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Unser Reisestil hat sich, im Laufe der Jahre, massiv verändert. Früher ging es gerne in den AI-Hotelpalast, dann kamen die Roadtrips. Eine Zeitlang haben wir auf Reisen digital alle Register gezogen, heute nutzen wir Reisen eher zum digitalen Detox. Und es gab noch mehr Veränderungen.

Unser Reisestil – Veränderungen im Laufe der Jahre

Roadtrips statt Strandliegen

Nicht mehr am Strand rumliegen, lieber durch das besuchte Land fahren, einen schönen Roadtrip erleben. Das war sicherlich die einschneidendste Veränderung an unserem Reisestil in den vielen Jahren.

Früher haben wir wirklich die Hotelanlage in 14 Tagen nur für zwei oder drei organisierte Tagesausflüge verlassen. Wenn wir ganz mutig waren, haben wir uns einen Mietwagen genommen und sind heldenhaft alleine damit durch die Gegend gefahren. Den Rest der Zeit haben wir am Pool oder Strand rum gelegen und uns durch das All-Inklusiv-Angebot gefuttert und auch getrunken. Achja, um nicht komplett zu verwahrlosen, haben wir uns dann von den Animateuren noch zu den Animationen animieren lassen.

Das Alles würde uns heute im Traum nicht mehr einfallen. Lieber fahren wir durch das Land, schauen uns Sehenswürdigkeiten, tolle Städte und noch schönere Landschaften an.

Angefangen hat das 2005. Da haben wir einen Roadtrip Richtung Spanien gemacht. Durch Andorra und dann entlang der Pyrenäen durch Spanien. Am Ende haben wir dann noch ein paar Tage an der Küste verbracht. Aber uns war klar, die erste Hälfte der Reise, das war genau unser Ding.

Es sollte dann noch bis 2009 dauern, bis zu unserer ersten USA-Reise. Und spätestens seit dieser Reise sind wir dem Roadtrip-Fieber endgültig verfallen.

Bis heute lieben wir diese Art zu Reisen. Im PKW, im Wohnmobil oder auch mal mit dem Zug durch Thailand. Natürlich besuchen wir auch mal die typischen Ferienregionen. Mallorca, Teneriffa oder bald Kreta sind auch Reiseziele für uns. Dort haben wir dann ein oder zwei feste Hotels, sind aber trotzdem den ganzen Tag unterwegs statt am Strand rumzuliegen.

Reisestil früherReisestil heute

Individuell und trotzdem (gelegentlich) Pauschal

Pauschalreisen, bei vielen löst dieses Wort eine Art Allergieschock aus. Dabei nutzen wir heute noch gerne diese Art der Reisebuchung. Denn das geht auch, wenn man individuell Reisen möchte.

Wenn wir uns auf den Weg nach Mallorca und Co. machen, brauchen wir einfach einen Flug und ein Hotel um von dort aus unsere Trips zu starten. Auf Kreta werden wir nun zwei Hotels haben um die Insel für uns in zwei Regionen zu unterteilen, auch das ist als Pauschalbuchung machbar. Dann kommt noch ein Mietwagen dazu, direkt ab dem Flughafen. Damit erspart man sich auch die Hotelrundfahrt mit den Reisebussen der Veranstalter.

Aber auch unsere größeren Reisen buchen wir zum Teil als Pauschalreisepakete. Sei es unsere letzte Reise nach Namibia oder auch unsere USA-Reisen. Dabei buchen wir dann, bei einem Veranstalter (das ist ganz wichtig), den Flug, eine (Minimum) oder mehrere Übernachtungen und vielleicht noch das Wohnmobil oder den Mietwagen.

Warum machen wir das? Ganz einfach: Durch diese Art der Buchung ist es rechtlich gesehen eine Pauschalreise und somit entsprechend abgesichert. Sollte nun eine Airline pleitegehen (was ja mal passieren kann), eine Hotelkette zahlungsunfähig sein, dann springt die Versicherung des Reiseveranstalters ein bzw. der Reiseveranstalter muss sich um eine Alternative kümmern. Genau deshalb haben wir bei der Air Berlin Pleite das Geld für unsere gebuchten Florida-Flüge zurückbekommen. Vielleicht sind die Flüge etwas günstiger, wenn man diese direkt bei der Airline bucht aber diese Sicherheit ist uns durchaus ein paar Euro wert.

