TravelTuesday - Eure Reiseziele

#Traveltuesday Vietnam Tipps von Jenny

(© Jenny - weltwunderer.de)

Es geht mal wieder nach Asien, beim aktuellen #TravelTuesday in dieser Woche. Jenny nimmt uns mit nach Vietnam und zeigt uns, warum man da mal Urlaub machen sollte.

Vietman – das liebste Reiseziel von Jenny (weltwunderer.de)

Warum sollten wir unbedingt mal nach Vietnam reisen?

Vietnam ist aufgrund seiner Geschichte ein ganz besonderes Land und mit den „gängigen Zielen“ in Südostasien nicht zu vergleichen. Allein die an vielen Stellen noch deutlichen Hinterlassenschaften des Vietnamkriegs sind beeindruckend und bringen einem Zeitgeschichte auf ganz unmittelbare Weise nah.

(© Jenny - weltwunderer.de)
(© Jenny – weltwunderer.de)

Aber auch der Staatssozialismus, der in einem zähen Kampf mit ungebremster Marktwirtschaft liegt, hat in Vietnam zu einem einzigartigen Gesellschaftsklima geführt – das finden wir sehr spannend!

Individuell oder pauschal – was wäre Dein Rat für die Reise nach Vietnam?

Wir empfehlen grundsätzlich niemals eine Pauschalreise.

Auch Vietnam haben wir auf eigene Faust entdeckt, was den Vorteil hatte, dass wir unabhängig waren und durch die gründliche Vorbereitung ein gutes Hintergrundwissen zum Land hatten. Das ist gerade in Vietnam enorm wichtig, um nicht der allgegenwärtigen Abzocke von Ausländern zum Opfer zu fallen.

(© Jenny - weltwunderer.de)
(© Jenny – weltwunderer.de)

Günstige, sehr gute Hotels findet man in großer Zahl und auch in der Hauptsaison spontan. Mit Zügen und Bussen kommt man problemlos in jeden größeren Ort, mit etwas mehr Budget kann man sich auch ein Auto oder einen Minibus mit Chauffeur mieten (selbst fahren darf man als Nicht-Vietnamese leider nicht).

Da es andererseits aber in einem Bürokratiestaat wie Vietnam von großem Vorteil ist, wenn man die richtigen Leute kennt, würden wir im Nachhinein doch dazu raten, Tickets und Ausflüge jeder Art in einem guten Reisebüro vor Ort (oder an der Hotelrezeption) zu kaufen. Man spart sich unheimlich viel Ärger und bekommt höchstwahrscheinlich bessere Preise und Leistungen.

Was ist ein unbedingtes Must-See an Vietnam?

Einen einzigen Punkt herauszupicken, fällt uns sehr schwer. Mal abgesehen von dem wahnwitzig-abenteuerlichen Straßenverkehr in Saigon und Hanoi, dem postkartenkitschigen Vorzeigestädtchen Hoi An mit seinem Traumstrand An Bang und der grandiosen Bergwelt in Sa Pa haben uns als einzelne Sehenswürdigkeit vielleicht am meisten die Höhlentempel in den Marble Mountains bei Da Nang beeindruckt.

(© Jenny - weltwunderer.de)
(© Jenny – weltwunderer.de)

Die Stimmung in der kathedralenartigen Grotte, die nur durch Gebetslämpchen in den Schreinen und zwei Einschusslöcher in der Höhlendecke erhellt wird (wieder mal ein Gruß aus dem Vietnamkrieg), ist unvergleichlich.

Gibt es auch NoGos – also Dinge die man sich sparen kann oder besser lassen sollte?

Was wir uns tatsächlich gespart haben, ist die ach so berühmte Halong-Bucht. Wir hatten während unserer Reise den Eindruck, dass dort jeder Tourist, der nach Vietnam kommt, wie auf einem Verschiebebahnhof durchgeschleust wird. Auf ein Tourprogramm, das vom Frühstück bis zum Dinner komplett durchgetaktet ist, hatten wir keine Lust – und uns einen Ausflug dorthin selbst zu organisieren, hätte ziemlich viel Mühe gekostet.

Ansonsten waren wir von den meisten Stränden ziemlich enttäuscht. Bis auf den (noch) Geheimtipp An Bang Beach in Hoi An waren unsere Strandeindrücke immer lieblos und vermüllt. Selbst in angeblichen Nationalparks sahen wir beim Schnorcheln vor allem eine trübe Brühe voller toter Korallen und Massen von vietnamesischen Touristen in leuchtenden Schwimmwesten.

Welche kulinarischen Highlights sollte man sich nicht entgehen lassen?

Die vietnamesische Küche war der Hauptgrund für unsere Reise gewesen, und allein dafür hat sich alles dreimal gelohnt. Es gibt so unglaublich leckere Sachen!! Mein absoluter Favorit ist Cao Lau, ein Nudelgericht, das nur in Hoi An verkauft wird. Banh Mi, das vietnamesische Baguette, gibt es zum Glück in immer mehr deutschen Städten – unbedingt probieren!

