Schlechtes Wetter auf dem Road Trip – und nun?

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  • Sandsturm - rund um Tuba City auf dem Highway 89

Schlechtes Wetter auf dem Road Trip – und nun?

Der lange geplante Road Trip steht an, man freut sich drauf, der Besuch eines National Parks steht an. Und dann regnet oder schneit es, es ist kalt, windig – naß. Und nun? Naja, ganz einfach warm anziehen und raus geht es.

Uns selber hat es schön öfters erwischt auf unseren Touren. Ein paar Beispiele gefällig? 

Schnee am Grand Canyon

2011 – unser erste Besuch am Grand Canyon stand an. Wir haben uns darauf gefreut, wie die kleinen Kinder. Vorher waren wir noch in Page und haben uns bei angenehmen Temperaturen den Antelope Canyon angesehen.

Bereits die Fahrt nach Williams, südlich vom Grand Canyon, wo wir unser Hotel vorgebucht hatten stand im Zeichen von eher schlechtem Wetter. Erst mal ging es durch einen Sandsturm, der uns in der Nähe von Tuba City erwischte.

Sandsturm - rund um Tuba City auf dem Highway 89

Sandsturm – rund um Tuba City auf dem Highway 89

Gut, so ein Sandsturm ist in der Gegend nicht ungewöhnlich. Durch die Wüste rundherum reicht schon ein heftiger Wind und es wird sandig auf der Straße. In Williams angekommen, sah es dann ein wenig anders aus – zumindest anders als in unseren Vorstellungen vor der Reise.

Ankunft in Williams - WTF?

Ankunft in Williams – WTF?

Damit hatten wir nun gar nicht gerechnet. Schnee! OK, mittlerweile wissen wir, das ist in den hohen Lagen des Westens im April jetzt nicht sooo ungewöhnlich. Damals waren wir aber mittelmäßig überrascht. Auch Kleidungstechnisch wurden die nächsten Tagen eine Herausforderung. Melli ist ja immer für einen arktischen Kälteeinbruch gerüstet (der beginnt bei ihr ja bei Temperaturen von weniger als +20°). Schwiegervater und ich standen aber nun da, mit ein paar T-Shirts, dünnen Jäckchen und immerhin einem Sweatshirt für kühle Abende.

Lag bei unserer Ankunft noch ein wenig Schnee, so besserte sich die Situation über Nacht nicht wirklich. Der Blick aus dem Fenster, am nächsten Morgen, war – ähm – überraschend:

Blick aus dem Hotelfenster

Blick aus dem Hotelfenster

Ein wenig Neuschnee über Nacht

Ein wenig Neuschnee über Nacht

Eigentlich sollte es an diesem Tag zum Grand Canyon gehen. Davon haben uns die Hotelmitarbeiter aber dringend abgeraten. Die Straße zum Crand Canyon sei noch nicht geräumt und auch im Park viele Wege gesperrt. Zum Glück hatten wir zwei Tage in Williams eingeplant, so das wir dann den Tag mit anderen Zielen vollpacken konnten. Denn im Hotel zu sitzen und nichts zu machen, das war keine Option,

Wie der Zufall es will hatten wir in diesem Jahr einen Mietwagen mit Allrad-Antrieb. Das war schon mal eine tolle Sache. Nur, Eiskratzer und Besen suchte man vergeblich in dem Wagen. Also haben wir uns von den Zimmermädchen einen Besen geliehen um den Wagen frei zu räumen.

Ein klein wenig Schnee im Auto

Ein klein wenig Schnee im Auto

Dann ging es auf die Interstate mit dem Ziel Seligman.

Winter Driving Conditions

Winter Driving Conditions

Der berühmte Ort an der Historischen Route 66 – Seligman. Dieser liegt ja deutlich tiefer als Williams und war dann auch nicht ganz so verschneit. Sogar die Sonne zeigte sich ein wenig, so dass es mit dem Schnee sogar richtig schön war.

Seligman im Schnee - so Bilder sieht man auch nicht oft

Seligman im Schnee – so Bilder sieht man auch nicht oft

Weite Wege von Seligman

Weite Wege von Seligman

Trotz der raus kommenden Sonne war es doch kalt, also haben wir nach einem warmen Kaffee und vielen Bildern den Weg zurück nach Williams angetreten. Dort schneide es immer noch, teilweise sogar recht heftig. 