Ganz neu gibt es aber eine Versicherung, welche auch selbst zusammengestellte Reisen versichert. Dabei sind dann alle individuell gebuchten Reiseleistungen so versichert, wie es bei einer Pauschalreise der Fall wäre. Wir wollen jetzt hier keinen Werbebeitrag dafür schreiben – wer da aber Interesse dran hat, darf sich gerne bei uns melden.

Fotografie auf Reisen – ganz wichtig

Zusammen mit der Begeisterung für Roadtrips und Rundreisen ist die Leidenschaft Fotografie bei uns gewachsen.

Früher war halt die kleine Knipse dabei, schön analog auf Filmen. Und auf jeder Reise gab es den mahnenden Finger, nicht so viele Fotos zu machen. Die Filme, die Entwicklung – das kostete damals alles Geld. Für die jüngeren Leser ist das wohl kaum vorstellbar. Aber damals ™ war die Sache mit den Fotos ein Kostenfaktor bei jeder Reise. Und da wir es zu der Zeit auch nicht so dicke hatten, mussten wir uns da bremsen.

2007 haben wir uns dann die erste digitale Spiegelreflex-Kamera gekauft. Und juhu, nun konnte hemmungslos fotografiert werden, ohne bei jedem Bild über die Kosten nachzudenken.

Im Laufe der Jahre kamen so einige Kameras, Systeme und Objektive zusammen. So können wir heute immer die passende Ausrüstung mit auf unsere Reisen nehmen. Sei es eine leichte Systemkamera zu einem Städtetrip oder das wuchtige Brennweitenmonster auf eine Safari.

Denn für uns gehört die Fotografie fest zum Reisen dazu. Für uns lassen sich diese beiden Leidenschaften wunderbar kombinieren und als Resultat daraus gibt es diesen Blog hier.

Trotzdem genießen wir aber auch viele Momente ohne Kamera. Die Reise nur durch den Sucher der Kamera zu erleben, das kann es ja auch nicht sein.

Manhattan Skyline

Reisen nur noch zu zweit

Damals (!) sind wir oft mit Freunden in Urlaub gefahren. Das war auch immer schön, bis auf eine Ausnahme gab es nie wirklich Ärger. Trotzdem haben wir gemerkt, am besten gefällt es uns, wenn wir nur zu zweit unterwegs sind.

In den letzten Jahren hatten wir ab und zu mal Begleitung auf unseren Reisen. Zweimal war Melanies Papa dabei, zuletzt in New York war es Thomas Papa. Auch diese Reisen waren wunderschön, wir haben zu dritt viel Spaß gehabt. Aber – es war anders als auf unseren Reisen, wo wir alleine unterwegs sind.

Wir sind auf unseren Reisen extrem spontan und flexibel. Dinge, die lange geplant waren, können ganz spontan platzen und durch andere Dinge ersetzt werden, einfach weil uns gerade der Sinn danach steht. Das funktioniert so aber nur, wenn wir alleine unterwegs sind.

Das fängt schon mit dem morgendlichen Programm an. Mit mehreren Leuten wartet unten jemand, zu der verabredeten Zeit, zum Frühstücken. Spontan noch eine Stunde länger im Bett zu bleiben – das geht dann einfach nicht.

Zum Glück war es mit unseren Papas nie ein Problem, wenn wir kurzfristig Dinge mal umgeplant haben. Wir haben in anderen Urlauben dann schon erlebt, dass man das erst durchdiskutieren muss – das geht dann gar nicht. Wir beide ticken sehr ähnlich, da braucht es oft nicht vieler Worte, um auch mal eine komplette Route zu kippen. Wenn man das dann aber erst stundenlang rechtfertigen müsste – da hätten wir beide keinen Bock darauf.

Gruppenreisen sind auch ein NoGo für uns. Einerseits können wir da nicht selbstständig die Reise vor Ort passend gestalten. Und wenn in so einer Gruppe nur ein – sagen wir mal nett – Arsch wäre, dann wäre der Urlaub für uns gelaufen.

Daher – zu zweit reisen ist für uns die ideale Reiseart.

Gemäßigtes Reisetempo

Zu Beginn unserer Roadrip-Karriere haben wir den „Fehler“ gemacht, so viel wie möglich in der kurzen Zeit sehen zu wollen.

Das endete dann in 5000 Kilometer Fahrt in zwei Wochen um von Atlanta aus über New Orleans, Houston, Dallas, Memphis zurück nach Atlanta zu kommen. Wahnsinn! Das würden wir heute vermutlich auf zwei oder drei Reisen aufteilen.

