Reisetipp USA Essen und Trinken

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  • Steak in den USA

Reisetipp USA Essen und Trinken

Von |30.04.2014|Kategorien: Reisetipps USA|Tags: , , |5 Kommentare

Viele behaupten ja, die Amerikaner haben keine Esskultur und ernähren sich nur von Burgern. Nun, da kann man geteilter Meinung sein. Aber erstens sind die Burger da drüben ein Genuss und es gibt weiß Gott noch andere tolle Dinge zum Essen. Fisch, Gemüse, und natürlich die besten Steaks!

In den USA findet man für jeden Geschmack die passende Küche. Ob vegetarisch, kulinarisch, deftig oder Fast Food. Jede andere Behauptung ist einfach Unsinn.

Wenn man nun in den USA lecker Essen gehen will, dann sollte man aber ein paar Dinge beachten, die ich hier mal zusammen gefasst habe.

Restaurant oder Fast Food?

Steak in den USA

Steak in den USA

Für Freunde des gepflegten Fast Food sind die USA ein Traum. Egal ob Burger King, McDonalds, Wendys und wie sie alle heißen mögen – ihr findet sie so ziemlich an jeder Straßenecke. Natürlich gibt es auch unzählige Restaurants, wo man sehr gut Essen kann. Eine Warnung sei aber gegeben: Weiße Tischdecken + eingedeckter Tisch + fehlende Preise draußen an der Karte = sehr teuer! Eine gute Adresse sind eigentlich immer die großen Restaurantketten, hier mal ein paar Beispiele: Longhorn, Outback, Sizzler, Chillys… nur mal als Beispiele, es gibt noch zahlreiche gute Namen und Alternativen. Gerne gehen wir auch in kleine, lokale Restaurants welcher keiner Kette angehören. So findet man, gerade im Westen, immer tolle kleine Steakhäuser wo man sehr gut und preiswert essen kann.

Restaurantbesuch in den USA

Nachtisch

Nachtisch – nix Diät

Wenn Ihr ein Restaurant in den USA betretet, so rennt bitte nicht zu einem freien Tisch. In 95% aller Restaurant werdet Ihr am Eingang in Empfang genommen und zu einem freien Tisch gebracht.

Sollte kein Tisch frei sein, so gibt es meist einen Wartebereich oder man bekommt einen „Piepser“. Mit diesem kann man sich dann draußen aufhalten oder im benachbarten Shopping-Center die Zeit vertreiben. Wenn dann ein Tisch frei wird piepst und blinkt der Kasten sehr penetrant, so das auch wirklich jeder in der Shopping-Mall nun weiß, dass Du essen gehst. Ihr werdet dann zu einem Tisch geführt wo Ihr Euch niederlassen könnt.

Danach kommt dann eure Bedienung, und ihr könnt los legen mit euren Wünschen.

Es ist in den USA nicht üblich, nach dem Essen noch stundenlang am Tisch sitzen zu bleiben. Daher wird man nach dem Essen gefragt ob man noch ein Dessert haben möchte oder manchmal auch nach einem Kaffee. Und dann liegt, ratzfatz, die Rechnung auf dem Tisch. Meist mit den lieb gemeinten Worten „Zahlen Sie wann Sie möchten“ – gemeint ist aber: „Mach den Tisch frei für die nächsten Gäste“. Erwartet nun nicht mehr, noch was zu trinken zu bekommen oder noch was bestellen zu können. Steckt gefälligst Eure Kreditkarte oder die Kohle in das Mäppchen! Geld verdient wird nur mit neuen Gästen, das ist einfach so.

Wie viel Fleisch ist ein oz???

Speisekarte

Speisekarte

Wer zum ersten mal in den USA ein Steak bestellen möchte, oder die Dame Putenfleisch, steht vor der schier verwirrenden Gewichtsangabe oz in der Speisekarte. Nun, es handelt sich um die Maßangabe ounce (oz) wobei 1 oz etwa 28 Gramm bedeutet.

