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Nun ist es tatsächlich passiert. Trump wird der 45. Präsident der USA. Eine Entwicklung, die uns nach letzten Reise durch den Swingstate North Carolina nicht wirklich mehr überrascht hat. Hat das nun Auswirkungen auf unsere Reisepläne? Stornieren wir nun die bereits gebuchte Reise für 2017? Nein!

Wahl zwischen Not und Elend

Machen wir uns nichts vor, die Amerikaner standen vor einer Wahl zwischen Not und Elend. Auf der einen Seite der industrielle Donald Trump, der einen Wahlkampf geführt hat, wo man oft nur den Kopf schütteln konnte. Entgleisungen in alle Richtungen, teilweise auf unterstem Niveau. Oft kam bei uns die Frage auf, ob der echt ist oder vielleicht doch Hape Kerkeling auf Mission.

Auf der anderen Seite Hillary Clinton, bei den Amerikanern extrem unbeliebt, teilweisse schlug ihr offener Haß entgegen. Die Vorzeigefrau des politischen Etablissement, angeblich belastet mit Lügen und Korruption. Alles Dinge, die für uns zu weit weg sind, um beurteilt werden zu können. Auf jeden Fall war sie keine Kandidatin des einfachen Volkes. Und ohne diesen Gegenspieler im Wahlkampf, hätte sie wohl niemals die Umfragen so lange angeführt. Wenn die Republikaner einen seriöseren Kandidaten zur Wahl gestellt hätten, dann wäre Clinton wohl von Anfang an hoffnungslos unterwegs gewesen.

Dürfen wir jetzt noch in die USA reisen?

Diese Frage kam heute Morgen, direkt nach den Wahlergebnissen, in einigen Reisegruppen bei Facebook auf. Und wir sagen: Ja natürlich, warum denn nicht?

Für uns ist die Politik eines Landes nicht gleichzusetzen mit „Ich darf da hin reisen“. Natürlich, das hat seine Grenzen. Wir würden in keine Kriegs- oder Krisenregionen reisen, also in Länder wo uns persönlich ein Sicherheitsrisiko drohen würde. Wir haben auch kein Problem damit in die Türkei, nach Ägypten oder jetzt in die USA zu reisen. Am Ende bestraft man mit einem Reiseboykott nicht die Regierungen sondern die einfachen Menschen vor Ort. Natürlich, jeder muss für sich selber entscheiden, inwiefern er eine Reise in ein Land mit seinem (politischen) Gewissen vereinbaren kann.

Bezogen auf die USA droht uns nun wirklich kein Risiko, bezogen auf unsere Sicherheit. Die tollen Landschaften, die fantastischen Städte sind immer noch die Gleichen, wie vor der Wahl auch. Und auch die Menschen, die uns immer herzlich und hilfsbereit in dem Land aufgenommen haben, sind ja nicht plötzlich andere Menschen geworden. Auch in North Carolina, wo wir jetzt unterwegs waren und klar ersichtlich war, dass Trump dort viele Stimmen bekommen wird, waren wir gern gesehene Gäste und haben uns wohl gefühlt. Wir hatten keine Sekunde das Gefühl, da nicht gern gesehen zu sein.

Die Panikmache bzgl. Trump halten wir auch für übertrieben. Natürlich wird er eine Politik anstreben, die „America first“ bedeuten wird. Aber, regen wir uns nicht schon lange alle auf, dass die USA sich überall einmischen? Die Kriege, die von anderen Präsidenten angezettelt wurden, hallen bis heute nach. Ein TTIP wollte doch hier sowieso keiner wirklich haben – mal abgesehen von der Industrie. Nun, diese Probleme werden sich wohl erstmal erledigt haben. Dazu kommt, Trump ist zwar Präsident – aber nicht Bruce Allmächtig. Er muss sich trotzdem an die Spielregeln der Politik halten, hat einen Kongress als Hürde (auch wenn dieser ebenfalls in Republikanerhand bleibt). Also, erstmal abwarten, wie sich das Alles in dem Land entwickelt. Welche Auswirkungen das auf die internationalen Beziehungen, die Wirtschaft usw. haben kann, das steht wohl alles noch in den Sternen.

Und Clinton? Wäre sie die bessere Alternative gewesen? Wir können es nicht wirklich beurteilen – aber dem Weltfrieden wären wir mit ihr wohl auch keinen Schritt näher gekommen.

Natürlich, Glücklich sind wir über die Wahl nicht. Wir hätten uns lieber einen seriösen Kandidaten gewünscht, egal aus welchem der beiden Lager. Vielleicht einen Obama 2.0 – aber, der stand nun einfach nicht zur Wahl.

Trotzdem bleibt die USA ein beliebtes Reiseland für uns. Wir lassen uns das nicht durch eine Wahl, durch Politik kaputt machen. Wo sollte man denn sonst noch hinreisen? Nach Österreich, wo vielleicht ein rechter Präsident gewählt wird? Nach Deutschland, wo die AfD in zweistelligen Bereiche gewählt wird. Übrigens, das ist ein Punkt wo man leise weinend die Klappe halten sollte, wenn man nun über die „dummen“ Amerikaner reden will.

Wie sieht das bei Euch aus? Beeinflusst diese Wahl Eure Reisepläne? 

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