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Es wird Zeit für einen Zwischenstand über meinen Weg vom Raucher zu Dampfer.

Noch im alten Jahr hatte ich ja über meinen Umstieg auf die Pod-E-Zigaretten (Juul und MyBlu) berichtet. Das hat auch weiter ganz gut funktioniert. Allerdings kam es nach Neujahr zu einem kleinen Versorgungsengpass bei den Pods. Die Juul-Pods können nur online bestellt werden, die MyBlu-Pods gibt es zwar in einigen Geschäften, waren dort aber recht leer gekauft, sodass nur noch komische Geschmacksrichtungen zur Verfügung standen. Somit stand ich plötzlich ohne Pods da, bwz. mit Liquids der Geschmackrichtung „Toter Hund“.

In meiner „Verzweiflung“ wollte ich nun nicht zu 100% zurück zur normalen Zigarette. Also habe ich mal meine alten E-Zigaretten raus gekramt und diese neu getestet. Leider hatte ich nur ein Liquid mit 3mg Nikotin zu Hause (das hatte ich mal gebraucht um ein sehr starkes Liquid zu verdünnen).

Und da kam es zu einem erstaunlichen Effekt: Ich musste nicht davon husten! So viel ich auch inhalierte, es kam kein Hustenreiz. Das erste Mal, seitdem ich es mit E-Zigaretten probiere – und das waren wirklich zahlreiche Versuche.

Natürlich war ich nun neugierig und machte mich auf die Recherche im Netz.

Ich will jetzt nicht auf alle Details meiner Recherche eingehen, das würde den Rahmen hier sprengen. Allerdings habe ich schnell gelernt, dass ich bisher beim Dampfen wirklich viel falsch gemacht habe.

Richtig die Augen geöffnet haben mir die Videos von PhilGood auf seiner Seite Luquidhimmel. Mal ganz abgesehen davon, dass ich seiner ruhigen Art und dem Schweizer Dialekt stundenlang zuhören könnte, habe ich aus seinen Videos unglaublich viel gelernt.

Was habe ich bisher falsch gemacht?

  • Backendampfen mit Niedrigohm-Geräten
  • Zu viel Nikotin in den Liquids
  • Zu schnell aufgegeben

Machen wir uns nichts vor, wer mit dem Dampfen anfängt, wird am Anfang husten. Das konnte ich auch immer akzeptieren aber eben nicht über Wochen und Monate. Jeder Zug an der E-Zigarette war ein Abenteuer, der in einem Hustenflash enden konnte. Dadurch verlor ich natürlich sehr schnell den Spaß am Dampfen.

Durch den Umstieg auf die Pods vor ein paar Wochen, habe ich (unwissend) eine Technik gefunden, welche meine Art zu dampfen unterstützt. Sprich ich habe kurz an der E-Zigarette gezogen bis der Mund voll Dampf war und diesen danach inhaliert. Das entspricht genau der Technik, die man auch beim rauchen einer normalen Zigarette anwendet. Dadurch, dass das so gut geklappt hat, hat mein Körper sich generell erstmal an diesen Dampf gewöhnen können.

Als ich dann in meiner „Not“ vor ein paar Tagen die alte E-Zigarette ausgegraben habe, war die Lunge also an den Reiz des Dampfens gewöhnt. Dazu kam, dass das verwendete Liquid sehr wenig Nikotin beinhaltete, was ebenfalls zu Hustenreiz führen kann, wenn es zu viel ist.

Ich habe in den Videos von Phil dann gelernt, dass die Niedrigohm-Geräte, die ich nutze, für eine ganz andere Art des Dampfens gedacht sind. Hierbei wird der Dampf langsam direkt in die Lunge eingezogen, also eher wie beim Pfeife- oder Zigarre-Rauchen.

Das habe ich dann mal ein wenig getestet, mit verschiedenen Nikotinstärken und Einstellungen an der E-Zigarette. Dabei habe ich dann folgendes gelernt:

  • 6mg Nikotin reichen mir vollkommen aus, bei dieser Art des Dampfens. Und ich hatte es immer mit 12-18mg probiert, nach dem Motto „viel hilft viel“, da ich ja ein recht starker Raucher war. Wenn ich aber jetzt 9 oder mehr Milligram teste, kommt es wieder zu dem Husten. Und ja, auch bei 6mg wird mein Verlangen nach einer Zigarette gestillt.
  • Lungedampfen ist viel gemütlicher. Das hat schon was beruhigendes, den Dampf langsam zu inhalieren – mehr ein Genussrauchen als bei der normalen Hektik-Zigarette.
  • Nicht zu viel Watt! Ich hatte die E-Zigaretten aufgrund der „Beratung“ im Laden auf 30-35 Watt eingestellt. Wenn ich so daran ziehe, dann kommt der Hustenflash auch jetzt noch. Regeln ich die E-Zigarette aber auf 19-23 Watt runter (bei 0,5 Ohm Verdampfern), dann passt es. Es kommt ausreichend Dampf, der Geschmack entfaltet sich und es ist mir nicht zu stark.

