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Wir möchten Euch unsere Fotoausrüstung für unsere Zoofotos vorstellen. Wir arbeiten mit Systemkameras, die wir mit Objektiven im mittleren bis langen Brennweitenbereich bestücken. 

Dabei kommt es uns nicht auf die maximale Brennweite an. Zwischendurch haben wir mit einem 150-600 mm Objektiv gearbeitet. Aber das Gewicht war für uns ein Grund, sich wieder von dem Objektiv zu trennen. Uns war es einfach zu schwer um damit stundenlang aus der Hand zu fotografieren. Und der Einsatz eines Einbeinstativs war zwar machbar aber irgendwo auch ein wenig lästig.

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Fotoausrüstung im Wandel der Zeit

Die alte Fotoausrüstung von Nikon

Bis 2014 hatten wir eine sehr gute DSLR-Ausrüstung von Nikon. Als Kamerabodys waren die Nikon D300 und die Nikon D90 im Einsatz. Der Objektivpark war entsprechend umfangreich. Für die Zoofotografie hatten wir dabei das Nikon 80-200mm F2.8D IF-ED AF (* Amazon) und das Sigma 50-500mm F4,5-6,3 DG OS HS (* Amazon) im Einsatz. Damit waren wir sehr gut aufgestellt für tolle Tierfotos und auch sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

Jetzt machen wir aber nicht nur Tierfotos, im Gegenteil war das zu dieser Zeit eher die Ausnahme. Die Leidenschaft hat sich eigentlich erst in den letzten zwei Jahren richtig entwickelt. In erster Linie hatten wir unsere Kameras auf Reisen dabei, um dort anständige Fotos zu machen, die auch auf unserem Reiseblog zu sehen sind. Und für diese Touren, wo wir auch recht viel unterwegs waren, störte uns einfach das Gewicht.

apenheul-2018-13

Unsere Kameras

Daher haben wir 2014 beschlossen, die komplette Nikon-Ausrüstung zu verkaufen und auf eine Systemkamera umzustellen. Wir haben uns dabei für die Sony Alpha 6000 (* Amazon) entschieden und das bis heute keine Sekunde bereut.

Ungewohnt waren beim Umstieg auf die Systemkamera der digitale Sucher und die Haptik der Kamera. Besonders wenn der Umstieg von einer Nikon D300 mit Batteriegriff erfolgt, fühlt sich die Kamera am Anfang extrem klein an. Aber, es ist reine Gewöhnungssache, ebenso der digitale Sucher. Dieser war wirklich eine Umstellung, heute wollen wir ihn nicht mehr missen.

Die Sony Alpha 6000 haben wir inzwischen durch eine Sony Alpha 6300 (* Amazon) ersetzt. Die Alpha 6000 war uns ein treuer Wegbegleiter und wir hätten sie niemals abgegeben, wenn sie den Phasen-AF unterstützt hätte. Diesen benötigen aber einige Objektive, die wir mit dem MC-11 Adapter auf den Kameras betreiben. Da die Alpha 6300 diesen AF-Modus unterstützt, wurde es Zeit für ein Update.

Die Sony Alpha 7 II (* Amazon) ist unsere Prachtstück im Fotorucksack. Mit dieser haben wir nun auch eine Vollformatkamera für Zoobilder im Gepäck. Durch den fehlenden Crop-Faktor haben wir damit zwar weniger Brennweite zur Verfügung. Dafür kann die Alpha 7 II bei schlechten Lichtverhältnissen punkten. Aufnahmen bis ISO 3200 und 6400 sind durchaus brauchbar, das Rauschen hält sich im erträglichen Rahmen.

Die Sony Alpha 7 II, in Verbindung mit einem Batteriegriff, gibt einem das Gefühl wieder zurück, etwas schweres und solides in der Hand zu haben. 

