Urlaub mit dem Fahrrad – 11 Reiseblogger:innen geben Tipps

Urlaub mit dem Fahrrad – 11 Reiseblogger:innen geben Tipps

Veröffentlicht: 15. November 2020

6125 Worte- 24.5 Minuten Lesezeit- 1 Kommentar-
Urlaub mit dem Fahrrad

Autor: Thomas Jansen

Veröffentlicht: 15. November 2020

Aktualisiert: 17. Januar 2021

1 Kommentar

6125 Worte- 24.5 Minuten Lesezeit- 1 Kommentar-

Wir überlegen ernsthaft im kommenden Jahr Urlaub mit dem Fahrrad zu machen. Irgendwo hier in Deutschland, Österreich oder in den Niederlanden. Einfach die Pedelecs auf Auto schnallen und irgendwo hinfahren um dort eine schöne Region mit den Rädern zu erkunden. Oder vielleicht machen wir es auch mit dem Zug, bis zu einem Startpunkt und fahren von dort mit den Rädern wieder nach Hause. Mal schauen, was uns einfällt.

Da uns mit dieser Art zu Reisen die Erfahrung fehlt, haben wir befreundete Reiseblogger:innen nach ihren Tipps, Geschichten und Erfahrungen gefragt und wie sie selber mit dem Fahrrad verreisen. Mit dieser Fülle an Ratschlägen und Erfahrungen fühlen wir uns nun gut gerüstet, in die Planungen für einen Urlaub mit dem Fahrrad im kommenden Jahr einzusteigen.

Gerfried von Womo-Guide

Gerfried Rad

Ich bin Fahrrad-Fan. Das war in meiner Kindheit und Jugend noch nicht so. Da nutzte ich mein Fahrrad eher gelegentlich als wirklich regelmäßig, das Fahrradfahren war noch kein großes Thema. Doch als mir mein Bike an der Uni geklaut wurde, setzte die Ersatzbeschaffung eine Kettenreaktion in Gang. Durch die Recherche zum neuen Bike kam ich erst in Kontakt mit der Vielfalt des Fahrrad-Fahrens, den einschlägigen Foren und der „Fahrradkultur“. Zum neuen Touren-Rad kam dann bald ein altes City-Bike hinzu, an dem ich selbst viel herumschraubte, und im Keller entstand eine kleine Fahrrad-Werkstatt. Es folgten Mountainbikes, Rennräder, diverse Restaurations-Projekte und Umbauten. Seither hatte ich immer mindestens vier Fahrräder zeitgleich, zu Spitzenzeiten auch mal acht (sehr zum Missfallen meiner besseren Hälfte). Zur reinen Nutzung der Fahrräder gesellt sich da – zugegeben – eine gewisse Sammler-Leidenschaft und Technik-Verliebtheit.

Am liebsten fahre ich heute gemäßigte Touren mit dem Rennrad und Trails mit dem Mountainbike. Auch mit dem Citybike bin ich viel unterwegs, denn ich halte es in der Stadt für das beste Transportmittel. Dank immer besser werdenden Radweg-Netzen ist man damit meist zumindest gleich schnell wie mit Öffis und PKW, spart sich die Parkplatzsuche und hat sehr oft Vorteile auf der „Last mile“. Als ich noch einen längeren Arbeitsweg hatte, und am Arbeitsplatz lange Hemden trug, konvertierte ich eines meiner Räder zum E-Bike, und der PKW kam kaum mehr zum Einsatz. Generell fahre ich aber zu 95% ohne Motor. Ich bin kein E-Bike-Verweigerer und weiß, dass man sich auch damit anstrengen kann, doch es ist eine Sache der Effizienz: An vielen Tagen geht es mir darum, ein Sportprogramm abzuspulen, und dann noch Zeit für andere Tätigkeiten zu haben. Da wäre elektrische Unterstützung kontraproduktiv.

Die meisten unserer Reisen legen wir mit dem Wohnmobil zurück, und dabei haben wir eigentlich immer Fahrräder dabei. Die wenigen Male, wo wir ohne Bikes losfuhren, bereuten wir es jedes Mal. Meist fällt die Fahrrad-Wahl auf unsere Mountainbikes, da diese einfach sehr vielseitig sind. Damit können wir sowohl das frische Brot fürs Frühstück beim Bäcker holen, als auch Touren radeln und in den Bergen Trails bezwingen. Als wir (aus Diebstahl-Schutz-Gründen) mal mit alten City-Bikes unterwegs waren, nervten mich die damit eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten.

Unterwegs nützen wir die Fahrräder vielseitig. Sie erlauben uns, Ausdauer-Sport zu betreiben, denn dafür gibt es auf Road-Trips sonst oft kaum Gelegenheit. Gleichzeitig sind sie auch ein ideales Transportmittel, um Städte zu besichtigen oder die Umgebung zu erkunden. Wir parken dann den Camper gerne in der Natur, und radeln zu den Sehenswürdigkeiten. Auch Tagestouren machen wir, dann auch gerne kombiniert mit Hin- oder Rückreise per Zug, wenn sich keine Rundtour anbietet.

Mehrtägige, reine Radreisen haben wir noch nicht versucht. Das war bislang eine Zeitfrage, ist aber zukünftig nicht ausgeschlossen.

Mein Tipp für jede Form von Reisen mit Fahrrädern: Reifen-Flickzeug, Pumpe, gutes Licht, ein wenig Geld und ein Telefon sollten immer dabei sein. Sich selbst helfen zu können, ist am besten, doch im Fall der Fälle sollte man auch Hilfe holen können.

