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Seit September 2014 haben wir nun unsere neue Fotoausrüstung mit der Sony Alpha 6000 nun im Einsatz.

Nach rund 5 Monaten, einigen Fototouren und einer Reise in die USA, wurde es mal Zeit ein paar Tipps und Tricks rund für den Umgang mit Sony zu geben und ein Fazit zum Wechseln des Kamerasystems zu ziehen. Bis heute, über 2 Jahre später, hat sich an den Tipps und der Begeisterung für die tolle Kamera nichts verändert.

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Nachfolgemodelle Sony Alpha 6300 und Sony Alpha 6500

Eine Anmerkung vorab:

Inzwischen sind zwei Nachfolgemodelle für die Sony Alpha 6000 erschienen. Die Sony Alpha 6300 und die Sony Alpha 6500. Wir haben uns beide Kameras angesehen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die nichts besser/anders machen als die Alpha 6000 – für unsere Bedürfnisse. Vor allem nicht in dem Umfang, dass der Mehrpreis der beiden neuen Modelle auch nur ansatzweise gerechtfertigt wäre.

Edit 16.07.2018: Inzwischen sind wir doch auf die Alpha 6300 umgestiegen. Grund dafür war, dass die Alpha 6000 keinen Phasen-AF unterstützt. Den benötigen wir aber, wenn wir z.B. einige Canon-Objektive auf der Sony mit dem MC-11-Adapter einsetzen wollen. Daher gibt es nun auch einen Beitrag mit Tipps und Tricks zur Sony Alpha 6300.

Einen Touchscreen brauchen wir nicht, ebensowenig die Möglichkeit 4K-Videos zu erstellen, da wir so gut wie keine Videos machen.

Die nachfolgenden Tipps sind daher auch auf alle 3 Modelle anwendbar. 

Sony Alpha 6000 Tipps und Tricks für die Bedienung

Bildstabilisator über SteadyShot ein- und ausschalten

Ein- und Ausschalten des Bildstabilisators

Das Wichtigste zu erst, da habe ich mir einen Wolf gesucht. Wo kann man diesen Bildstabilisator abstellen, wenn man die Kamera z.B. auf einem Stativ benutzt. Von meiner Nikon kannte ich nur die Schalter am Objektiv, aber diese sucht man an den Sony Objektiven vergeblich.

Das Geheimnis ist ein Menüpunkt mit dem Namen SteadyShot im Kamera Menü.

Bildkontrolle ausschalten

Nervige Bildkontrolle ausschalten

Die Bildkontrolle blendet für mindestens 2 Sekunden nach einer Aufnahme das geschossene Bild ein. Leider geschieht dies nicht nur auf dem Display auf der Kamerarückseite, sondern auch im Sucher. Wenn man nun mehrere Aufnahmen einer Szene oder eine Serienaufnahme machen will nervt das Extrem.

Daher habe ich die Bildkontrolle ausgeschaltet. Wenn ich nun das letzte Bild kontrollieren möchte, dann muss ich einmal auf der „Wiedergabeknopf“ drücken.

Auto ISO kein Tabu mehr

Mein Tabubruch: Ich nutze Auto ISO

Bis zur Anschaffung der Sony war ich ein absoluter Gegner von automatischen ISO-Einstellungen der Kamera. Ich wollte einfach das Rauschen in den Bildern selber bestimmen können. Nun ist aber das Rauschverhalten der Sony so gut, das ich dieses Tabu für mich gebrochen habe. ISO steht nun fast immer auf Automatik, mit Werten von 100-800.

In Gebäuden oder bei ganz schlechtem Licht gehe ich auch mal bis auf ISO 1600 oder gar 3200 hoch. Die Bilder haben dann immer noch ein annehmbares Rauschen, welches sich ohne Verluste in Lightroom entfernen lässt bzw. in „kleinen“ Bildern für das Netz nicht stört.

Schlechtes Licht, schnelle Bewegung – die für mich optimale Einstellung

sony-tt-02-autoiso

Gerade beim Fotografieren von Flugzeugen hat man es ja mit eher schnellen Bewegungen zu tun. Wenn dieses nun bei miserablem Wetter erfolgen soll, muss einfach das Zusammenspiel von Autofokus und Belichtungseinstellungen passen. Ich habe unter diesen Bedingungen lange herum experimentiert und dabei folgende Parameter heraus gearbeitet.

