieger funktionieren, nur unsere beiden nicht und dazu wirklich alle Plätze im Flieger besetzt sind. Naja, immerhin, nach den vier Stunden lief es dann plötzlich. Aber auf die Filme konnte ich mich nicht konzentrieren. Windows in einem Flugzeug… auch im Cockpit…?

Was tun bei Pannen?

Unser Tipp: Mit Humor an die Sache ran gehen. Ärgern bringt nichts, es ist ja Urlaub. Denkt daran, zu Hause beim Erzählen haben dann wenigstens die anderen was zu lachen. Zumindest bei solchen Kleinigkeiten einfach gelassen bleiben. Es mag auch andere Unglücke im Urlaub geben, wo einem das Lachen vergehen kann. Aber von diesen sind wir bisher immer verschont geblieben. *freimalaufHolzklopf*

Wie sieht es bei Euch auch? Habt ihr auch schon solche Pannen erlebt? Dann her damit!

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4 Kommentare

  1. Ulrike 27. Juni 2014 um 10:17 - Antworten

    Achje, beim Ausfall der Bordunterhaltung schon von Panne zu sprechen, ist wohl ein neuzeitliches Problem! Ich freue mcih immer, wenn ich meine Ruhe habe und nehme zu diesem Zweck eine Schlafmaske mit. ;)
    Meine „schlimmsten“ Pannen: Wenn mir die Kamera aus dem Rucksack fällt, weil ich vergessen habe, diesen zu schließen. Steigerung: Ich lasse beim Wandern meine Kamera bei einer Pause liegen und muss 1 Stunde zurück gehen, um sie dann glücklicherweise noch vorzufinden.
    Reifenpannen bei Öffis: In China gehen Busreifen immer an den unspektakulärsten, langweiligsten Stellen der Strecke kaputt. Dann macht eine Stunde in der Pampa warten keinen Spaß. In Mexiko kam bei einer solchen Gelegenheit beim 1. Mal der Spruch „This is part of the adventure“ . Die zweite Reifenpanne am nächsten Tag wurde dann gerne noch mal vom Fahrer mit diesem Spruch kommentiert. Da hatte ich Mühe, meinen Humor zu bewahren.
    Ohje, meine Liste wird immer länger, könnte noch endlos weiter schreiben.
    aber Du hast recht: Immer schön ruhig bleiben und überlegen, was man später darüber erzählen kann.

    • Thomas Jansen 27. Juni 2014 um 10:37 - Antworten

      Hi Ulrike,

      ja, das mit der Bordunterhaltung ist wirklich ein Luxusproblem. Aber, wenn man im Flieger nicht schlafen kann, so wie ich – dann will man wenigstens unterhalten werden.

      Mit meinen Kameras hatte ich bisher, zum Glück, noch keine Panne, wenn man mal von plötzlich leeren Akkus absieht. Diesen „Part of the adventure“ Spruch finde ich klasse. Klar, das man irgendwann nicht mehr drüber lachen kann… ;-)

      LG Thomas

  2. Zypresse 27. Juni 2014 um 11:14 - Antworten

    Pannen auf Reisen? Oh ja, die größte unserer Reisepannen war ohne Zweifel, dass wir am 27.03.2008 mitten in die British Airways völlig missglückte Inbetriebnahme des neuen Terminal 5 in London Heathrow geraten sind. Schon an diesem Tag war klar, dass der Terminal nicht reibungslos dem Betrieb gewachsen sein würde. Zunächst wurden 34 Flüge gecancelt und die gesamte Gepäckbearbeitung eingestellt. An diesem und in den folgenden Tagen sind mindestens 42.000 Gepäckstücke liegen geblieben. Weitere 500 Flüge mussten gestrichen werden. Und wir, mit Rollstuhl mittendrin – eine Erfahrung, auf die wir gut und gerne verzichtet hätten… (und für weitere Details: siehe Link oben ;-) )

    • Thomas Jansen 27. Juni 2014 um 11:23 - Antworten

      Hihi, ich erinnere mich an den Versuch der Terminalöffnung. Wir waren zum Glück damals nicht auf reisen.
      Aber, besser wie BER können die das dann doch, die machen wenigstens auf bzw. starten den Versuch.

      LG Thomas

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