Über Gerfried – WoMo Guide

Ger­fried war schon als Drei­jäh­ri­ger im Camper mit dabei, und irgendwie wollte ihn das Thema nicht loslassen. Heute schreibt er Roadtrip-Reiseberichte und Tipps und Tricks für Wohnmobil-Einsteiger auf https://womoguide.de (und ist seit 2020 neu auch auf YouTube unter https://youtube.com/c/WoMoGuide vertreten). Fahrräder dürfen auf keiner Tour fehlen!

Gerfried

Natalie von Outdoor-Familien-Glück

Natalie Rad

Als Kind und Jugendliche habe ich mit meinen Eltern und meiner Schwester oft Fahrradtouren am Wochenende unternommen. Als junge Erwachsene hatte ich jedoch keine Freude daran und nutzte mein Fahrrad nur sehr selten. Ich war lieber zu Fuß oder auf Skiern unterwegs. Das änderte sich, als ich meinen Mann kennenlernte. Ich ging im Sommer nicht mehr „nur“ wandern oder bergsteigen, sondern war auch vielmehr auf dem Rad unterwegs. Allerdings musste ich mich erst daran gewöhnen, die Natur viel schneller an mir vorbeiziehen zu sehen. Es ist einfach ein anderes Naturerlebnis. Aber heute gefällt mir die schnellere Geschwindigkeit genauso gut.

Inzwischen fahren wir einmal pro Jahr einen Flussradweg über mehrere Tage. Das bedingt natürlich, dass wir eine Strecke und keinen Rundweg erradeln. Dabei reisen wir mithilfe von Auto und/oder Zug möglichst nah an die jeweilige Quelle, verbringen dann vier Tage nur auf dem Rad und fahren anschließend wieder heim bzw. zum Auto oder nächsten Bahnhof. Bei unserer Radtour an der Rur radelten wir sogar zurück bis nach Hause, das war auch ein tolles Erlebnis. Unsere absoluten Highlights bisher waren der Ruhrtalradweg (Quelle bei Winterberg, Mündung in den Rhein bei Duisburg) und der Eder-Radweg (Quelle im Rothaargebirge südlich von Schmallenberg, Mündung in die Fulda bei Guntershausen). Dabei sind wir immer mit normalen Trekkingfahrrädern unterwegs und erstrampeln uns jeden Höhenmeter und Kilometer aus eigener Kraft. E-Bikes kommen für uns vorerst noch nicht infrage.

Was mir an dieser Art des Urlaubs besonders gut gefällt ist, dass man alles, was man in den Tagen benötigt, jeden Tag selber transportiert und sich dabei auf das Wesentliche beschränken muss. In den Tagen der Radtour ist nur die jeweilige Etappe, der Weg, der Fluss, die Natur ringsum und das Wetter wichtig. Perfekt, um abzuschalten, den Kopf so richtig freizubekommen und dabei einfach nur die Natur zu genießen.

Zum Abschluss noch zwei Tipps von uns:

Plant nicht zu viele Kilometer für einen Tag ein. Es ist auch schön, mal Zeit für eine zusätzliche Pause an einer besonderen Stelle verbringen zu können. Wir fahren am liebsten 50 bis 60 Kilometer pro Tag. Das ist aber natürlich auch eine Frage der Kondition und abhängig von den zu bewältigenden Höhenmetern.
Packt immer wetterfeste Kleidung ein. Auch wenn die Wetteraussichten zu Beginn gut sind, es kann sich gerade bei mehreren Tagen immer ändern. Wir haben außerdem immer eine Picknickdecke auf dem Gepäckträger dabei und nutzen diese gerne für ein Picknick im Grünen.

Über Natalie – Outdoor-Familen-Glück

Ich blogge vor allem über Natur- und Outdoor-Erlebnisse sowie aktive Reisen für die ganze Familie. Dabei liegt der Schwerpunkt im Wandern und Reisen mit Kindern, aber auch auf Outdoor-Aktivitäten mit Freunden und meinem Mann. In Nordrhein-Westfalen beheimatet zieht es unsere Familie immer wieder in die Alpen, aber auch in die deutschen Mittelgebirge und die abwechslungsreiche Natur in und um NRW.

Link zum Blog: OutdoorFamilienGlueck.com

Natalie

Ilona von Wandernd

Ilona Rad

Das Fahrrad war seit meiner Schulzeit mein wichtigstes Fortbewegungsmittel – meine Heimatstadt war ziemlich fahrradfreundlich. Seit ich in die Großstadt gezogen bin, wurde es von den öffentlichen Verkehrsmitteln etwas abgelöst, aber seine Bedeutung fürs Pendeln zur Arbeit (zumindest wenn es nicht regnet) oder auch für Ausflüge hat es behalten. Tatsächlich suchte ich meine Wohnung danach aus, dass ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren konnte.

Vor knapp 15 Jahren habe ich dann auch das Radreisen für mich entdeckt. Zusammen mit einer Freundin hatte ich damals die verrückte Idee, wir könnten mit dem Fahrrad zum Mont St. Michel in der Normandie fahren. Bei unserer ersten Radtour stellten wir allerdings fest, dass wir keinerlei Ahnung hatten, was wir da taten: Wir konnten weder Kartenlesen noch hatten wir irgendeine Art von Kondition. So folgten etliche „Trainings-Touren“ durch Deutschland, Österreich, Ungarn, die Schweiz, das Elsass… bis wir uns endlich den Traum erfüllten und 2015 mehr als drei Wochen quer durch die Normandie radelten – bis zum Mont St. Michel.

