Sightseeing, Road-Trip, Rundreisen, Städtetour – ist das eigentlich Erholung?

---Sightseeing, Road-Trip, Rundreisen, Städtetour – ist das eigentlich Erholung?
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Sightseeing, Road-Trip, Rundreisen, Städtetour – ist das eigentlich Erholung?

Von | 2018-01-22T21:41:38+00:00 22.01.2018|Kategorien: Rund ums Reisen|Tags: , , , , , |19 Kommentare
Wir lieben Road-Trips, von einem Ort zum nächsten fahren, unterwegs tolle Sehenswürdigkeiten bestaunen. Aber genauso gerne machen wir Städtetrips, mit Sightseeing, Museumsbesuchen, Freizeitparks besuchen und noch vieles mehr. Nur eines mögen wir gar nicht, tagelang an einem (bestimmt wunderschönen) Strand zu liegen und nichts zu tun. Immer wieder werden wir dann gefragt, wo bleibt denn da die Erholung? Von morgens bis abends unterwegs, Fotos machen, die Fahrerei, ein scheinbar volles Programm auf der Reise.

Für uns ist das trotzdem pure Erholung. Wie wir das hinbekommen, möchten wir Euch in diesem Beitrag einmal vorstellen.

Individuelles empfinden von Erholung

Zuerst sei gesagt, dass Erholung wohl bei jedem Menschen anders aussieht. Der Eine kann sich nur erholen, wenn er 2 Wochen komplett abschaltet. Einfach am Strand oder am Pool liegen. Nichts tun, sich bedienen lassen, einfach abschalten. Für uns ist ein Badeurlaub inzwischen ein Alptraum. Früher, da haben wir dass selber gemacht. Schön 14 Tage im All-Inklusive-Hotel in der Türkei. Nichts machen, außer in der Sonne brutzeln und zu den Mahlzeiten mal von der Liege aufstehen. 

Heute nehmen wir uns immer wieder vor, mal einen Strandtag einzulegen, wenn wir an irgendwelchen Gewässern unterwegs sind. Das geh meistens eine Stunde gut, dann wird uns beiden langweilig. Es reicht dann ein Blick und die Klamotten werden zusammengepackt und ab ins Auto, irgendwas anschauen.

Erholung auf dem Road-Trip, einer Rundreise oder einem Städtetrip

Es gibt keine ultimative Anleitung für Erholung im Urlaub. Dafür sind wir Menschen einfach zu individuell. 

Jeder sollte das machen, was ihm Spaß macht. Alles wozu man überredet werden muss, ist schon eine schlechte Voraussetzung für Erholung. Das ist übrigens auch der Grund, warum wir niemals mit anderen Menschen in Urlaub fahren. Schon die möglichen Diskussionen über das „was machen wir heute“ würde den Erholungseffekt zerstören. Bei uns beiden kommt so eine Diskussion extrem selten auf, da wir sehr ähnlich ticken. Wenn überhaupt, dann haben wir bei der Planung mal Differenzen über Dinge, die wir uns ansehen wollen.

Wie Road-Trips, Rundreisen und Städtetrips für uns, trotz aller Aktivitäten, maximal erholsam sind, möchten wir Euch nachfolgend mal erklären.

Tipp 1 zur Erholung – Reisen übers Jahr verteilen

Bei uns stellt sich eine spürbare Erholung schon am zweiten oder dritten Tag einer Reise ein. Und ja, die hält auch ein wenig an, wenn wir wieder in den Wahnsinn des Alltags nach einer Reise eintauchen.

Daher teilen wir unseren Urlaub, der auch nur 30 Arbeitstage im Jahr beträgt – man mag es nicht glauben – geschickt über das Jahr verteilt auf. Dabei versuchen wir natürlich, die effektive Zahl an freien Tagen für die Reise, durch das geschickte Ausnutzen von Feiertagen und Brückentagen, ein wenig zu erhöhen.

So schaffen wir es pro Jahr 2-3 längere Reisen (bis 15 Tage) und zusätzlich noch ein oder zwei Kurztrips zu planen. Diese verteilen wir meist so über ein Jahr, dass zwischen den einzelnen Reisen nie mehr als 3-4 Monate liegen.

Uns persönlich bringt das mehr Erholung, als wenn wir eine 5-wöchige Reise machen würde und dann 11 Monate durcharbeiten müssten. Auch das ist natürlich sehr individuell. Wir kennen Menschen, bei denen ist das anders rum – da sie erst nach einer Woche im Urlaub wirklich abschalten können.

Tipp 2 zur Erholung – eine gute Reiseplanung

Und bei dem Thema Planung sind wir schon beim ersten Schritt für eine erholsame Reise angekommen. Wir lieben perfekt durchgeplante Reisen. Manch ein Individualreisender wird jetzt die Hände über den Kopf zusammenschlagen und sich entsetzt abwenden. Man kann doch einen Road-Trip nicht von vorne bis hinten durchplanen – doch, kann man.

Unsere ersten Trips haben wir auch noch sehr locker geplant. Flüge, Mietwagen und die erste Nacht vorgebucht. Und dann sind wir einfach drauf losgefahren. Und am Abend ging es dann los, Hotels suchen – in so Städten wie New Orleans, Houston oder Los Angeles ist das aber kein Spaß. Die Wege sind nicht zu unterschätzen, die Preisspannen noch weniger. So ist es mehrfach vorgekommen, dass wir völlig genervt in eher *hüstel* schlechten Hotels gelandet sind oder alternativ in sehr teuren Häusern. Wir haben dann schnell gemerkt, das ist nichts für uns – da haben wir keine Lust zu.

Seitdem buchen wir neben den Flügen, dem Mietwagen und dem ersten Hotel auch alle anderen Hotels vor, die an unserer geplanten Route liegen. Bisher konnten wir immer gut abschätzen, wie lange wir an einem Ort bleiben wollen. Allerdings buchen wir die Hotels so vor, dass diese bis zum Anreisetag kostenlos storniert werden können. So erhalten wir uns die Flexibilität auf der Reise.

Wenn wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind, sehen wir das ein wenig lockerer. Campgrounds buchen wir eher nicht vor, es sei denn wir wollen irgendwo mitten in einem Nationalpark übernachten. Dann geht es oft nicht anders, da diese Plätze sehr früh ausgebucht sind. Bisher haben wir auch an jedem Ort einen Campground gefunden, ganz ohne großen Stress.

Für uns ist die Reiseplanung eine Art Leitfaden, an dem wir dann entlangfahren. Wir wissen, auch wenn wir später am Abend am Zielort ankommen, dort wartet ein reserviertes Zimmer auf uns. Die Planung einer solchen Route kann aber Wochen dauern und wird dabei mehrfach komplett umgekrempelt. Für uns ist diese Planung aber ein Stück Urlaub und macht riesig Spaß.

