Heute gibt es mal wieder was aus dem Backoffice des Reisen- und Fotografie-Blogs – SEO als Reiseblogger. Wie machen ich eigentlich SEO, also Suchmaschinenoptimierung? Welche Maßnahmen führe ich durch, welche Tools setze ich ein, mit dem Ziel in den Google Ergebnissen (SERPs) weit nach oben zu kommen.

Grund für diesen Beitrag sind mehrere PNs, Mails und andere Nachrichten, in denen ich in den letzten Wochen nach Tipps zum Thema gefragt wurde. Grund dafür waren wohl einige Beiträge von mir bei Facebook, wo ich ein paar Tipps gegeben habe

SEO als Reiseblogger – Ich bin aber kein SEO-Profi!

Dabei bin ich sehr weit davon entfernt, ein Profi in Sachen SEO zu sein. Und ich rede wirklich nur von mir, daher auch ausnahmsweise mal ein Beitrag in der Ich-Form. Melanie weiß vermutlich nicht einmal, was SEO bedeutet.

Ich mache wohl viele Dinge richtig, aber einfach aus dem Bauch heraus. Anders ist es ja nicht zu erklären, warum hier so viele Leser pro Monat über Google kommen.

Für mich steht auch die Fotografie, das Reisen und natürlich das Schreiben der Beiträge hier auf dem Blog im Vordergrund. SEO gehört aber für mich zum Hobby Bloggen irgendwie auch dazu. Es ist schon spannend zu sehen, welche Maßnahmen Auswirkungen haben. So richtig viel Zeit investiere ich aber nicht ins SEO. Bei Sonnenschein fahre ich lieber in den Zoo, als den Blog hier für das SEO zu optimieren.

Wie mache ich SEO auf diesem Blog?

Generell unterscheidet man beim SEO zwei Arten. Da ist einmal die On-Page-Optimierung, bei der Maßnahmen auf der eigenen Seite angewendet werden. Bei der Off-Page-Optimierung dagegen versucht man Signale von außerhalb der Seite zu setzen. Ich teile unsere Maßnahmen hier auch mal thematisch auf. Das ist übrigens auch eine SEO-Maßnahme, eine gute Gliederung der Texte, dazu aber später mehr.

Laut Google gibt es wohl rund 200 Faktoren, die das Ranking einer Seite beeinflussen. Ich kenne die weder alle, noch beachte ich die alle bei meiner Arbeit hier am Blog.

SEO als Reiseblogger – unser On-Page SEO 

Wie oben schon geschrieben, mache ich vieles aus dem Bauch heraus. Ich möchte keine Texte für Google schreiben, sondern für unsere Leser. Nur, damit erfülle ich ja einen „Wunsch“ von Google. Es wird durchaus die Lesbarkeit und die Usability eines Blogs oder Beitrages bewertet. 

Dabei stelle ich mir immer vor, was ich von einem guten Beitrag auf einem Blog erwarte. Und das sind oft ganz einfache Dinge. 

Soll ein Beitrag überhaupt SEO-optimiert werden?

Die allerallerallererste Frage, die ich mir bei jedem neuen Beitrag stelle ist, ob der neue Text überhaupt optimiert werden soll. 

Wenn ich über den 12. Zoobesuch in Duisburg, im aktuellen Jahr, berichte und dabei fast nur Fotos zeige und am Anfang zwei Absätze zur Einleitung schreibe, dann will ich den garnicht SEO-technisch optimieren. Die Chance, damit in die Top-10 bei Google zu kommen, liegt ca. bei Null. Warum also die Arbeit und die Zeit investieren? Welches Keyword sollte ich auch dafür nehmen? Zoo Duisburg, mit der starken Konkurrenz und das bei allen 12 Artikeln aus dem Jahr?

Nein, solche Beiträge finden ihre Leser über andere Kanäle. Sei es, dass wir die Beiträge in den Social Medias teilen, im RSS-Feed und in unserem Newsletter. Und später bekommen die Beiträge immer noch Leser, über vorgeschaltete Einseitigseiten. In diesem Fall wäre es die Übersicht über unsere Zoobesuche.

