Zuletzt aktualisiert am 14. Dezember 2018 um 9:09

Das Thema Reiseplanung kommt bei uns immer wieder mal hoch. Wir planen eigentlich ständig Reisen, seien es unsere eigenen oder für unsere Kunden im Reisebüro. Dabei stellen wir immer wieder fest, die ganze Planung ist genau so individuell, wie die Reisen selber. Trotzdem haben wir einen groben Plan, wenn wir an die Planung unserer eigenen Reise gehen.

Reiseplanung – Reiseziel auswählen und lernen

Wir planen unsere Reisen immer sehr weit im Voraus. Oft über ein Jahr, bevor wir die Reise starten. Das hat natürlich auch Gründe. Flüge und Wohnmobile bucht man am besten so früh wie möglich. Dabei kann man richtig viel Geld sparen. Gerade bei den Wohnmobilen, deren Preise sich oft flexibel an die Nachfrage anpassen, sind das schon mal 4-stellige Beträge, die man bei einer frühen Buchung sparen kann. 

Ein neues Reiseziel ist meistens schnell gefunden. Unsere Wunschliste ist soooo lang, da ist dann eher die Qual der Wahl angesagt. Bei der Auswahl schauen wir, welche Reisezeit kommt für uns in Frage und ist mit unseren Urlaubsplanungen auf der Arbeit zu vereinbaren. Wie ist das Wetter in der geplanten Reisezeit, am gewünschten Urlaubsort. Gibt es vernünftige und bezahlbare Flugverbindungen. All diese Punkte spielen bei der Auswahl eine Rolle.

Trip- und Kostenplanung mit Excel

Trip- und Kostenplanung mit Excel

Wenn wir uns dann aber für ein Ziel entschieden haben, beginnt das Lernen. Wir saugen alles auf, was es zu der Region zu finden gibt. Wir lesen klassische Reiseführer, durchstöbern das Internet, lesen viel auf anderen Blogs oder Webseiten mit Reiseberichten. Dabei machen wir uns Notizen über viele Dinge, seien es Sehenswürdigkeiten, Geheimtipps, Restauranttipps und alle anderen interessanten Informationen die wir finden. 

Die eigentliche Planung der Reisebausteine beginnt dabei oft schon parallel. Wenn wir uns einmal in ein Reiseziel verguckt haben, dann gibt es kein Zurück mehr.

Reiseplanung – Flüge buchen

Blue 1 am Flughafen Düsseldorf

Planung der Flüge

Flüge buchen wir meistens rund 11 Monate vor dem Start. Zu diesem Zeitpunkt tauchen sie in den Buchungssystemen auf und da sind teilweise wirklich tolle Angebote dabei, mit sehr begrenzten Kapazitäten. 

Natürlich, man kann auch zocken – kurz vor der Reise bekommt man auch noch ab und zu Schnäppchen. Man sagt, 3-4 Wochen vor dem Start wäre eine gute Zeit zum buchen. Wir haben das in den letzten Jahren aber immer mal kontrolliert. Oft wären wir dann richtig auf die Nase gefallen, nur selten hätten wir ein paar Euro gespart. Ob das aber den Nervenkitzel wert gewesen wäre? Ich glaube, wir denken da sehr konservativ und haben es lieber frühzeitig in trockenen Tüchern.

Konservativ sind wir auch bei der Buchung der Flüge. Wir buchen entweder bei den Fluggesellschaften direkt oder über einen renommierten Reiseveranstalter. Die Geschichten über diverse Flugportale die man immer wieder liest und die wir auch selber von unseren Kunden erzählt bekommen, lassen und einen weiten Bogen um diese Portale machen. 

So lange dort alles nach Plan läuft, mag das ja funktionieren – wenn sich nicht plötzlich bei der Buchung der Preis erhöht. Aber was ist, wenn Probleme auftreten? So hat sich jetzt bei einer unserer Buchungen der Flugplan verändert. Ein gebuchter Nonstop-Flug von Atlanta nach Düsseldorf wurde gestrichen und durch einen Umsteigeflug ersetzt. Es hat  uns genau einen Anruf beim Reiseveranstalter gekostet und wir wurden kostenlos auf einen Nonstop-Flug einen Tag später umgebucht. Das möchte ich nicht bei einem der Online-Portale erleben.

Prioritäten bei der Flugauswahl

Bei der Auswahl des Fluges haben wir aber, neben dem Preis, noch andere Faktoren, die bei der Wahl eine Rolle spielen:

  • Nonstop-Flug wird bevorzugt, sonst maximal 1x Umsteigen – wenn es möglich ist
  • Bei Flügen in die USA, möglichst kein Umsteigen in den USA auf dem Hinflug
  • Vernünftige Flugzeiten und kurze Umsteigezeiten
  • Sinnvolles Routing des Fluges – wenn wir in die USA fliegen, werden wir nicht in Istanbul umsteigen und dahin erstmal 3 Stunden in die falsche Richtung fliegen.