Mein erster Tipp ist also: Klein anfangen mit den Radreisen! Auch wenn ihr vorher Alltagsradler wart oder schon einige Tagestouren hinter euch habt – es ist etwas völlig anderes, täglich mehrere Stunden auf dem Rad zu sitzen! Nehmt eine Strecke mit guter Infrastruktur, so dass ihr auch nicht ewig nach Übernachtungsmöglichkeiten suchen oder mühsam den richtigen Weg finden müsst. Macht es euch am Anfang ruhig ein bisschen bequem. Gut ausgebaute Flussradwege (wie der Moselradweg) sind ein guter Einstieg.

Im vergangenen Jahr waren wir dann drei Wochen in Apulien (Süditalien) unterwegs, wobei wir allerdings nur zwei Wochen davon mit dem Rad den Südteil erkundeten und den Nordteil der Region mit dem Auto bereisten.

Dabei nutzen wir keine E-Bikes (auch wenn es immer wieder Etappen gibt, wo wir uns welche wünschen würden). Ein E-Bike ist vielleicht in der Zukunft irgendwann eine Option, wenn ich nicht mehr fit genug bin, um diese Touren mit Gepäck durchzuziehen – oder wenn mein kaputtes Knie endgültig den Geist aufgibt. Aber so lange es noch anders geht, habe ich das nicht vor.

Der Reiz an den Radreisen ist dass man zwar schneller vorankommt als beim Fuß-Wandern und v.a. das Gepäck nicht selbst auf dem Rücken tragen muss, aber man ist doch viel näher „dran“. Man fährt über kleine Sträßchen, über die man mit dem Auto niemals fahren würde. Und selbst wenn man diese Straßen führe, würde man so vieles verpassen: Den Geruch und die Geräusche, man würde nicht sehen, wie die Eidechsen sich auf der Straße sonnen und erst weg huschen, wenn man angefahren kommt. Und man würde auch den Schäfer in Apulien nicht treffen, der einem ein frischgeborenes Lämmchen zeigt.

Mein zweiter Tipp deshalb: Nehmt euch genug Zeit! Der Spaß an Radreisen ist das Langsame! Plant auch gerne großzügig. Wir haben auf längeren Touren immer Puffertage eingebaut, die wir nach Belieben verwenden können: entweder weil eine von uns nicht so fit ist, es Probleme mit den Rädern gibt oder weil es uns einfach an einem Ort besonders gut gefällt

Aber natürlich bemerkt man auch erst mal, was 20% Steigung wirklich bedeuten und dass es ein Naturgesetz gibt, dass der Wind immer von vorne kommt. Wenn Werbung für Radreisen ehrlich wäre, würde sie verschwitzte, verstaubte Menschen mit knallrotem Gesicht zeigen statt der sauberen und frisch grinsenden Familien im Sonnenschein. Aber ich glaube, die verschwitzten, verstaubten Menschen haben trotzdem mehr Spaß und obendrein die herrliche Genugtuung, das selbst gemeistert zu haben.

Über Ilona – Wandernd

Seit November 2014 blogge ich auf wandernd.de über meine Reisen, große wie kleine, lange wie kurze, nahe wie ferne. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich nicht um einen Wander-Blog, sondern wandern steht hier ganz allgemein für das Schweifen und Schwelgen, das mir auf Reisen wichtig ist und auch für meine Lebenseinstellung, die doch immer wieder mal zu Umzügen und Ortswechseln führt.

Auf meinem Blog berichte ich über meine Reisen zwischen Unterfranken und Usbekistan, wobei ein kleiner Fokus auf Italien liegt, ein Land, das ich besonders ins Herz geschlossen habe. Außerdem teile ich auch meine Fotografien und mache mir allgemein Gedanken über allerlei Themen, die mit dem Reisen zu tun haben.

Einen Überblick über unsere Radreisen gibt es hier: https://wandernd.de/unsere-fahrradreisen/

Ilona

Roswitha von Bruder auf Achse

Roswitha Rad

Die Lust am Radfahren begleitet mich seit frühester Kindheit. Aufgewachsen auf dem flachen Land war der Drahtesel oft die einzige Möglichkeit, um zur Schule und zu Freunden zu kommen – besser gesagt raus aus dem Dorf. Als junge Erwachsene hat dann das Auto diesen Part übernommen, das Fahrrad ist zum Ladenhüter im Keller verkommen, der höchstens noch am 1. Mai und ähnlichen Feiertagen zum Einsatz kam.

Bis ich entdeckte, dass das Fahrrad der ideale Begleiter in der Freizeit und auf Reisen ist. Der Radius ist größer als beim Wandern, das Vergnügen größer als beim Autofahren. Zum eingefleischten Radfan wurde ich auf einer Reise durch die griechische Inselwelt. Selbst die kleinste Fähre zu dem abgelegensten, touristisch kaum erschlossenen Eiland hatte ein Plätzchen für mich frei und zur Belohnung fürs Strampeln bei Gegenwind, unerwartet knackigen Anstiegen und angsteinflößenden Abfahrten gab es traumhafte Buchten, an die sich kaum ein Sonnenhungriger verirrte.

Seit jener siebentägigen Tour gehören spontane und organisierte Radreisen für mich in den Jahreskalender wie Weihnachten. Am Wochenende ist gutes Wetter vorhergesagt – dann ab mit dem Rad in die Bahn und einfach losfahren, wo es schön ist. Die Satteltasche ist fast immer gepackt, sodass ich keine großartige Vorbereitung habe. Ich habe es mir auch angewöhnt, Städte grundsätzlich mit dem Rad zu entdecken. Verleihstationen gibt es schließlich überall – selbst in Santiago de Chile – und ich komme in Ecken, zu denen ich sonst ein Taxi nehmen müsste. Das einzige Erfordernis: etwas Mut, um sich auf die Fahrweise der Autolenker einzulassen, und eine gute Straßenkarte, um Schleichwege zu finden.