Grand Canyon Express in Williams

Grand Canyon Express in Williams

Nach einem Besuch des Grand Canyon Express haben wir dann den Rest des Tages mit Shoppen und Kaffee trinken verbracht. Und am nächsten Morgen ging es dann auch endlich zum Grand Canyon. Und dort wurden wir mit strahlendem Sonnenschein und einer Schneehaube des Grand Canyons belohnt. Saukalt, aber wunderschön anzusehen.

Grand Canyon mit Schneehaube

Grand Canyon mit Schneehaube

Schnee am Grand Canyon

Schnee am Grand Canyon

Sonstige Schlechtwetter-Erfahrungen

Schnee in Colorado

Aber auch in anderen Regionen, an anderen Orten haben wir nicht immer gutes Wetter gehabt. Das hat uns aber niemals davon abgehalten raus in die Natur zu gehen und die Welt zu bewundern.

Wohnmobil im Schnee

Wohnmobil im Schnee

So z.B. 2012, bei unserer ersten Tour mit dem Wohnmobil. Hier erwischte uns der Schnee direkt in Denver. Bei der Übernahme des Wohnmobils sah es aus, wie auf dem Bild oben. Unsere ganze Route war dann mit Wettervorhersagen gesegnet, welche einfach nur gruselig waren. Überall war Regen angesagt, an fast allen Tagen unserer Tour. Da kam dann aber der große Vorteil einer Wohnmobil-Reise zu Tage. Die unbegrenzte Flexibilität – wir haben dann kurzerhand die komplette Route gekippt und sind nach New Mexico runter gefahren. Da war ausreichend Sonne und wir haben ganz kurzentschlossen eine wunderschöne Route gefahren, welche wir so niemals geplant hätten.

Regen in New England

Leuchttürme im Regen

Leuchttürme im Regen

2014 – New England zum Indian Summer. Nun, zu dieser Jahreszeit muss man mal mit schlechtem Wetter rechnen. Sturm und Regen gehören dabei einfach dazu. Auch hier haben wir die Tage trotzdem genossen und zwar fast immer unter freiem Himmel.

Acadia National Park im Herbst

Acadia National Park im Herbst

Auch aus fotografischer Sicht gesehen – ein ganz blauer Himmel ist doch langweilig, oder? So ein paar Wolken oder auch eine geschlossene Wolkendecke ergeben doch viel spannendere Fotos.

Indian Summer mit Wolken

Indian Summer mit Wolken

Daher, schnappt euch bei schlechtem Wetter eure Kamera und geht raus. Es können dabei wunderschöne Bilder entstehen, die sich wunderbar von den Blauen-Himmel-Postkarten-Motiven unterscheiden.

Unser Wettertrauma im Monument Valley

Manche Orte scheinen aber auch was gegen uns zu haben. Einer dieser Orte ist das Monument Valley. Drei mal waren wir bisher da, drei mal sah es so aus:

Für uns ein typischer Anblick des Monument Valleys

Für uns ein typischer Anblick des Monument Valleys

Kalt, windig, Regen – unser normaler Eindruck aus dem Land der Navajo-Indianer. Aber, wir werden es wieder versuchen, denn hier hätten wir gerne mal das typische Foto mit blauem Himmel.

Aber auch hier haben wir uns nie die gute Laune verderben lassen, warum auch? Toll ist es in dem Valley trotzdem.

Melanie - warm verpackt im kalten Monument Valley

Melanie – warm verpackt im kalten Monument Valley

Beitrag zur Blogparade von Inas Blog Genussbummler

Ina hat auf ihrem Blog Genussbummler zu einer Blogparade aufgerufen. Der Titel ist „Reisetipps für schlechtes Wetter“. Die Teilnehmer sollen dabei Tipps für schlechtes Wetter in verschiedenen Städten schreiben. Da wir recht selten Städtereisen machen, haben wir die Tipps mal auf unsere Art zu reisen ausgedehnt, also dem gepflegten Road Trip.

Und Ihr so? Was macht Ihr bei schlechtem Wetter auf Reisen? Bleibt Ihr im Hotel und nutzt die Wellness Angebote, geht ihr trotzdem in die Natur? Schreibt doch einfach Eure Erfahrungen hier in einen Kommentar.

Neu hier im Blog? 

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19 Kommentare

  1. Elke 13. Februar 2016 um 11:10 Uhr - Antworten

    Hallo Ihr beiden!

    Schöne „schlecht“ Wetter Fotos 🙂 die Schnee Fotos finde ich am besten, auch wenn ich den hier bei uns zu Hause überhaupt nicht gebrauchen kann 😉
    LG
    Elke

    • Thomas Jansen 13. Februar 2016 um 12:30 Uhr - Antworten

      Hi Elke,

      wir fanden das damals auch total schön – vor allem, nachdem ich mir eine warme Jacke gekauft habe. Das sah schon richtig schön aus.