(© Jenny - weltwunderer.de)
(© Jenny – weltwunderer.de)

Die Menschen in Vietnam – was macht sie zu etwas Besonderem? 

Hier müssen wir leider mal Kritik üben: So oft wie in Vietnam haben wir uns noch nirgends über Menschen geärgert. Die Abzock-Mentalität, die in jedem Touristen einen wandelnden Geldautomaten sieht und überhaupt keinen Blick für Nachhaltigkeit erübrigen kann, ist erschreckend – und hat uns die Reise durchaus ein Stück verdorben.

(© Jenny - weltwunderer.de)
(© Jenny – weltwunderer.de)

Mit Kindern haben wir da wahrscheinlich noch das Schonprogramm erlebt, denn die Vietnamesen sind auf der anderen Seite extrem kinderlieb und knuddeln und verwöhnen, was das Zeug hält.

Hast Du einen besonderen Reisebericht zu Vietnam verfasst?

Unsere Reiseberichte zu Vietnam (mit einem Abstecher nach Kambodscha) könnt ihr auf auf unserem Blog unter der Kategorie Reisen/Vietnam 2012 lesen.

Wer hat hier geschrieben?

Weltwunderer in Hanoi
Weltwunderer in Hanoi

Jenny Menzel lebt und arbeitet als freie Lektorin und Autorin in Dresden. Noch lieber erkundet sie aber mit ihrer Familie die Welt und schreibt dann darüber.

Von Jenny Menzel ist bereits der Ratgeber „Als Dach der Sternenhimmel: Camping in Neuseeland“ im 360° medien verlag erschienen, demnächst veröffentlicht sie zusammen mit Kerstin Führer das „Reisehandbuch für Familien“ (KidsAway-Verlag).

 

„Weltwunderer“ der Blog von Jenny

Weltenwunderer

Die Weltwunderer reisen mit drei Kindern um die Welt – am liebsten im Wohnmobil durch Neuseeland, aber auch gern mit dem Rucksack durch Vietnam, im Zelt durch Skandinavien oder als nächstes mit dem Campervan durch Japan. Unsere Erfahrungen geben wir an andere Eltern weiter, um sie zum Reisen über den Tellerrand hinaus zu ermutigen.

Link zum Blog: www.weltwunderer.de 

Eine Übersicht über alle veröffentlichten und geplanten Beiträge der Aktion findet ihr auf der Übersichtsseite der Aktion.

Die Urheberrechte für alle Fotos, Screenshots und dem Text liegen bei Jenny vom Blog Weltwunderer!.

Vielen, lieben Dank an Jenny für diesen tollen, ehrlichen Bericht.

Danke für das Lesen des Beitrages!
Wir zwei beiden im Arches NationalparkÜber einen Kommentar würden wir uns riesig freuen! Ihr dürft den Beitrag auch sehr gerne über Eure Social Media Kanäle teilen. Beides zaubert uns immer ein Lächeln ins Gesicht.

Neu hier im Blog? Dann schau doch mal wer wir sind oder was wir auf diesem Blog anbieten.

Ganz besonders ans Herz legen möchte wir die Reiseberichte unserer Rundreisen, unsere Reisetipps und die Fototipps für schönere Urlaubsbilder. 

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Über den Autor

Beitrag TravelTuesday

Dieser Beitrag wurde als Gastbeitrag zu der Aktion #Traveltuesday geschrieben. Alle Informationen zum/zur AutorIn findet Ihr oben in dem Artikel.

3 Kommentare

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  • Dass man in Vietnam als Nicht-Vietnamese nicht Auto fahren darf ist natürlich für Roadtripper für uns sehr schade 🙁 Vielleicht hast du ja Erfahrungen mit dem Mieten von Auto inkl. Chauffeur? Wenn ich bedenke wie oft wie dann und wann anhalten und Foto-Stops einlegen würde das die Nerven des armen Chauffeurs sicherlich stark strapazieren 😀

    Schade, dass Touristen oft abgezockt werden. Gibt es da klassische Fallen in die man besser nicht tappen sollte?

    • Hier spricht eine Vietnamesin und ich sag dir: pass auf bei Taxifahrern. Die fahren gern mal ein Extraründchen. Allerdings habe ich auch schon von anderen gehört, dass das in vielen Ländern vorkommt 😀

    • Hallo Anke,
      du kannst dir natürlich ein Mietauto oder einen Minibus mit Chauffeur besorgen, die Hotels helfen da sehr gern und bequem weiter. Wir haben uns ab und zu mit einer anderen Familie in einen Minibus hineingeteilt, das waren dann günstige und lustige Ausflüge. Noch lustiger und spannender geht es per Moped, was wiederum selbst gefahren werden darf (ohne Führerschein?!).
      Zum Abgezocktwerden in Vietnam liest du dich am besten durch die einschlägigen Reiseforen, da lernst du enorm viele Tricks, vom Taxifahren übers Wechselgeld bis zu den kreativeren „Scams“ – die kann ich hier unmöglich alle aufzählen. Ja, in Vietnam heißt es leider wirklich aufpassen 🙁

      Viele Grüße
      Jenny

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