Einmal im Jahr leiste ich mir den Luxus einer organisierten Radreise – übrigens die einzige Gruppenreise, an die ich mich heranwage. Zum einen schätze ich den Komfort, mit dem Schiff von einer kleinen Insel zur nächsten zu tuckern, um dort dank eines guten Führers Ecken zu entdecken, die ich alleine kaum gefunden hätte. Zum anderen macht es einfach Spaß mit Gleichgesinnten unterwegs zu sein. Bei Gesprächen merkt man nicht einmal, dass der Berg ganz schön bissig ist und der Allerwerteste schmerzt.

Als bekennender Schweden-Fan ist meine erste Amtshandlung: beim Verleiher meines Vertrauens anzurufen. Der stellt mir den Drahtesel direkt vor die Tür und holt ihn auch wieder ab. Radfahren in Schweden ist eine Offenbarung, weil man keine Angst vor Straßen haben muss. Auf den vielen kleinen Sträßchen, die von einem Nest zum nächsten führen, ist man meist alleine unterwegs. Andere Strecken haben mich ziemlich ernüchtert – wie beispielsweise der Bodensee-  oder der Donauradweg von Passau nach Wien. Wer im Rudel fahren möchte, für den mögen diese beiden Strecken perfekt sein – die Städte sind jedenfalls wunderschön. Doch ich bin lieber alleine mit meinem Rad. Was nächstes Jahr ansteht? Vielleicht eine Radreise durch Georgien.

Über Roswitha – Bruder auf Achse

Aufgewachsen im Badischen, unterrichtet zwischen Straßburg und Berlin, sozialisiert bei Reisen um die ganze Welt. Mal geht es in die Ferne, mal mache ich die nähere Umgebung unsicher – denn mit dem Reisevirus habe ich mich schon in der Kindheit infiziert: auf der Rückbank eines VW-Käfers bei der Fahrt nach Bella Italia.

Link zum Blog: Bruder-auf-Achse.de

Roswitha

Heike von Pushbikegirl

Heike Rad

Meine erste Radreise habe ich vor etwa 15 Jahren absolviert. Damals bin ich 4 Wochen durch Uganda geradelt. Ein richtiges Abenteuer und der Start einer neuen Leidenschaft. Viele weitere Radreisen folgten und schlussendlich radelte ich sogar einmal um die Welt und durchquerte dabei mehr als 50 Länder und strampelte etwa 65.000 Kilometer.

Das Fahrrad meiner Wahl für solche Unternehmen ist ganz klar ein MTB, denn ich bin vor allem abseits der geteerten Straßen unterwegs. Zudem versuche ich so wenig Gepäck wie möglich dabei zu haben, denn das Gewicht schränkt doch in der Beweglichkeit sehr ein. Ich bin daher im Bikepacking-Stil unterwegs, was nichts anderes heißt als, statt klassische Satteltaschen zu verwenden, das Gepäck näher am Rad zu befestigen und daher für Trails besser gewappnet zu sein.

Die vielen Vibrationen durchs ständige off-road fahren, verschleißen das Material sehr schnell und da ist es einfach wichtig, dass das Gepäck leicht und gut befestigt am Rad angebracht wird. Für klassische Flussradreisen, sind die normalen Satteltaschen allerdings eher zu empfehlen. Sie sind am Ende einfach viel praktischer, da man sie ruckzuck vom Rad nehmen kann und das Rad auch ohne Taschen fahren kann, um etwa eine Stadt zu erkunden, während die Satteltaschen im Hotel oder im Zelt liegen. Das ist beim Bikepacking-Stil so eher nicht möglich.

Auch wenn ich damals mit Uganda angefangen habe, würde ich immer empfehlen vor der Haustüre zu starten. Sich langsam an die neue Reiseart zu gewöhnen bringt auf jeden Fall Vorteile und das geht nirgends besser als in einer vertrauten Umgebung. Auch ist es dabei interessant zu sehen, was es auch direkt vor der Haustüre Spannendes zu entdecken gibt.

Auch würde ich keine Tagesziele wählen, also nicht schon alle Unterkünfte vorher aussuchen und womöglich reservieren, sondern ich würde täglich spontan entscheiden, wo es mir gefällt und ab wann ich an dem Tag keine Lust mehr habe zu radeln. Ihr könnt nämlich am Anfang gar nicht einschätzen wie viele Kilometer ihr am Tag überhaupt schafft. Es wird dadurch auch zu viel Druck aufgebaut, das gesetzte Tagespensum auch zu erreichen und das kann Euch unter Umständen den Spaß am Radreisen ruinieren.

Spontanität ist der große Reiz an einer Fahrradreise. Mit dem Zelt kann ich mich immer irgendwo verstecken und daher spontan entscheiden, wann ich genug habe für den Tag. Essen und Kocher sollten dabei dann nicht fehlen, denn auch das steigert den Reiz mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Im Wald zelten, auf dem Gaskocher kochen und dabei die Vögel singen zu hören, macht richtig Laune!

Radreisen bringen vor allem die Erkenntnis, dass man viel weniger zum Leben braucht als man denkt. Die Freiheit, die einem das Fahrrad bietet ist sehr reizvoll und die Bewegung in der Natur, weg von der Straße Erholung pur. Es ist zudem umweltfreundlich und billig.