Adlerwarte Berlebeck Flugshow 23

Objektive für die Zoofotografie

Bei der Auswahl der Objektive für die Zoofotografie spielen natürlich die Anforderungen eine Rolle.

Was muss ein Objektiv bei der Zoofotografie leisten?

  • Die Tiere sind oft weit weg oder klein. Dazu kommt unser Wunsch auch mal eine Detail- oder Portrait-Aufnahmen zu machen. Also benötigen wir ein Objektiv mit viel Brennweite.
  • Flexibilität durch einen Zoom. Natürlich sind Festbrennweiten eine tolle Sache. Aber bei den verschiedenen Anforderungen in den Zoos wäre uns das nicht flexibel genug.
  • Die Tiere bewegen sich, oft wollen wir schnell einen besonderen Moment einfachen. Also muss das Objektiv schnell fokussieren. Mit einem Objektiv, welches erstmal 2 Sekunden durch die Gegend fokussiert möchten wir im Zoo nicht arbeiten.
  • Lichtstärke ist auch nicht schlecht. Wir gehen ja nicht nur bei Sonnenschein in die Zoos, die Tiere laufen oder liegen im Schatten, in Aquarien und Terrarien ist es auch dunkel. Und bei langen Brennweiten benötigt man kurze Belichtungszeiten, auch dabei kann die Lichtstärke des Objektives eine Hilfe sein.
  • Das Objektiv sollte nicht zu schwer sein. Ideal ist ein Gewicht, welches über mehrere Stunden am Tag aus der Hand bedient werden kann, ohne ein Stativ zur Hilfe nehmen zu müssen oder am Abend Rückenschmerzen zu haben.

Nimmt man nun diese Anforderungen zusammen, also viel Brennweite (mit Zoom), schneller Fokus und Lichtstärke und vereint diese in einem Objektiv, dann ist man schnell bei den Anschaffungskosten für einen gebrauchten Kleinwagen. Nimmt man dann das Gewicht noch dazu, muss man ein passendes Objektiv erstmal erfinden.

Also musste ein Kompromiss gefunden werden. Bei uns ist das eindeutig die Lichtstärke. Wenn man darauf verzichtet, eine durchgängige Blende von f2,8 zu haben, werden die Objektive bezahlbar. Durch das gute Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten, ist dieser Kompromiss auch zu verschmerzen. Aber auch bei der Brennweite sind wir gerade wieder einen Schritt zurück gegangen. 

Aktuelle Objektive für Zoofotos in unserem Rucksack

Wir gehen inzwischen recht häufig mit anderen Zoofotografen gemeinsam auf Tour. Das verspricht eine Menge Spaß bei der Ausübung des gemeinsamen Hobbys. Außerdem kommt man so in den Genuss, mal die ein oder andere Linse zu testen. Der Nachteil ist dabei natürlich die sofortige Wirkung des „Haben-Wollen“-Virus. Dieser erwischte in uns, als wir in den Genuss kamen, das Canon 100-400 auf der Sony mit dem MC-11 Adapter zu testen.

Sony Alpha 7 II mit Canon 100-400Aktuell setzen wir nun also das neu angeschaffte Canon EF 100-400 mm 1:4.5-5.6L IS II USM Objektiv (* Amazon) ein. Das ist eine feine Linse, die auf der Alpha 7 II mit dem MC-11-Adapter von Sigma wunderbar funktioniert. Der Brennweitenbereich ist für Zoofotos ideal und bei Wildlife-Aufnahmen kommt das Objektiv auf die Alpha 6300, dann sind wir mit dem Crop wieder bei 150-600mm Brennweite. Dabei ist das Gewicht des Canon-Objektives noch so eben dazu geeignet, mit dem Teil den ganzen Tag zu arbeiten.