      LG Thomas

  2. Ina 13. Februar 2016 um 12:09 Uhr - Antworten

    Hallo Thomas,
    es freut mich sehr, daß ihr mitgemacht habt.
    Du hast recht, auf Roadtrips ist schlechtes Wetter fast egal. Wenn es zu doll wird, ändert man halt einfach die Route. Ganz selten war ich wirklich genervt vom schlechten Wetter, wie z.B. jetzt gerade in Neuseeland, als ausgerechnet die Fahrt an der West Coast des Südinsel alles bewölkt und nebelig war. Da hat man auch keine Alternativen, da muß man dann halt durch.
    Und ganz ehrlich, mit Schnee sieht mancher Canyon doch viel Interessanter aus, oder?
    Lieben Gruß
    Ina

    • Thomas Jansen 13. Februar 2016 um 12:31 Uhr - Antworten

      Ja, das war richtig schön – vor allem was es erstaunlich leer. Kaum Menschen am South-Rim – das alleine war es schon wert an dem Tag dahin zu fahren.

      LG Thomas

  3. Hans 13. Februar 2016 um 13:01 Uhr - Antworten

    Hallo ihr Zwei,
    sehr sehr schöne Bilder. Alle beeindruckend, aber Schnee am Grand Canyon ist besonders.
    Der Indian Summer steht auf meiner Wunschlist weit oben, wenn wohl auch in weiter Ferne.
    LG Hans

    • Thomas Jansen 14. Februar 2016 um 10:57 Uhr - Antworten

      Moin Hans,

      der Schnee am Canyon war wirklich schön anzuschauen – ich erfreue mich heute noch an den Bildern und den Erinnerungen daran.

      LG Thomas

  4. Rainer 13. Februar 2016 um 17:03 Uhr - Antworten

    Servus Thomas,

    Eure Schneebilder aus Seligman finde ich ja immer wieder cool, weil man solche Fotos nicht ganz so oft sieht.

    Ich lege mir nie ein „Schlechtwetterprogramm“ zurecht! Wenn es schlecht ist, dann ist es halt so! Es gibt nämlich kein schlechtes Wetter; es gibt nur schlechte Kleidung! Klar im strömenden Regen geht keiner gerne raus. Aber bei extremen Wettersituationen versuche ich trotzdem raus zu gehen und auch ein paar Fotos zu machen. A bissel was geht immer ist dann mein Motto.

    • Thomas Jansen 14. Februar 2016 um 10:58 Uhr - Antworten

      Richtig,

      und noch ein Motto: Bei Sonne kann jeder! 😉 Kennst Du vielleicht noch vom Spotten.

      LG Thomas

  5. Myriam 14. Februar 2016 um 0:38 Uhr - Antworten

    Hallo,

    wir hatten gottseidank noch nie wirklich lang anhaltenes schlechtes Wetter auf Reisen. Meistens war der Regen nach ein paar Stunden weg und gegen die Kälte kann man ja einfach ein paar mehr Schichten anziehen. Da hat sich doch mal in eurem Beispiel gezeigt, dass es schon seine Berechtigung hat, wenn frau mehr (in diesem Fall: warme Kleidung) einpackt, nicht wahr? 😉 Ich mache das auch immer so. Ich bin sowieso der Meinung, dass man den Koffer ruhig voll packen kann, dann verrutscht wenigstens während es Transportes weniger. 🙂
    Mein Freund kommt übrigens aus Münster (NRW), der regenreichsten Stadt Deutschlands, und trotzt daher dem Regen besonders gut- egal wann, wie und wo.

    LG Myriam

    • Thomas Jansen 14. Februar 2016 um 11:00 Uhr - Antworten

      Moin Myriam,

      jajaja… Frauen haben ein besseren Gefühl für passende Kleidung und kommendes Wetter. Ich gebe es ja zu. Das Argument von Dir den Koffer ruhig voll zu packen, damit der Rest nicht so verrutscht – ich befürchte das wird hier im Haushalt aufgenommen werden und ich werde es, bei passender Gelegenheit, wieder zu hören bekommen. 🙂

      LG Thomas

      • Liesel 15. Februar 2016 um 19:00 Uhr

        Toller Kommentar über Schlechtes Wetter. Soviel Schnee hätten wir dieses Jahr gerne in Bayern gehat.