Viele Kilometer am Tag zu radeln bedeutet nicht zwangsweise auch mehr zu erleben, oft ist weniger sogar viel mehr!

Über Heike – Pushbikegirl

Heike schreibt auf Ihren Blog Pushbikegirl über ihr Leben auf zwei Rädern. Ihr findet dort tolle Reiseberichte, Routen, Tipps zum Theme Reisen mit dem Fahrrad und traumhafte Fotos.

Zwei Links möchte Heike Euch ganz besonders ans Herz legen:

Ihr 12 liebsten Fahrradstrecken auf der Welt

Ausrüstungsliste für eine Fahrradreise

Heike

Angela von Unterwegs mit Kind

Angela Rad

In den Bergen liebe ich das Wandern, in den Ebenen das Radfahren. So kam es, dass ich zur passionierten Radfahrerin wurde, seit ich vor mehr als 30 Jahren aus dem fränkischen Fichtelgebirge ins Berlin-Brandenburger Flachland gezogen bin. Recht bald habe ich festgestellt, dass das Fahrrad das allerbeste Verkehrsmittel in der Spreemetropole ist. Inzwischen lege ich meine beruflichen Wege fast nur noch mit dem Rad zurück und erkunde auch in der Freizeit gern mal die Hauptstadt und ihre Umgebung auf dem Drahtesel.

Mein 24-Gang-Tourenfahrrad mit Gepäckträger hat sich auch schon bei Mehr-Tages-Touren ins Umland bewährt. Bevor ich Mutter wurde, bin ich bei schönem Wetter gern am Freitagnachmittag mit dem Rad in die S-Bahn gestiegen, bis zur Endstation gefahren und dann zum nächsten See geradelt. Ein Pensionszimmer war nie schwer zu finden und in die guten Ortlieb-Fahrradtaschen passt locker alles rein, was ich für ein Wochenende brauchte. Manchmal wurden aus solchen Wochenendtouren kleine Radreisen mit verschiedenen Stationen, zum Beispiel entlang des Spree-Radwegs.

Mein Sohn hat Berlin aus dem Fahrrad-Kindersitz kennengelernt, bis er irgendwann selbst losradelte. Inzwischen hängt mich der 10-Jährige mit seinem Mountainbike regelmäßig ab. Für eine Radtour kann ich ihn meist leichter begeistern als für eine Wanderung. Wenn wir in Berlin sind, vergeht daher kaum ein Wochenende mit halbwegs schönem Wetter ohne Fahrradtour. So haben wir mittlerweile in Berlin Fahrradtouren aus Kreuzberg in alle Richtungen unternommen und sind dabei auch schon bis zum Wannsee gekommen. Dabei überrascht mich immer wieder, wie abwechslungsreich und grün man in der Hauptstadt per Rad unterwegs sein kann.

Auch im Urlaub habe ich gern das Fahrrad dabei. Seit wir mit dem Wohnmobil reisen, kommen die Räder immer mit. Mit seinem Rad düst der Junior dann gern mal zum Brötchen holen über den Campingplatz. Außerdem erweitern die Fahrräder unseren Aktionsradius enorm. Oft bleibt das Wohnmobil bequem am Stellplatz stehen und wir starten mit den Rädern zu einer Tour, zum Ausgangspunkt einer Wanderung oder zu einer Sehenswürdigkeit. So sparen wir uns das Packen des Wohnmobils und die Parkplatzsuche (einschließlich der Parkplatzgebühren). Auf diese Weise haben wir etwa rund um Berchtesgaden Sehenswürdigkeiten prima über die bequemen und malerischen Flussradwege erreicht, die in der Nähe von zwei unserer Campingplätze entlangliefen.

Was aber immer noch aussteht, ist eine mehrtägige Fahrradtour mit meinem Sohn. Das liegt zum einen daran, dass wir dazu doch noch einiges an Ausrüstung bräuchten – angefangen von zusätzlichen Fahrradtaschen bis hin zu richtigen Fahrradhosen, die für lange Touren auch bei bequemem Sattel angezeigt sind. Zum anderen lieben wir das Reisen im Wohnmobil aber auch so sehr, dass wir nach Tagestouren an unseren Reisezielen einfach gern wieder in unser rollendes Zuhause zurückkehren.

Über Angela – Unterwegs mit Kind

Angela berichtet auf ihrem Familienreiseblog unterwegsmitkind.com über die Reisen mit ihrem Sohn und gibt Tipps zum Reisen mit Kindern und zum Wohnmobilreisen. Die Reise begeisterte Berliner Journalistin hat zwei Bücher veröffentlicht.

Angela

Annette von NetReiseTagebuch

Anette Rad

Fahrradfahren bekommt in der heutigen Zeit unter ökologischen Gesichtspunkten einen immer höheren Stellenwert. Immer mehr Menschen fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit. Dabei besitzt das Rad aber auch einen sehr hohen Freizeitwert.

Mein Mann wurde förmlich auf dem Rad geboren. Fahrradfahren ist seine große Leidenschaft. Ich hingegen nutzte das Radfahren hauptsächlich als Fortbewegungsmittel im Alltag und für die klassischen Fahrradausflüge. Doch dank meines Mannes haben wir damit angefangen, die Fahrräder auch im Urlaub zu nutzen. So nehmen wir unsere Räder mit auf unsere Reisen mit dem Auto und erkunden unsere Urlaubsdestinationen auf strampelnde Art und Weise. Bei der gemächlichen Fortbewegung haben wir so viel mehr Zeit, auf die Umgebung zu achten und es fallen uns viel mehr Details auf. Die hätten wir im Auto sitzend sicherlich alle verpasst. Man hat auch eher die Möglichkeit, einfach mal kurz anzuhalten, um z.B. ein Foto von der schönen Gegend zu machen. Außerdem ist es unheimlich praktisch, ein Fahrrad vor Ort zu haben. Dann entfällt nämlich die lästige Parkplatzsuche, die sich mancherorts als extrem schwierig erweist.

