Trotz Laptop-Ban in die USA fliegen?

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Trotz Laptop-Ban in die USA fliegen?

Am Donnerstag sollte über den Laptop Ban für Flüge in die USA entschieden werden. Welche Geräte davon betroffen sein werden, welche Risiken durch das Verbot von elektronischen Geräten im Handgepäck auftreten und wie man diese verringern kann möchten wir mal kurz zusammen fassen. Natürlich verraten wir Euch auch, welche Auswirkungen der Laptop Ban auf unsere Reisepläne hat.

Mittlerweile kann aber erstmal Entwarnung gegeben werden. Die USA verzichten erstmal auf ein Laptop Verbot auf USA Flügen. Allerdings behalten sie sich vor, die Entscheidung jederzeit zu ändern. In der kommenden Woche sollen weitere Gespräche stattfinden, wo Vertreter der EU und der USA über die Sicherheit im Luftverkehr beraten. Ganz vom Tisch ist das Thema also nicht und daher lassen wir natürlich den Artikel hier stehen.

Laptop Ban – eigentlich ein Electronic Ban

Der Laptop Ban ist eigentlich ein Electronic Ban, denn es sind damit nicht nur Laptops im Flieger verboten. Das Verbot gilt vielmehr für alle elektronischen Geräte, die größer als ein normales Smartphone sind.

Genau genommen sind alle der folgenden Geräte verboten, die z.B. bei Emirates bereits heute aufgelistet sind:

  • Laptops
  • Tablets
  • eReader
  • Fotokameras
  • Portable DVD-Player
  • Spielekonsolen, die größer als ein Smartphone sind
  • Drucker/Scanner

Gerüchten sagen, dass auch große Smartphones wie das iPhone Plus unter das Verbot fallen sollen, da es ja größer als ein „normales“ Smartphone ist. Das ist aber bisher nicht bestätigt, würde aber in die Denkweise passen, dass in größere Geräte auch größere Akkus passen. Ein weiteres Gerücht bezieht sich auf große Kopfhörer, die ja ebenfalls mit Batterien oder Akkus bestückt sind.

Ausgenommen von der Regelung sind übrigens medizinische Geräte, die der Passagier auf dem Flug benötigt.

Wir konnten bei unserer Recherche keine konkrete Angabe zu Objektiven finden. Lt. der Listen bei den verschiedenen, bereits betroffenen Airlines, wurden diese nicht aufgeführt. Auch das wäre aber logisch, da in den Objektiven keine eigene Stromversorgung vorhanden ist und somit kein Risiko für die Sicherheit darstellen sollten.

Übrigens soll der Electronic Ban, nach heutiger Sachlage, nur für Flüge in die USA gelten. Auf den Flügen von den USA weg und bei Inlandsflügen in den USA gilt er nicht. Das könnte aber auch noch kommen, dann für alle Flüge auf der Welt, wenn die ICAO auf die Idee kommt, diese Regelung generell einzuführen.

Was bedeutet das konkret für uns?

Unsere Fotoausrüstung - Übersicht

Unsere Fotoausrüstung auf Reisen

Wir selber sind von diesem Electronic Ban auf unseren Reisen mehrfach betroffen. Ein Notebook nehmen wir seit Jahren nicht mehr mit auf die Reise, da wir ja von unterwegs nicht mehr live schreiben.

Unsere Tablets müssten somit in den Koffer, ggf. unsere Smartphones weil wir die großen iPhone Plus Modell haben. Dazu kommen unsere Noise-Reduction-Kopfhörer, die wir uns extra für Langstreckenflüge gekauft haben, wenn sich das Gerücht bestätigt.

Ganz besonders hart betrifft uns aber das Verbot, Kameras mit in die Kabine zu nehmen. Diese hochwertigen, teuren und auch empfindlichen Geräte sollen wir in den Koffer packen?

Welche Gefahren bestehen bei Geräten im Gepäck?

Bisher wären wir nie auf die Idee gekommen, wertvolle technische Geräte ins Aufgabegepäck zu packen. Dazu lauern auf einer Flugreise einfach viel zu viele Risiken für das Gepäck.

