USA Wohnmobil Guide – Erfahrungen und Tipps

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USA Wohnmobil Guide – Erfahrungen und Tipps 2018-02-18T13:08:56+00:00

Ihr möchtet die USA mit dem Wohnmobil erkunden? Das ist eine fantastische Idee. Es gibt wohl keinen bessere Art, die unendlichen Weiten des Landes zu erforschen. Die breiten, endlosen Highways, die tollen National Parks, die vielen unbekannten Ecken – all dies kann in den USA mühelos mit einem Wohnmobil erforscht werden.

Auf dieser Seite möchten wir Euch ein paar gesammelte Tipps geben. Wir standen vor unserer ersten Wohnmobil Tour in den USA vor einen riesigen Berg voller Fragezeichen. Die Antworten darauf findet ihr auf dieser Seite und in den verlinkten Artikeln, wo wir zusätzlich viele Details erklären.

USA Wohnmobil Urlaub – wann buchen?

Die beste Zeit, um einen Camper in den USA oder in Kanada zu buchen ist so früh wie möglich. Tolle Aussage, oder?

Die Preise für Wohnmobile richten sich streng nach der Nachfrage. Je mehr Camper für einen Zeitraum gebucht werden, desto teurer wird die Miete. Die Preise bei den Reiseveranstaltern werden 1-2 mal pro Woche angepasst. Daher findet man bei vielen Anbietern auch keine echten Preise in den Katalogen, sondern nur so genannte Staffelpreise. Welche Staffel für welchen Zeitraum und welchen Übernahmeort gerade aktuell ist, kann Euch euer Reisebüro sagen.

Daher kann eine frühzeitige Buchung viel Geld sparen. Zusätzlich bieten viele Veranstalter Special-Konditionen an. Das können Frühbucherrabatte sein, welche oft im Zeitraum von August-Oktober für eine Buchung im folgenden Jahr besonders üppig ausfallen. Aber auch spätere Buchungen bieten noch interessante Rabatte, wenn auch nicht mehr so heftig.

USA Wohnmobil mieten – geschickt Geld sparen

Neben dem frühen Buchen gibt es aber noch weitere Möglichkeiten zu sparen. 

  • Seid flexibel bei der Reisezeit – eine Woche früher oder später kann ggf. viel Geld sparen.
  • Seid ebenso flexibel beim Anmietort. Die Preise können z.B. zwischen San Francisco, Los Angeles und Las Vegas extrem unterschiedlich sein.
  • Nicht selten ist ein größeres Wohnmobil günstiger, als ein kleinerer Camper. Ob das mit dem Mehrverbrauch an Benzin wieder aufgefressen wird, das ist ein Rechenexempel.
  • Die Preisunterschiede sind Veranstalter zu Veranstalter ebenso unterschiedlich.
  • Gibt es Special-Pakete mit Meilen, zusätzlicher Ausrüstung oder Ausstattung?
  • Einwegmieten können richtig teuer sein. Diese fallen an, wenn ihr das Wohnmobil an einem anderen Ort abgeben wollt. 
  • Manche Angebote können erst aber einer Mindestzahl an Miettagen buchen. Daher kann es ggf. preiswerter sein einen Tag länger zu bleiben.

Ein gutes Reisebüro vergleicht euch gerne die verschiedenen Varianten und hilft euch das günstigste Angebot zu finden. Am Ende könnt ihr mit den genannten Punkten durchaus vierstellige Beträge einsparen.

Ganz wichtig zu wissen ist die Tatsache, dass viele deutsche Reiseveranstalter sehr kulante Regelungen bei der Buchung eines Wohnmobil haben. Das wird im Grunde wie eine Mietwagenbuchung behandelt. Das bedeutet, Ihr braucht das Wohnmobil nicht anzahlen, die Zahlung erfolgt erst 30 Tage vor der Übernahme und eine Stornierung ist meistens bis 24 Stunden vor der Übernahme kostenlos möglich.