Für die Sony Alpha 7 II und ihrem Vollformat Sensor haben wir uns dann noch ein Reisezoom gekauft, das Sony SEL24-240 F3,5-6,3 OSS (* Amazon). Dieses nutzen wir auch gerne in Zoos, entweder auf Reisen wenn das Gepäck klein sein soll oder wenn wir mit zwei Kameras unterwegs sind. Natürlich ist so ein 10-fach Zoom immer ein Kompromiss, das ist klar. Aber das gute Stück macht tolle und scharfe Aufnahmen.

Für die kleinen Dinge der Welt wie Insekten und Blumen haben wir uns das Sony SEL-90M28G G Makro Objektiv (* Amazon) zugelegt. Damit beginnt auch eine Zeit des Experimentieren. Denn Makro Aufnahmen sind für uns Neuland und wir müssen da noch viel lernen.

Attika Zoo - Athen

Die Objektive hatten wir auch mal…

Sony 55-210Für die Zoobilder hatten wir nach dem Umstieg auf die Systemkamera das Sony SEL55210 F4,5-6,3 (* Amazon) im Einsatz.  Das war aber von Anfang an nur ein Kompromiss aus Preis und Brennweite. Das Objektiv war nicht wirklich schlecht aber bei Brennweiten über 150/160mm wurden die Aufnahmen doch zusehend schlechter.

Trotzdem ist das eine klasse Linse, die wir jedem Einsteiger oder dem schmalen Geldbeutel guten Gewissens empfehlen können. In der Preisklasse ist das eine tolle Linse, mit der durchaus brauchbare Tierfotos zu machen sind. Schaut mal in unserem Bericht vom Fotoworkshop im Zoom Gelsenkirchen rein, die Fotos sind alle mit dem SEL 55-210 gemacht worden. Leider ist das Objektiv nicht kompatibel mit dem Vollformat, so dass wir das irgendwann abgegeben haben.

Sony SEL 70-200 F4 G OSS

Einen kleinen Traum erfüllten wir uns uns mit dem Kauf des Telezooms Sony SEL FE 70-200G F4. G OSS (* Amazon). Das war eine tolle Investition.

Gerade für Zoofotos war diese Linse lange unser favorisiertes Obkektiv. Auch auf der älteren Sony Alpha 6000, mit ihrem APS-C-Sensor und einem Crop von 1,5, setzen wir das Objektiv gerne ein. Durch den Crop-Faktor des Sensors kommen wir auf eine Brennweite von 360mm.

Einen der letzten Zoobesuche mit dem FE 70-200 war im niederländischen Apenheul.

Sigma 150-600mm F5-6,3 DG Contemporary an der Sony Alpha 7 IIZwischenzeitlich gehörte das Sigma 150-600mm F5,0-6,3 DG OS HSM Contemporary (* Amazon) zu unserer Objektiv-Familie. Dieses Objektiv mit Canon-Anschluss können wir mit dem Sigma MC-11 Adapter (* Amazon) an unseren Sony Systemkameras betreiben. Bei der Sony 6000 kamen wir mit Crop-Faktor also auf sagenhafte 900mm Brennweite. Das reicht nun wirklich aus um im Zoo alle erdenkliche Situationen abzudecken. Und auch Wildlife-Fotos sind damit sehr gut machbar ohne zu nah an die Tiere ran zu müssen. Aber, ganz großes Aber, die Linse ist schwer. Uns war sie zu schwer um damit den ganzen Tag durch den Zoo zu laufen. Andere FotografInnen stört das weniger, uns hat es aber ein klein wenig genervt. Dabei war die Linse wirklich klasse und lieferte auch bei 600mm Brennweite tolle, scharfe Fotos. Schon bei einem ersten Test im Duisburger Zoo hat uns die Linse überzeugt.

Warum reicht uns diese Ausrüstung für Zoofotos?