Keyword Suche

SEO als Reiseblogger - Squirrly KeywordsucheBei vielen Beiträgen steht am Anfang die Keyword-Suche und -Analyse. Schreibe ich über eine Reise nach Malta, dann schaue ich vorher mal durch, welche Keywords dafür in Frage kommen. Ich arbeite dabei meistens mit Longtail-Keywords, also ein aus mehreren Worten zusammen gesetztes Keyword.

Dazu nutze ich das Tool Suirrly, in der kostenlosen Variante, welches ich als Plugin im Einsatz habe. Ich kann dort Begriffe eingeben, direkt im Beitragseditor, und das Tool zeigt mir dann verschiedene Varianten an, wie oft diese Begriffe gesucht werden und wie groß die Konkurrenz ist. Je mehr Konkurrenz es gibt, desto schwieriger wird es sein, damit bei Google in die Top-10 zu kommen.

Bei dem Suchvolumen nehme ich nicht immer das Keyword mit den meisten Besuchen, hier schlagen vielleicht SEO-Profis zum ersten Mal die Hände über den Kopf zusammen. Aber wenn ein Keyword, mit mittlerem Suchvolumen, fast keine Konkurrenz hat, dann nehme ich lieber dieses weniger gesuchte Keyword. Am Ende bringt es mir mehr, bei einem Begriff mit nur 500 Suchen im Monat auf Platz 1 zu stehen, als bei einem stark gesuchten Keyword auf Seite 23.

Keyword in den Text einbauen

SEO als Reiseblogger - Squirrly ChecklisteWenn ich mich für ein Keyword entschieden habe, dann setze ich das gezielt im Text ein. Allerdings nicht immer 1:1 geschrieben, was meiner Meinung nach viele angeblich SEO-optimierte Texte unlesbar macht. Ein Beispiel:

Wenn ich mich aus dem Beispiel oben für das Keyword „malta reisewetter“ entscheiden würde, würde ich das nicht überall exakt so schreiben.

Im Titel würde es sicherlich „Malta Reisewetter: Tipps zur besten Reisezeit“ heißen, die URL würde /malta-reisewetter/ heißen, keine Frage, das macht Sinn. Aber im eigentlichen Text würde ich jetzt nicht schreiben „Das beste Malta Reisewetter habt ihr…“ – das hört sich doof an. Hier würde ich schon „Das beste Wetter für eine Maltareise habt ihr…“. Ich halte Google für so schlau, das auch zu erkennen. Und laut einiger Fachleute ist das auch so.

In den Zwischenüberschriften versuche ich nochmals das exakte Keyword unterzubringen, ebenso bei 2-3 Bilder in der Bildbeschreibung und im Alt-Text. Außerdem versuche ich das Keyword im ersten Absatz einmal unterzubringen und diesen Absatz Fett und/oder Kursiv zu schreiben. Auch damit gibt man Google wohl ein Signal, dass es eine wichtige Textstelle ist.

Zur Kontrolle der Maßnahmen achte ich ein wenig darauf, was mir die Squirry-Checkliste anzeigt und auf die Meldungen von Yoast. Beide Tools geben Tipps, wo man noch nachbessern sollte. Und meistens sind diese sehr einfach umzusetzen.

Textlänge

Nach der Auswahl des Keywords beginnt dann die eigentliche Arbeit, das Schreiben des Textes. Über die Länge des Textes, liest man ja immer wieder wilde Aussagen. Ein Text muss mindestens 3000 Wörter haben sagen die Einen, 1000 Wörter reichen, sagen die Anderen. Kurztexte sind ganz verpönt, zu lange Texte ebenfalls.

Alles Mumpitz!

Ich habe sehr kurze Texte, die bei starken Keywords fantastisch ranken und mir jeden Monat viele Leser bescheren. Das gilt aber auch für kurze Texte, keine Frage. Bei mir ist ein Text am Ende so lang, wie es nötig ist. Manche Dinge kann ich in 300 Worten erklären oder erzählen. Für andere Beiträge, wie diesem hier, brauch ich ein paar tausend Wörter.

