Bloggen und Technik

Schreibstil beim bloggen – wie hätte ich es denn gerne?

RF Notebook

Es ist mal wieder an der Zeit, einen Beitrag für den Webmaster Friday zu schreiben. Ja, ich weiß, es ist schon Samstag – aber gestern habe ich es einfach nicht geschafft.

Im Fernsehen läuft eh nur Herr der Ringe, wo ich den Text fast mitsprechen kann, dann kann ich nebenbei auch ein paar Worte hier schreiben. Apropos Schreiben – im Blog – damit wären wir ja auch beim Thema der Woche. Martin vom Webmaster Friday fragt nach, welchen Schreibstil man im Blog bevorzugt – frei Schnauze oder elaboriert.

Ich muss zugeben, das Wort elaboriert musste ich erst mal nachschlagen. Und Wiktionary sagte mir dazu was von „sorgfältig ausgeführt, sorgfältig herausgebildet, hoch differenziert„. 

Wie schreibst Du?

Ohje, wie soll man sich selbst beurteilen. Ich schreibe meine Texte möglichst locker von der Leber weg, ohne dabei großartig nachzudenken. Dabei versuche ich nicht zu sehr vom Thema abzuweichen und irgendwann auch mal auf den Punkt zu kommen. Leider misslingt mir das oft im ersten Versuch und ich muss da nachbessern. Eine Priese Humor gehört dazu und bei kritischen Artikeln kann auch mal eine Portion Sarkasmus dabei sein.

Was lese ich gerne bei anderen?

Hm, eigentlich lese ich gerne Texte, die locker geschrieben sind aber doch einen gewissen Anspruch haben. Mit Anspruch meine ich nun keine Texte, die einen Literaturpreis verdienen müssen. So hoch sind meine Erwartungen dann doch nicht. Ich kann das irgendwie schwer erklären, aber es muß mir Spaß machen einen Text zu lesen. Natürlich, ein Blogger der eine technische Dokumentation liefert wird dies anders schreiben, als ein „Alltagsblogger“, der eine Geschichte aus dem Leben zum Besten gibt.

Verschachtelte Sätze stören mich z.B. gar nicht, wenn man ihnen noch folgen kann. Und zu einem guten Rant gehört auch mal ein Kraftausdruck, wenn das nicht zu niveaulos wird. Eine locker erzählte Geschichte aus dem Alltag kann mich genau so fesseln, wie eine gut geschriebene technische Dokumentation.

Was lese ich nicht gerne?

Texte, die bei jedem Bullshit-Bingo schon nach drei Sätzen alle Worte auf der Bingo-Karte getroffen haben, die haben bei mir keine Chance. Letztens las ich einen Blogbeitrag, wo allen Ernstes im ersten Absatz bereit „Hamsterrad“, „Nachhaltigkeit“, „Mehrwert“ und „Innovativ“ vor kamen – den Rest habe ich dann nicht  mehr gelesen.

Ebenso Texte, die mit Fremdwörtern gespickt werden, wo sie nicht nötig sind. Klar, bei einem Fachartikel ist es logisch wenn man die passenden Fachausdrücke verwendet. Wenn aber einen Reisebericht schreibt und dort mit mit irgendwelchen Ausdrücken um sich wirft, die ich erst mal nachschlagen muss…, nö Danke. Das wirkt dann für mich extrem dick aufgetragen und nicht mehr authentisch.

Genauso schlimm finde ich denglische Texte. Jedes vierte Word in englisch geschrieben, da wird man doch irre bei. Unsere Sprache ist so schön und bietet so viele Möglichkeiten, wieso muss man dann alles Mögliche durch englische Begriffe ersetzen?

Vielseitigkeit ist toll!

Ich möchte aber auch keinen Schreibstil besonders bevorzugen. Ich finde es toll, in der Bloggerszene viele verschiedene Schreibstile zu entdecken. Es gibt da so viele verschiedene, manche besser, manche schlechter. Und gerade diese Vielseitigkeit finde ich faszinierend.

Wie steht ihr zu dem Thema? Was mögt ihr, was nicht? Einfach einen Kommentar hinterlassen – in eurem Schreibstil!

Danke für das Lesen des Beitrages!
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Über den Autor

Thomas Jansen

Thomas, 68er Jahrgang, aus dem schönen Mülheim an der Ruhr im Ruhrpott. Zusammen mit der besten Ehefrau der Welt auf Reisen. Und sonst?
Arbeiten // Fotografieren // Bloggen // Spotten // Slotten // Lesen

14 Kommentare

Hier klicken um einen Kommentar zu schreiben

  • Hallo Thomas,
    geht mir auch so. Die Vielseitigkeit an Stilen hat ja auch einen eigenen Reiz. Solange verbale Entgleisungen oder Schlüpfrigkeiten im Rahmen bleiben, dann kann ich es tolerieren. Ist von Anfang bis Ende alles Sche…, dann bleibt der Text maximal überflogen. Ich erwische mich auch immer wieder vielleicht zu viel des Guten zu verschachteln, aber wenn der Bauch mal schreibt, dann passiert das schon mal. Werde da versuchen mich zu verbessern, aber Gott sei dank is nobody perfect. 😉
    LG Hans

  • Ich bin wahrhaft kein Genie in Sachen Rechtschreibung und Grammatik. Trotz selbst zehnmal drüber lesen, finde ich fehlende Wörter nicht.
    Aber wenn ein Text vor Rechtschreibfehlern strotzt, kann mich das Thema eigentlich noch so interessieren, ich lese den Beitrag nicht bis zum Ende.
    Das kommt aber zum Glück selten vor, dass ich über solche Blogs stolpere 🙂

    • Moin,

      naja, Deine Texte gehören zum meinen persönlichen Favoriten. Gerade heraus und ehrlich, gespickt mit einen sehr tollen Humor – *like*.