Tipp 3 zur Erholung – vernünftige Flüge

MD11 der KLM beim Start in Amsterdam

Unsere Reisen beginnen und enden meist mit recht langen Flügen. Uns solche Langstreckenflüge sind nervig, das kann man auch nicht schönreden. Oft genug fragen wir uns nach vier oder fünf Stunden, warum tun wir uns das eigentlich hier an? Du könntest jetzt schon auf den Kanaren sein und hier ist noch nicht einmal Halbzeit.

Mittlerweile buchen wir nicht mehr die billigsten Flüge, um im Wettstreit „wer hat den Billigsten“ weit vorne zu liegen. Viel wichtiger sind uns die Fluggesellschaft, die Bestuhlung der Flieger (wir mögen keine 3er-Sitze) und gute Verbindungen. Wenn es finanziell machbar ist, nehmen wir lieber den Direktflug. Umsteigen möchten wir, wenn es nicht anders geht, maximal einmal auf der Strecke.

Dazu haben wir die höherwertigen Economy Klassen für uns entdeckt. Bei einer Economy-Comfort, die zum Beispiel von Delta angeboten wird, hat man wenigstens einen höheren Sitzabstand zum Vordermann. Bei Produkten wie die Premium Economy bei Lufthansa sind die Sitze auch noch breiter, haben vernünftige Armlehnen und eine Fußstütze. Kleinigkeiten, die aber das Wohlbefinden im Flieger deutlich steigern. So haben wir beide, auf unserem Flug von Bangkok nach Frankfurt in der Premium Eco, erstmals in einem Flugzeug schlafen können.

Trotzdem bleiben die langen Flüge für uns der anstrengendste Teil bei unseren Reisen. Möge doch endlich mal jemand das Beamen erfinden.

Tipp 4 zur Erholung – ein vernünftiger Mietwagen

Auch beim Mietwagen buchen wir nicht nach dem Motto „Hauptsache billig“. Selbstverständlich buchen wir nur Tarife, mit allen nötigen Versicherungen und, ganz wichtig, ohne irgendwelche Selbstbeteiligungen. Damit ist man mit den formellen Dingen schon mal auf der sicheren Seite.

Beim Fahrzeug selber gönnen wir uns auch gerne ein wenig „Luxus“. Einen Road-Trip mit einem untermotorisierten Kleinwagen, das wäre vielleicht ökologisch sinnvoll. Nur, da so ein Road-Trip aus ökologischer Sicht eh Wahnsinn ist, kommt es auch nicht mehr auf den Mietwagen an. Also wählen wir meistens einen kleinen SUV oder einen größeren PKW, der ein bisschen mehr Fahrkomfort bietet. Schließlich sind wir oft mehrere tausend Kilometer damit unterwegs und die sollen Spaß machen.

Tipp 5 zur Erholung – bei einem Road-Trip muss das Fahren Spaß machen

Zufahrt ins Monument Valley

Zufahrt ins Monument Valley

Wir fahren auf unseren Road-Trips gerne mal 2000 bis 3000 Kilometer in 14 Tagen. Wenn einem dabei das Autofahren keinen Spaß macht, dann ist ein Road-Trip vielleicht die falsche Art zu reisen.

Bei uns ist die Rollenverteilung relativ einfach. Thomas fährt für sein Leben gerne Auto. Er kann stundenlang hinter dem Steuer sitzen und dabei total entspannen. Selbst in den teilweise chaotischen Großstädten auf unseren Reisen, bringt ihn beim Fahren nichts aus der Ruhe.

Allerdings ist Thomas der schlechteste Beifahrer der Welt. Eine Stunde auf dem Beifahrer-Sitz und die Erholung ist kaputt. Das liegt nicht an der Fahrweise von Melanie, das ist bei jedem anderen Fahrer so, wo er rechts sitzen muss.

Melanie ist dagegen die perfekte Beifahrerin. Man wird wunderbar mit Essen und Getränken versorgt, sie macht tolle Fotos während der Fahrt, die Musik wird geregelt. Das klappt alles prima, wenn sie nicht gerade eingeschlafen ist. 

Praktisch bei unserer Rollenverteilung ist, wir sparen uns meist die Gebühr für den zusätzlichen Fahrer. 

Ihr seht, es ist bei der Fahrerei wichtig, dass man sich einig ist. Ständiges Genöhle über die Fahrweise, Streitereien über die Strecke oder wer nun fahren darf, das trägt nicht zur Erholung bei.

Tipp 6 zur Erholung – Reisekomfort auf Rundreisen ohne Auto

Wenn mir mal nicht mit dem Auto unterwegs sind, zum Beispiel auf unseren Asien-Reisen, gönnen wir uns auch oft die komfortableren Reisemittel. Wir fahren kurze Strecke in Thailand gerne mal in der 3. Klasse im Bummelzug. Das macht sogar richtig Spaß und man taucht ein Stück weit in das Leben der Einheimischen ein. Auf langen Strecken bevorzugen wir dann aber doch lieber den Schnellzug in der 1. oder 2. Klasse. Oder wir nehmen direkt das Flugzeug, wie auf unserem Trip von Bangkok nach Angkor Wat.

Auf Strecken, die mit dem Zug nur umständlich oder mit weiten Umwegen zu fahren sind, haben wir uns auch schon den privaten Shuttle gegönnt. Das kostet ihn Thailand kein Vermögen und war wirklich komfortabel.

Tipp 7 zur Erholung – Vernünftige Hotels

Wir brauchen die Hotels auf unseren Rundreisen meistens nur zum Schlafen, da wir den ganzen Tag unterwegs sind. Das wir irgendwelche Freizeiteinrichtungen des Hotels, wie zum Beispiel den Pool, nutzen, kommt eigentlich nie vor. Daher stellen wir an die Hotels keine großen Ansprüche. Was uns wichtig ist, sie müssen sauber sein und ein Bad mit eigenem WC ist Pflicht.

Die Hotels müssen bei unseren Road-Trips nicht unbedingt super zentral liegen. Wir sind gerne bereit ein paar Meilen zu fahren um zu den Sehenswürdigkeiten zu kommen.

Etwas anders sieht das bei uns auf Städtetrips aus, wenn wir kein Auto dabeihaben. Dann nehmen wir doch gerne zentral gelegene Hotels, die recht gut am öffentlichen Nahverkehr angeschlossen sind. Luxus muss es hier auch nicht unbedingt sein. Wobei, so eine Suite – die wir als Upgrade in Bangkok bekommen haben – die hatte schon was.

Was wir aber nicht mehr machen, ist das billigste Hotel am Ort zu buchen. Damit sind wir mehrfach ein kleines Bisschen auf die Nase gefallen. Wir erinnern uns mit Grauen an das günstigste Hotel in Miami Beach. Wir wollten ja nach dem Flug nur eine Nacht irgendwo schlafen. Das lag dann in einem Viertel, wo wir eigentlich das Auto nicht verlassen wollten, an der Rezeption war offensichtlich einer am Kiffen (der Geruch) und im Zimmer haben wir das Licht ganz schnell wieder ausgemacht, war besser so.

