Tierfotografie - Tipps und Tricks

Tipps für bessere Zoobilder

Zoologischer Garten Magdeburg

Tiere in freier Wildbahn zu fotografieren ist wohl eines der anspruchsvollsten Bereiche der Fotografie. Für ein Foto eines Tieres muss man eventuell um die halbe Welt reisen, stundenlang getarnt auf der Lauer liegen und am Ende vielleicht ohne Bild wieder abreisen.

Im Zoo ist das Alles ein klein wenig einfacher. Die Tiere leben praktisch vor der Haustüre und laufen eher selten weg. Trotzdem ist das Fotografieren im Zoo nicht ganz einfach. Mit ein paar Tipps und ein wenig Geduld kann man aber wunderbare Bilder mit nach Hause nehmen.

Achtet auf Vorder- und Hintergrund im Bild

Zoom und nah am Motiv - dann verschwinden Netze im Hintergrund im Bokeh
Zoom und nah am Motiv – dann verschwinden Netze im Hintergrund im Bokeh

Tiere im Zoo leben in Gehegen oder Käfigen, welche von Natur aus nun mal mit Gittern, Zäunen oder Netzen abgetrennt sind. Achtet beim Fotografieren darauf, dass diese im Bild nicht zu sehen sind. Sucht euch dafür eine Position, von wo aus ihr das gewünschte Tier im Fokus habt, ohne die störenden Elemente im Bild zu haben.

Wenn das nicht geht, arbeitet mit Tricks und nutzt die Möglichkeiten der Fotografie. Bei dem Bild des Pandas oben ist im Hintergrund eigentlich ein Netz zu sehen. Durch die Nähe zu dem Tier und dem Einsatz von 170mm Brennweite verschwindet das sichtbare Netz im Bokeh (der Unschärfe) des Hintergrundes.

Chamäleon im Terrazoo Rheinberg
Chamäleon hinter Glas

Viele Tiere kann man auch nur durch Glas fotografieren. Um ein vernünftiges Foto zu bekommen geht auf jeden Fall so nah wie möglich an die Glasscheibe heran um Spiegelungen zu vermeiden. Achtet dabei auch auf dunkle Kleidung, ohne Schriften oder helle Bilder auf dem Oberteil. Helle Kleidung reflektiert deutlich stärker auf den Glasscheiben und kann Euch ein Bild versauen.

Wählt dann noch eine offene Blende (kleine Blendenzahl an der Kamera), wodurch werden Verunreinigungen der Scheibe vom Foto verbannt. Bei dem obigen Bild des Chamäleons habe ich mit dem Objektiv bündig die Glasscheibe berührt. Durch die Blende von 4 (mehr ging an dem Objektiv nicht) ist selbst bei einer Brennweite von 34mm der Hintergrund wunderbar unscharf, da der kleine Kollege sehr nah an der Scheibe saß. Hinter den Blättern ist eigentlich der Raum mit anderen Terrarien zu sehen. Durch die Unschärfe ist das aber nicht mehr zu erkennen.

Kleiner Papagei im Gitterkäfig
Kleiner Papagei im Gitterkäfig

Das Gleiche gilt für Zäune, Gitter oder Netze. Auch hier gilt, lange Brennweite, offene Blende (kleine Blendenzahl) und dann so nah wie möglich ran an den Zaun oder das Gitter. Dann ist es möglich, Bilder zu machen, wo man die Zäune oder Netze nicht sieht. So wie bei dem kleinen Papagei auf dem obigen Bild. Dies ist im Zoom Gelsenkirchen entstanden. Das Netz hatte eine Maschenweite von 1-2 Zentimetern – trotzdem sieht man es nicht.

Noch ein zusätzlicher Hinweis: Dunkle Gitter/Netze lassen sich viel besser ausblenden als helle, weil letztere viel mehr Licht reflektieren. Bei hellen Gittern/Netzen ist man oft chancenlos und müsste diese vorher erst mit dunkler Farbe bestreichen, was aber zu Ärger mit den Zooverwaltungen führen dürfte.