Risiko Gepäckverlust

Es kann durchaus vorkommen, dass das Gepäck nicht zusammen mit dem Passagier am Zielort ankommt. Im besten Fall ist es nur fehlgeleitet worden oder bei einer knappen Umsteigeverbindung stehen geblieben. In dem Falle bekommt der Passagier das Gepäck meistens ein oder zwei Tage später nachgeliefert. Das ist ärgerlich aber man könnte damit leben.

Hier und da verschwindet Gepäck aber auch mal spurlos. Natürlich ist es dann versichert und muss von der Airline ersetzt werden. Nur, erstmal hat man den Ärger am Bein, muss nachweisen welcher Inhalt in dem Koffer war und bekommt dann den Zeitwert erstattet. Und auf der Reise steht man erstmal ohne die technischen Geräte da.

Risiko Schäden am Gepäck

Wer mal gesehen hat, wie mit Gepäckstücken an den Airports auf der ganzen Welt umgesprungen wird, der will da keine empfindlichen technischen Geräte rein packen. Koffer werden geschmissen, fallen gelassen – einfach nicht sanft behandelt. Natürlich, keiner der Mitarbeiter der Bodenabfertigung, will mutwillig irgendwas zerstören. Aber sanft gehen die mit dem Gepäck nicht um.

Wir selber hatten schon mehrfach beschädigte Koffer, wo wir uns ernsthaft gefragt haben, wir geht das?

Risiko Diebstahl

Wir möchten niemanden etwas unterstellen. 99,9% aller Mitarbeiter auf den Airports der ganzen Welt werden nicht auf die Idee kommen, irgendwas vom Gepäck zu stehlen. Aber der restlichen Menge von 0,1% liefert man ein Warensortiment frei Haus. 

Wie kann man sich gegen die Risiken des Electronic Ban schützen?

Wir haben uns in den letzten Tagen wirklich viele Gedanken gemacht, wie wir uns gegen die oben genannten Risiken beim Electronic Ban schützen können. Denn wir befürchten, über kurz oder lang wird das internationaler Standard werden. Und selbst wenn das nicht so weit kommt, wir wollen eigentlich nicht auf Reisen in die USA verzichten.

Risiko Gepäckverlust verringern

Die häufigste Ursache für Gepäckverlust sind Pannen, die beim Umsteigen passieren. Somit ist für uns klar, es kommen eigentlich nur noch Direktflüge in Frage. Ok, die kosten meist ein paar Euro mehr und gehen nicht unbedingt von unserem Heimatairport Düsseldorf ab. Für nächstes Jahr haben wir jetzt Flüge nach Las Vegas gebucht, dafür müssen wir dann nach Frankfurt fahren. Damit können wir aber leben.

Risiko Schäden am Gepäck verringern

Hier kann man selber wohl nur wenig machen, als Passagier ist man hier ausgeliefert. Ein Schutz wird es natürlich sein, empfindliche Geräte entweder zu Hause zu lassen oder gut gepolstert in das Gepäck zu verpacken. Besonders empfindliche Geräte wie Festplatten und Fotokameras könnte man in speziell geschützten Koffern transportieren. Nur, diese sind nicht ganz preiswert und müssten als zusätzliches Gepäck aufgegeben werden, was auch kein Schnäppchen ist.

Risiko Diebstahl verringern

Hier hilft eigentlich nur, den Koffer mit TSA-zertifizierten Schlössern zu sichern. Diese helfen auf jeden Fall gegen einfache „mal eben reinschauen“ Langfinger. Die Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen können die Koffer weiterhin öffnen, dafür sind die Schlösser ja gedacht. Und da unsere Koffer bei USA-Flügen schon öfters geöffnet wurden (man findet danach immer einen netten Zettel im Koffer) sind die TSA-Schlösser wohl die einzige Möglichkeit.

Das Einwickeln in Folie, die Nutzung von anderen Schlössern, das zuschweissen oder andere fantasievolle Methoden werden keinen Schutz bieten.

Weitere Bedenken oder Einschränkungen

Neben den Risiken, gibt es natürlich noch weitere Einschränkungen oder Gedanken, die der Electronic Ban nach sich zieht. Die Verfechter des Reisens nur mit Handgepäck werden wohl umdenken müssen.