  6. Christian 16. Februar 2016 um 8:25 Uhr - Antworten

    Hey Thomas,

    schöne „Schlecht-Wetter-Bilder“! Das Monument-Valley mit dicker und bedrohlicher Wolkendecke gefällt mir auch deutlich besser auf Bildern als mit klassisch blauem Himmel! 🙂

    Und wie sagt man in Deutschland so gern: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung!“

    Grüße
    Christian

    • Thomas Jansen 16. Februar 2016 um 8:26 Uhr - Antworten

      Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Einstellung dazu – würde auch gut passen. 🙂

      LG Thomas

  7. Ellen & Udo 16. Februar 2016 um 16:38 Uhr - Antworten

    Wir können uns Euch nur anschließen, was das schlechte Wetter angeht. Wir haben auf unseren USA Reisen auch so einiges davon „abgekriegt“. Schnee ist im Südwesten nicht selten, auch bis spät in den Mai hinein, zumindest auf dem Colorado Plateau und in der Sierra Nevada. Auf unseren letzten Route 66 Touren war von 30 Grad Hitze in Kalifornien bis zu sintflutartigen Regengüssen inklusive Tornado Warnung in Oklahoma alles geboten. Toll die winterlichen Fotos aus Seligman, das wir sehr gut kennen, aber Schnee hatten wir dort noch nie bisher. Man muss mit dem Wetter leben und das Beste draus machen. Es geht nichts über das tolle Fotolicht nach einem schweren Gewitter, wenn die Sonne wieder rauskommt, irgendwo in den „roten Felsen“ des Südwestens, oder?
    LG
    Ellen und Udo

  8. […] ist wie ich Roadtripfan und hat sich Gedanken darüber gemacht, was bei schlechtem Wetter während eines Roadtrips passiert. Er selbst ist schon von starkem Schneefall am Grand Canyon, Nebel im Monument Valley oder […]

  9. Bert 22. April 2016 um 10:26 Uhr - Antworten

    Moin,

    erst einmal will ich sagen, dass ich besonders die Fotos vom Grand Canyon mit Schnee echt gut und interessant finde. Wie bereits geschrieben, eine tolle Abwechslung zu den üblichen Bildern.
    Ich habe bei meinem Roadtrip in den USA ähnliche Erfahrungen gemacht. Wir waren nur 10 Tage unterwegs (von San Diego bis nach Las Vegas und zurück) und konnten daher nirgendswo länger bleiben. Zuerst fing es damit an, dass es in der nähe von Los Angeles einen Waldbrand gab (ok, das ist nicht direkt schlechtes Wetter ;))). Leider konnte ich davon nur Fotos von der Autobahn machen, die Rauchschwaden sahen aber interessant aus.
    Als wir durch das Death Valley gefahren sind, hat es dort geregnet. Das gab allerdings echt schöne Bilder, grade weil dort Regen so selten vorkommt.
    Im Yosemite Nationlapark war es dann sehr nebelig und bewölkt, was aber insofern auch ganz interessant war, dass die Wolken sehr niedrig in den Bergen hingen.

    Prinzipiell ist es natürlich schwerer, mit schlechtem Wetter „umzugehen“, allerdings werden die Bilder oft spektakulärer. Richtig „doof“ ist es nur, wenn alles grau in grau ist und sich die Wolken nicht mal abheben.
    Oder wie eine Bekannte von mir sagte: „Wenn ich Landschaften fotografieren würde, würde ich das immer bei Regen machen, weil dann die Bilder nicht wie alle andere aussehen.“

    Viele Grüße

    • Thomas Jansen 22. April 2016 um 11:07 Uhr - Antworten

      Hi Bert,

      sehe das wie Deine Bekannte, lieber Wolken und einen dramatischen Himmel, als nur blauer Himmel auf den Bildern.

      LG Thomas

  10. Christine 12. Juli 2016 um 12:54 Uhr - Antworten

    Ein „Moin Moin“ aus dem Norden an euch beiden!

    Könntet ihr mal einen Bericht über Flugverspätungen und über solche Dienstleister wie wirkaufen***flug machen? Gerade auf Langstrecken kann es ja schnell zu Verspätungen kommen, daher hatte ich leider schon oft die Erfahrung gemacht.

    Liebe Grüße
    Christine

    • Thomas Jansen 12. Juli 2016 um 13:04 Uhr - Antworten

      Hi Christine,

      wir haben bisher noch keine Erfahrung mit solche langen Verspätungen machen können und somit auch nicht für die Dienstleister. Worüber sollen wir da schreiben?

      BTW: Den gesetzten Link zu dem Unternehmen habe ich mal gelöscht, Werbung möchten wir hier nicht. 😉

      LG Thomas

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