Tipp 8 zur Erholung – Zeit lassen und nicht alles sehen wollen

Bis jetzt haben wir nur über die logistischen Dinge gesprochen, Flüge, Mietwagen, Planung und Hotels. Was aber für uns sehr wichtig ist, ist die Einstellung zum Reisen und die eigene Erwartung. Hier liegt für uns das größte Erholungs-Potential. 

Auf unseren ersten Road-Trips haben wir noch den Fehler gemacht, möglichst viel in kurzer Zeit sehen zu wollen. So kam es wirklich vor, dass wir eine Sehenswürdigkeit frühzeitig verlassen haben um bloß noch die Nächste zu schaffen. Auf einer anderen Tour haben wir über 5000 Kilometer in 14 Tagen gefahren um viele verschiedene Ort zu sehen. Dabei sind wir vermutlich an unzähligen schönen Orten einfach nur vorbeigefahren.

Heute planen wir unsere Reisen eher nach dem Motto, Weniger ist Mehr. Natürlich sind die Zettel, mit sehenswerten Orten, immer noch sehr voll. Aber wir versuchen nicht mehr, diese mit aller Gewalt „abzuarbeiten“. Lieber genießen wir einen Ort, der uns gut gefällt, intensiver und lassen dafür zwei andere ausfallen. So haben wir wenigstens einen Grund, da nochmals hin zu fahren.

Auch bei unseren Routen achten wir darauf, dass die Entfernungen nicht zu groß sind. Komplette Tage auf Highways versuchen wir zu vermeiden. Das funktioniert nicht immer, schon alleine wegen der Entfernungen in den USA oder in Kanada. Aber wo es geht, vermeiden wir es einfach.

Es gibt auch Tage, wo wir nach ein oder zwei besichtigten Orten einfach keinen Bock mehr haben. Dann setzen wir uns halt vor das Wohnmobil und genießen einfach die Zeit oder bleiben an einem schönen Ort einfach mal zwei Stunden sitzen und schauen uns eine faszinierende Aussicht an. Es kommt sogar vor, dass wir bei einem Städtetrip den Nachmittag im Hotelzimmer faulenzen und in der „wertvollen Zeit“ ein Mittagsschläfchen machen. Ja, warum denn auch nicht? Es ist schließlich Urlaub.

Wir bekommen heute immer wieder Planungen unter die Nase gehalten, für Reisen, aus denen wir drei Urlaube machen würden. Wir können es ja verstehen, wenn man zum ersten Mal in die USA fährt, ist die Versuchung groß möglichst viel in den zwei oder drei Wochen sehen zu wollen. Aus eigener Erfahrung können wir aber nur sagen, die Erholung bleibt dabei ein wenig auf der Strecke.

Wir sind sicherlich weit davon entfernt, uns als (Achtung Modewort) Slow-Traveller zu bezeichnen. Aber sagen wir mal, wir sind vernünftiger geworden.

Tipp 9 zur Erholung – Aber das machen doch alle!  *seufz*

Overview Zion National Park

Es gibt immer wieder kleine Diskussionen, warum wir an Ort A nicht Tätigkeit X gemacht haben, machen doch alle dort. Nun, das ist relativ einfach, wir sind nicht Alle und wir hatten da keine Lust drauf.

Wir sind zum Beispiel keine Wandervögel. Lange Wanderungen, die mehr als 4 oder 5 Kilometer gehen, vermeiden wir beide. Ganz besonders, wenn diese noch lange bergauf gehen. Und trotzdem gefällt uns zum Beispiel der Zion Nationalpark gut. Auch wenn wir nicht zum Angels Landing hochkraxeln.

Im Moment planen wir, für 2019, unsere erste Afrika-Reise. Dabei schwanken wir noch zwischen Namibia und Südafrika. Dabei wird der Fokus eindeutig darauf liegen, möglichst lange in Gebieten zu sein, wo wir tagelang wilde Tiere fotografieren können. Auch hier hörten wir schon, dann müsst (!) ihr Euch aber auch Stadt X und Y anschauen. Nee, müssen wir nicht – wir wollen Tiere gucken und keinen Städtetrip machen. (An die hier mitlesenden Reiseblogger, die wir in den letzten Tagen mit Fragen zu den beiden Ländern löchern, ihr seid nicht gemeint!)

Unser Tipp an alle Leser: Macht auf Eurer Reise euer eigenes Ding. Es ist vollkommen uninteressant, was andere meinen machen zu müssen. Natürlich soll man sich Tipps von anderen holen, die sind oft Gold wert. Aber macht einfach nur das, was Euch auch Spaß macht.  Solltet ihr gerne wandern, dann macht einen Wanderurlaub. Reist ihr gerne in Gruppen, dann macht eine Gruppenreise. Liegt ihr gerne den ganzen Tag am Pool oder am Strand – dann macht das. Der Urlaub ist die kostbarste Zeit des Jahres. Erfüllt Euch im Urlaub Eure Wünsche – nicht die anderer Menschen.

Tipp 10 zur Erholung – Nicht jedes Foto muss geknipst werden oder perfekt sein.

Dieser Tipp wirkt auf einem Blog, wo es auch um die Reisefotografie geht, ein wenig deplatziert. Aber Ihr werdet es nicht glauben, wir ziehen auch mal ohne Fotokamera um den Hals los und geniessen einfach die Momente und Eindrücke ohne dabei durch den Sucher zu gucken. Und für den ein oder anderen Schnappschuss reicht dann auch mal das Smartphone, damit kann man inzwischen richtig tolle Fotos machen.

So kommt es auch bei uns tatsächlich vor, dass wir zu Hause merken, das wir von verschiedenen Situationen gar keine Fotos haben. Naja, die Welt ist dadurch noch nicht untergegangen.

Wir nehmen uns immer wieder vor, tolle Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge zu fotografieren – also theoretisch, in der Planung, wirklich. Am Ende scheitert es dann oft an den unchristlichen Zeiten, wo die Sonne über den Horizont kommt oder wieder dahinter verschwindet. Morgens ist es meistens schon hell, wenn wir die Augen aufmachen. Und am Abend, nach dem leckeren selbstgegrillten Steak, vor der restlichen Glut im Grill, gemütlich vor dem Wohnmobil sitzend? Dann noch zum tollen Sunset-Point laufen oder gar fahren? Ochnöö, hier am Grill ist auch gemütlich. 