Für Geschäftsleute kommen da mehrere Punkte zusammen. Viele Firmen erwarten von ihren Mitarbeitern, dass die auf einem Langstreckenflug eine Zeit für die Arbeit nutzen. So wird sich zum Beispiel auf das kommende Meeting vorbereitet. Die Damen und Herren brauchen dafür eigentlich ihr Notebook. Und, was ist mit den IT-Sicherheitsrichtlinien, die in vielen großen und kleinen Unternehmen existieren. Bei meinem Arbeitgeber ist klar geregelt, dass man sein Notebook nicht unbeaufsichtigt lassen darf. Eine Reise im Koffer ist wirklich nicht dass, was unter dem Sicherheitsaspekt sinnvoll ist. Denn neben dem Verlust des Gerätes geht es ja auch im ggf. sensible Daten auf den Geräten. Naja, vielleicht bewegt das die ein oder andere IT dazu, Notebooks endlich komplett zu verschlüsseln.

Worauf wir hinaus wollen, es gibt noch viel mehr Auswirkungen des Bans, als „nur“ den Verlust der Geräte oder einen Defekt.

Unterschiedliche Service-Angebote der Airlines

Fluggesellschaften, die bereits jetzt vom Electronic Ban betroffen sind, bieten inzwischen teilweise den Service an, dass die elektronischen Geräte doch nicht in den Koffer müssen. Die Geräte können am Gate dem Bodenpersonal übergeben werden, kommen dann dort in speziell gesicherte Behälter. 

Zitat Emirates Homepage: „If you prefer, you can also carry your devices through security to use up until boarding. You can then hand your devices over at the gate where we’ll package and label them, give you a unique claim tag, and load the devices onto the same flight. On arrival in the US, your devices will be available for pickup from a dedicated area located in the baggage hall.If you prefer, you can also carry your devices through security to use up until boarding. You can then hand your devices over at the gate where we’ll package and label them, give you a unique claim tag, and load the devices onto the same flight. On arrival in the US, your devices will be available for pickup from a dedicated area located in the baggage hall.“

Wir denken, dieser Service wird auch von verschiedenen Airlines in Zukunft angeboten. Ggf. werden diese speziellen Behälter dann auch nicht im Gepäckraum befördert. Denn die Airlines, und auch die Luftsicherheitsbehörden, haben dabei noch andere Bedenken. So ist es wohl keine gute Idee, hunderte von Lithium-Ionen Akkus unbeaufsichtigt im Gepäckraum durch die Gegend zu fliegen, wo keiner mitbekommt, wenn einer davon in Flammen aufgeht. Denn eigentlich ist es, nach aktuellen Vorschriften, sogar verboten solche Akkus im Koffer zu haben – man soll sie im Handgepäck mitführen.

Lassen wir uns USA-Flüge durch den Electronic Ban vermiesen?

Wer uns in Facebook folgt, kennt vielleicht unsere erste Reaktion aus der letzten Woche, als die Nachricht mit dem Electronic Ban durch die Medien ging.

„Das war es für uns, keine USA-Flüge mehr.“ 

Nur, je länger wir darüber nachdachten, desto mehr kamen wir ins grübeln. Melanie hatte sich so gewünscht, ihren runden Geburtstag nächstes Jahr in Las Vegas zu verbringen. Das abzusagen, wäre eine sehr emotionale Sache gewesen. Dazu wollten wir doch endlich mal einen Truck-Camper ausprobieren. Und die Route stand doch auch schon auf einem Zettel.

Trotzdem überlegten wir uns verschiedene Alternativen. Mit dem Wohnmobil durch Spanien, ist doch auch schön. Ja, und wenn dann ICAO ernst macht und den Electronic Ban weltweit einführt? Dann bekommen wir unser Equipment auch nicht risikofrei nach Spanien oder woanders hin. 

Dann die Idee, Las Vegas doch schon auf unserer Herbstreise nach Florida mit zu erledigen. Inlandsflüge gesucht, Preise gesehen, vergesst es. Zumal wir uns unsere schöne Florida-Route auch kaputt machen würden.

Am Ende haben wir entschieden, wir lassen uns das Reisen in die USA durch den Electronic Ban nicht vermiesen. Das Laptop nehmen wir schon lange nicht mehr mit, die Tablets und Smartphones werden die Reise im Koffer überleben, so empfindlich sind die nicht. Einzig bei der Fotoausrüstung sind wir noch unschlüssig. Nehmen wir nur die Bridgekamera mit? Sind Objektive auch vom Electronic Ban betroffen? Wenn nicht, dann kommen diese empfindlichen Teile ins Handgepäck und die Kamerabodys fein gepolstert in den Koffer.