Ein weiterer Vorteil bei der Buchung über einen deutschen Reiseveranstalter sind die eingeschlossenen Versicherungsleistungen. Bei allen Anbietern sind ausreichen Versicherungen im Paket vorhanden und diese sind natürlich ohne Selbstbeteiligung. Eine Anmietung mit Selbstbeteiligung wird als Spar-Paket auch oft noch angeboten. Davon raten wir aber dringend ab. Die Wohnmobile in den USA sind recht groß, da berührt man schnell mal einen Baum beim rangieren.

Wohnmobil fahren in den USA

Welche Nebenkosten fallen an?

Ein wichtiger Punkt bei einer Reise mit dem Camper sind die Nebenkosten. Das sind natürlich die Benzinkosten, das sind Nebenkosten für Meilen, für die Benutzung des Generators, Kosten für die Campgrounds, Gas, Lebensmittel und viele andere Dinge.

All diese Nebenkosten, die teilweise nur ein paar Dollar kosten, andere aber richtig ins Budget schlagen, summieren sich im Laufe der Reise auf.

Was so ein Wohnmobil Urlaub in der Summe kostet, haben wir mal zusammen gestellt. Dazu haben wir unsere persönlichen Nebenkosten einer solchen Reise mal aufgeschlüsselt. Natürlich sind das sehr individuelle Kosten, die stark von den persönlichen Ansprüchen abhängen. Zur Orientierung dienen die aber allemal.

Welche Modelle/Typen an Wohnmobilen gibt es?

In den USA und Kanada findet man so genannte A-Klasse oder C-Klasse Camper. Aber auch Truckcamper, bisher meist in Kanada zu Hause, finden ihren Weg in die USA. Dazu gibt es noch Trailer und andere Varianten. Welches der Modelle für Euch das Richtige ist? Das hängt ein wenig davon ab, wie gerne ihr große Autos fahrt. Wenn ihr damit nicht so sicher seid, dann empfehlen wir eher ein kleineres Modell. Eine detaillierte Beschreibung der verschiedenen Typen und Klassen findet ihr auf folgender Seite:

Welchen Führerschein braucht man für die Wohnmobile?

Normalerweise dürft ihr mit unseren deutsche PKW-Führerscheinen Klasse 3 oder B alle Wohnmobile fahren, die es in den USA und Kanada zu buchen gibt. Zumindest nach amerikanischen und kanadischem Recht ist das so. Hier könnte der Text zu Ende sein, wenn es keine deutschen Versicherungen gäbe, die bei einer Buchung in Deutschland auch ihre Finger im Spiel haben. Am Ende ist es ein wenig komplizierter, so dass wir das mal in einem eigenen Beitrag erklärt haben. 

Kindersitze im Wohnmobil

Auch bei Familien mit Kindern werden Wohnmobil-Reisen in den USA immer beliebter. In dem Zusammenhang kommt oft die Frage nach Kindersitzen auf.

Generell müssen Kinder im Auto mit einem passenden Kindersitz gesichert werden. Diese Regelung gilt in den ganzen USA. Die Vorgaben, bis zu welchen Alter, Größe oder Gewicht ist aber in den verschiedenen Bundesstaaten unterschiedlich. Hier solltet Ihr euch vor der Reise schlau machen, welche Regelungen in welchem Staat gelten. Eine Missachtung der Kindersitzregeln kann sehr teuer werden. Die Regelungen für die einzelnen Bundesstaaten könnt Ihr auf der Seite der Govenors Highway Safety Associaton nachlesen.

Die Kindersitze können in den meisten Wohnmobilen durchaus montiert werden. Die Sitzgurte an den Sitzgruppen eignen sich dafür, auch entgegen der Fahrtrichtung. Dies sind Beckengurte, wie auf dem Rücksitz eines normalen PKW.

Die Kindersitze müssen aber den Vorgaben der Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) entsprechen. Ein ECE-Prüfzeichen aus Deutschland reicht nicht aus. Am einfachsten ist es, einen passenden Kindersitz vor Ort zu kaufen. Einige Wohnmobil-Vermieter bieten auch die Miete eines Kindersitzes an.