Zu den Wattzahlen noch, die wechsel ich im Laufe des Tages durchaus. Sobald ich merke, dass ich wieder einen Hustenreiz beim Dampfen bekomme, regel ich die E-Zigarette mal um 0,5 Watt runter und es passt wieder.

Vor- und Nachteile zur Pod-E-Zigarette

Jetzt renne ich also doch wieder mit den großen E-Zigaretten durch die Gegend. Die Größe und das Gewicht sind dabei natürlich ein Nachteil gegenüber den kleinen Pod-E-Zigaretten.

Dafür haben die großen E-Zigaretten andere Vorteile:

  • Der Akku hält wesentlich länger
  • Der Geschmack der Liquids ist deutlich intensiver
  • Es steht mehr Auswahl an Liquids zur Verfügung
  • Das Nachfüllen und der Betrieb sind deutlichst günstiger als bei der Pod-E-Zigarette

Trotzdem halte ich die Pod-E-Zigaretten für Umsteiger für eine tolle Sache. Die Benutzung entspricht dem Zugverhalten an einer normalen Zigarette, es ist extrem einfach zu bedienen und somit ist die Hemmschwelle für den Umstieg erstmal sehr niedrig. Wenn das Dampfen dann Spaß macht, spricht ja nichts gegen einen Umstieg auf einen andere E-Zigaretten-Typ.

Welche E-Zigaretten habe ich nun im Einsatz?

E-Zigaretten

Meine E-Zigaretten im Einsatz

Im Moment habe ich drei E-Zigaretten im Einsatz. Drei verschiedene Akkuträger und auch drei verschiedene Verdampfer.

Bei den Verdampfern gefallen mir die Melo-Modelle von Eleaf ganz gut. Davon habe ich ein Modell der Serie 2 und zwei der Serie 3. In allen Verdampfern werkelt ein 0,5 Ohm Coil von Eleaf.

Die Akkuträger sind ein iStick TC40W, ein iStick Pico und ein Aster – alle Modelle ebenfalls von Eleaf. Den Aster habe ich mir vorgestern als drittes Modell gekauft.

Bei den Liquids mag ich es eher herb. Im Moment habe ich ein Tabak-Liquid mit Vanille-Aroma, ein reines Tabak-Liquid und einmal Cappucino im Einsatz. Dabei beschränke ich mich jetzt auf 6mg Nikotin. Bei 3mg neige ich noch zum Dauernuckeln an den E-Zigaretten. Bei mehr Nikotin kommt wieder der Hustenreiz.

Ebenso scheine ich ein Problem mit fruchtigen Liquids zu haben. Waldbeere und Fruchtarten habe ich hier stehen. Komischerweise kommt auch dabei nach einer Zeit der Hustenreiz. Aber das habe ich inzwischen gelernt, dass das Aroma hier durchaus eine Rolle spielen kann. Also lege ich die zur Seite, wenn es nicht geht.

Achso… qualme ich nun wie ein Industrieschornstein? NEIN! Man kann die Geräte auch so betreiben, dass die Dampfentwicklung keine Wettersatelliten auf sich aufmerksam macht.

Bin ich ganz weg von der klassischen Zigarette?

Jetzt noch die wichtigste Wasserstandsmeldung: Was macht denn eigentlich der Umstieg von der klassischen Zigarette?

Nun, ganz weg bin ich von denen noch nicht. So ein paar Ritual-Zigaretten kann ich mir nicht abgewöhnen. Morgens beim ersten Kaffee, nach dem Essen und die Feierabendzigarette vor dem Büro.

Allerdings komme ich inzwischen sehr gut über den Tag im Büro ohne Zigarette, ebenfalls im Homeoffice wo normal am Mittag der Aschenbecher voll war. Auch im Auto dampfe ich nur noch – da muss ich wenigstens nicht so oft putzen.

Konkret heißt das, ich komme jetzt mit einer Schachtel Zigaretten über knapp 2 Tage. Vorher waren es 2-3 Schalten pro Tag (!). Ich weiß, da geht noch mehr – aber nach über 30 Jahren Rauchen bin ich, mit meiner Undiszipliniertheit, schon wahnsinnig stolz drauf.

Auch hier halte ich mich an PhilGood, der in einem seiner Videos sinngemäß sagt:

Ihr habt Euch nun 20 Jahr oder länger diesen Mist angetan, mehrere Schachteln pro Tag – nun macht Euch nicht verrückt, wenn ihr noch ein paar Zigaretten am Tag zwischendurch raucht. Gebt Euch Zeit!

Danke Phil –  sowas motiviert mehr als jedes „Du kannst das aber besser“! Unter Druck setzen möchte ich mich weiter nicht. Na ja, ein wenig mache ich ja schon Druck, weil ich es hier öffentlich mache. Aber ich genieße auch die kleinen Erfolge. So merke ich bei den Ritual-Zigaretten gerade immer öfters, dass die mir gar nicht schmecken.

So, das ist mein aktuellen Stand beim Umstieg auf das Dampfen. Kommentare sind natürlich wieder gerne gesehen!

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