Zuletzt aktualisiert am 3. Dezember 2018 um 10:00

Der lange geplante Road Trip steht an, man freut sich drauf, der Besuch eines National Parks steht an. Und dann regnet oder schneit es, es ist kalt, windig – naß. Und nun? Naja, ganz einfach warm anziehen und raus geht es.

Uns selber hat es schön öfters erwischt auf unseren Touren. Ein paar Beispiele gefällig? 

Schnee am Grand Canyon

2011 – unser erste Besuch am Grand Canyon stand an. Wir haben uns darauf gefreut, wie die kleinen Kinder. Vorher waren wir noch in Page und haben uns bei angenehmen Temperaturen den Antelope Canyon angesehen.

Bereits die Fahrt nach Williams, südlich vom Grand Canyon, wo wir unser Hotel vorgebucht hatten stand im Zeichen von eher schlechtem Wetter. Erst mal ging es durch einen Sandsturm, der uns in der Nähe von Tuba City erwischte.

Sandsturm - rund um Tuba City auf dem Highway 89

Sandsturm – rund um Tuba City auf dem Highway 89

Gut, so ein Sandsturm ist in der Gegend nicht ungewöhnlich. Durch die Wüste rundherum reicht schon ein heftiger Wind und es wird sandig auf der Straße. In Williams angekommen, sah es dann ein wenig anders aus – zumindest anders als in unseren Vorstellungen vor der Reise.

Ankunft in Williams - WTF?

Ankunft in Williams – WTF?

Damit hatten wir nun gar nicht gerechnet. Schnee! OK, mittlerweile wissen wir, das ist in den hohen Lagen des Westens im April jetzt nicht sooo ungewöhnlich. Damals waren wir aber mittelmäßig überrascht. Auch Kleidungstechnisch wurden die nächsten Tagen eine Herausforderung. Melli ist ja immer für einen arktischen Kälteeinbruch gerüstet (der beginnt bei ihr ja bei Temperaturen von weniger als +20°). Schwiegervater und ich standen aber nun da, mit ein paar T-Shirts, dünnen Jäckchen und immerhin einem Sweatshirt für kühle Abende.

Lag bei unserer Ankunft noch ein wenig Schnee, so besserte sich die Situation über Nacht nicht wirklich. Der Blick aus dem Fenster, am nächsten Morgen, war – ähm – überraschend:

Blick aus dem Hotelfenster

Blick aus dem Hotelfenster

Ein wenig Neuschnee über Nacht

Ein wenig Neuschnee über Nacht

Eigentlich sollte es an diesem Tag zum Grand Canyon gehen. Davon haben uns die Hotelmitarbeiter aber dringend abgeraten. Die Straße zum Crand Canyon sei noch nicht geräumt und auch im Park viele Wege gesperrt. Zum Glück hatten wir zwei Tage in Williams eingeplant, so das wir dann den Tag mit anderen Zielen vollpacken konnten. Denn im Hotel zu sitzen und nichts zu machen, das war keine Option,

Wie der Zufall es will hatten wir in diesem Jahr einen Mietwagen mit Allrad-Antrieb. Das war schon mal eine tolle Sache. Nur, Eiskratzer und Besen suchte man vergeblich in dem Wagen. Also haben wir uns von den Zimmermädchen einen Besen geliehen um den Wagen frei zu räumen.

Ein klein wenig Schnee im Auto

Ein klein wenig Schnee im Auto

Dann ging es auf die Interstate mit dem Ziel Seligman.

Winter Driving Conditions

Winter Driving Conditions

Der berühmte Ort an der Historischen Route 66 – Seligman. Dieser liegt ja deutlich tiefer als Williams und war dann auch nicht ganz so verschneit. Sogar die Sonne zeigte sich ein wenig, so dass es mit dem Schnee sogar richtig schön war.

Seligman im Schnee - so Bilder sieht man auch nicht oft

Seligman im Schnee – so Bilder sieht man auch nicht oft

Weite Wege von Seligman

Weite Wege von Seligman

Trotz der raus kommenden Sonne war es doch kalt, also haben wir nach einem warmen Kaffee und vielen Bildern den Weg zurück nach Williams angetreten. Dort schneide es immer noch, teilweise sogar recht heftig. 

Grand Canyon Express in Williams

Grand Canyon Express in Williams

Nach einem Besuch des Grand Canyon Express haben wir dann den Rest des Tages mit Shoppen und Kaffee trinken verbracht. Und am nächsten Morgen ging es dann auch endlich zum Grand Canyon. Und dort wurden wir mit strahlendem Sonnenschein und einer Schneehaube des Grand Canyons belohnt. Saukalt, aber wunderschön anzusehen.