Lernt das Verhalten der Tiere kennen und habt Geduld

Natürlich muß man im Zoo nicht warten, bis mal ein Tier zufällig vorbei kommt, wie in der freien Natur. Trotzdem neigen die Tiere dazu, sich z.B. in der Mittagshitze in schattige Ecken zurück zu ziehen und sich keinen Millimeter mehr zu bewegen. Und gerade in modernen, großen Zoos sind die Gehege oft so groß, dass man die Tiere zum Teil nicht mehr zu Gesicht bekommt. Hier ist einer der wichtigsten Tugenden bei der Zoofotografie gefragt. Habt Geduld!

Fütterung der Löwen
Fütterung der Löwen

Ohne Geduld kann so eine Fototour durch einen Zoo schnell frustrierend werden. Löwen z.B. neigen dazu, länger mal auf einer Stelle zu liegen und genau nichts zu tun. Dabei können sie eine unheimliche Ausdauer entwickeln, besonders an warmen Tagen. Schaut zwischendurch immer mal wieder an dem Gehege vorbei, fotografiert zwischendurch andere Tiere oder wartet einfach ein wenig. Irgendwann kommt da schon leben in die Hütte. Spätestens zur Fütterungszeit wird das Rudel schon aktiv werden.

Schaut einfach mal auf die Pläne mit den Fütterungszeiten in den Zoos. Wenn es was zu fressen gibt, ist bei den meisten Tieren auch Bewegung im Gehege und tolle Bilder sind garantiert. Der Nachteil ist dabei oft, dass es an den Gehegen zu der Zeit meist sehr voll ist, weil natürlich viele Besucher das Treiben beobachten wollen.

Tigerbaby in Duisburg
Tigerbaby in Duisburg

Ebenfalls ein Garant für Action in Gehegen sind Jungtiere. Diese spielen eigentlich ständig herum, motivieren auch oft die erwachsenen Tiere zur Aktivität (ob diese davon begeistert sind, das lassen wir dahingestellt). Und selbst wenn die Kleinen mal müde werden und Pause machen, der Zustand dauert meistens nicht sehr lange. Da heisst es wieder ein wenig Geduld haben, die werden auch schnell wieder munter.

Viele Tiere sind auch nur in den frühen Morgenstunden, am späten Nachmittag oder in der Nacht aktiv. Da lohnt es sich mal den Wecker zu stellen oder noch nach Feierabend in den Zoo zu fahren. Wichtig ist es, das Verhalten der Tiere so zu akzeptieren wie es ist.

Ein rütteln an Zäunen, klopfen an Scheiben oder andere Unsinn um die Tiere aufzuschrecken ist absolut nicht zu dulden. Leider sieht man so ein Verhalten immer wieder, auch von erwachsenen Menschen.

Nutzt Serienaufnahmen

Wenn ihr Tiere in Bewegung fotografieren wollt, wenn ihr eine Mimik des Tieres erwischen wollt, dann nutzt die Serienaufnahmen Funktion eurer Kamera. Die meisten Kameras bieten die Möglichkeit, beim Auslösen direkt 3-20 Bilder pro Sekunde zu schiessen. Auch wenn Euch andere Fotografen dabei dumm anschauen, was uns immer wieder passiert, die Wahrscheinlichkeit dabei z.B. einen besonderen Gesichtseindruck zu erwischen ist höher als bei Einzelaufnahmen. Vergesst aber nicht den Autofokus auf einen Nachführmodus zu stellen, wenn sich das Tier bewegt. Dabei wird der gewählte Fokuspunkt (z.B. das Auge des Tieres) von der Kamera automatisch im Fokus gehalten.