Mit dieser Entscheidung haben wir dann schnell unsere Flüge nach Las Vegas gebucht, der frühe Vogel fängt den Wurm. Ok, nicht ab Düsseldorf, sondern ab Frankfurt mit einem Direktflug. So! Dazu haben wir uns wieder für einen Flug in der Premium Economy entschieden. Damit können wir 32 KG Gepäck mitnehmen und das Mehrgewicht durch die Technik im Koffer stört uns auch nicht.

Wir lieben einfach dieses tolle Land, die wunderbaren Landschaften, die faszinierenden Städte und auch die Menschen dort haben uns immer Anlass gegeben, dass wir uns dort sauwohl gefühlt haben. Daher möchten wir auch weiter in unser liebstes Urlaubsland reisen – auch wenn es ein wenig unbequemer wird.

Fazit: Wir lassen uns das Reisen in die USA durch den Electronic Ban nicht vermiesen.

Wir glauben übrigens daran, dass der Ban morgen kommen wird oder in den folgenden Tagen. Sollte wir uns täuschen und der Electronic Ban für uns Europäer doch nicht kommen, dann freuen wir uns riesig, dass wir diesen Artikel überflüssigerweise geschrieben haben.

Wie in der Einleitung schon ergänzt, verzichten die USA aktuell auf einen Electronic Ban für Flüge aus der EU. Daher warten wir mal ab, wie sich das jetzt entwickelt. Die Option haben die USA sich weiter offen gehalten.

Über Sinn und Unsinn dieser Regelung, wenn sie denn kommt, maßen wir uns übrigens kein Urteil an. Wenn die Bedrohungslage wirklich so akut ist, wie behauptet wird, dann sollte die Sicherheit natürlich an erster Stelle stehen. 

Wie geht ihr damit um, wenn dieser Laptop-Ban bzw. Electronic-Ban wirklich kommt? Beeinflusst das Eure Reisepläne oder Eure Art zu Reisen? Wir sind gespannt auf Eure Meinungen dazu, die ihr hier gerne als Kommentar schreiben könnt.

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22 Kommentare

  1. Ulrike 17. Mai 2017 um 12:33 Uhr - Antworten

    Sehr interessant, Eure Überlegungen zu lesen. Naja, ich reise sowieso nicht nach USA. Aber wenn das Verbot weltweit kommt, dann habe ich auch so meine Bedenken. Notebook und Kamera ins Gepäck? Irgendwie habe ich ein mulmiges Gefühl damit. Ich denke aber, man wird für die Zukunft weitere Möglichkeiten finden, dass der Fluggast seine wertvollen Geräte sicher zum Ziel bringt. Ich warte noch ab, bevor ich mir ernste Gedanken mache. Im Moment steht keine weitere Flugreise für mich an.
    Gerade kommt mir noch ein Gedanke: Dieses neue Verbot ist ja ein Schlag für die Anhänger der „nur-Handgepäck“-Idee. Die Armen!
    Guten Reise
    Ulrike

    • Thomas Jansen 17. Mai 2017 um 12:36 Uhr - Antworten

      Hi Ulrike,

      ja, gehe mal in die passenden Gruppen bei Facebook – da ist das Gestöhne grenzenlos. 🙂 Das „Nur-Handgepäck-Reisen“ bekommt dadurch einen harten Dämpfer.

      LG Thomas

  2. Oli 17. Mai 2017 um 12:56 Uhr - Antworten

    Es wird Zeit, politisch aktiv zu werden und sich gegen den Sicherheitswahnsinn zu wehren. Ich hab langsam echt die Nase voll.

    • Thomas Jansen 17. Mai 2017 um 23:49 Uhr - Antworten

      Hi Oli,

      ich befürchte nur, uns kleinen Lichtern sind da die Hände gebunden. Du müsstest wohl schon eine steile politische Karriere machen um an dem Zustand was zu ändern.