Es gibt sowohl in Deutschland als auch in vielen europäischen Ländern gute Radwegenetze, sodass man sich mit dem Rad sehr gut fortbewegen kann. Zudem bietet es sich auch hervorragend an, eine mehrtägige Fahrradtour auf einem der Radwanderwege zu unternehmen. So fuhren wir z.B. den Erft-Radweg in zwei Etappen und konnten dabei viele Sehenswürdigkeiten besichtigen. Ganz zu schweigen von der wunderbaren Landschaft.

Dabei sind wir meistens mit unseren Trekkingrädern unterwegs. Da mein Mann das Fahrradfahren aber auch als sportliche Disziplin nutzt, fährt er sehr gerne Mountainbike und Rennrad. Je nach Reiseziel begleitet uns daher entweder das eine oder das andere Sportfahrrad und er schottert dann im Urlaub seine Strecken ab.

Mein ultimativer Tipp für einen gelungen Radurlaub: eine Fahrradhose mit Sitzpolster! Ich weiß, sie sieht komisch aus und man hat das Gefühl eine Pampers zu tragen. Aber ich habe sie sehr zu schätzen und lieben gelernt. Glaub mir, es gibt nichts Schlimmeres als mit einem schmerzenden Po stundenlang auf dem Sattel zu sitzen.

Was wir sonst noch mit unseren Fahrrädern so erleben, erfährst du im Artikel „Fahrradurlaub – vom Alltagsradeln zum Urlaub mit dem Fahrrad“.

Über Annette – NetReiseTagebuch

Annette berichtet in ihrem Reiseblog ’netreisetagebuch.de‘ regelmäßig über die vielen Erlebnisse während ihrer unterschiedlichen Reisen und Kurztrips. Damit möchte sie ihre Leser für neue Reise-Ideen inspirieren.

Link zum Blog: NetReiseTagebuch.de

Anette

Torsten von tberg.de

Torsten Rad

Fahrrad fahren verlernt man wohl nicht. Als Kind bin ich immer gern schon mit meinen Eltern und später mit meinen Freunden zu mehr oder weniger grossen Fahrradtouren aufgebrochen. Später in der Lehrzeit wurde dann motorisiert und das Fahrrad verstaubte im Keller. Nach dem Mauerfall stand uns die Welt offen und auch das Fahrrad wurde aus dem Keller geholt und ersetzt. Mit dem neuen Trekkingrad ging es dann fast täglich zur Arbeitsstelle über die Felder in die 20 Kilometer entfernte Kreisstadt.

Und auch Radtouren wurden wieder modern. Die längste Tour führte mich 1.144 Kilometer ab Dublin quer durch Irland zum Atlantischen Ozean und zurück. Eine Erfahrung, die ich nicht vermissen möchte. Von solchen Touren bin ich aktuell weit entfernt. Neuer Job, Trennung, Umzug und Neuorientierung – da blieb das Radfahren auf der Strecke. Bis Corona kam! Eigentlich nur, weil ich mich nicht im Frühjahr 2020 in die überfüllten Busse quetschen wollte. Das Rad stand noch im Keller und brauchte nur überholt zu werden.

Also rauf aufs Rad und ab ins Büro. Einfach ein cooles Gefühl, wie ich mich in meinen Gedanken im März 2020 erinnere: “Warum bin ich nicht früher auf diese Idee gekommen? Es ist draußen Frühling! Wahnsinn! Ich lerne neue Ecken von Bremen kennen. Heute Morgen habe ich mich richtig darauf gefreut, auf mein Rad zu steigen!“

Aber ich nutze mein Fahrrad nicht nur für die Fahrten ins Büro. Auch in der Freizeit geht es per Rad in die Natur oder für Radtouren in das Bremer Umland. Einige dieser Touren stelle ich auch in meinem Blog vor. Längere Urlaubstouren nur mit dem Fahrrad kann ich mir zwar vorstellen. Nur scheitern diese noch an den Möglichkeiten der Umsetzung. So bleiben vorerst nur die Tagestouren. Aber diese dann auch im Urlaub, wenn es vor Ort die Möglichkeit eines Fahrradverleihes gibt. Das ist mein erster Tipp, den ich dir geben möchte: Leihe dir vor Ort ein Rad aus, denn dann kannst du es einfach wieder abgeben, wenn es nicht mehr benötigt wird.

Mittlerweile ist mein Fahrrad wohl an die zwanzig Jahre alt. Sicher gibt es mittlerweile neuere und auch bessere Modelle. Doch auch in dieser Hinsicht bin ich minimalistisch und nachhaltig veranlagt. Solange es noch repariert und instandgehalten werden kann, wird das gemacht. Alles andere wäre Ressourcenverschwendung. So ist es wohl auch kein Wunder, dass ich weiterhin auf Muskelantrieb statt Strom setze. Und das ist auch der Hintergrund für meinen zweiten Tipp: Nehmt nicht allzu viel Sachen mit, oder nur das, was ihr wirklich benötigt. Und das meine ich auch für die Fotoausrüstung!