Dass wir uns für einen Sonnenaufgang den Wecker stellen, ist uns genau einmal am Angkor Wat passiert. Nur da kam auch unser TukTuk-Fahrer mitten in der Nacht zu unserem Hotel, den konnten wir ja schlecht sitzen lassen. Und gelohnt hat es sich auch, keine Frage. Aber sonst vermeiden wir eigentlich das Thema Wecker weitestgehend auf unseren Reisen, zumindest für ein Foto.

Tipp 11 zur Erholung – Auf der Reise, den Tag so nehmen wie er kommt

Emerald Lake im Yoho National Park - auch bei Regen schön.

Gerade am Monument Valley angekommen und es schüttet aus Kübeln. Die Wetter-App verspricht auch für die kommenden Tage auf der geplanten Route keine Besserung.

Darüber könnte man sich nun ärgern, da freut man sich so lange darauf und dann spinnt das Wetter – zum aus der Haut fahren, oder? Nööö, wie würde der Kölner sagen, et is wie et is. Wenn wir uns jetzt aufregen würden, würde das Wetter auch nicht besser werden. Und Fotos, mit dicken Regenwolken über dem Monument Valley sehen cool aus und die hat nicht jeder.

Es ist ja nicht so, dass jede Reise von vorne bis hinten auf einem rosa Blümchenteppich liegt und nichts schiefgehen kann. Sei es die undichte Dusche, aus der sich das Duschwasser im ganzen Wohnmobil verteilt. Oder der Blechschaden am Mietwagen, weil es auf Malta halt überall eng ist. Schnee am Grand Canyon oder in Denver, wobei die Wasserschläuche draußen am Wohnmobil einfrieren. Das Hotel in Dover, welches uns trotz bestätigter Buchung gar nicht kennt. Irgendwas ist immer.

Da kann man sich jetzt drüber aufregen. Man kann es aber auch mit einer großen Portion Humor als gegeben hinnehmen. Wir versuchen jeden einzelnen Tag unserer Reisen, so zu nehmen wie er kommt. Oft klappt alles reibungslos, hin und wieder geht auch kräftig was schief. Ist halt einfach so – jedes Aufregen würde nur die Erholung kaputt machen, müssen wir als nicht haben.

Tipp 12 zur Erholung – Offen für Neues sein

Wir haben zu Beginn unserer Reise-Karriere viel zu oft und zu lange darüber nachgedacht, was uns im „neuen“ Land wohl erwartet. Selbst vor unserer ersten Asien-Reise haben wir wochenlang darüber gegrübelt, was wir uns da angetan haben, besonders beim Essen. Am Ende haben wir uns offenen Herzens auf den Weg gemacht und schnell gemerkt, alle Bedenken waren Unsinn. Heute ist gerade das Essen für uns ein Grund nach Asien zu reisen.

Oft hatten wir bei neuen Reisezielen viele Bedenken im Kopf. Dabei ist das komplett falsch. Irgendein schlauer Mensch hat mal gesagt, „Reisen zerstört Vorurteile“. Und da ist viel Wahres dran.

Natürlich machen wir uns bei ganz unbekannten Gegenden vorher im Internet ein wenig schlau, besonders bei anderen Reisenden. Dabei geht es um einfach Dinge wie die Infrastrukturen vor Ort, Straßenverhältnisse oder um wichtigere Dinge wie die Sicherheit in dem Zielland. Wenn wir uns dann aber auf den Weg machen versuchen wir jedes neue Reiseziel ganz offen und ohne Vorurteile zu besuchen. Wir freuen uns auf fremde Kulturen, neue Gerüche, spannende Menschen, Landschaften und Eindrücke.

Wenn wir voller Bedenken in ein Land fahren würden, dabei immer auf das Eintreffen einer Katastrophe warten würden, die wir mal irgendwo über das Land gelesen haben, dann würde die Erholung da kräftig drunter leiden.

Tipp 13 zur Erholung – Träume erfüllen und die Vorfreude

Tempelaffe in Angkor Wat

Für uns ist es ganz wichtig, und trägt somit auch zum Erholungseffekt bei, dass wir uns auf unseren Reisen Träume erfüllen. Wir beide haben davon noch eine ganze Menge, Orte die wir auf dieser schönen Welt mal sehen können. In einem Menschenleben ist das vermutlich garnicht zu schaffen.

Gerade unseren Reisen zum Yellowstone, nach Angkor Wat oder auch nach Las Vegas gehören eindeutig in die Kategorie der erfüllten Träume. Auch unseren geplanten Reisen nach Schottland und nach Afrika werden einen Traum erfüllen. 

Alleine die Planung und die Vorfreude auf diese Reisen, lässt den ein oder anderen dunklen Moment im Alltag schon wieder ein wenig heller erscheinen. Und damit trägt auch die Vorfreude auf kommende Reisen bei uns zur alltäglichen Erholung bei.

Tipp 14 zur Erholung – Nach der Reise locker bleiben.

Die Gefahr nach dem Urlaub, direkt wieder in den Alltagsstress zu verfallen ist sehr groß. Klar, beruflich bleibt einem oft nichts Anderes über, als direkt vom ersten Arbeitstag an voll da zu sein. Aber bei der Nachbereitung der Reise sind wir vor Jahren noch richtig in Stress gekommen. Dabei können die Urlaubsfotos doch auch nach 3 Monaten noch gezeigt werden. Diese müssen nicht zwei Tage nach der Reise sortiert und bearbeitet für die Verwandtschaft bereit liegen – eine gute Auswahl für eine spannende Präsentation braucht sowieso Zeit.

Auch unsere Reiseberichte können auch in mehreren Wochen noch gelesen werden. Es ist doch auch viel schöner über längere Zeit was zum Schreiben zu haben, als alle Berichte innerhalb von einer Woche abzuarbeiten.

Wir versuchen nach jeder Reise, es erstmal ein wenig langsamer angehen zu lassen. Aber klar, irgendwann ist man wieder im Alltagstrott drinnen. Spätestens dann wird es Zeit, sich auf die nächste Reise vorzubereiten, sich auf neue Ziele zu freuen.

Tipp 15 zur Erholung – Allgemeine Reisetipps für eine gelungene Reise

Vor Jahren hatten wir meine Liste mit kurzen Tipps für eine Reise hier veröffentlicht. Zeit die mal wieder raus zu kramen. Wir nutzen all diese Punkte heute noch um eine schöne, spannende und erholsame Reise zu erleben.