Grand Canyon mit Schneehaube

Grand Canyon mit Schneehaube

Schnee am Grand Canyon

Schnee am Grand Canyon

Sonstige Schlechtwetter-Erfahrungen

Schnee in Colorado

Aber auch in anderen Regionen, an anderen Orten haben wir nicht immer gutes Wetter gehabt. Das hat uns aber niemals davon abgehalten raus in die Natur zu gehen und die Welt zu bewundern.

Wohnmobil im Schnee

Wohnmobil im Schnee

So z.B. 2012, bei unserer ersten Tour mit dem Wohnmobil. Hier erwischte uns der Schnee direkt in Denver. Bei der Übernahme des Wohnmobils sah es aus, wie auf dem Bild oben. Unsere ganze Route war dann mit Wettervorhersagen gesegnet, welche einfach nur gruselig waren. Überall war Regen angesagt, an fast allen Tagen unserer Tour. Da kam dann aber der große Vorteil einer Wohnmobil-Reise zu Tage. Die unbegrenzte Flexibilität – wir haben dann kurzerhand die komplette Route gekippt und sind nach New Mexico runter gefahren. Da war ausreichend Sonne und wir haben ganz kurzentschlossen eine wunderschöne Route gefahren, welche wir so niemals geplant hätten.

Regen in New England

Leuchttürme im Regen

Leuchttürme im Regen

2014 – New England zum Indian Summer. Nun, zu dieser Jahreszeit muss man mal mit schlechtem Wetter rechnen. Sturm und Regen gehören dabei einfach dazu. Auch hier haben wir die Tage trotzdem genossen und zwar fast immer unter freiem Himmel.

Acadia National Park im Herbst

Acadia National Park im Herbst

Auch aus fotografischer Sicht gesehen – ein ganz blauer Himmel ist doch langweilig, oder? So ein paar Wolken oder auch eine geschlossene Wolkendecke ergeben doch viel spannendere Fotos.

Indian Summer mit Wolken

Indian Summer mit Wolken

Daher, schnappt euch bei schlechtem Wetter eure Kamera und geht raus. Es können dabei wunderschöne Bilder entstehen, die sich wunderbar von den Blauen-Himmel-Postkarten-Motiven unterscheiden.

Unser Wettertrauma im Monument Valley

Manche Orte scheinen aber auch was gegen uns zu haben. Einer dieser Orte ist das Monument Valley. Drei mal waren wir bisher da, drei mal sah es so aus:

Für uns ein typischer Anblick des Monument Valleys

Für uns ein typischer Anblick des Monument Valleys

Kalt, windig, Regen – unser normaler Eindruck aus dem Land der Navajo-Indianer. Aber, wir werden es wieder versuchen, denn hier hätten wir gerne mal das typische Foto mit blauem Himmel.

Aber auch hier haben wir uns nie die gute Laune verderben lassen, warum auch? Toll ist es in dem Valley trotzdem.

Melanie - warm verpackt im kalten Monument Valley

Melanie – warm verpackt im kalten Monument Valley

Beitrag zur Blogparade von Inas Blog Genussbummler

Ina hat auf ihrem Blog Genussbummler zu einer Blogparade aufgerufen. Der Titel ist „Reisetipps für schlechtes Wetter“. Die Teilnehmer sollen dabei Tipps für schlechtes Wetter in verschiedenen Städten schreiben. Da wir recht selten Städtereisen machen, haben wir die Tipps mal auf unsere Art zu reisen ausgedehnt, also dem gepflegten Road Trip.

Und Ihr so? Was macht Ihr bei schlechtem Wetter auf Reisen? Bleibt Ihr im Hotel und nutzt die Wellness Angebote, geht ihr trotzdem in die Natur? Schreibt doch einfach Eure Erfahrungen hier in einen Kommentar.

Vielen Dank für Deinen Besuch!

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Reisen • Fotografie • Tierfotografie • Flugzeugfotografie • Bloggen und Leben

Fotografie Schule

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Wer schreibt hier?

Wir sind es, Melanie und Thomas. Zwei Reisesüchtige in den besten Jahren, wie man das neuerdings so sagt, also das mit den Jahren. Wenn wir mal nicht reisen, verdienen wir unser Geld zum Reisen und fotografieren uns an den Wochenenden durch die nähere Umgebung. Dabei lieben wir Zoos oder andere Sehenswürdigkeiten rund um unseren schönen, geliebten Ruhrpott.

Melanie und Thomas auf Reisen