Über Torsten – tberg.de

Torsten schreibt auf seinem Blog über unsere Natur und über Fotografie, über ein bewusstes Leben, über Nachhaltigkeit, Minimalismus und über DDR-Spielzeug. Entdecke spannende Wanderungen und Ausflugsziele oder stürze dich in das Abenteuer Waldesruh.

Link zum Blog: tberg.de

Torsten

Gudrun von Reisebloggerin.at

Gudrun Rad

Meine Karriere als Radfahrerin begann als 10-jähriges Kind. In diesem Alter habe ich meine freiwillige Radfahrprüfung abgelegt und war somit berechtigt, ein Fahrrad im Straßenverkehr ohne Begleitperson zu lenken.

Das erste eigene Rad kaufte ich mir von meinem Taschengeld. Es kostete damals 1500 Schilling (ca.110 Euro), war knallgelb und hatte eine 6-Gang-Schaltung.

Da ich am Land aufgewachsen bin, war das Fahrrad für uns Kinder ein wichtiges Transportmittel. Egal ob wir ins Freibad wollten oder schnell mal auf ein Eis, das Rad war unsere einzige Chance mal schnell von A nach B zu kommen.

Mit meinem Umzug nach Wien hatte sich das Thema Fahrradfahren erledigt. Radfahrwege waren in Wien damals rar gesät und auch wenn sich das im Laufe der Jahre gebessert hat, ist mir das Radfahren in einer Großstadt viel zu stressig.

Ein einziges Mal überredete mich eine Freundin, den Donauradweg von Linz Richtung Wien zu bestreiten. Eigentlich war die Tour in drei Etappen geplant, doch wir brachen unsere Tour in der Wachau nach zwei Etappen ab, da wir dem Wein zu sehr zusprachen.

Und dann kam die ITB und mit ihr eine Präsentation des Rheinradwegs. Der Rheinradweg führt von der Quelle des Rheins in der Schweiz bis zum Rheindelta in den Niederlanden. Die wunderschönen Landschaftsbilder hatten mich gepackt. Schweiz Tourismus stellte sich als Kooperationspartner zur Verfügung und im August 2014 ging es los.

Ausgestattet wurde ich mit einem E-Bike der Marke Flyer. Da ich zum ersten Mal in meinem Leben auf einem solchen Gefährt saß, bekam ich eine gründliche Einschulung. Ich startete am Oberalppass und beendete die Tour in Schaffhausen beim Rheinfall. Dank praktischen Gepäcktransport konnte ich die 280 Kilometer lange Strecke gut bewältigen und hatte noch Zeit, diverse Museen zu besichtigen.

Link: https://www.reisebloggerin.at/2014/08/rheinradweg/

Seit diesem Zeitpunkt suche ich nach einem Zeitfenster um die Tour fortzusetzen. Ein eigenes Rad habe ich immer noch nicht, doch bei meinen Reisen um den Globus gelingt es mir immer wieder Radtouren in meine Reisen zu integrieren. Oftmals borge ich mir vor Ort ein E-Bike aus.

So war ich zum Beispiel letztens im Montafon unterwegs und habe mit einem E-Bike die Tour bis zur Tilisunahütte geschafft.

Link: https://www.reisebloggerin.at/2020/09/montafon/

Über Gudrun – Reisebloggerin.at

Gudrun ist eine strickbegeisterte, reiselustige, lesesüchtige und fotografiewütige Oberösterreicherin. Sie schreibt auf ihrem Blog über Ihre tollen Reisen nach Europa, Amerika, Afrika und Asien.

Link zum Blog: reisebloggerin.at

Gudrun

Claudia von Weltreize

Claudia Rad

Ich bin ein großer Fan von beidem: von Städtereisen und von (mehrtägigen) Fahrradtouren. Zu Hause in Hamburg mache ich alles mit dem Allrounder-Trekkingrad. Erst vor ein paar Jahren habe ich festgestellt: Es ist das beste Verkehrsmittel in so einer (Groß-)Stadt. Du kommst hinreichend schnell voran und bist trotzdem absolut frei und flexibel. Nie Staus oder Parkplatzprobleme.

Klar, vor LKW und anderen unachtsamen Verkehrsteilnehmer:innen musst du dich in Acht nehmen, aber das musst du in allen anderen Lebenslagen auch! Ich weiß auch, dass viele Menschen ein bisschen Muffensausen haben, in einer fremden (Groß-)Stadt mit dem Fahrrad zu fahren, aber du kannst ja in deinem Tempo fahren oder in der Tourist-Info nach verkehrsarmen Routen fragen.

Vor ein paar Jahren habe ich nun angefangen, Städtereise und Radtouren zu kombinieren. Dafür gibt es drei Varianten, von denen ich alle absolut empfehlen kann:

