Zuletzt aktualisiert am 1. August 2017 um 18:56

Habt ihr das schon zu hören bekommen – „Ihr macht ja nur Urlaub und geht nicht auf Reisen“.  Nicht? Glück gehabt! Wir haben das schon gesagt bekommen, direkt und auch indirekt über verschiedene Seiten im Netz.

Unseren Meinung dazu wollen wir hier und jetzt mal freien Lauf lassen. Denn für uns gibt es auch bei diesem Thema kein Richtig und Falsch, kein reines Schwarz oder Weiß.

Unsere Definition von Urlaub und Reise

Was bedeuten die Begriffe Urlaub und Reise für uns.

  • Urlaub – das ist für uns die freie Zeit, in denen wir keinen Verpflichtungen nachkommen müssen. Wir brauchen nicht zur Arbeit, wir müssen nicht an das klingelnde Handy gehen, wir können einfach mal bis zur Mittagszeit im Bett liegen bleiben oder besonders früh aufstehen um was zu erleben. Für uns ist es die Zeit um Kraft zu tanken, zu erholen, zu regenerieren und auch mal abzuschalten.
  • Reise – alles was uns von zu Hause weg führt. Das kann eine Städtereise am Wochenende sein, das kann (streng genommen) ein Ausflug in einen Zoo sein oder eben der 3-wöchige Trip in die USA. Dabei wollen wir Dinge sehen und erleben, die uns faszinieren, wo wir vielleicht was lernen können, mal eine andere Sprache sprechen und vielleicht ein klein wenig der fremden Kultur kennen lernen.

Der Idealzustand für uns ist dann eine Urlaubsreise – wo all die oben genannten Punkte zusammen kommen.

So weit, so einfach – sollte man denken.

Der Begriff Urlaub im klassischen Sinne?

Jetzt ist es aber so, dass alleine der Begriff Urlaub in der breiten Öffentlichkeit schon anders wahrgenommen wird. Viele Mitmenschen verbinden mit dem Begriff Urlaub, dass man den eigenen Aggregatzustand auf Faul schaltet und die nächsten 14 Tage zwischen Strand und All-Inkl-Buffet pendelt. Schlimmstenfalls wird man sogar als Tourist bezeichnet. Wer das mag, und sich dabei sauwohl fühlt, der macht auch alles richtig.

BTW: Touristen sind, laut Duden, eh schon mal alle Reisenden – ob sie es hören wollen oder nicht.

In unserem persönlichen Umfeld sieht das schon ein wenig anders aus. Wenn wir sagen, wir fahren in Urlaub, dann kommt schon die Frage wohin, was wir uns ansehen wollen und wie viele Meilen wir dieses mal fahren. Es ist direkt klar, dass wir nicht 14 Tage auf einer Liege verbringen werden.

Bei Fremden kommt dann oft die Reaktion… „das ist doch kein Urlaub, das ist doch eine stressige Reise“. Hmpf – Nein, ist es nicht. Also, klar ist es eine Reise – wir fahren ja weg von zu Hause (um bei der oben geschilderten unsrigen Definition zu bleiben) – aber es ist doch kein Stress. Natürlich sind wir um Urlaub viel unterwegs, fahren oft weite Strecken, laufen stundenlang durch National Parks oder große Städte – und wir relaxen dabei. Wandern in wilder Natur, Fotografieren, mal irgendwo sitzen und gemütlich einen Kaffee trinken, am Abend gemütlich vor dem Wohnmobil sitzen und ein Steak grillen. Das ist kein Stress für uns – das ist Erholung pur. 14 Tage auf einer Liege am Pool liegen, das wäre für uns (seelischer) Stress.

Nun, das sind oft verschiedene Sichtweise auf den Begriff Urlaub, welche zu Diskussionen oder Missverständnissen führen. Noch schlimmer ist es aber beim Begriff Reisen…

Was ist richtiges Reisen?

Wie schon geschrieben, für uns ist eine Reise erst mal alles, was uns irgendwie von zu Hause weg führt.

Es gibt aber viele Menschen, die eine Reise ganz anders definieren. Dies führt, gerade im Netz, zu recht kontroversen Diskussionen. Nehmen wir mal ein extremes Beispiel, für eine Definition des Begriffs Reise:

Das fängt schon damit an, dass man erst mal sein Hamsterrad verlassen muss/soll um eine Grundlage für die Reise zu schaffen!!11einsdrölf!

Möööp!

Was ist denn dieses Hamsterrad? Nun, kurz gesagt besteht das Hamsterrad aus

  • einem geregelten Job (schlimmstenfalls 9-5, 5-6 Tage die Woche).
  • geregelte Anzahl an Urlaubstagen.
  • sozialer Absicherung.
  • enge Bindung an Familie und Freunde.
  • ein schönes zu Hause – gleich ob Wohnung oder Haus.
  • halt alles, was ein „normales“ Leben so beinhaltet.

Das wir hier im Blog mal das Wort Hamsterrad schreiben – das hätten wir nie gedacht. Wir bekommen normalerweise schon Pickel, wenn wir über den Begriff stolpern und uns dann in einem Artikel im Netz erklärt wird, wie langweilig unser Leben sein muss. Ist es aber nicht, und all die Dinge dort oben fühlen sich verdammt gut an.

Also, am besten raus aus diesem Hamsterrad, all diese Dinge aufgeben und dann für ein paar Jahre auf Weltreise gehen. Dabei sollte man mit einem geringen Budget so lange und weit wie möglich über die Runden kommen. Zur Not unterwegs arbeiten, entweder als digitaler Nomade im Online-Business (ok, guter Gedanke) oder auf irgendeiner Ranch Schafe scheren (ähm, nö!).