Ganz schlimm finde ich Texte, die künstlich aufgebläht werden, mit irgendeinem sinnlosen Blabla, um auf irgendwelche Mindest-Wortzahlen zu kommen. Und da Google auch die Lese- und Inhaltsqualität von Texten bewerten kann, glaube ich nicht, dass diese Maßnahme nachhaltig Erfolg hat.

Gliederung von Texten

Dafür ist es mir sehr wichtig, längere Texte vernünftig zu gliedern. Das fängt mit dem Setzen von Zwischenüberschriften an, geht über das Arbeiten mit Absätzen weiter und endet mit der Benutzung von Listen.

Auch hierbei orientiere ich mich an meine eigenen Bedürfnisse. Ich mag keine Textwüsten, wo ich mich durch einen ewig langen Text wühlen muss, ohne Absätze, ohne Zwischenüberschriften. Dabei verliere ich schnell die Lust zu lesen, weil ich es anstrengend finde. Meine Augen finden keinen Punkt, an denen sie sich orientieren können.

Dazu kommt noch, dass mich nicht immer alle Blogbeiträge komplett interessieren. Oft genug will ich nur eine bestimmte Information zu einem Thema finden. Und wenn dann keine Überschriften den Text gliedern, muss ich ja den ganzen Text durchlesen, um die nötigen Infos zu finden. Benutzerfreundlich geht anders.

Daher versuche ich meine Texte vernünftig zu gliedern. Dabei nutze ich dann entsprechend die Überschriften, in verschachtelter Form:

  • H2
    • H3
    • H3
    • H3
  • H2
    • H3
    • H3
      • H4
    • H3

Und bei längeren Texten binde ich dann noch ein Inhalstverzeichnis über das Plugin Table of Contents+ oben im Beitrag ein, so wie hier in dem Beitrag. Damit hat der Leser die Möglichkeit, direkt zu der Stelle im Text zu springen, die ihn interessiert.

Arbeiten mit Bildern

Das Einsetzen von Bildern lockert jeden Text ein wenig auf. Jetzt habe ich auf einem Reisen- und Fotografie Blog wenig Probleme, die passenden Bilder für einen Beitrag zu finden. Ich habe nun wirklich genug auf der Festplatte liegen.

Aber auch die eingesetzten Fotos nutzen wir für das SEO. Wichtig ist schonmal, die passenden Bilder für einen Beitrag zu wählen. Wenn ich über Malta schreibe und Fotos von der Golden Gate Bridge da einsetze, dann ist nicht nur der Leser verstört. Die Google-Bilderanalyse ist inzwischen so gut, dass sie durchaus Bildinhalte identifizieren kann und somit auch beurteilen, ob ein Foto zum Beitrag passt.

Bei der Beschriftung der Bilder achte ich darauf, dass der Titel, der Alternativtext und die Beschreibung sinnvoll ausgefüllt sind. Wobei ich hier sicherlich viel Potential verschenke, denn oft steht in den drei Feldern das Gleiche. Aber wenn ich einen Reisebericht schreibe und da 40 Fotos einsetze, ist es mir ehrlich gesagt zu aufwändig, hier noch jedes Foto einzeln mit 3 verschiedenen Beschreibungen zu versehen.

Interne Links setzen

Ich versuche intern so viel wie möglich zu verlinken. Wenn ich einen Beitrag über, da ist es wieder, Malta schreibe und erwähne, dass wir auch einen Tag auf Gozo waren, dann wird der Gozo-Beitrag natürlich direkt verlinkt. Wenn ich schreibe, dass die Fotos auf Malta mit der Sony Alpha 7 gemacht wurden, dann verlinke ich den Beitrag mit Tipps und Tricks zur Alpha 7.

Google bekommt durch die Links gezeigt, welche Beiträge mir als Seitenbetreiber wichtig sind. 