Jetzt waren wir gerade in Namibia und wir haben von Anfang an gesagt, wir wollen nur Tiere schauen. Landschaften, Küsten, Wüsten – das alles haben wir bewusst ausgeklammert und damit teilweise Unverständnis geerntet. Aber wir wollten uns einfach alle Zeit der Welt nehmen, die Tiere in ihrem zu Hause zu besuchen.

Genauso war es bei unserer Yellowstone Tour. Wir haben uns für den Park ganze sieben Tage Zeit genommen und haben davon nicht eine Sekunde bereut. Wenn wir teilweise lesen oder hören, dass andere nur für zwei oder drei Tage in den Park fahren, bekommen wir Mitleid.

Einzig, wenn wir in Städten unterwegs sind, dann komprimieren wir das Programm ein wenig. New York in drei Tagen war uns genug. Warum? Weil wir Städte irgendwo toll und faszinierend finden aber froh sind, wenn wir die nach drei, spätestens vier Tagen wieder verlassen können und dann die schönen Landschaften und die Ruhe genießen können.

Außerhalb der Städte lassen wir es dann ruhiger angehen. Wir haben nichts dagegen, auch mal einen Tag länger in einem National Park zu bleiben, um die Eindrücke wirklich zu genießen. Oder auf Mallorca, Teneriffa und Co. können wir auch mal einen halben Tag im Hotel entspannen, gemütlich lesen und Kaffee trinken.

Nur unsere immer wieder geplanten Strandtage, wenn in in Küstennähe sind, platzen regelmäßig. Einem von uns Beiden wird es spätestens nach einer Stunde zu langweilig und wir sind wieder unterwegs.

Kürzere Reisen, dafür öfters

Wir sind süchtig nach Reisen – dazu stehen wir. Am liebsten wären wir ständig unterwegs. Das gestaltet sich mit zwei Vollzeitjobs und 30 Urlaubstagen im Jahr allerdings ein wenig schwierig.

Früher haben wir den einen, großen Urlaub im Jahr gemacht. Der konnte dann bis zu drei Wochen dauern. Irgendwann haben wir aber gemerkt, dass der Erholungsprozess bei uns beiden sehr schnell einsetzt. Oft sind wir schon am zweiten Tag unsere Reise komplett tiefenentspannt. Selbst nach einem langen Wochenende fühlen wir uns oft, wie nach drei Wochen Urlaub.

Also haben wir irgendwann beschlossen, lieber mehrfach in Urlaub zu fahren, schön über das Jahr verteilt. Wenn man in der Planung dann Brücken- und Feiertage geschickt ausnutzt, kommen so ein paar Wochen zusammen.

Bei einigen Mitmenschen erzeugt es Kopfschütteln, wenn die hören, dass wir für 10 Tage in die USA oder nach Namibia fliegen. Ja, länger wäre besser aber mehrfach im Jahr zu Reisen ist noch viel besserer!

Jaja, aus Gründen der Nachhaltigkeit ist das nicht optimal. Das wissen wir und beruhigen unser schlechtes Gewissen damit, dass wir den CO2-Verbauch unserer Flüge artig kompensieren. Dazu planen wir für die Zukunft mehr Reisen in heimische Regionen. Es muss ja nicht immer die Flugreise sein. So geht es für uns zwischen den kommenden Feiertagen einfach mal in die Eifel.

Lokale Leckerchen statt Buffet-Auswahl

Früher, da gab es für uns nichts Besseres, als die riesige Auswahl am Hotel-Buffet. Heute schauen wir uns lieber ein wenig in der lokalen Küche um und sind dabei nur selten enttäuscht worden.

Asien – da war das Thema Essen für uns lange ein Grund sehr große Bedenken zu haben. Tja, und dann waren wir dort und heute ist die Küche dort ein Grund dafür, die nächste Asienreise zu planen. Reisen ist so schön dafür geeignet, alle Vorurteile zu zerstören.

Wir versuchen nun immer die lokale Küche kennenzulernen und haben dabei schon wunderbare Dinge gegessen, die wir hier zu Hause vermutlich weiträumig umfahren hätten. Seien es die asiatischen Köstlichkeiten, Hummer in Maine oder die Antilope aus Afrika.

Irgendwie kämen wir heute nicht mehr auf die Idee, in Bangkok in ein Restaurant mit den güldenen Bögen zu gehen oder eine Pizzeria zu suchen.