Serienbilder zur Auswahl nutzen
Serienbilder zur Auswahl nutzen

Die Szene oben, wo der kleine Tiger in Duisburg über den Fluss geht, haben wir mit mehreren Serienaufnahmen aufgenommen. An Ende haben wir uns für das grün markierte Bild entschieden, weil es einfach die schönste Körperhaltung zeigte, unsere Meinung nach. Hätten wir nur ein Bild geschossen und dabei eines der letzten beiden erwischt, dann wäre die Aufnahme für die Tonne gewesen, da der Grasbüschel bereits leicht das Gesicht des kleinen Tigers verdeckt.

Affen in Aktion
Affen in Aktion

Ein anderes Beispiel zeigt die spielenden Affen in Gelsenkirchen. Auch hier ging das alles recht schnell, der rechte Affe kam angelaufen und ärgerte den sitzenden Affen. Ohne Aufnahmeserie wäre uns das ausgewählte Bild vielleicht nicht gelungen.

Scheut euch also nicht, die Serienaufnahmen zu nutzen. Auch wenn ihr von anderen Fotografen dabei schief angeschaut werdet. Wir haben tatsächlich schon zu hören bekommen, dass sei doch keine Fotografie mehr. Doch, es ist Fotografie und wir machen nichts anderes als die moderne Technik auch zu nutzen. Klar, zu analogen Zeiten, als jedes Bild noch Geld kostete, wären wir auch nicht auf die Idee gekommen. Aber heute ist es doch egal, ob wir 32 oder 320 Bilder machen. Dafür haben wir eine tolle Auswahl für die spätere Bearbeitung. Natürlich macht das auch nur Sinn, bei Bewegung im Bild. Bei Schlangen z.B., welche als Stilleben am Ast hängen, machen die Serienaufnahmen keinen Sinn.

Kurze Belichtungszeiten bei aktiven Tieren

Im Vorbeiflug ist es ebenfalls einfacher zu fotografieren
Kurze Belichtungszeit bei bewegten Motiven – hier 1/1000 Sekunde

Bei Tieren, die faul in der Gegend rum liegen oder sonstwie still halten, könnt ihr eine Belichtungszeit nach Euren Wünschen wählen. Anders sieht das bei Tieren in Bewegung aus. Seien es laufende Löwen, rennende Zebras, raufende Erdmännchen oder fliegende Vögel.

Euer Ziel ist es, ein scharfes Bild von dem Tier zu bekommen. Dazu müsst ihr die Bewegung des Tieres praktisch einfrieren. Und das gelingt mit extrem kurzen Belichtungszeiten. Wir selber fotografieren dabei mit 1/1000 oder 1/2000 Sekunde, wenn ausreichend Licht vorhanden ist. In dunkleren Umgebungen (Wolkenhimmel, Innenräume) drehen wir zur Not die ISO hoch und fotografieren mit Offenblende um an die kurzen Belichtungszeiten zu kommen. Natürlich sind dabei Grenzen gesetzt. Bei einem bewölkten Himmel oder wenn die Tiere sich im Schatten bewegen, dann kann es schwer werden mit den kurzen Belichtungszeiten. Nur, ein gutes Foto muss nicht immer technisch perfekt sein. Dann sind halt mal Teile des Tieres unscharf, durch die Bewegung. Auch diese Bilder können durchaus ihren Reiz haben.

Keine Angst vor offener Blende und hohen ISO-Werten

Habt keine Angst vor ein wenig Bildrauschen durch hohe ISO-Werte. Denn lieber ein wenig Rauschen im Bild, als ein unscharfes Foto.

Kugelfisch im Kölner Aquarium
Kugelfisch im Kölner Aquarium

Gerade innerhalb von Tierhäuser, Terrarien oder Aquarien ist das Licht nicht wirklich optimal. Wenn die Betreiber der Anlagen es gestatten, dann nehmt ein Stativ mit um dort Fotos zu machen.