  • Erwarte niemals, das im Gastland alles so ist wie in Deutschland.
  • Reise mit offenen Augen durch die Welt.
  • Sei offen, neue Dinge zu lernen
  • Verurteile nichts! Sag lieber: „Interessant, erzähl mir mehr…“
  • Lerne zumindest ein paar Grundlagen in der Sprache des besuchten Landes. Begrüßungen, Verabschiedungen, ein Getränk bestellen… das in der Landessprache gemacht ist auch eine Form des Respekts gegenüber der dort lebenden Menschen.
  • Gute Manieren sind universell und auf der ganzen Welt gültig – nutze sie.
  • Beschimpfe niemals Leute, die dich nicht verstehen. Und peinlich wird es, wenn sie Dich doch verstehen.
  • Beklage Dich in fremden Länder niemals darüber, das dort kein deutsch gesprochen wird. Denk kurz drüber nach, wo du gerade bist.
  • Feilschen um Preise ist in manchen Ländern Tradition und muß praktisch sein, aber…
  • Beim Feilschen nicht übertreiben. Umgerechnet 1 Euro kann in anderen Ländern sehr viel wert sein.
  • Respektiere Sitten, Gebräuche und Umgangsformen in fremden Ländern.
  • Party muß manchmal sein, aber auch hierbei auf kulturelle Unterschiede Rücksicht nehmen.
  • Hinterlasse einen guten Eindruck in dem Land und den dortigen Menschen.
  • Genieße auch Dinge, die vom Massentourismus erschlossen sind. Finde dort vielleicht einen anderen Blickwinkel. Denn oft hat es Gründe, warum so viele Menschen dorthin wollen.
  • Reise so, wie du dich wohl fühlst. Alle Tipps und Tricks sind toll, aber am Ende muß DIR DEINE Reise gefallen.
  • Starte so jung wie möglich mit dem Reisen.
  • Höre nicht auf Miesepeter, die dir ein Reiseziel vermiesen wollen oder dieses schlecht reden. Fahre hin und mach dir dein eigenes Bild.
  • Probiere viele lokale Gerichte beim Essen.
  • Nimm unkomfortable Dinge hin… es bildet und lässt einen wieder Dinge schätzen, die sonst selbstverständlich sind.
  • Frage um Hilfe, wenn es notwendig ist – zur Not mit Händen und Füßen.
  • Habe keine Angst davor, respektvoll NEIN zu sagen.
  • Wenn Du einen einheimischen Schnaps angeboten bekommst, der böse Geister verjagt – habe keine Angst JA zu sagen.
  • Rede mit den Einheimischen, sei freundlich dabei. Du kannst dabei eine Menge lernen.
  • Nutze lokale Verkehrsmittel.
  • Mache jeden Tag eine Sache, vor der Du eigentlich Angst hast.
  • Teile Deine Erlebnisse mit anderen Reisenden – Du wirst nicht mehr alleine sein.
  • Besuche lokale Feste, Feiern, Prozessionen usw.
  • Informiere Dich über den Glauben in dem besuchten Land. Du musst ihn ja nicht annehmen, aber du verstehst vielleicht manche Dinge besser.
  • Verlasse Dich nicht blind auf die moderne Technik. Es gibt noch Ecken auf der Welt, ohne Netz.
  • Bleibe länger an dem Ort, wo es dir gefällt.
  • Genieße auch Tage ohne feste Planung und nimm ihn, wie er kommt.
  • Beschütze Deinen Reisepass wie ein wertvolles Familienerbstück.
  • Benutze eine Reisekrankenversicherung… das ist nicht uncool oder spießig.
  • Lerne auf Toiletten zu hocken, ohne sie zu berühren. Du wirst es brauchen!
  • Wenn Dir irgendwas überhaupt nicht gefällt… dann ändere Deinen Reiseweg.
  • Nehme negative Dinge so gelassen wie möglich – auch diese gehören zu einem perfekten Urlaub dazu.
  • Bereite Dich, vor der Rückreise, auf einen umgekehrten Kulturschock vor.
  • Nein, Du kannst die meisten Dinge nicht mit nach Hause nehmen. Aber die Eindrücke, Erinnerungen, Gefühle…
  • Hinterlasse nur Fußabdrücke auf gekennzeichneten Wegen.

Zusatztipps als Reiseblogger

Wir Reiseblogger sind ja noch ein ganz spezielles Völkchen. Am besten ständig online, keinen Moment der Reise nicht in Bildern oder Texten festhalten. Tipps, Tricks und Erfahrungen sammeln, die man später an andere Reisende weitergeben kann. Und das Alles am besten live von der Reise und idealerweise noch als Kooperation mit einem Unternehmen. Und genau davon sind wir inzwischen weg gekommen, unserer Erholung hat das alles nicht gut getan.

Tipp 16 zur Erholung – Keine Berichte mehr live von den Reisen

Für uns war es ein großer Schritt in Richtung Erholung, nicht mehr live auf dem Blog von unseren Reisen zu berichten. Damit haben wir uns unnötigen Stress gemacht. 

Abends im Hotel angekommen ging es los, Fotos von der Kamera auf den Rechner kopieren. Drei bis fünf Bilder raussuchen, diese bearbeiten. Versuchen über die lahmarschigen Hotel-WLANs die Fotos irgendwie ins Internet hoch zu laden. Dann natürlich noch einen Bericht über den Tag schreiben. Und dass alles flott, wir wollen ja noch zum Abendessen. 

Das haben wir so einige Jahre praktiziert. Jeden Tag im Urlaub, jeden Abend der gleiche Stress. Bis wir uns irgendwann gefragt haben, sind wir eigentlich bekloppt? Die Berichte kamen bei den zu Hause gebliebenen zwar gut an, aber es kratzte doch spürbar am Erholungseffekt.

Also beschlossen wir vor ein paar Jahren, nicht mehr live von der Reise zu berichten. Und das war eine richtig gute Entscheidung. Am Ende war der abendliche Ich-muss-berichten-Stress weg. Auch unseren Reiseberichten hat das sehr gut getan. Wir schreiben die heute nach der Reise, nicht mehr als Tagebuch, sondern über einzelne Orte auf unseren Reisen. Die Fotos können wir in Ruhe aussuchen und bearbeiten, die Texte werden viel ausführlicher und zusätzlich mit recherchierten Informationen aufgefüllt. Am Ende stehen viel hochwertigere Texte im Blog, die auch Infos für andere Reisende bieten und damit viel besser ankommen.

Die alten Texte findet ihr aber alle noch auf dem Blog. Wir können uns davon einfach nicht trennen, da hängt doch das Herz dran, auch wenn die heute so nicht mehr schreiben würden. Ihr könnt die Texte noch in unseren Reiseberichten finden. Bis zu unserer Indian Summer Tour 2014 haben wir live berichtet.

Wir stressen uns auch nicht mehr damit, Eindrücke über Facebook und Co. zu teilen. Wenn es gerade passt, teilen wir da gerne mal ein paar Bilder vom aktuellen Ort oder Tag. Haben wir kein Netz oder einfach keine Lust, dann lassen wir es einfach bleiben. Auch wenn ihr keinen Reiseblog habt, die Welt dreht sich auch weiter, wenn ihr mal das Notebook im Hotel lasst und das Smartphone ausschaltet.