In den letzten Wochen habe ich dazu oft die Frage gelesen, was ist eigentlich Cornerstone-Content. Bei Yoast kann man ja Beiträge als solchen kennzeichnen. Nun, ganz einfach erklärt sind das Seiten oder Beiträge, die Euch extrem wichtig sind. Das können Einstiegsseiten zu verschiedenen Themen sein, das können sehr wichtige Beiträge sein – also die Eckpfeiler Eures Blogs. Wichtig ist, dass diese intern so oft es eben geht verlinkt werden um auch Google zu zeigen, diese Seite ist wichtig.

Bei uns hier sind das z.B. die Einstiegsseiten in die Themen Reisen, Reiseberichte, Fotografie und Tierfotografie. Die werden nicht nur regelmäßig aus den Texten verlinkt, die stehen auch als Links in der Sidebar

Zusätzlich zeigen wir unter Beiträgen links zu themenähnlichen Beiträgen an. Das schadet beim SEO nicht und Leser werden dazu animiert auf dem Blog zu bleiben und eine weitere Seite aufzurufen. Das senkt die Absprungrate und ist somit wiederum ein SEO-Signal an Google. 

Defekte Links aussortieren

Bisher haben ich darüber geschrieben, was Google mag. Es gibt auch Dinge, die Google aber überhaupt nicht mag und die sich dann negativ auf das Ranking auswirken können. Und das sind zum Beispiel Links auf Seiten, die es garnicht mehr gibt.

Ich habe hier auf dem Blog mehrere tausend Links, die zu externen Seiten führen. Zum Teil sind diese von mir in den Beiträgen gesetzt, zum Teil kommen die aber auch durch die Kommentare der Leser hier rein.

Ich habe das am Anfang völlig ignoriert bzw. wusste es einfach nicht besser. Bis zu dem Tag, als ich darüber gelesen habe und mir das Tool Broken Link Checker installiert habe. Mich hat damals fast der Schlag getroffen, da ich mehrere hundert defekte Links auf dem Blog hatte.

Ganze Blogs existierten nicht mehr, bei anderen fehlten die seinerzeit verlinkten Beiträge, woanders gab es Datenbankfehler usw.

Die dann aufzuräumen hat ein paar Stunden gedauert. Heute teste ich die Links einmal im Monat, spätestens aber alle zwei Monate. Dabei hält sich die Zahl der defekten Links dann in Grenzen. Trotzdem ist es immer wieder erstaunlich, dass einige Seiten, auch große und bekannte, plötzlich nicht mehr existieren.

Ich arbeite heute übrigens nicht mehr mit dem Broken Link Checker. Sobald ich dieses Plugin aktiviere geht hier nichts mehr, der Blog ist praktisch lahm gelegt. Vermutlich verträgt sich das Plugin nicht mir einer anderen Erweiterung. Ich nutze heute ein Online-Tool, den Free Broken Link Checker, um defekte Links zu finden.

Seiten auch mal auf NoIndex setzen

SEO als Reiseblogger: GA AufrufeEinen richtigen Sprung in den Google-Rankings haben wir seinerzeit gemacht, als wir den Tipp bekommen haben, schlecht laufende Beiträge auf NoIndex zu setzen. Wieso dass denn, werden sich jetzt einige fragen. Ich versuche das mal zu erklären, so von Laie zu Laie.

Es folgt nun eine sehr sehr sehr einfache Erklärung zu einem wahnsinnig komplexen Vorgang bei Google:

Du schreibst einen neuen Beitrag und Google findet diesen ganz töfte und rankt den auf Platz 1 zu einem tollen Keyword. Zur Belohnung bekommt Deine komplette Domain ein Bonus von 10 Punkten. Dieser Bonus wird nun auf alle Seiten von deiner Domain aufgeteilt, die im Ranking sind. Hast Du dort 10 Seiten, bekommt jede Seite einen Punkt. Hast Du aber 100 Seiten dort, dann bleibt für die einzelne Seite nur noch 0,1 Punkte übrig.

Verstanden worauf ich hinaus will? Jeden Bonus, denn Du Dir bei Google erarbeitest wird auf alle Deine Seiten im Ranking umgelegt.