Bei Fischen im Aquarium bringt euch ein Stativ auch meist keinen Vorteil, wenn die Kollegen halten meistens nicht still. Daher muss man bei dem oft mäßigem Licht einfach die Blende öffnen, die ISO-Zahl hoch drehen um auf eine halbwegs kurze Belichtungszeit zu kommen. Das Bild von dem Kugelfisch ist mit 1/160 Sekunde, bei Blende 5 und ISO 1600 entstanden. Ich habe es bewusst nicht entrauscht um euch zu zeigen, dass man auch mit so hohen ISO Zahlen und einer modernen, hochwertigen Kamera durchaus gute Ergebnisse erzielen kann. Zugegeben, das ist das eine Foto aus einer Serienaufnahme von 10 Bildern, welches wirklich gut geworden ist. Der kleine Kerl war recht lebhaft.

Schlangen sind einfacher zu fotografieren
Schlangen sind einfacher zu fotografieren

Wesentlich einfacher lassen sich Schlangen fotografieren. Die halten meistens ruhig und sind viel größer. Hier kann der Einsatz eines Statives wirklich Sinn machen, wenn es denn erlaubt ist. Das Bild oben ist aber auch Freihand, mit ebenfalls ISO 1600 entstanden.

Insekten sind extrem anspruchsvoll
Insekten sind extrem anspruchsvoll

Besonders kniffelig wird es bei kleinen, wuseligen Insekten. Die sitzen dann meist noch hinter Glas, bewegen sich, sind sehr klein – da wird die Ausschussquote stark steigen, bei den Bildern. Aber das ist halt so und dank der digitalen Fotografie zu verschmerzen, wie zahlen ja nicht mehr pro Bild – zum Glück.

Zoobilder Tipp: Finger weg vom Blitz

Zu Recht ist übrigens in allen Zoos, Aquarien und Terrarien das Fotografieren mit Blitz weitestgehend verboten. Daher, Finger weg vom Blitzlicht! Dafür gibt es mehrere Gründe.

  1. Die Tiere werden durch das Blitzen gestört. Stellt euch mal vor, ihr sitzt den ganzen Tag in der Gegend rum und werdet pausenlos angeblitzt. Kein schöner Gedanke, oder?
  2. Einige Tiere haben sehr empfindliche Augen, die können durch die (dauernden) Blitze geschädigt werde.
  3. Es bringt einfach nichts! Schon gar nicht, wenn man durch Glas fotografiert – am Ende werdet ihr eine schöne helle Fläche haben, eben die Glasscheibe, mehr aber auch nicht.
  4. Aber auch wenn kein Glas zwischen Euch und den Tieren ist. Meistens sind die internen Kamerablitze gar nicht Leistungsfähig genug um bis zum entfernten Tier zu reichen.

Statt den Blitz zu nutzen, schraubt die ISO-Zahl höher und/oder verlängert die Belichtungszeit. Ab einem gewissen Punkt muss dann auch ein Stativ eingesetzt werden. Das Blitzen ist dafür keine Alternative!

Spielt mit verschieden Perspektiven

Natürlich ist man bei der Wahl der Perspektiven eingeschränkt, wenn man im Zoo fotografiert. Nur seltenst kann man ein Gehege betreten und somit die Perspektive zu den Tieren frei wählen.

Trotzdem gibt es immer verschiedene Blickwinkel und Möglichkeiten, das Tier abzulichten.

Tiere auf Augenhöhe fotografieren
Tiere auf Augenhöhe fotografieren

Versucht mal die Tiere auf Augenhöhe zu fotografieren. Bei dem Affen oben war das einfach, da er über einen Hügel lief und somit automatisch mit mir auf Augenhöhe war. Bei kleineren Tieren muss man mal vor dem Gehege in die Hocke gehen oder sich auf den Boden legen. Sieht bekloppt aus, für die Umstehenden, aber die Fotos wollen die dann anschließend alle haben.

Auch Details im Bild, wie die leicht unscharfen Steine im Vordergrund sind ein beliebter Effekt, welche dem Bild mehr Tiefe geben. Hier einfach mal ein wenig mit der Blende rum spielen. Je offener die Blende, desto geringer ist die Schärfeebene – Gegenstände in Vorder- und Hintergrund werden so unscharf.