      LG Thomas

  3. Zypresse 17. Mai 2017 um 13:46 Uhr - Antworten

    Abwarten und dann mal schauen ist für uns im Moment die Devise. Für uns sind die USA aktuell eh kein Reiseziel (die Stimmung im Land, die Einreiseregeln haben uns bereits gereicht) – aber wenn zukünftig weltweit alle Flüge betroffen wären? Dann müssten wir mal schauen. Aber sehr wahrscheinlich wäre unsere Lösung so wie Eure… und verbunden mit der Hoffnung auf eine sanfte Behandlung des Gepäcks oder einen Service wie Laptop-Leihe oder Sondergepäck.
    In diesem Jahr bleiben wir jetzt eh in Europa und sind mit dem Auto unterwegs, da ist das alles kein Problem.

    • Thomas Jansen 17. Mai 2017 um 23:49 Uhr - Antworten

      Hi Ulrike,

      ja, abwarten ist ein gutes Stichwort. Im Moment scheint es ja auf Eis gelegt zu sein. Vielleicht ist unser Artikel hier schuld daran. 🙂

      LG Thomas

  4. Ina 17. Mai 2017 um 15:07 Uhr - Antworten

    Wir sind im Moment noch hin und her gerissen. Nach der Trumpwahl dachten wir auch zuerst ‚“nö, erstmal nicht in die USA“. Dann waren wir fast wieder soweit, doch nächstes Jahr dorthin zu reisen, dann kam das. Ich weiß noch nicht wie ich damit umgehen werde. Und wenn es weltweit kommt, haben wie eh das Problem, egal wohin es geht.
    Ansonsten kann ich Oli nur zustimmen. So langsam nervt es.

    • Thomas Jansen 17. Mai 2017 um 23:51 Uhr - Antworten

      Hi Ina,

      natürlich nervt es. Allerdings, keine von uns kennt die wirklichen Gründe für diese Maßnahmen. Sollten diese stichhaltig sein und die Sicherheit wirklich gefährdet sein, wenn wir unsere Laptops mitnehmen, dann bin ich der Letzte, der die Maßnahme verurteilt. Denn am allerwichtigsten ist für mich das sichere Ankommen am Reiseziel. Ich denke aber, das werden wir alle nie erfahren.

      LG Thomas

  5. Jochen Reitze 17. Mai 2017 um 19:21 Uhr - Antworten

    Ahoi,
    ein sehr interessanter Artikel, das hat mich doch etwas zum nachdenken angeregt. Zunächst hieß es für mich auch „USA-Reisen haben sich erledigt“, aber ich habe nicht überlegt das Objektive ja eigentlich nicht zur Kamera gehören. Das muss natürlich vorher geklärt werden, aber ich denke ich könnte damit leben die Kamera (ohne Linsen) in eine gesonderte Tasche zu packen und diese am Gate abzugeben. Die Objektive sollte man dann noch mit in die Kabine nehmen dürfen, sind ja schließlich auch keine Akkus drin. So wäre dann im schlimmsten Fall auch nur die Kamera weg und nicht die ganze Ausrüstung. Auf den Laptop könnte ich wohl verzichten, obwohl es natürlich ganz schön ist wenn man Abends im Hotel schonmal die Bilder des Tages auf dem Monitor ansehen kann, aber das ist ja nicht Überlebens wichtig. Naja, warten wir mal morgen ab und hoffen das es doch nicht kommt, denn es würde das Reisen doch schon deutlich verkomplizieren.
    Gruß
    Jochen

    • Thomas Jansen 17. Mai 2017 um 23:54 Uhr - Antworten

      Hi Jochen,

      mittlerweile ist das Laptop Ban ja zumindest für die EU erstmal auf Eis gelegt.

      Der Gedanke mit den Objektiven kam mir bei der Recherche zu diesem Artikel. Es war genau Dein Einwand, da sind doch gar keine Akkus drinnen, der mich dann auch stutzig machte. Dummerweise habe ich bei keinem der jetzt betroffenen Airlines, aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum, dazu eine konkrete Aussage gefunden. Ich bin da aber noch dran, dass will ich selber wissen, falls der Electronic Ban für uns doch noch kommen sollte.