Übernahme und Einweisung in das Wohnmobil

Einige Vermieter bieten Einweisungsvideos an, die ihr bei Youtube finden könnt. Schaut Euch diese ruhig vor der Reise an, auch mehrfach. Die Videos sind wirklich gut gemacht und geben einen Einblick in die Funktionen des Campers. Die persönliche Einweisung vor Ort, können sie aber nicht ersetzen.

Bei der Übernahme eines Wohnmobils bekommt ihr eine Einweisung in das Fahrzeug und in alle Funktionen. Lasst Euch für diese Übernahme wirklich Zeit und besteht auf eine ordentliche Einweisung. Dazu sollten alle Funktionen einmal getestet werden. Achtet auch darauf, dass alle Schäden am Fahrzeug, auch die kleinste Schramme oder ein winziger Steinschlag in der Windschutzscheibe, sorgfältig dokumentiert werden.

Ebenso sollten die Füllstände für Benzin, Propangas und der Zählerstand des Stromgenerators notiert werden.

Kontrolliert auch, ob die Schläuche für Wasser und Abwasser vorhanden sind und nicht beschädigt sind.

Testet alle technischen Geräte im Wohnmobil einmal durch:

  • Gasherd
  • Kühlschrank/Gefrierfach
  • Mikrowelle
  • Lampen
  • Rauchmelder
  • CO2-Melder
  • Generator
  • Wasserpumpe
  • Klimaanlage
  • Heizung
  • Control-Panel
  • Fernseher und Antenne bzw. Sat-Schüssel
  • Schubladen und Schranktüren
  • ggf. vorhandene ausfahrbare Treppen
  • Kann die Eingangstüre problemlos geschlossen und geöffnet werden.
  • Die Schlösser an allen Außenfächern und Türen testen

Mängel müssen selbstverständlich direkt vom Vermieter beseitigt werden, was aber bisher immer funktioniert hat.

Lasst Euch auch erklären, wie Ihr das Wohnmobil zurück geben müsst. Reicht es besenrein oder muss eine Grundreinigung gemacht werden? Müssen die Abwassertanks leer sein? Wie viel Benzin/Propangas muss bei der Rückgabe im Tank sein?

Fahren und Rangieren mit dem Wohnmobil

Die Wohnmobile sind eigentlich recht einfach zu fahren, auch die großen Modelle. Zum Rangieren und Rückwärtsfahren bieten die Wohnmobile entweder Abstandswarner per Piepton oder Rückfahrkameras an. Beides ersetzt aber nicht den Einweiser. Lasst immer (!) den Beifahrer oder die Beifahrerin hinten am Wohnmobil schauen, ob überall genug Platz ist. Dabei sollte der Einweise so stehen, dass er im Rückspiegel für den Fahrer sichtbar ist. 

Beim Rangieren auch oder Einweisen auch mal nach oben schauen. Die meisten Schäden entstehen durch Dinge, die oben im Weg sind. Sehr beliebt sind hier Baumäste, wo das Wohnmobil dann doch nicht drunter passt.

Das Fahren auf den Straßen in den USA ist aber recht einfach. Die Straßen sind breit und gut ausgebaut, so dass man auch mit einem großen Wohnmobil kein Problem hat. Bei langen Campern aber beim Abbiegen daran denken, dass das Heck schonmal zur Seite ausschwenkt.

Auf einer eigenen Seite findet ihr noch viel mehr Tipps, zum Fahren mit dem Wohnmobil in den USA.

USA Wohnmobile mieten

Wo darf man mit dem Camper übernachten?

Einfache Antwort: Das Wildcampen ist in den USA nicht gestattet, daher muss für die Übernachtung ein Campground angesteuert werden.

Aber natürlich gibt es auch Ausnahmen. So erlaubt die Supermarkt-Kette Walmart das Übernachten mit dem Camper auf einigen Parkplätzen ihrer Märkte. Auf welchen Parkplätzen von Walmart das nicht erlaubt ist, könnt ihr auf der Seite von Walmart erfahren.