Endlich ein Erdmann in diesem Bericht
Endlich ein Erdmann in diesem Bericht

Oder nutzt Eure Zoom um Details einzufangen, Portaits von den Tieren zu machen. Viele Tiere haben Charakter, wenn man die im Detail fotografiert – so wie unsere geliebten Erdmännchen.

Üben, üben und üben!

Ein Zoo ist der beste Ort der Welt um Tieraufnahmen zu üben. Ihr habt unzählige Tiere zur Auswahl. Große, kleine, ruhige, quirlige, hinter Glas oder Gittern, weit weg, nah dran usw. usf. – und dabei lernt man nie aus. Wir sind selber weit davon entfernt uns als „perfekte“ Zoofotografen zu bezeichnen. Wir lernen bei jedem Zoobesuch neue Dinge, üben, experimentieren und produzieren verdammt viel Ausschuss.

Freunde
Freunde

Die Tiere laufen nicht weg, manche kommen sogar zu euch, wie das Chamäleon welches unbedingt zu Melli wollte.

Ihr habt also alle Zeit der Welt zum üben. Spielt mit den Kameraeinstellungen rum, probiert verschiedene Perspektiven und Szenerien aus und erfreut euch zu Hause an den Bildern. Und wenn mal eine Menge Ausschuss dabei waren, nicht verzagen, der Zoo ist auch morgen noch da – für den nächsten Versuch. Mit der Zeit entwickelt ihr dann ein Auge für die Bilder, entwickelt euren eigenen Stil und lernt die Technik der Kamera blind zu beherrschen. Und dann, dann macht es doppelt so viel Spaß!

Nachtrag/Ergänzung: Der nette Hans vom Tages-Gedanken hat mir noch einen Hinweis gegeben, den ich gerne noch nachtragen möchte. Denkt daran, nicht in jedem Zoo/Aquarium ist das Fotografieren erlaubt und die Benutzung des Blitzes ist auch oft untersagt. Vor allem erkundigt Euch bitte, ob ihr die Bilder, die ihr im Zoo gemacht habt, auch veröffentlichen dürft und wenn ja, unter welchen Bedingungen.

Eine sehr gute Seite hat Hans auch direkt mit gesendet: www.digicamclub.de

Wir fragen generell an der Kasse eines Zoos, ob man fotografieren darf und unter welchen Bedingungen man die Bilder im Netz veröffentlichen darf.

Hinweis: Komplett überarbeitet und Ergänzt am 26.11.2016

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16 Kommentare

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  • Sehr guter Beitrag mit zahlreichen schönen Bildern. Was ich noch ergänzen würde ist, dass es manchmal auch einfach ein wenig Glück braucht. Nämlich muss das Tier am idealen Ort, zur idealen Zeit und im idealen Licht erscheinen, um ein Foto produzieren zu können, was einem dann so lange Zeit nicht mehr gelingt.
    Habe schon ein paar Mal versucht, meine 2 Bilder aus dem Zoobesuch 2012 zu toppen, aber es klappte einfach (noch) nicht. 🙂
    http://www.phpics.ch/index.php/taggeckos-mit-dem-nikkor-70-300mm/

  • Hallo Thomas,

    als hättest du gewusst, dass wir zum ZOOM fahren wollen. Ich bin der Aufgabe sicherlich nicht gewachsen, versuche mich mit deinen Tipps gerne an Giraffen etc 🙂
    Danke für diese Anleitungen.

    Herzliche Grüße, Bee

  • Hallo Thomas,

    tolle Zoofotos hast Du da wieder hinbekommen. 🙂 Ich übe ja noch. Toll fand ich den Besuch im Detmolder Vogelpark Heiligenkirchen. Klar befanden sich dort auch Vögel und anderes Getier in Käfigen. Aber viele Papageien saßen an einem Platz auf ihren Stangen und man hatte freien Zugang zu ihnen. Das war toll und man konnte sich ihnen von allen Seiten nähern und fotografieren. Sie sind das wohl schon gewöhnt.