Dabei geben wir auch gerne mal ein paar Euro mehr aus, um einen der genannten Punkte zu erfüllen. Was haben wir von einem maximal billigen Flug, wenn man 7 Stunden an irgendeinem Airport rum hängen muss, um 50 Euro zu sparen? 

Wir vergleichen auch oft die Flugpreise zu verschiedenen Orten an unserer geplanten Route. Es kann durchaus ratsam sein, sich nicht auf einen Startpunkt festzulegen. Mit dieser Flexibilität kann der Geldbeutel genauso geschont werden, wie mit der Möglichkeit, nicht an einem ganz bestimmten Tag fliegen zu wollen. Oft sind Flüge ein/zwei Tage früher oder später deutlich günstiger zu bekommen.

Bei der Wahl der Fluggesellschaften sind wir mittlerweile völlig offen. Wir haben inzwischen alle möglichen kennenlernen dürfen. Irgendwie taten die sich alle nichts. Der Service ist stark abhängig von der Laune der Besatzung – da haben wir bei einer Gesellschaft schon gewaltige Unterschiede erlebt. Der Sitzabstand ist für uns beide meist ausreichend, wir sind ja eher ein wenig kleiner als der Durchschnitt. Wobei wir mittlerweile gerne Premium-Economy fliegen – aber nur wenn die Preise nicht komplett utopisch sind.

Dabei spielt es natürlich auch eine Rolle, ob wir eine Reise innerhalb von Deutschland, Europa oder eine Langstrecke nach Australien oder Nordamerika planen. Bei Flügen bis drei oder vier Stunden Flugdauer sind uns viele der genannten Punkte auch egal. Da steht dann der Flugpreis absolut im Vordergrund unserer Auswahl.

Reiseplanung – Wohnmobilreise

Wohnmobil

Reiseplanung für eine Wohnmobil-Reise

Wenn wir einen Road-Tripp mit dem Wohnmobil planen, dann geht das Suchen nach einem passenden Angebot Hand in Hand mit der Flugbuchung. Auch beim Wohnmobil ist eine gewisse Flexibilität beim Reisedatum und Startort der Route sinnvoll. Wir vergleichen hier die Preise zeitgleich mit den Flugpreise. Am Ende kommt dann ein günstiges Paket raus. Idealerweise mit günstigem Flug und günstigem Wohnmobil.

Die Wohnmobile buchen wir immer über deutsche Anbieter. Diese bieten meist bessere Versicherungen, Pakete mit unbegrenzten Meilen und Übernahme der Selbstbeteiligung bei Schäden am Fahrzeug. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Wohnmobil dann erst 4 Wochen vor der Reise bezahlt werden muss. Das ist ja auch nicht zu unterschätzen.

Bei der Auswahl des Anbieter und des Typs gehen wir wirklich nur nach dem Preis. Natürlich gibt es Anbieter, die viel mehr Ausstattung bieten, besseren Service und auch qualitativ bessere Fahrzeuge. Aber mal ehrlich, wie leben  2 Wochen in dem Mobil. Wir brauchen keinen Fernseher, wir brauchen keinen Schnickschnack. Und ein paar hundert Euro mehr bezahlen, nur um die Bettwäsche inklusive zu haben? Die können wir auch mitnehmen oder im Supermarkt kaufen.

Wohnmobilplanung – der Rest

Wenn wir dann das Wohnmobil und den Flug gebucht haben kommt der Rest der Planung. Dazu gehört die Buchung eines Hotels für den Startort der Reise. Die Wohnmobile darf man nicht am Ankunftstag in den USA übernehmen. Daher planen wir immer 1-3 Nächte in dem Ort der Übernahme ein. 

Campingplätze buchen wir nur selten vor. Dies machen wir nur, wenn wir zur Hauptsaison z.B. in einem National Park übernachten wollen. Bisher haben wir immer was gefunden. Selbst am Independence Day am Yellowstone war ein Stellplatz zu bekommen (ok, nicht im Park direkt – aber in 10 Meilen Entfernung zum Eingang).

Eine Route planen wir immer. Wir haben selber gerne einen Leitfaden, den wir abreisen können. Dabei planen wir aber nie alle Tage der Reise durch. Wir lassen uns immer ein wenig Puffer um flexibel zu sein. Und gelegentlich ändern wir auch auf der Reise schonmal komplett die Route. Das ist aber eben die Freiheit, die wir an einem Wohnmobil Urlaub so lieben.

Reiseplanung – Mietwagenrundreise

Etwas größerer Leihwagen

Mietwagen in den USA

Das Wohnmobil ist mittlerweile unsere liebste Art, einen Road-Trip zu machen. Aber, es lohnt sich nicht – aus unserer Sicht – wenn man nur für 8 oder 10 Tage unterwegs ist. Es gehen dann 2 Tage für Übernahme, Abgabe und Einkaufen drauf, die einem einfach fehlen.