  • Auto ISO (bis 800)
  • Blendenpriorität (5,6 – 8)
  • Fokus auf Nachführfokus (AF-C)
  • Fokusfeld auf Feld
  • Messmodus Multi
  • Bildstabilisator auf an (SteadyShot)
  • Belichtungskorrektur -0,3

Das Autofokusfeld stelle ich dabei auf den Bildbereich, wo der Fokus vermutlich sitzen müsste. Bei Flugzeugen ist das recht einfach, die Seite wo das Cockpit ist – also vorne. Bei den Einstellungen krallt sich der Autofokus förmlich diesen Bereich und durch AF-C wird er bei halb gedrücktem Auslöser aus zuverlässig gehalten.

Versuche, den Autofokus auf einen flexiblen, manuell einstellbaren Einzelpunkt zu setzen (Flexible Spot) waren bei schlechtem Licht eher ernüchtern und es kam vermehrt zu falsch fokussierten Bildern. Bei statischen Motiven im Bild würde ich diese Einstellung aber immer vorziehen, da man noch mehr Einfluss auf den Fokuspunkt setzen kann.

Akkuverbrauch senken – kein Live View auf dem großen Display

Alles im Blick ohne Live View

Einer der wenigen Nachteile im Vergleich zu meiner alten Nikon DSLR ist der hohe Akkuverbrauch der Sony. Um diesen ein wenig einzudämmen verzichte ich auf die Darstellung des Live View auf dem großen Display der Kamera.

Ich meine, dass dadurch die Akku Laufzeit gefühlt ein wenig gestiegen ist. Außerdem brauche ich diesen Live View nicht, da ich ihn schlicht und einfach nicht nutze. Dafür habe ich aber alle Kameraeinstellungen wunderbar im Blick.

Den Live View schaltet man einfach mit einem Klick auf das obere Feld (DISP) des Drehrades auf der Rückseite der Kamera ab. Durch das Drücken des Knopfes schaltet man dort durch die verschiedenen Ansichten des kleinen Monitors.

Und noch einen Vorteil bietet diese Darstellung.

Einstellungen mit der fn-Taste ändern

Mit einem Druck auf die fn-Taste und der Auswahl mit dem Cursorrad kann man in der Darstellung ohne Live View wunderbar jeden einzelnen Parameter auf der Display ansteuern und verändern.

Speichern von Einstellungen

Speichern auswählen

Sehr gut gefällt mir auch die Möglichkeit, Einstellungen des Kamerasetups zu speichern. So habe ich die oben beschriebene Einstellung für das Schlechtwetterspotten auf Speicherplatz 1 von 3 abgelegt.

Es werden alle Kameraeinstellungen und Modis in den Speicher abgelegt. Für die Speicherung stehen einem drei Plätze zur Verfügung.

Gepeicherte Parameter

Im rechten Screenshot könnt ihr erkennen, welche Einstellungen in den Speicher gelegt werden.

Die Einstellungen könnt ihr zum Fotografieren abrufen, in dem ihr oben das Auswahlrad der Kamera auf „MR“ stellt. Ihr könnt dann auswählen, mit welchen der drei gespeicherten Konfigurationen ihr arbeiten möchtet.

Und jetzt kommt der Clou an der Sache. Ihr könnt in dem MR Modus weiter mit den einzelnen Einstellungen rum probieren, sie sind verstellbar. Aber beim nächsten Aufruf über den MR Modus sind die ursprünglich gespeicherten Einstellungen wieder aktiv.

Fernbedienung per Smartphone – hier ein iPhone

Smart Fernbedienung an der Kamera starten

Gerade bei Langzeitbelichtungen auf dem Stativ macht eine Fernbedienung für eine Fotokamera Sinn. Denn alleine durch das Auslösen der Kamera kann es ja bereits zu Verwacklern kommen.

Es gibt für die Kamera kabellose und auch kabelgebundene Fernauslöser. Aber, es geht auch mit dem Smartphone, in unserem Falle mit dem iPhone.

Dazu müsst ihr auf der Kamera die Applikation „Smart-Fernbedienung“ installieren, starten und das Smartphone mit dem WLAN-Netz der Sony 6000 verbinden. Diese bekommt ihr über das Tool Applikationmanagement.

Um die neueste Version von „Smart-Fernbedienung“ installieren zu können, müsst ihr vorher die Firmware der Sony Alpha 6000 auf Version 1.1 updaten. Die benötigten Dateien und eine Schritt-für-Schritt Anleitung dazu findet ihr auf der Sony Seite, einmal für Windows-User und natürlich auch für MAC-User.

Play Memories App auf dem iPhone

Auf dem iPhone muss die App „Play Memories Mobil“ von Sony installiert sein. Diese App gibt es ebenfalls für Android- und Windows-Smartphones.