Stativ – nur wenn es nicht anders geht

Ein Stativ nervt einfach nur, es muss ja mit durch die Gegend getragen werden. Dann aufgebaut, abgebaut – womöglich zwischen vielen anderen Besuchern, die dann genervt sind (teilweise zurecht). Wir sehen auch bei Tageslicht keinen Sinn dabei. Beide Kameras verrichten dort auch ohne Stativ ihren Job, die Belichtungszeiten sind ausreichend kurz. Zur Not wird mit der Blendeneinstellung und der ISO-Einstellung nachgeholfen um auf vernünftige Belichtungszeiten zu kommen.

Dazu kommt, viele Tiere fotografieren wir in Bewegung – was soll mir da ein Stativ bringen, es behindert doch nur die Bewegung der Kamera.

Immer im Fotorucksack ist aber ein Einbein-Stativ. Dieses nutzen wir gerne mal, wenn wir längere Zeit an einem Gehege stehen oder bei sehr schlechtem Licht um ein wenig länger belichten zu können.

Natürlich gibt es Situationen, wo wir gerne Stative nutzen. Bei Fotoevents im abendlichen Zoo, bei Langzeitbelichtungen usw. – wir sind nicht generell dagegen, um das noch klarzustellen. Nur bei normalen Zoofotos erschließt sich uns der Sinn nicht, außer für das Abstützen des schweren Objektivs.

Brennweite – Alles kann, nichts muß!

Das Thema Brennweite ist auch so eine Sache. Bei den Systemkameras kamen wir auf 600mm oder 900mm mit Crop, mit dem Sigma 150-600. Nun mit dem Canon sind es „nur“ noch 400 bzw. 600mm. Aus der Erfahrung reicht das aber für Zoofotos aus. Selbst wenn es mal nicht ausreicht, geht ja auch immer noch ein Bildausschnitt am Rechner.

Damit sind wir für Zooaufnahmen mehr als ausreichend aufgestellt. Lange Zeit waren wir sogar nur mit 200mm Brennweite unterwegs. Auch damit haben wir fantastische Fotos gemacht. 

Wenn der kleine Hase hinten im Gehege hoppelt, in 100 Metern Entfernung, dann bekommen wir diesen nicht zufriedenstellend und bildfüllend auf das Foto. Und? Dann machen wir eben kein Foto! Der Hase kommt aber bestimmt irgendwann nach vorne gehoppelt. Ein wenig Geduld und schon ist die Chance für ein schönes Foto da, auch mit kleineren Brennweiten. Und wenn der Hase sich entschließt, an dem Tag nicht zu hoppeln, dann gibt es auch kein Foto von dem Hasen. So einfach ist das Ganze!

Natürlich haben wir immer noch Objektive auf unserer Wunschliste. So zum Beispiel ein lichtstarkes Makro-Objektiv, zum Einsatz in Aquarien und Terrarien. Hier stört uns oft die große Naheinstellgrenze unserer Objektive.

Fazit – unsere Fotoausrüstung passt zu uns

Zusammengefasst können wir sagen, unsere Fotoausrüstung passt zu uns und unseren Anforderungen. Wir haben ein tolles Equipment um nach unseren Zootouren zufrieden nach Hause zu kommen, mit vielen schönen Bildern.

Wir wären aber keine richtigen Fotografen, wenn wir nicht auch eine ellenlange Wunschliste hätten. Nur, das kostet alles ein Menge Geld. Am Ende trösten wir uns immer mit den Worten, dass ein gutes Foto in erster Linie mal vom Fotografen gemacht wird. Die eingesetzte Technik ist dabei „nur“ das Werkzeug.

Nun würde uns natürlich Eure Meinung interessieren. Mögt ihr lieber längere Brennweiten bei der Zoofotografie, nutzt ihr öfters ein Stativ oder geht ihr eher mit uns konform? Über einen Kommentar mit Eurer Meinung würde uns sehr freuen.

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Dieser Beitrag ist Teil unserer Fotoschule – Tipps und Tricks für schönere Urlaubsfotos. Wenn ihr mehr zu dem Thema lesen wollt, so schaut mal auf der Startseite unserer Fotografie Schule vorbei. 

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