Tipp 17 zur Erholung – Keine Reise-Kooperationen mehr

Auch dieser Punkt ist sehr Reiseblogger-spezifisch, für unsere Erholung (und darum geht es ja hier) aber sehr wichtig. Wir werden keine Kooperationen mehr mit Destinationen, Hotels oder anderen Tourismus-Unternehmen eingehen. Wir haben das im letzten Jahr mal ausprobiert und waren dabei recht erfolgreich. Unsere Reisen nach Regensburg und Wales fanden im Rahmen von Kooperationen statt. Beide haben wir auf der ITB letztes Jahr gepitcht und waren, in der Zusammenarbeit mit den Agenturen und Tourismusverbänden, sehr angenehm. Da können wir nicht meckern, das waren Kooperationen die auf Augenhöhe stattfanden.

Für beide Reisen hatten wir dann ein volles Programm bekommen. In Regensburg war unsere Zeit sehr gut durchgeplant worden, in Wales hatten wir eine riesige Liste mit sehenswerten Orten entlang unserer Route. Diese mussten wir nicht alle besuchen, konnten uns frei entscheiden – trotzdem war auf der Reise immer ein „Muss“ im Hinterkopf. Thomas bekam am vorletzten Tag eine Erkältung, so richtig mit Fieber, und hätte eigentlich ins Bett gehört. Stattdessen sind wir durch die Gegend gefahren und haben ein paar Orte von der Liste besucht. Ohne die Kooperation hätten wir das definitiv nicht gemacht.

Ebenso mussten wir auf einmal bei Facebook posten, wir mussten nach der Reise darüber berichten. Überall, wo bei unseren anderen Reisen ein „kann“ stand, stand nun plötzlich ein „muss“. Das ist ja auch richtig so, denn die Kooperationspartner will ja Leistungen sehen, wenn er schon die Reise oder Teile davon bezahlt.

Am Ende waren das zwei schöne Reisen, wir haben viele tolle Dinge gesehen und erlebt. Aber es war keine Erholung, es fühlte sich anders an. Es war einfach Arbeit, logisch. Man erfüllte die Anforderungen einer Kooperation.

Das mag für Reiseblogger, die das beruflich machen und davon leben müssen, eine tolle Sache sein. Für uns sind unsere Reisen aber eine Zeit, in der wir uns erholen wollen und auch müssen. Und das funktioniert bei uns nicht, wenn da ständig dieses „muss“ im Hinterkopf rum schwirrt. Daher haben wir beschlossen, solche Kooperationen nicht mehr oder nur in sehr begrenztem Umfang anzunehmen. Für einen Wochenendtrip, wie unsere Reise nach Berlin, ist das sicherlich mal eine schöne Sache. 

So, jetzt seid Ihr dran. Was sind Eure Tipps für erholsame Urlaubstage? Was haben wir vergessen zu erwähnen? Schreibt uns einfach einen Kommentar mit Euren Tipps.

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19 Kommentare

  1. Sabine von Ferngeweht 22. Januar 2018 um 18:46 Uhr - Antworten

    Super Liste! Ich unterschreibe vor allem die Tipps 8 bis 16. Und den Extra-Tipp „Wenn Du einen einheimischen Schnaps angeboten bekommst, der böse Geister verjagt – habe keine Angst JA zu sagen.“ 🙂 Sehr schön!

    • Thomas Jansen 23. Januar 2018 um 16:33 Uhr - Antworten

      Hi Sabine,

      den habe ich geklaut, von einer Bekannten, die ist Thailänderin. Sie hat uns den Tipp damals mit auf den Weg gegeben.

      LG Thomas

  2. Rainer 22. Januar 2018 um 19:38 Uhr - Antworten

    Servus,

    das ist wieder ein klasse Beitrag von Euch. Irgendwo hatte ich es ja schon einmal geschrieben, dass ich Eure Ansichten bei Reisen teile. Es gibt für mich ebenfalls nichts schlimmeres wie an einem Strand zu liegen.

    Ein paar Dinge handhabe ich jedoch anderes. Bei einem Roadtrip buche ich immer die erste und die letzte Nach im Voraus. Damit ich allerdings nicht total die Zeit verbummele werden auf der Strecke nur ein oder zwei Unterkünfte gebucht um ein gewisses Ziel zu haben. Dadurch bleibe ich am Ball um halbwegs meine Route ohne Stress abfahren zu können. Aber ich bleibe dadurch auch flexibel genug um Beispielsweise auf schlechtes Wetter reagieren zu können. Oder ein Ort gefällt mir besonders gut und ich bleibe einfach einen Tag länger.

    Die Erholung geht bei mir im Flugzeug schon los! Darum möchte ich einen guten Sitzplatz und vernünftige Flugzeiten haben, auch wenn das etwas mehr Geld kostet.

    Beim Mietwagen ist das so eine Sache, in den USA muß es ein SUV sein, in Schottland bevorzuge ich beispielsweise kleinere Fahrzeuge, da die Straßen enger sind.

    Auch bei den Hotels oder Motels möchte ich einen gewissen Luxus nicht missen, ein Pool muss sein!

    Mittlerweile reise ich nur noch alleine! Dadurch kann ich „mein Ding“ durchziehen. Ratschläge anderer Menschen interessieren mich ebenfalls nicht. Allerdings kann es sein, dass ich mal jemanden gezielt um Rat frage. Dieses „du musst“ geht mir ebenfalls auf den Geist.

    Um nach dem Urlaub nicht gleich wieder in den Wahnsinn eintauchen zu müssen, habe ich nach der Reise gerne noch ein paar Tage frei.

    Grüße aus MUC
    Rainer

    • Thomas Jansen 23. Januar 2018 um 16:35 Uhr - Antworten

      Hi Rainer,

      die Flexibilität halten wir uns auch offen, weil wir nur Hotels buchen, die wir auch kurzfristig noch stornieren können. Bisher haben wir davon auch gelegentlich Gebrauch gemacht, weil wir kurzfristig doch eine andere Route genommen haben.

      In Schottland haben wir auch keinen SUV gemietet, der wäre da auch unbezahlbar. Irgendein Mittelklasse-PKW wird es sein. Dabei war mir die Automatik wichtig. Links fahren finde ich easy, den Schaltknüppel auf der falschen Seite aber doof.