Alte Seiten ausmisten und bei neuen überlegen, ob sie in den Index sollen

Ich habe damals mal unsere eigenen Seiten bei Google analysiert. Dabei habe ich mir angeschaut, wie oft wurde ein Beitrag oder eine Seite von Google aus besucht. Das geht übrigens prima mit dem Plugin Google Analytics Dashboard for WP. Damit könnt ihr Euch in der Beitragsübersicht anzeigen lassen, wie oft ein Beitrag über die organische Suche aufgerufen wurde. Wenn dabei ein klinischer Tod, also eine Nulllinie bei 30 oder 90 Tagen zu sehen ist, dann macht es keinen Sinn, die Seite weiter im Index zu haben.

Und wenn ich mir diese Seite angesehen habe, dann war es meistens auch nicht grundlos, dass dort keine Besucher hin kommen. Die waren einfach, naja, schlecht. Viele Beiträge, die nur aus Bildern bestanden, viele knappe und extrem kurze Textbeiträge aus den ersten Tagen des Blogs. 

Einige wenige Beiträge habe ich dann komplett gelöscht, andere habe ich zu einem neuen, größeren Beitrag zusammen gefasst, wieder andere habe ich im Laufe der Zeit mal aufgepeppt. Aber eine ganze Menge Beiträge, z.B. fast alle unsere alten Reiseberichte in Tagebuchform, habe ich auf NoIndex gesetzt. Kurz darauf hat unser Durchschnittsranking bei Google deutlich nach oben angezogen und die Impressionen und Klicks sind spürbar gestiegen. Das kann man übrigens alles wunderbar in der Google Search Console (ehemals Webmastertools) nachschauen.

Diese Analyse der Beiträge mache ich heuet 1-2 mal pro Jahr. Und am Ende landen dann immer wieder Beiträge auf NoIndex oder auf die ToDo-Liste für eine Überarbeitung.

Es gibt aber auch zahlreiche Beiträge, die wir direkt von Anfang an auf NoIndex stellen. Das sind, als Beispiel, unsere Fotobearbeitungs Challenges. Diese dienen dazu, eine gemeinsame Aktion mit anderen Fotografen zu machen – aus Spaß an der Freude. Die sollen garnicht in den Index bei Google, warum auch. Die Aktion läuft 4-5 Wochen, bringt allen Beteiligten eine Menge Spaß – nur da wird kaum einer nach suchen. Ich plane allerdings noch eine Einstiegseite für die Challenge, wo dann alle Einzelbeiträge verlinkt und gesammelt werden. Diese Seite wird dann für Google optimiert.

SEO als Reiseblogger – unser Off-Page SEO

Unter dem Begriff Off-Page-SEO werden die SEO-Maßnahmen zusammen gefasst, die nicht auf der eigenen Seite stattfinden. Gemeint ist damit allgemein der Backlink-Aufbau, also das Bestreben, viele Wertvolle Links auf die eigene Seite zu bekommen. 

Klar, ein Link von einer themenrelevanten Seite, die bei Google hoch angesehen ist, kann richtig Gold wert sein. 

Für mich persönlich ist Off-Page-SEO dagegen pures Networking. Warum?

Ich bin in nicht der Typ, der den Beitreiber der Mega-Seite XY anschreibt und ihn bittet (oder gar Geld bietet) um einen Link zu meinem Beitrag ZX zu setzen. Mir ist es lieber – und damit bin ich hoffnungslos naiv und romantisch – wenn ein Link zu mir gesetzt wird, weil der Beitrag gefällt.

Die Chancen dafür kann man durch gutes Networking deutlich erhöhen. Ich liebe es ja, mich mit anderen Bloggern auszutauschen. Tipps zu geben, auch mal zu streiten, zu Bloggertreffen zu fahren – also alles pures Networking. Wenn man bei den Dingen dann als umgänglicher Typ oder Typin wahrgenommen wird, steigt auch die (gegenseitige) Bereitschaft, mal einen Beitrag des anderen zu verlinken oder über Gastbeiträge, Interviews und andere gemeinsame Aktionen zu reden. Ich denke, dass mir das ganz gut gelingt, da ich mich auch nicht verstellen muss um halbwegs gesittet rüber zu kommen.