      LG Thomas

  6. Ilona 17. Mai 2017 um 20:12 Uhr - Antworten

    Sollte das standardmäßig kommen, dann werde ich meine kamera wohl so befördern, wie ich schon unzählige Weinflaschen befördert habe: gut gepolstert im koffer – und ich betend auf meinem Sitz ? Flüge in die USA werden mich ja auch weiterhin nicht betreffen. Das Land steht nach wie vor nicht auf meiner Liste.

    • Thomas Jansen 17. Mai 2017 um 23:56 Uhr - Antworten

      Hi Ilona,

      dummerweise haben Weinflaschen kein Innenleben aus Feinmechanik und empfindliche aufeinander abgestimmten Linsen. Trotzdem, das gut polstern mit Stoßgebeten wird wohl der Weg sein, wenn es doch noch kommen sollte. Im Moment ist es ja auf Eis gelegt.

      LG Thomas

  7. Rainer 17. Mai 2017 um 20:54 Uhr - Antworten

    Servus zusammen,

    Ihr könnt euch vorstellen, dass mich das Thema ebenfalls beschäftigt. Ich stehe vor den selben Problemen wie Ihr und vermutlich viele andere Reisende auch. Ich bin früher ohne Lap Top auf Reisen ausgekommen, ich könnte darauf verzichtet. Aber meinen ganzen Fotokram, den habe ich schon gerne im Flugzeug dabei.

    Generell habe ich etwas Sorge, dass dieser Electronic Ban für alle Airlines Standard wird. Aber ich will den Teufel nicht an die Wand malen!

    Sollte es soweit kommen, dann werde ich in Zukunft halt nur noch mit der FujiX100F auf Reisen gehen. Die kann man sicher im Koffer verpacken. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass sich die Airlines gegen ein generelles Verbot wehren werden und es nicht soweit kommt.

    Der Electronic Ban für Flüge in die USA wird aber wohl kommen. Damit werde ich in Zukunft nicht mehr in die USA reisen!!
    Allerdings wäre dieser Ban nur der letzte Tropfen der mein Glas zum überlaufen bringt. Meine Freundschaft mit den USA ist nämlich gewaltig ins Wanken geraten!

    Grüße aus MUC
    Rainer

    • Thomas Jansen 17. Mai 2017 um 23:58 Uhr - Antworten

      Hi Rainer,

      inzwischen ist die Entscheidung ja auf Eis gelegt bzw. vertagt worden – danke noch für den Link, der mich beim Abendessen erreicht hat.

      LG Thomas

  8. Myriam 17. Mai 2017 um 21:16 Uhr - Antworten

    Sicherheit ist schön und gut – sie darf aber nicht die Freiheit einschränken. Ich bin schon gespannt, sollte dieser absurde Ban wirklich kommen, welcher Industriezweig damit Profite generieren kann. Als BWLerin denke ich zunächst immer in diese Richtung: Wer könnte davon profitieren. Der Tourismussektor ja wohl nicht. Vielleicht kommen auch ganz tolle neue Versicherungen auf den Markt. Gepäckversicherungen waren ja bislang nicht der Verkaufsschlager – vielleicht werden sie es aber. Wir haben auch erstmal keine USA Reise geplant, wenn dann würde ich aber nach Kanada fliegen und dann mit dem Auto weiter in die USA oder in Kanada bleiben – waren letztes Mal eh zu kurz da.
    Ansonsten bleibt noch das Schiff. 😉 Das erspart auch den Jetlag. 😉
    LG Myriam

    • Thomas Jansen 18. Mai 2017 um 0:00 Uhr - Antworten

      Hi Myriam,

      den Gedanken kann ich folgen. Bei den Versicherungen reiben die sich die Hände, wenn der Ban doch noch kommen sollte. Da wird es bestimmt schicke Zusatzversicherungen geben, für Laptops, Fotografen usw.

      Die Schiffspassage könnte auch wieder mehr in Mode kommen, wäre eine Alternative für Slow-Traveller. 🙂

      LG Thomas

  9. Annab 18. Mai 2017 um 11:42 Uhr - Antworten

    Notebooks & Electronics im Flugzeug – war Fliegen „gestern“?