Wenn die Verbindung zwischen der App und der Kamera hergestellt ist, dann hab ihr eine Live View Voransicht auf dem Display des Smartphone. Ihr könnt hier zoomen, die Belichtungswerte ändern, den Fokuspunkt auswählen und einige andere Parameter einstellen.

Zum Auslösen der Kamera klickt man einfach auf das runde Kamerasymbol auf dem Smartphone. Das Bild wir nun erstellt und zur Voransicht auf das mobile Gerät übertragen. Ihr könnt auch einstellen, das direkt eine Kopie des Bildes auf dem Smartphone gespeichert wird.

Fazit nach 5 Monaten mit der Sony Alpha 6000

Unser Fazit nach 5 Monaten mit der neuen Kamera ist durchweg positiv. Alleine schon das „fehlende“ Gewicht, im Vergleich zur alten DSLR, war es Wert den Wechsel durchzuführen.

Nun ist aber das Gewicht nicht das Wichtigste bei einer Kamera. Viel wichtiger ist die Qualität der Bilder – und auch hier hat uns die Sony bisher nur Freude bereitet.

Die Technik der Kamera läuft stabil und zuverlässig. Der Autofokus ist sogar ein wenig schneller, als an der alten Nikon D300. Das Rauschverhalten ist sogar mindestens eine Klasse besser und es macht auch bei hohen ISO-Zahlen Spaß die Bilder anzusehen.

Ohne Objektiv liegt der Sensor blank

Zwei kleine Nachteile zur DSLR haben wir aber doch entdecken können. Das ist natürlich der bereits angesprochene Akkuverbrauch. Klar, der ständige Live View saugt am Akku der Kamera. Denn auch der Blick durch den Sucher ist eine Live View Anzeige auf einem kleinen Monitor (dies ist übrigens am Anfang ein wenig Gewöhnungsbedürftig). Kamen wir früher über zwei bis drei Urlaubstage mit einem Akku in der Nikon, so brauchen wir heute zwei Akkus am Tag im Urlaub. Gut, kann man mit leben, man muss es nur wissen und entsprechend genügend Akkus dabei haben. Wir haben inzwischen 6 Stück davon.

Ein weiterer Nachteil ist der fehlende Klappspiegel, den es in einer Systemkamera nicht mehr gibt. Nachteil aber aus einem bestimmten Grund, denn der Klappspiegel schützte auch den Sensor ein wenig vor Verschmutzungen beim Objektivwechsel. Nun liegt der Sensor offen da rum, wenn kein Objektiv auf der Kamera ist. Das ganze hat aber wiederum den tollen Vorteil, man kommt zum Reinigen des Sensors viel einfach an ihn heran.

Die Sensorreinigung der Kamera arbeiten auch sehr gut. Bei meiner Nikon hatte ich immer das Gefühl, die würde gar nicht funktionieren. Verschmutzungen waren auch nach mehrmaligem Reinigen immer noch an der gleichen Stelle. Bei der Sony verschwinden diese eigentlich fast immer von der Sensorfläche, spätestens beim 2. oder 3. Versuch.

Andere Erfahrungen mit der Sony Alpha 6000

Natürlich gibt es auch andere BloggerInnen, die sich die Alpha 6000 gekauft, getestet und darüber berichtet haben. 

Lightroom Import Datei

Von uns gibt es aber auch noch was. Und zwar haben wir mal unsere Importdatei für den Import der RAW-Dateien der Sony Alpha 6000 nach Lightroom hier im Blog veröffentlicht. Im Laufe der Zeit haben sich halt ein paar Einstellungen als sinnvoll gezeigt, diese werden nun direkt beim Import angewendet, so das man an den einzelnen Bildern oft nur noch Kleinigkeiten ändern muss.

Download des Lightroom-Presets

LR Import Sony Alpha 6000/6300

Habt ihr auch eine Sony Alpha 6000 im Einsatz? Kennt ihr noch weitere gute Tipps zu der Kamera? Dann schreibt doch einfach einen Kommentar hier unter den Artikel. Dies könnt ihr aber auch gerne machen, wenn ihr Fragen zur Kamera oder zu Systemkameras im Allgemeinen habt oder einfach nur eine Anmerkung hinterlassen möchtet.

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Dieser Beitrag ist Teil unserer Fotoschule – Tipps und Tricks für schönere Urlaubsfotos. Wenn ihr mehr zu dem Thema lesen wollt, so schaut mal auf der Startseite unserer Fotografie Schule vorbei.

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