So habe ich in den letzten Jahren sehr viele nette BloggerInnen kennenlernen dürfen und dabei sind einige interessante Blogbeiträge, Gastbeiträge, Blogparaden und andere Dinge zusammen gekommen, wo alle Beteiligten was von hatten. 

Auch bei meinen aktuellen Fotografen-Interviews habe ich das Networking und den Linkaufbau ein wenig im Hinterkopf. Der Grund diese Serie zu starten war die Idee, andere Fotografen hier vorzustellen. Und am Ende freue ich mich natürlich, wenn dadurch ein Link von deren Seite oder Blog hierhin erfolgt. Wobei ich das bei den Interviews nicht fordere oder vorgebe, das wäre mir schon wieder zu blöd.

Natürlich kann man beim Backlink-Aufbau eine Menge mehr machen. Man kann dabei aber mindestens genau so viel falsch machen. Wer sich mehr für das Thema interessiert, den empfehle ich den Linkbuilding-Guide auf dem Blog Farbentour von Fabian. Da werden alle möglichen Strategien beschrieben und auf eventuelle Risiken dabei hingewiesen.

SEO als Reiseblogger – Auswirkungen bei Google 

Soweit die Theorie, all meine Maßnahmen für das SEO als Reiseblogger. Das liest sich jetzt wahnsinnig viel, ist aber in der täglichen Praxis nur recht wenig Aufwand. Vieles ist in der Routine einfach mit erledigt und stört nicht weiter.

Konkret bringen dem Blog diese Maßnahmen rund 31.000 Leser im Monat über Google auf den Blog, also rund 76% unserer Besucher – Stand jetzt für die letzten 30 Tage. Wir ranken mit einigen Keywords sehr gut, auch auf einige stark gesuchte Keywords. Daher will ich mal nicht klagen. SEO-Profis könnten hier aber sicher noch viel mehr raus hauen.

Da der Blog aber ein Hobby ist und keinerlei Einnahmen generieren soll, will ich mit den SEO-Maßnahmen die Kirche im Dorf lassen.

Vieles von den oben beschriebenen Dingen funktioniert prima. Da schreibe ich einen neuen Artikel und schups ist er mit dem gewünschten Keyword in den Top 10. Oft genug passiert aber auch einfach – richtig – nichts. Der gefühlt prima geschriebene Artikel, mit all den schönen Maßnahmen, bei gruseligen Beiträgen der Mitbewerber bei Google, landet irgendwo auf Platz drölfundachtzig.

Andere Artikel, die ich mehr oder weniger „mal eben“ hingeschrieben habe – zu Zeiten wo ich noch garnicht wusste, was SEO überhaupt ist – tummeln sich seit Jahren in den Top 10 bei Google und liefern fröhlich Besucher. Wenn ich die dann im Editor öffne, leuchten mich orangene und rote Ampeln von Yoast oder Squirrly an und sagen mir, was ich alles falsch gemacht habe. Ich werde natürlich einen Teufel tun und lasse schön die Finger von diesen Beiträgen, außer vielleicht mal was sinnvolles zu ergänzen.

Daher glaube ich, dass vieles auch ein bisschen Glücksache ist. SEO Gurus werden jetzt sicherlich wild den Kopf schütteln. Und sicher, mit all den Maßnahmen, auch die vielen hier nicht genannten, kann das Glück ein wenig gesteuert werden – aber am Ende kann mir keiner erzählen, dass er weiß wie Google arbeitet.

So, das waren meine Maßnahmen zum SEO als Reiseblogger. Natürlich gilt das auch für das SEO als Fotoblogger, das war aber ein doofes Keyword und SEO als Reise- und Fotoblogger war noch dööfer (wie schreibt man eigentlich dööfer – wirklich mit zwei ö?). Wie sieht das bei Euch aus? Macht ihr mehr SEO oder eher weniger auf Eurem Blog? Lasst doch einfach einen Kommentar hier.

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