    Abgesehen davon, dass ich für sicheres Fliegen bin, macht mir der entfachte Sturm bezüglich elektronischen Geräten im Handgepäck grösste Sorge! Ich werde auf jeden Fall NIE mein Notebook Computer mit äusserst vertraulichen Daten drauf oder meine teure Photokameras im Aufgabegepäck einer Airline aufgeben. Wenn dies nur die USA betrifft, so fliege ich nach Kanada oder Mexiko und fahre mit dem Mietwagen in die USA. Oder ich werde mit dem Schiff reisen müssen. Wo immer möglich reise ich mit Zug und Auto! Es geht ja nicht nur um die Arbeit während des Fluges, oder Spiele, Filme, Lesen während des Flugs – sondern um die Geräte mit höchst vertraulichem Inhalt (Daten) und Haftung dafür!

    Kontrolle Sicherheits-Check:
    Klar Sicherheit ist wichtig und nun sind die Airports gefordert auch Notebooks und Photokameras so zu kontrollieren, dass diese wie bisher im Handgepäck mitgenommen werden können. Das Notebook im Aufgabegepäck könnte auch im Laderaum auf den programmierten Zeitpunkt explodieren? Auf vielen Flügen habe ich schon einiges gesehen, das mich nachdenklich macht. Eine kleine Nagelfeile darf nicht mit, aber ein Schirm mit langer Metallspitze schon? Manche Airports übersehen einiges! Die Qualität der Sicherheitskontrollen könnte und müsste unter die Lupe genommen werden! Es kann doch nicht sein, dass die Airlines und Airports die Verantwortung für die Sicherheit nicht wahrnehmen und ein mieses Spiel mit den Kunden treiben, der nun teure, vertrauliche, sensible Electronics einchecken muss. Ein Flugticket muss/kann deshalb vielleicht auch wieder teurer werden! Die Geiz-ist-Geil Flieger müssen auch hier Sicherheit gewähren, zahlen und nicht für den günstigsten Tarif der Massenabfertigung die Geschäfts-Kunden die nun mal auf Notebook und weitere Electronics angewiesen sind, im ganzen Flugverkehr verlieren?

    Beschädigung:
    Bekanntlich wird mit dem Gepäck nicht zimperlich umgegangen. Taschen werden geworfen, fallen von Bändern etc. Den Kleidern macht das nichts aus, aber die hochsensible Elektronik macht das nicht mit!

    Diebstahl:
    Es wird wohl eine Frage der Zeit sein, bis das lukrative Geschäft durchstartet und das eingecheckte Gepäck verschwindet? Die Alibi-Schönrederei von installierten Kameras nützt dann nichts… Weg ist weg und die vertraulichsten Daten mit!

    Haftung:
    Ein Hinweis für die Versicherungen, die teure Electronics nicht bezahlen und sicher nicht, wenn man diese einfach im Aufgabegepäck hat? Eine Profi-Photokamera kann mehrere zehntausend Dollar kosten. Haften die Airlines dafür oder Donald Trump?

    Brandgefahr Batterien:
    Kaum zu glauben, dass eine äusserst wichtige Sicherheitsrichtlinie nun über Bord geworfen wird? War das wohl ein Witz, dass man bisher keine Akkus im Aufgabegepäck einchecken durfte. Die Glaubwürdigkeit der Airlines stelle ich damit in Frage! Die Brandgefahr im Frachtraum wird mit den vielen Batterien erhöht und damit umso attraktiver für Terroristen.

    Fazit:
    Sicherheit soll oberstes Gebot sein. Die Sicherheits-Checks am Airport müssen fähig sein, ein Notebook und weitere Electronics zu testen. Ich bin bereit, wenn ich meinen Computer für einen Check starten muss! Ich bin bereit, mein Handgepäcks-Koffer mit Notebook und Kameras zum Beispiel verschweissen zu lassen und während dem Flug nicht zu öffnen. Liebe Airlines und Airports: überlegt euch Alternativen! Ich werde ganz sicher keine Flüge mehr buchen, wo ich meine Electronics einchecken muss! Fliegen war „gestern“?

    • Oli 15. Juni 2017 um 18:58 Uhr - Antworten

      Zu den Sicherheitschecks will ich zwei Sachen sagen:

      1. Laut Zeitungsberichten waren im ägyptischen Flughafen von Hughada die Röntgengeräte über Jahre ausgeschaltet, um Strom zu sparen. Trotzdem hat es Jahre gedauert, bis mal etwas passiert ist. Man kann sich über die lose Sicherheit ärgern, aber vielleicht auch zur Erkenntnis kommen, dass es die grosse Bedrohnung schlicht nicht gibt.