      Fehlende Worte kenne ich bei mir auch. Oder Sätze, die so lange umgebaut wurden oder aus zwei Sätzen einer entstanden ist, der völlig sinnbefreit ist. Selbstverständlich fällt dieser erst 2 Tage nach dem Veröffentlichen auf… *seufz*

      LG Thomas

  • Hallo Thomas,
    die unterschiedlichen Sprachstile der Blogger gehören auch für mich zu den Vorzügen der Bloggerszene. Leider wird Satire oder Ironie nicht von jedem verstanden. Deine humorvolle Art die Dinge zu beschreiben gefällt mir sehr gut. Aber ich lese auch Blogs, die sprachlich eher „staubtrocken“ daher kommen, wenn sie entsprechend interessante Informationen liefern. Es kommt eben auch auf die Absicht des Blogs an – möchte er unterhalten oder eher informieren.
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

  • Hallo Thomas,
    die Blogs, die ich abonniert habe, haben sehr unterschiedliche Themen.
    Dein Blog gefällt mir, weil Du interessante Reiseberichte schreibst und gute Fototipps gibst. Dein Schreibstil ist locker und gut verständlich, angenehm zu lesen.
    Ich mag auch verschiedene Schreibstile. Sachlich und informativ. Fremdwörter stören mich nicht, wenn es nicht zu viele sind und auch mal Erklärungen mitgeliefert werden. Ich mag auch amüsante und humorvolle Schreibstile wie bei Hans Reuter oder Stefan Schütz. Es muss ja nicht immer alles knochentrocken geschrieben werden.
    Viele Grüße
    Claudia

  • Grundsätzlich finde ich es auch super, dass jeder anders schreibt und man so nicht immer das Gleiche lesen muss, dass wäre mir auf Dauer doch zu langweilig.
    Aber wenn ich im ersten Satz schon die Hälfte nicht verstehe, dann kann es schon auch mal sein, dass ich nicht weiterlese 😉

    • Jo, geht mir auch so. Bei mir bekannten Bloggern kann ich da mal drüber wegsehen – die haben vielleicht nur mal einen Knoten im Hirn gehabt – passiert ja mal.

      Bei fremden Blogs schaue ich mir vielleicht noch einen zweiten Artikel an, wenn mich das nicht anspricht, dann bin ich wieder weg.

      LG Thomas

  • Das „denglische“ ist wohl eine meiner größten Blogsünden.
    Das fällt mir oft gar nicht auf aber es ist für mich oft einfacher Laptop, als Klapprechner zu schreiben. Aber wie ich in meinem Beitrag zum Webmasterfriday geschrieben habe denke ich das meine Leser mir das gelegendliche „Sprachmasakker“ verzeihen.
    Beste Grüße

    • *lach* Ich denke mit einem Laptop kann jeder leben. Das fällt bei mir unter Fachbegriff… 😉 Ich dachte dabei eher an so Sprachwunder wie Haul statt Einkauf und andere Dinge… 😉

      LG Thomas

  • Hier gab es auch noch kein Feedback von mir. Also ich muss schon so etwas wie CMS, updaten, Upgrades und solche Sachen nutzen. Zumindest bietet es sich bei meiner Schreibe ganz gut an. Ansonsten ja gute und lockere Text zu lesen, ist schon viel Wert.

    Technische CMS-Texte lese umso gerne durch und falls es mit meinen Erfahrungen übereinstimmt, freue ich mich riesig oder auch muss man sich ab und an eines besseren belehren, wenn jemand schon 20 Jahre CMS-Erfahrungen hat. Da muss ich erstmals schauen, ob ich solche Texte nachvollziehen kann.

    Meine Blogger-Freunde tippen aber angenehme Texte ins Blog und das gefällt mir recht gut. Allzu sehr Denglisch muss wirklich nicht sein und soweit es geht, sollte es bei der Landessprache bleiben. Es sei denn, es ist ein solches Blog, was auch logisch wäre.

    Habe ich schon gesagt, dass heute mein Kommentier-Donnerstag ist 🙂 Dann geht hier auch vielleicht mein Pingback heute ein. Schauen wir mal.

    • Hi Alex,

      und noch einen alten Beitrag raus gesucht. Cool. Sag mal, hast Du die jetzt besser gefunden, nachdem ich in den letzten Tagen hier die Kategorien mal aufgeräumt habe?

      LG Thomas

  • Hi Thomas,
    ich ging gleich zum Blog-Header und wusste oder erahnte sofort, was sich dahinter verbergen könnte. Dann war es leicht, reine BloggerInhalte zu finden. So stöbere ich schon mal, wenn die Startseite nicht meine Themen aufweist.

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Hier schreiben Melanie und Thomas - zwei reisesüchtige Menschen aus dem Ruhrpott. Mehr Informationen findet Ihr auf der Über uns Seite.

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