      LG Thomas

  3. Ulrike 22. Januar 2018 um 21:56 Uhr - Antworten

    Was für ein toller Artikel! Ich möchte jeden einzelnen Punkt unterschreiben. Andererseits möchte ich auch die Frage in den Raum stellen: Geht es denn immer nur um Erholung?
    Wenn ich an manchen Urlaubstagen oder auch an freien Tagen von Besichtigung zu Besichtigung eile oder nach einer langen Wanderung abends erschöpft ins Bett falle, dann bin ich wahrscheinlich nicht besonders erholt aber unglaublich zufrieden und glücklich.
    Auch das Tagebuch schreiben gehört für mich unterwegs einfach dazu. Früher mit dem Stift und Notizbuch, heute mit dem Laptop. Da steckt aber kein „Muss“ dahinter. Ich mache das gerne. Mein Reisetagebuch wird dann zügig auch auf dem Blog veröffentlicht. Früher habe ich Briefe geschrieben, jetzt gucken sich meine Freunde den Reisebericht an. Zeitlich nimmt sich das nicht viel. Aber, wer weiß: Wie würde das aussehen, wenn ich nicht alleine unterwegs wäre?
    Mal sehen was die Zukunft mit sich bringt. Ich bin offen für alles. Auch sehne ich mich mit zunehmenden Alter nach Tagen der Ruhe und Meditation. Da kann ich auch mal stundenlang einfach abhängen, aufs Meer oder in die Landschaft gucken.
    Danke auch für die Anregung zum Nachdenken!
    Beste Grüße
    Ulrike

    • Thomas Jansen 23. Januar 2018 um 16:46 Uhr - Antworten

      Hallo Ulrike,

      Danke für Deinen tollem Kommentar. Deine Fragestellung, ob es immer nur um Erholung geht, ist sehr gut. Für uns ist Erholung im Urlaub sehr wichtig, auch auf einer Kurzreise über das Wochenende. Nur was führt bei uns zur Erholung, was bringt uns gefühlt neue Kraft im Alltag. Ich kann jetzt nur für mich sprechen. Ich sitze im Job 8-10 Stunden vor dem Rechner, dann fahr ich nach Hause in den Zweitjob und sitze dafür am Rechner. Wenn ich dann am Blog arbeite sitze ich immer noch am Rechner.

      Erholen kann ich mich davon, indem ich am Wochenende oder auch im Urlaub eben nicht den ganzen Tag nur rumsitze oder rumliege. Auch ohne die großen Wanderer zu sein, laufen wir doch recht viel im Urlaub. Und auch an den Wochenende machen wir viel zu Fu0, Du kennst ja die Wege, die man in einem Zoo laufen kann oder bei einer Städtetour. Und wenn ich dann am Abend so richtig Müde bin, mit Muskelkater – dann war das für mich ein erholsamer Tag, ganz Abseits des Alltages zu Hause. Und dann bin ich derjenige, der nicht mehr zum Sonnenuntergangs-Fotospot fahren will sondern lieber vor mich hin sinnend auf dem Campingplatz sitze und ins Feuer starre.

      Und vielleicht ist der Alltag zu Hause mit ein Grund dafür, dass wir auf Reisen nicht mehr schreiben. Denn dann würde ich ja wieder vor dem Rechner sitzen. Allerdings, ich gebe es zu, ein kleines Notizbuch habe ich immer dabei um mir für die Berichte ein paar Dinge zu notieren.

      LG Thomas

  4. Zypresse 23. Januar 2018 um 9:10 Uhr - Antworten

    Hmmm, ja, vieles davon kann ich unterschreiben. Auch wir gehören zu den Vor-Planern. Das liegt bei uns aber schon am Rollstuhl, denn da braucht es die Sicherheit, am Abend auf ein geeignetes Zimmer zu treffen. Und auch wir planen, was wir sehen wollen, auch touristische Hotspots werden vorher darauf abgecheckt, ob sie geeignet sind für einen barrierefreien Besuch oder nicht.
    Was uns aber auch wichtig ist: zwischendurch immer mal Tage ohne Programm zu haben. Zum Rumgammeln in der Natur, zum Kaffeetrinken und Leute gucken auf einem Marktplatz, zum Ausschlafen, lesen, nichts tun. Das gehört ohne Zweifel dazu, damit der Erholungseffekt eintritt.

    Und dass Ihr jetzt doch am südlichen Afrika überlegt, das finden wir klasse. Garantiert wird er Euch auch packen, der Virus africanus. Und Kapstadt und Jozie könnt Ihr getrost auslassen – wenn Ihr Tiere gucken wollt seid Ihr im Kruger (oder vielleicht in unserem Lieblingspark, dem Kgalagadi Transfrontier Park) eh besser aufgehoben. Und da kann man, wir haben’s mehr als ein Mal getestet, durchaus auch zwei Woche am Stück verbringen.

    • Thomas Jansen 23. Januar 2018 um 16:50 Uhr - Antworten

      Hi Ulrike,

      die Tage ohne Programm bauen wir auch oft ein oder wir nehmen uns die spontan vor Ort. Bei unseren Wohnmobil-Touren lassen wir immer einen oder zweit Tage am Ende offen, in der Liste. Diese dienen dann als Puffer um die an einem besonders schönen Ort einzubauen oder um einfach mal einen Tag lang wenig zu tun.

      Ja, nach einigen Gesprächen und noch viel mehr Berichten im Internet stand schon fest, dass ich zur Not alleine fahre. Damit hätte Melli auch kein Problem. Aber jetzt, nach weiteren Recherchen, will sie doch mit. Und es wir wohl Namibia werden – zumindest spricht im Moment vieles dafür.

      LG Thomas

      • Zypresse 23. Januar 2018 um 17:04 Uhr

        Aha, Namibia – auch sehr schön, sehr leer, sehr einsam. Lohnt sich in jedem Fall, bei uns steht das Land auch noch ein zweites Mal auf der Liste. Das Problem für uns dort sind die Unterkünfte (es gibt wenig Rolli-geeignetes) und das Auto (umgerüstete Autos gibt es nur ab/bis Kapstadt, da wird die Reise gleich sehr lang).

      • Thomas Jansen 23. Januar 2018 um 17:31 Uhr

        Ohja, von Kapstadt aus ist es ja ein ordentliches Stück. Da bin ich froh, dass wir bis Windhoek fliegen können.

        LG Thomas

  5. Christian | ChrisCat unterwegs 23. Januar 2018 um 10:08 Uhr - Antworten

    Sehr guter Beitrag, können wir absolut unterschreiben! Caterina & Ich machen ja auch meistens eine Roadtrip im Urlaub. So wie wir uns teilweise die Wanderungen entlang quälen, kann aber manchmal auch absolut keine Rede von Erholung sein 😀

    Viele Grüße
    Christian

    • Thomas Jansen 23. Januar 2018 um 16:51 Uhr - Antworten

      Hi Christian,

      genau deswegen lassen wir das mit dem Wandern. Wir sind beide keine Sportkanonen, das wäre für uns wirklich Quälerei. Und so Trails, wir zum Angels Landing, halte ich bei uns für nicht machbar oder würde es als Selbstüberschätzung ansehen.