      2. Ich habe mir eine Weile den Spass erlaubt, bei der Sicherheitskontrolle meinen Laptop nicht aus dem Rucksack zu nehmen, obwohl ich dazu aufgefordert wurde. In der Hälfte der Versuche (etwa 20 Mal) kam ich damit durch. Auch hier behaupte ich: Wenn nie etwas passiert ist, heisst das nur eines: Die Bedrohung gibt es in dieser Form gar nicht.

      • Thomas Jansen 15. Juni 2017 um 19:23 Uhr

        Hi Oli,

        ob die viel beschworenen Gefahren real sind, das mag ich nicht zu beurteilen. Wenn man mit Fachleuten redet, dann scheinen die sehr handfest zu sein. Es kann dabei aber auch sein, dass die Aussagen zur Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes sinnvoll sind.

        Naja, solange es im jetzigen Rahmen abläuft, mit Laptop raus, keine Flüssigkeiten, Scans vor dem Betreten des Sicherheitsbereiches – mit all dem kann ich leben. Das ist mir dann immer noch lieber, als wenn dann nach Jahren doch was passiert, wie in Ägypten.

        LG Thomas

  10. Miuh 18. Mai 2017 um 13:32 Uhr - Antworten

    Hallo Ihr beiden…
    momentan kann ich mir nicht vorstellen, dass das weltweit kommt. Überhaupt halte ich die (so selektiv eingeführten) Vorschriften für undurchdacht und eher durch finanzielle Grüne motiviert, als durch sicherheitstechnische.
    – Wie hier schon mehrfach vorgeschlagen halte ich einen Check der Gerät für viel wirkungsvoller – und wie ebenfach schon mehrfach erwähnt, den Transport der Akkus im Frachtraum (was ja bisher verboten ist) für gefährlicher.
    – Was mich persönlich angeht, ist meine momentane Einstellung dazu: Meine Kamera (und allenfalls, wenn mitgenommen auch das Ipad oder den Laptop) gebe ich nicht aus der Hand, bzw. aus dem Handgepäck! Die USA sind für mich momentan sowieso kein (Wunsch-) Reiseziel, die Regelung wäre jedoch nochmals ein Grund, erst recht zu verzichten. Tatsächlich gibt es noch viele andere schöne Orte auf der Welt. Hätte ich mein Herz jedoch wie Ihr etwas and das Land und seine Bewohner verloren, fiele die Entscheidung bestimmt weniger leicht!
    – Ein letztes Thema / ein Tipp noch: wer so fliegt, soll unbedingt wenigstens die Speicherkarten aus den Kameras und ins Handgepäck nehmen… Der Verlust der Ausrüstung würde schmerzen und bedeutet Umtriebe, sowie vielleicht finanzielle Verluste. Fotos hingegen sind unersetzlich. (für mich jedenfalls) Auch für Laptops oder Ipad empfiehlt sich unbedingt eine Datensicherung zu Hause. Für die meisten von Euch bestimmt selbstverständlich, aber vielleicht gibt es auch noch paar so blauäugige Menschen wie mich…
    Liebe Grüsse, Miuh

  11. Lukas Petereit 18. Mai 2017 um 16:37 Uhr - Antworten

    Interessanter Artikel, wenn das Verbot wirklich kommt, wird das dramatische Auswirkungen auf die Touristenzahlen haben. Jeder Tourist hat mittlerweile eine DSLR oder einen Laptop dabei (und keiner davon möchte diese im Koffer transportieren). Aus diesem Grund kann ich mir nicht vorstellen, dass sich das Gesetz langfristig durchsetzen wird. Oder es gibt ein paar Sonderregelungen für Fotografen 😉

    VG
    Lukas Petereit

    http://www.lukas-petereit.com

    • Thomas Jansen 18. Mai 2017 um 18:00 Uhr - Antworten

      Hi Lukas,

      wenn es doch noch kommen sollte, dann vermutlich auch ohne Sonderregelungen für irgendweg. Aber drücken wir alle mal die Daumen, dass es garnicht umgesetzt wird.

      LG Thomas

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