  1. Eine mehrtägige Fahrradtour von Stadt zu Stadt: Dafür gibt es in Deutschland (und auch international) super ausgebaute Fahrradwege, auf denen es wirklich die pure Freude ist, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Meine Lieblingsradtour ist die auf dem Elbe-Radweg von Dresden bis Magdeburg, aber auch die Strecke von Hamburg bis zur Elb-Mündung in Cuxhaven ist voller Highlights. Die nächste Etappe auf meiner Bucketliste ist der Abschnitt von Prag bis Dresden. Die Strecke am Elbe-Radweg an der breit und sanft dahinfließenden Elbe ist einfach wunderschön, aber auch die Städte, in denen wir meist übernachtet haben, haben mein Herz höher schlagen lassen. Für so eine Tour habe ich dir übrigens auch eine spezielle Packliste für jedes Wetter zusammengestellt.
  2. Eine Stadt mit dem Fahrrad erkunden: Das habe ich letztes Jahr beispielsweise in Vancouver (Kanada) gemacht, wo die Fahrradspuren sehr gut ausgebaut sind und sich meist auf der Straße befinden. So konnte ich an einem Tag unheimlich viel von der Stadt auf eigene Faust entdecken: vom Stanley Park bis zum Kitsilano Beach. Am Ende habe ich das Rad sogar mit auf die kleine Fähre nach Granville Island genommen!
  3. Auf deiner Städtereise Fahrradtouren raus aus der Stadt machen: Wenn du wie ich kein Auto hast, aber Städtereisen auch gern mit Aktivitäten verbindest, ist es eine gute Idee, dir für einen Tag ein Fahrrad zu mieten und eine Tour raus aus der Stadt zu machen. Städte mit dem Lärm und den vielen Menschen können zu Weile auch recht energieraubend sein. So habe ich es zum Beispiel in Schwerin  gemacht, wo ich nicht nur Kajaken war, sondern auch mit einem Leihfahrrad zum entlegenen Schloss Wiligrad gefahren bin. Auf dem Rückweg habe ich das Fahrrad einfach mit in die Bahn genommen und ganz bequem den Zug zurück nach Schwerin genommen. Perfekt.

Du siehst, Fahrradtouren und Städtereise sind ein ideales Paar. Warum also nicht bei der nächsten Reise beides kombinieren?

Über Claudia – Weltreize

Claudia und Dominik schreiben seit ihrer einjährigen Weltreise Weltreize über ihre kleinen und großen Abenteuer. Ihr Motto: Die Welt beginnt vor der eigenen Haustür. Auf ihren Aktiv-, Erlebnis- und Städtereisen lieben sie es, neue Dinge auszuprobieren und mit ein bisschen Angst im Nacken die Komfortzone zu verlassen.

Link zum Blog: weltreize.de

Claudia

Anja von Das fliegende Klassenzimmer

Anja Rad

Angefangen hat eigentlich alles aus einer Notsituation heraus. Alleinerziehend, mit wenig Geld und ohne Auto wollte ich meinen Urlaub nicht immer nur an einem Ort verbringen. Und so bin ich vor 15 Jahren mit meiner damals 5-jährigen Tochter losgezogen. Immer am Rhein entlang von Köln nach Rotterdam.

Inzwischen ist Jana 20 und wir ein eingeschworenes Radlerteam. Wir waren unter anderem in den Alpen, den Abruzzen, sind nach Venedig geradelt und haben die portugiesische Küste zwischen Porto und Faro erkundet. Unterwegs sind wir mit einfachen Trekkingrädern und Zelt, die Anreise erfolgt mit der Bahn, dem Flieger und dieses Jahr Corona bedingt mit dem Auto.

Auch, wenn wir uns öfter mal quälen, sei es nun im Regen, am Berg oder im Wind, die Radreisen möchte ich nicht mehr missen.

Klar kommst du mit dem Auto weiter rum, dafür erlebst du eine Region mit dem Rad mit all ihren Gerüchen und Geräuschen, bekommst Gesprächsfetzen mit, wenn du durch ein Dorf radelst und den ein oder anderen anerkennenden erhobenen Daumen aus dem Autofenster, wenn du dich einen Berg hoch quälst. Und so stellt sich zwar jedes Jahr die Frage, wohin es gehen soll, dass es eine Tour mit dem Rad wird, stand in den letzten 15 Jahren nie zur Disposition.

Mein Tipp für eine gelungene Radreise: Nimm dir nicht zu viel vor. Es ist ganz egal, ob du 30 oder 90 Kilometer am Tag fährst. Wenn du am Ende der Reise dein Ziel erreicht hast, wirst du so oder so mächtig stolz auf dich sein. Na ja, und ich würde vielleicht noch auf eine abwechslungsreiche Landschaft achten, denn wenn es nur geradeaus geht, können schon wenige Kilometer zur Qual werden.

Über Anja – Das fliegende Klassenzimmer

Ich bin Anja, Autorin für Unterrichtsbeiträge und Reiseverrückt. Wann immer es Zeit und Geldbeutel zulassen ziehe ich los.

Auf meinem Blog nehme ich dich mit auf meine großen und kleinen Abenteuer. Hier findest du Wanderungen, Radtouren und Radreisen aber auch die ein oder andere Städtereise.

Link zum Blog: dasliegendeklassenzimmer.de

Anja

Danke für die Tipps – unsere Planungen können beginnen

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Tipps, Erfahrungen und Geschichten über das Reisen mit dem Rad. Da sind doch einige Punkte dabei, die wir beachten werden, wenn wir bald an unsere eigenen Planungen gehen werden. Was wir wie nächstes Jahr vorhaben, ist einen eigenen Beitrag wert, der in den kommenden Tagen erscheinen wird.

Habt Ihr noch weitere Tipps oder Anregungen? Dann lasst uns gerne einen Kommentar hier, wir freuen uns darauf.

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Kommentare zu diesem Beitrag

One Comment

  1. Angela 18. November 2020 um 10:54 - Antworten

    Lieber Thomas,

    das ist ja eine tolle Sammlung von Erfahrungen und Tipps geworden. Danke, das ich dabei sein durfte.

    Den Elbe-Radweg hatte ich für eine Mehrtagestour mit dem Junior auch schon auf der Liste, und der Rhein-Radweg klingt ja einfach auch genial.

    Ich bin schon sehr gespannt, was ihr nächstes Jahr nun unternehmen werdet.

    Liebe Grüße
    Angela

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