      LG Thomas

  6. Christian 24. Januar 2018 um 10:00 Uhr - Antworten

    Hi Thomas,

    vieles davon kann ich so unterschreiben. Vor allem Punkt 9: Hier haben wir es auch so gemacht, wie du schreibst. Wir wollten auf unserer Namibia Rundreise möglichst lange im Etosha Nationalpark bleiben, um möglichst viel Tiere zu fotografieren. Letzten Endes haben wir uns jedoch etwas von unserem Reisebüro bequatschen lassen und sind z.B. nach Swakopmund gefahren – „weil das ja zu einer Namibia Rundreise dazu gehört“ .. Im Nachhinein haben wir uns bestätigt gefühlt: Swakopmund hätten wir guten Gewissens überspringen können und hätten lieber noch ein Tag in einer Lodge in der Natur verbracht. Immerhin haben wir auf 5 Tage Etosha und einen Aufenthalt in der AfriCat Lodge bestanden und so hatten wir ein sehr schönen Abschluss unserer Reise mit vielen tollen Tierbildern 🙂

    Viele Grüße
    Christian

    • Thomas Jansen 24. Januar 2018 um 10:58 Uhr - Antworten

      Hi Christian,

      wir werden wohl fast nur im Etosha bleiben. Daher haben wir dann alle Zeit der Welt dort.

      Euch hatte ich mit Etosha und Namibia garnicht auf dem Plan. Eure Reiseberichte und Tipps werden wir uns heute Abend mal in Ruhe ansehen.

      LG Thomas

  7. Tobias 25. Januar 2018 um 8:41 Uhr - Antworten

    Moin,

    finde es toll, wie Ihr Eure persönlichen Ansichten hier niederschreibt. Ihr habt vollkommen recht, wenn Ihr schreibt, dass für jeden Erholung was anderes bedeutet. Für mich ist auch ein 2-wöchiger Strandurlaub nichts – Abwechslung ist schon wichtig. Dieses sich nicht hetzen lassen und nicht alles machen und sehen müssen – das ist etwas, was einen erholt – habt Ihr sehr gut auf den Punkt gebracht.

    Live-Berichte von Reisen finde ich auch sehr schwierig. Abends will man meistens dann doch entspannen und die Zeit zwischendurch genießen. So richtig kann ich zumindest meine Eindrücke erst mit einem gewissen Abstand betrachten.

    Beste Grüße

    Tobias

  8. Ela 25. Januar 2018 um 19:45 Uhr - Antworten

    Hallöle

    Ich kann das meiste wirklich unterschreiben, ich sehe das genauso. Mein Freund und ich lieben Road-Trips, nur 2 Wochen am Strand liegen geht nicht. Oft werden wir gefragt, ob uns das nicht zu stressig ist – nein. Bei 2 Wochen Kanada haben viele gesagt, es ist viiiiel zu kurz – nein, für uns nicht. Wir haben tolle Orte gesehen und viel erlebt. Und warum ich nicht längäer in Stadt xyz gehe – weil ich kein Stadtmensch bin – mal kurz gucken, ok, das reich – aber ich muss da keine 3 Tage verbringen. Ewig lange Wanderungen machen wir auch nicht, so bis 10 km ist ok, aber mehr nicht. Fotografieren? Ja – aber nicht mehr wie früher mit 7 kg DSLR-Ausrüstung auf dem Rücken. Jetzt ist es eine Bridgekamera, das ist viel bequemer und reicht für meine Ansprüche auch. Ebenso plane ich sehr viel vor. Ich such online und aus Reiseführern raus was mich interessiert. Das wird in die Route eingebaut. Vor Ort wird dann aber nach Lust, Laune + Wetter entschieden. Man MUSS nicht alles sehen. Aber schon das Planen und Organisieren zu Hause ist für mich Vorfreude pur. Auch bei den Flügen – ich möchte immer einen Direktflug – Umsteigen und Streß wegen 100-200 Euro weniger? Nee, nix für mich 🙂 Ich glaub, ich hab Pläne und Ziele für die nächsten 25 Jahre 😉 Ich bräuchte nur mehr Geld und/oder Zeit – oder beides 🙂 Ich hab nur einen kleinen Blog und den schreibe ich auch immer erst nach der Reise.

    Und zu Afrika: Ich war jetzt schon 6x (dafür noch nie in USA) und werde sicherlich noch öfter hin fliegen. Ich hab mich einfach in den Kontinent verliebt. Egal ob Südafrika oder Namibia – Tiere sind in den Nationalparks immer zu sehen. Aber mal mehr mal weniger. Wir hatten letztes Jahr in Namibia mehr als Glück mit den Tiersichtungen! Könnt das ja gerne mal auf meinem Blog nachlesen 🙂

    Lieben Gruß
    Ela

    • Thomas Jansen 25. Januar 2018 um 19:50 Uhr - Antworten

      Hi Ela,

      das mit den Plänen und Zielen für die nächsten 25 Jahre – das kommt mir irgendwie fürchterlich bekannt vor. Wir bauen ja immer noch auf dem riesigen Lottogewinn oder das Millionenerbe des bis bisher unbekannten reichen Onkels aus Australien. 🙂

      Eure Afrika-Berichte werden wir uns auf jeden Fall anschauen.

      LG Thomas

  9. Veronika 28. Januar 2018 um 12:23 Uhr - Antworten

    Was für ein toller Beitrag! Eure Gedanken könnten von mir sein!
    Ich habe diese Art des Reisens (Roadtrips statt all-inkl. Strandurlaub) von meinen Eltern schon vorgelebt bekommen und somit war es von Anfang an für mich klar: auch ich will viel sehen und erleben, denn nur dann kann ich wirklich abschalten. Alltagsgedanken haben vor lauter Eindrücke auch gar keinen Platz – gut so. Und ich beherzige bereits deinen Tipp: „man muss nicht alles gesehen haben, weniger ist mehr“. Ich will mich nicht abhetzen (wobei ich mich immer wieder dabei erwische) – sondern die einzelnen Destinationen mehr genießen. Einfach mal kein Foto schießen. Allerdings verträgt sich dieser Vorsatz (nicht zu hetzen) oft nicht mit meiner akribisch geplanten Reiseroute (Vorfreude ist die schönste Freude, und da gehört die Planung mit dazu). Natürlich streiche ich während der Reise den einen oder andren Punkt – aber nicht gerne und mit großem Herzschmerz 😉 und damit ich nicht noch mehr von meiner Liste streichen muss, fahre ich auch nur zu zweit auf Urlaub. Wenn man seinen Reisepartner gefunden hat, hat man schon großes Glück! Dann muss mann nicht viele Kompromisse eingehen – die Interessen liegen ohnehin im selben Bereich.
    Liebe Grüße
    Veronika

    • Thomas Jansen 29. Januar 2018 um 9:23 Uhr - Antworten

      Hi Veronika,

      ich entdecke da auch viele Parallelen. Der richtige Reisepartner ist wirklich nicht zu unterschätzen. Damit ist für den Erfolg einer Reise schon das größte Fundament gelegt.

      LG Thomas

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