Baan Wanglang Markt

Ängste ignorieren und trotzdem reisen

Lange Jahre haben wir unsere Reiseplanungen von unseren Ängsten diktieren lassen. Langstreckenflüge? och nööö! Asien? Da gibt es nur Insekten zu essen! Afrika? Generell ein gefährliches Pflaster.

Bullshit!

Wir haben diese Ängste dann irgendwann ignoriert, die Reisen trotzdem gemacht und, welch Wunder, keine der Bedenken hat sich bestätigt.

Melanie hat zu ihren Ängsten vor der Afrika-Reise einen schönen Beitrag geschrieben. Und das empfehlen wir allen Reisewilligen. Fahrt in fremde Länder, fremde Regionen, lernt andere Kulturen kennen. Durch das Reisen bekommt man einen wunderbaren, neuen Blick auf die Welt und die Menschen. Auch wenn man nur wenige Tage oder Wochen in einem Land ist, so reicht das doch aus um zu erkennen, dass dort einfach Menschen leben. Nett, freundlich, hilfsbereit – ganz normal eben. Und auch in Asien isst man nicht nur Insekten, ganz im Gegenteil.

Digital auf Reisen

Hach, wir kennen noch die Zeiten, wo wir mit einem Papier-Stadtplan durch Budapest geeiert sind. Melanie hat uns dann, trotz einiger Umwege, sicher ans Ziel geführt. Am Abend hat man dann das Kleingeld zusammen gekratzt und eine Telefonzelle gesucht um den Lieben daheim zu versichern, dass es uns noch gut geht. Das war schon eine andere Art zu Reisen als in der heutigen, digitalen Zeit.

Gerade das Navi-System möchten wir auf unseren Reisen nicht mehr missen. Das gilt besonders, wenn wir in großen Städten unterwegs sind. Da nutzen wir das sogar, wenn wir zu Fuß die Gegend erkunden.

Etwas anders sieht es mit der Benutzung der digitalen Kommunikation aus. Zu Beginn unserer Fernreisen-Karriere waren wir fast dauernd online. Da wurden Eindrücke sofort in die Welt geteilt, am Abend direkt ein Reisebericht auf dem Blog veröffentlicht. Und was hat das dann erzeugt? Druck und Stress! Da sitzen Menschen zu Hause und warten schon auf die nächsten Berichte und Fotos.

Irgendwann haben wir die Reißleine gezogen. Thomas hat mal wieder einen abendlichen Bericht auf dem Blog geschrieben, parallel Fotos dazu bearbeitet, während um uns herum der schönste Sonnenuntergang zu sehen war. Das war der Moment wo wir uns gefragt haben, was machen wir hier eigentlich?

Heute nutzen wir die Reisen eher, um mal von dem ganzen digitalen Kram wegzukommen. Zu Hause sind wir beide sehr viel online, aktiv in den Social Medias, nicht nur privat, auch beruflich. Da tut es gut, auf den Reisen mal ein paar Gänge zurückzuschrauben.

So gibt es nur alle paar Tage mal ein paar Fotos bei Facebook zu sehen, auf manchen Reisen auch noch seltener. Wenn wir nun mal kein brauchbares Netz haben, wie zuletzt in Namibia, so löst das keine Verzweiflung mehr aus – ganz im Gegenteil. Wir haben es genossen, einfach mal nicht erreichbar und online zu sein.

Fazit – Unser Reisestil ändert sich ständig

Ihr seht, es hat im Laufe der Jahre viele Änderungen an unserem Reisestil gegeben. Und der wird sich auch in Zukunft weiter ändern, so wie alles im Leben. Stillstand wäre auch Langweilig. Wer weiß, vielleicht entdecken wir irgendwann auch wieder eine Vorliebe für Strandliegen, auch wenn wir uns das heute nicht vorstellen können.

Blogparade von Ferngeweht

Mit diesem Beitrag nehmen wir an der Blogparade von Sabine auf ihrem Blog Ferngeweht teil. Sie hat dort Blogger gebeten, die Änderungen an den Reisestilen mal aufzuschreiben. Inzwischen sind dort einige interessante Beiträge zusammen gekommen und es folgen hoffentlich noch viel mehr.

Wie sind Eure Erfahrungen? Wie hat sich Eure Art zu reisen in den letzten Jahren verändert? Schreibt uns doch einen Kommentar dazu oder nehmt an Sabines Blogparade teil, wenn ihr selber einen Blog habt.

Vielen Dank für Deinen Besuch!

Wir freuen uns riesig über Kommentare unter dem Beitrag oder über das hemmungslose Teilen auf den Social Medias.

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