Fehlende Kenntnisse dieser Berechnung enden oft mit hungrigem Magen, oder der Überraschung, das 200 oz nicht 200 Gramm sind

Somit ergibt sich folgende Umrechnungstabelle für Restaurantbesuche:

  • 5 oz = 140 g = Kinderportion
  • 7 oz = 196 g = Mädchenportion
  • 9 oz = 252 g = Joa, für zwischendurch ok – Standardmaß bei Geflügelgerichten
  • 12 oz = 363 g = genau Richtig für den Onkel
  • 15 oz = 420 g = ouha

Die Bestellung

Leckerer Burger

Leckerer Burger

Wer kennt das nicht aus unseren Restaurants: „Einmal die 27, mit etwas 18 aber ohne 12 dafür mit 39“.

Vergesst es. In den USA werden Namen genannt. So kann man siegessicher sein Steak bestellen: „The RibEye-Steak, please.“ Nun, damit nimmt aber die Fragestunde erst ihren Lauf: „English, Rare, Medium-Rare, Medium?“ Und so geht das weiter, bis man durch die Beilagen und Salate in verschiedensten Variationen gefragt wurde.

Ich lasse immer meine Frau zuerst bestellen, dann kann man den Fragehythmus der Bedienung bereits kennen lernen und dann schnell seine eigene Bestellung nach schieben: „The RibEye-Steak, medium, with fries and Ceasars-Salad with French-Dressing!“ Schnell und schmerzlos.

Getränke im Restaurant

Bier in den USA? Vergesst es! Gibt es nicht! Basta! Allenfalls gibt es Kaltgetränke, gerne serviert in 1-2 Literkübeln mit Eiswürfeln drinnen, welche ganz entfernt Ähnlichkeit mit dem haben, was wir als Bier kennen. Natürlich steht es euch frei europäische Biere zu kaufen/trinken. In Restaurants gerne zum Flaschenpreis von 9$ zu bekommen.

Übrigens, wenn Ihr eine Coke bestellt kann es sehr wohl sein, das ihr gefragt werdet ob es auch eine Pepsi sein kann. Da ist man sehr pingelig.

Free Refill ist eine tolle Sache!

Bei unserem ersten USA Restaurantbesuch 2009 waren wir mittelmäßig geschockt, das die sehr nette Bedienung uns immer die ein Drittel vollen Gläser weg nahm und uns ungefragt neue hinstellte. Nun, so lernten wir den Begriff „Free Refill“ kennen und schätzen. In den meisten Restaurants bekommt man nicht alkoholische Getränke und Eistee so viel man möchte und zahlt nur das erste Glas.

Den Rest mitnehmen, bitte!

In den USA ist es durchaus üblich, ja sozusagen normal, das man seine nicht verspeisten Reste im Restaurant mit nach Hause nimmt. Deshalb werdet Ihr immer gefragt werden ob Euch die Reste eingepackt werden sollen. Naja, mich fragt da selten jemand nach, weil, welche Reste?

Trinkgelder sind Pflicht

Auch lecker: Fisch

Auch lecker: Fisch

Trinkgelder sind in der USA Pflicht. In der Regel gibt man folgende Prozentsätze auf die Rechnung:

  • 15% – Joa, ging so.
  • 18% – Das war gut.
  • 20% – Das war exzellent.

Denkt bitte daran, die meist netten Kellner oder Kellnerinnen bekommen nur ein minimales Grundgehalt. Die Leben also von den Trinkgeldern ihrer Gäste. Das erklärt auch warum die meist sehr nett sind. Wir haben auf unseren Reisen erst einmal kein Trinkgeld gegeben, da ist aber auch so einiges in die Hose gegangen. Das wäre dann fast schon wieder ein Trinkgeld für die Unterhaltung wert gewesen. In einigen touristischen Hochburgen (erlebt in: Orlando, Miami Beach) muss man damit rechnen, dass das Trinkgeld bereits auf der Rechnung mit berücksichtigt ist. Achtet einfach darauf ob da bereits ein Posten „Tip“ mit einem Betrag auftaucht.

The Breakfast

USA Frühstück

USA Frühstück

Noch ein Thema, welches man mal ansprechen sollte – das Frühstück in den USA.

In hochpreisigen Hotels bekommt man meist ein wunderbares Frühstück mit allem was das Herz begehrt. In den Motelketten, wie wir in der Regel übernachten, gibt es oft kein Frühstück oder nur etwas, was man sich wirklich nur mit Not und Mühe antun kann. Wer auf kaffeeähnliche Substanzen im Styroporbecher mit Umrührstrohalm gepaart mit einem knochentrockenen Muffin steht, wer Cornflakes aus Plastiktüten und auf kleine Burger mit Pappgeschmack steht, der ist da bestimmt glücklich bei.