    Aber natürlich laufen in solch einem Zoo auch viele Menschen herum. Bisschen doof war, dass ich drei schlummernde Wellensittiche in einer begehbaren Voliere relativ gut getroffen habe, aber da stand jemand mit einem „furchtbar“ pinkfarbenen T-Shirt im Hintergrund. Gut zwar verschwommen, aber der Farbklecks hat das ganze Bild verhunzt.
    Mein Glück war, dass Pink in dem Gefieder der Vögel nicht enthalten war und ich in Lightroom diese Farbe entsättigen konnte, ohne die Restfarben zu zerstören. Dadurch war das Bild noch halbwegs zu retten. 🙂

    Lieben Gruß
    Sylvi

    • Und schwups,

      wieder einen Park mehr auf der Liste. Detmold werden wir uns mal anschauen fahren – ich liebe Papageien!

      Das mit den Menschen im Hintergrund ist ja oft ein Problem bei Vogelkäfigen und Terrarien – ich versuche da immer den Moment abzuwarten, wo keiner auf der anderen Seite steht. Klappt natürlich nicht immer und dann rettet Lightroom. 😉

      LG Thomas

      LG Thomas

  • Das ist eine sehr schöne und hilfreiche Liste!

    Ich würde noch ergänzen, dass man sich, wenn möglich, ein Objektiv mit einer langen Brennweite mitnimmt. Die großen Gehege hast Du ja bereits erwähnt und es kann ziemlich frustrierend sein, wenn der Moment eigentlich perfekt ist, man aber mit der Kamera nicht nah genug ans angepeilte Tier heran kommt.

  • Das Foto mit dem Erdmännchen gefällt mir besonders gut – ich muss auch zugeben, dass ich eine besondere Schwäche für Erdmännchen habe. 🙂 Im Leipziger Zoo stehe ich am längsten vor ihrem Gehege. Obwohl mir in Summe die eingesperrten Tiere leid tun. Im Sommer waren wir in unserem Wildpark. Ich wollte unbedingt die Waschbären fotografieren, aber leider war das Gitter zu engmaschig, man hat auf den Fotos nicht erkennen können und am Gehege hochklettern wollte ich nun auch nicht.

    LG Myriam

  • Ich hatte die meisten Problemen mit den Bildern wo eine Glasscheibe davor war. Ich werde mal deine Tipps ausprobieren, hört sich alles garnicht mal so schwer an, ich hoffe es ist auch so ;-).
    Vielen Dank schon mal

  • Ein Tipp von mir wäre noch wenn möglich nicht am Wochenende in den Zoo zu gehen. Dann sind meistens viele Familien da und belagern gerade zu die Gehege. Zudem sind die Scheiben oft von Kindern dermaßen verschmiert, dass es schwer wird, eine saubere Stelle zu finden.
    Nicht falsch verstehen, ich mag Kinder. Beim Fotografieren im Zoo können sie allerdings etwas „nerven“.

    Grüße,
    Mo

  • Hallo Thomas,
    ich hab ja schon immer deine schönen Tierfotos bewundert. Danke für deine Tipps! Werde mal einige ausprobieren.
    Und danke für den Hinweis, dass man nachfragen sollte, ob und wie man die Fotos veröffentlichen darf. Dass das gar nicht so einfach möglich ist, wusste ich gar nicht.
    Liebe Grüße
    Ulrike

  • Hallo Thomas, ich danke Dir für die vielen Tipps in dem ausführlichen Artikel. Klasse!
    Gerade bei der Vogelfotografie (im Flug) scheinen unsere Belichtungszeiten viel zu lang gewesen zu sein. Zahlreiche Bilder von uns sahen auf den ersten Blick zwar scharf aus, doch sobald wir ein wenig hineingezoomt haben, waren wichtige Details, wie Beispielsweise die Außenfedern oder Klauen, verschwommen. Werden beim nächsten Mal mal mit 1/1000 herumprobieren. Die Eule auf dem Bild ist super getroffen!
    Liebe Grüße und vielen Dank,
    Marc