Das wird von einigen, nicht ganz wenigen, als die einzig akzeptable Art einer Reise gesehen.

Und wisst ihr was? Wir gönnen jedem einzelnen von denen, dass Sie dabei glücklich sind und sie den Weg finden, den sie suchen. Wir lesen teilweise fasziniert auf Blogs mit, wo von solchen Reisen berichtet wird.

Manchmal nervt es einfach!

Einige wenige dieser Reisenden übertreiben es aber… liebe, ganz spezielle digitalen Nomaden und Weltreisenden – hört auf dies als einzige, ultimative Art des Reisens hin zu stellen. Das nervt! Es mag für euch die ultimative Art des Reisens sein – aber diese Einstellung und Denkweise hat keine Allgemeingültigkeit.

Es gibt zahlreiche Arten des Reisens, jeder so wie er es mag – der eine liegt im Luxushotel am Pool, der andere kifft sich im Hostel die Birne zu. (Jajaja… wieder extrem – wissen wir). Es ist doch völlig Latte ob man mit dem Rucksack und drei Unterhosen durch die Gegend fährt oder mit dem Hartschalentrolley in der Business Class um die Welt jettet! Es gibt Reisende, welche Touristen-Hotspots meiden – wir suchen sie auf, denn es wird ja einen Grund dafür geben, dass die Sehenswürdigkeit so viele begeistert. Und bisher sind wir selten enttäuscht worden.

Alles hat seine Daseinsberechtigung, jeder so wie er will. Da gibt es kein Richtig oder Falsch, kein Schwarz und Weiß – dazwischen liegen tausende Grautöne – und das ist verdammt noch mal gut so.

Nicht jeder ist bereit oder willens, alles hin zu werfen und auf endlose Weltreise zu gehen oder dauerhaft in einem fremden Land zu leben. Für uns ist z.B. die USA ein Traumland. Wunderbare Landschaften, tolle Städte, wir mögen die Menschen dort. Aber dort leben? Never! Wenn man dort mit dem gleichen Standard leben will, wie hier bei uns zu Hause, dann muss man sich dort mächtig ins Zeug legen. Alleine die 30 Urlaubstage – davon träumen die meisten Amerikaner.

Um noch mal eines klar zu stellen…

Das war jetzt bewusst eine extreme Darstellung. Wir bewundern (nicht beneiden) jeden digitalen Nomaden, jeden Weltreisenden und verfolgen auch gerne deren Bericht im Netz. Da gibt es viele spannende und lustige Geschichten zu lesen. Es gibt viele tolle Bloggerinnen und Blogger, welche uns mit diesen tollen Geschichten unterhalten und informieren. Uns interessiert es auch, wie die Reisenden das finanziell organisieren, wie sie planen, wo und wie sie leben.

Wenn wir aber das Gefühl bekommen, wir sollen missioniert werden – und das fängt häufig mit dem Begriff Hamsterrad an – dann haben wir keine Lust mehr da weiter zu lesen. Diese Art von Blogs sind teilweise sehr erfolgreich und groß aufgestellt. Nur fühlen wir uns dort nicht wohl, gehören somit nicht zur passenden Zielgruppe. Vermutlich sind wir einfach nicht smart genug – noch so ein neues Buzzword… *gnarf*

Zurück zum Thema!

Was denn nun – Urlaub oder Reisen?

Wir denken, beide Begriffe sollte man nicht zu eng sehen und den Urlauber oder den Reisenden in eine Schublade packen, wo er dann vermutlich nicht hin gehört. Das geht vermutlich genau so schief, wie bei den Reisetypen aus unserer Blogparade, welche im Moment noch läuft.

Für uns bleibt es immer noch eine Urlaubsreise, welche Erholung und Erleben perfekt miteinander kombiniert. In welche Richtung man dabei die Gewichtung legt, das bleibt doch jedem selbst überlassen.

Mit diesem Beitrag nehmen wir an der Blogparade „Urlaub machen und Reisen – Ein Unterschied?“ vom Blog my-road.de teil. Bina und Francis berichten dort von ihrer Weltreise mit vielen tollen, teils sehr amüsanten Berichten. Sie erklären auch, wie so eine Reise zu finanzieren ist und was ihre Beweggründe für diese Reise waren. Aber, niemals hat man dort das Gefühl missioniert zu werden.

Einige weitere Beiträge zur Blogparade von My-Road:

 Weitere Beiträge findet Ihr auf der Seite vom Bina und Francis.

So, das war unser Statement zum Thema Reisen und Urlaub. Teilweise wurden Extreme dargestellt – das passierte aber mit Absicht. Die meisten Menschen sehen das alles nicht so eng und nicht so verbissen – und das ist gut so.

Natürlich würde uns, wie immer, eure Meinung zu dem Thema interessieren. Schreibt einen Kommentar, verfasst selber einen Artikel zu dieser Blogparade und verlinkt diesen auch hier in den Kommenateren. Wir sind gespannt!

Vielen Dank für Deinen Besuch!

Wir freuen uns riesig über Kommentare unter dem Beitrag oder über das hemmungslose Teilen auf den Social Medias.

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Wir sind es, Melanie und Thomas. Zwei Reisesüchtige in den besten Jahren, wie man das neuerdings so sagt, also das mit den Jahren. Wenn wir mal nicht reisen, verdienen wir unser Geld zum Reisen und fotografieren uns an den Wochenenden durch die nähere Umgebung. Dabei lieben wir Zoos oder andere Sehenswürdigkeiten rund um unseren schönen, geliebten Ruhrpott.

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