Wir nutzen diese Möglichkeit nur, wenn wir es morgens wirklich mal eilig haben. Uns zieht es mehr in die typischen Frühstücksrestaurant wie Denny’s oder ihop (um nur zwei Beispiele zu nennen) wo man vom kleinen Toast mit Marmelade über Rühreiorgien bis zum Steak alles bekommen kann. Sehr gute Erfahrungen haben wir auch mit kleineren Frühstücksrestaurants gemacht, welche keiner Kette angehören. Hier ein Tipp: Je mehr Trucks vor der Türe parken, desto besser ist das Frühstück. Ein Hinweis noch – wenn man zum Frühstück Eier bestellt, so wird man den gewünschten Zustand beim servieren mit angeben müssen. Da gibt es so einige:

  • scrambled: Rührei
  • sunny side up: Spiegelei
  • over easy: Spiegelei – beidseitig gebraten – innen weicht – also medium 😉
  • over hard: Spiegelei – beidseitig gebraten – innen hart
  • boiled: gekocht

Das waren unsere Tipps zum Thema Essen und Trinken in den USA. Kommentare sind, wie immer gerne gesehen!

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5 Kommentare

  1. Ann-Bettina 2. Mai 2014 um 14:20 Uhr - Antworten

    Hallo Thomas,
    ein sehr interessanter und informativer Artikel. Das wäre aber absolut nix für mich. Ich will in Ruhe frühstücken mit richtigem Kaffee und auch beim Essen im Restaurant so lange sitzen bleiben wie es mir gefällt.
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

    • Thomas Jansen 6. Mai 2014 um 9:25 Uhr - Antworten

      Moin Ann-Bettina,

      deswegen gehen wir ja so gerne in die Frühstücksrestaurants. In den meisten Motels bekommst Du nur ein rudimentäres Frühstück, mit Kaffee aus Pappbechern. Das ist dann auch nicht wirklich gemütlich. Sollte ein Hotel mal ein gutes Frühstück bieten, dann nutzen wir das natürlich auch.

      LG Thomas

      PS: Sorry fürs späte frei schalten. Aber mein Span-Filter läuft hier wohl Amok!

  2. Hans 2. Mai 2014 um 14:29 Uhr - Antworten

    Hallo Thomas,

    kann ich bestätigen, dass die Amerikaner auch eine gute Küche haben. Wir waren vor einiger Zeit in New York und die Restaurantauswahl ist ziemlich groß. Gut, ist ja auch eine Metropole. Auch wirklich gute Burger, die nichts mit den Fast-Food-Ketten-Dingern zu tun haben, bekommt man. Das Frühstück ist in der Tat „befremdlich“. Wir hatten zwar ein Hotel, was Frühstück anbot, aber natürlich musste man das extra bezahlen. Viele Hotels bieten gar kein Frühstück an, und die meisten New Yorker machen Frühstück to go. Kaffe und Donut auf die Hand.So erzählte man uns das, und das was man sehen konnte, hat dies bestätigt.

    Wenn wir an der Hotelbar mal einen Kaffee trinken wollten, gab es den auch in den Pappbechern mit Deckel drauf. Das war nicht so schön, aber ich als oller Kaffeeonkel wollte nicht drauf verzichten. Beim Frühstück gabs aber Porzellan.

    Herzlicher Gruß Hans

    • Thomas Jansen 6. Mai 2014 um 9:26 Uhr - Antworten

      *lach* befremdlich ist noch milde ausgedrückt. Ich erinnere mich an ein Frühstück, da gab es Hamburger – zumindest sah es so aus. Es entpuppte sich aber gemschacklich als gebratenes Papier mit Hackfleisch-Farbe… *würgs*

      LG Thomas

      PS: Sorry fürs späte frei schalten. Aber mein Span-Filter läuft hier wohl Amok!

  3. Anti-Piracy Company 7. Mai 2014 um 11:35 Uhr - Antworten

    Super interessanter Artikel! 🙂 Die USA ist zwar nicht mein nächstes Reiseziel, aber man kann definitiv schon vorher einiges an Informationen sammeln. 😉 Gerade dann, wenn man die Informationen nämlich braucht, findet man sie nicht.

    Aber das Essen schaut auf jeden Fall richtig richtig gut aus.

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