Bei solch kürzeren Trips sind wir dann mit dem Mietwagen unterwegs. Den Wagen buchen wir auch meist recht frühzeitig, wobei das nicht unbedingt sein muss. Hier findet man oft auch kurzfristig tolle Angebote. Allerdings ist eine frühzeitige Buchung kein Risiko. Bei den meisten Anbietern kann man die Buchung bis 24 Stunden vor der Übernahme des Fahrzeugs kostenlos stornieren. Sollte man also irgendwo ein Schnäppchen entdecken, dann einfach umgebucht.

Bei der Wahl des Fahrzeuges sind wir relativ offen. Wir bevorzugen entweder einen mittleren SUV oder eine schöne, große Limousine. Hey, wir sind in den USA unterwegs, also will man auch typisch amerikanisch reisen.

Mietwagenrundreise – Route und Hotels

Wir planen unsere Mietwagentouren inzwischen wieder komplett durch. Es wird eine Route ausgesucht und die Hotels an der Route werden vorgebucht. Allerdings so, dass wir diese auch kurzfristig noch stornieren können. Am besten bis zum Anreisetag selber. Damit bewahren wir uns die Flexibilität. Gleichzeitig ersparen wir uns aber die abendliche Suche nach einem Hotel. Das ist uns in den letzten Jahren, wo wir ohne Buchungen unterwegs waren, mächtig auf die Nerven gegangen. Hat vielleicht was mit dem Alter zu tun.

Als Routenplaner nutzen wir dabei sehr gerne Google Maps. Dort ist es möglich, in eigenen Karten viele Informationen mit einzubauen, Sehenswürdigkeiten zu markieren, Routen zu berechnen. Ein weiterer Vorteil dabei ist es, dass Google Maps auch als Navigationssystem genutzt werden kann.

Reiseplanung – Backpacking in Thailand

Gepäck in Thailand als Flashpacker

Mit dem Rucksack durch Thailand

Über Weihnachten waren wir zum ersten mal in Thailand unterwegs. So richtig mit Rucksack und mit dem Zug. Nächstes Jahr geht es wieder in das wunderbare Land. 

Flüge sind vorab gebucht und auch unsere Route steht bereits fest. Ähnlich wie bei einer Mietwagentour buchen wir unsere Hotels hier vor. Damit haben wir Ziele, die wir abklappern können, fest definiert. Für uns ist das ein beruhigendes Gefühl von sicherer Planung. Gerade in Thailand muss man das aber nicht unbedingt machen. Dort bekommt man auch vor Ort immer gut und günstig eine Unterkunft.

Bewegen werden wir uns hauptsächlich mit dem Zug. Die Tickets dafür kaufen wir aber vor Ort. Wir werden aber dieses Mal auch einen Abstecher nach Kambodscha machen, zum Ankor Wat. Dafür haben wir auch schon die Flüge, ab/bis Bangkok, und das Hotel gebucht.

Reiseplanung individuell

So planen wir unsere Reisen. Allerdings erleben wir im täglichen Geschäft, dass jeder Reisende seine Touren anders plant. Die einen mit mehr Freiheiten, die anderen lieber mit festen Zielen auf der Reise. Einige buchen alle Campgrounds vor, bei einer Wohnmobilreise, andere buchen keine Hotels bei einer Mietwagenreise, wieder andere buchen sogar fertige Touren von Veranstaltern. Wir selber brauchen auch keine Restaurants, die im Michelin Führer stehen, uns reicht eine leckere Garküche am Straßenrand in Bangkok. 

Die Reiseplanung ist genau so individuell wie das eigentliche Reisen selber. Jeder hat seine Vorlieben, seine Wünsche – und das ist auch gut so. Wie langweilig wäre die Welt, wenn wir alle gleich ticken würden. 

Wir wurden durch die Blogparade zum Thema Reiseplanung, auf dem Philippinen Blog von Urs, motiviert uns aktuell mal wieder mit dem Thema auseinander zu setzen. 

So planen wir unsere Reisen im Moment. Wie macht ihr das? Plant ihr gerne detailliert eure Reisen oder lasst ihr einfach alles auf Euch zukommen?

Vielen Dank für Deinen Besuch!

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Wir sind es, Melanie und Thomas. Zwei Reisesüchtige in den besten Jahren, wie man das neuerdings so sagt, also das mit den Jahren. Wenn wir mal nicht reisen, verdienen wir unser Geld zum Reisen und fotografieren uns an den Wochenenden durch die nähere Umgebung. Dabei lieben wir Zoos oder andere Sehenswürdigkeiten rund um unseren schönen, geliebten Ruhrpott.

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