Auch ist es in vielen National Forests erlaubt, über Nacht mit dem Wohnmobil zu bleiben. Einige National Forests haben dazu zusätzliche Auflagen, so dass das RV von der Hauptstraße aus nicht zu sehen sein darf oder andere Regelungen. Schaut dazu einfach auf die Internetseiten der lokalen National Forests, in denen ihr unterwegs seid.

Müssen Campgrounds vorgebucht werden?

Wir selber buchen meistens keine Campgrounds vor und haben bisher immer einen freien Stellplatz bekommen. Wir sind aber meistens in der Vor- oder Nachsaison unterwegs. In der Hauptsaison kann es Sinn machen, Campgrounds in den National Parks vorab zu buchen. Auch an Wochenenden kann es schonmal eng werden.

Achtet bei Eurer Reiseplanung auch auf Feiertage. Wir waren mal am 4th July im Yellowstone und haben einen Stellplatz gesucht. Die Mitarbeiter der Campgrounds im Park haben uns nur mitleidig belächelt. Am Ende haben wir aber einen Stellplatz gefunden, rund 30 Minuten vom Parkeingang entfernt – war auch in Ordnung.

In Moab haben wir mal am Memorial Day dumm aus der Wäsche geguckt. Die zahlreichen Campground im Ort waren alle voll belegt. Aber nach ein paar Telefonaten haben wir auch hier einen Platz für die Nacht gefunden.

Heute machen wir es so, dass wir am Morgen überlegen, wo wir am Abend schlafen wollen. Dann schauen wir über eine App auf dem Smartphone (Allstars Camp&RV) nach, welche Campgrounds dort sind. Wenn wir einen hübschen gefunden haben, rufen wir kurz da an und reservieren uns einen Platz, wenn etwas frei ist. Haltet dabei Eure Kreditkarten-Daten bereit, da die meisten Campgrounds die als Sicherheit haben wollen.

In vielen Parks und Forests gibt es auch zahlreiche Campgrounds, die nach dem First Come – First Server – Prinzip funktionieren. Wer zuerst kommt, bekommt den freien Stellplatz. Auch dabei haben wir bisher fast immer Glück gehabt. 

Ausstattung der Campingplätze

Man kann im Groben zwischen drei Arten von Campingplätzen unterscheiden:

  • Full Hookup: Hier hat man Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser am Stellplatz (oft auch TV)
  • Hookup: Hier hat man nur Strom und Wasser am Stellplatz
  • No Hookup: Ganz einfach – hier gibt es nur den Stellplatz, ohne Anschlüsse

Die meisten privaten Campgrounds bieten Full Hookup Plätze an oder etwas preiswerter die einfachen Hookup Plätze. Die einfachen staatlichen Campgrounds haben meist nur No Hookaup Plätze. Diese sind aber auch unschlagbar günstig. Unser Rekord liegt bei umgerechnet 7 Euro, für eine Nacht im Grand Canyon Nationalpark.
In der Regel kommt man ein bis zwei Nächte wunderbar mit No Hookup Plätzen zurecht. Dann braucht man eine Dumpstation fürs Abwasser.

Schlafen im Wohnmobil

In den Wohnmobilen finden sich oft mehrere Schlafmöglichkeiten. Die großem Modelle bieten oft ein eigenes „Schlafzimmer“ wo ein festes Doppelbett eingebaut ist. Zusätzlich haben wir Modelle ein Doppelbett im Alkoven, als dem Raum über der Fahrerkabine. 

Zusätzlich kann meist der Sitzplatz am Esstisch noch zu einem Doppelbett umgebaut werden und in manchen Wohnmobilen findet man noch ein Klapp-Sofa.

So gibt es am Ende Modelle, in denen 6-8 Personen schlafen können. Ob das aber dann noch ein gemütlicher Urlaub ist, mit so vielen Personen im Wohnmobil, das lassen wir mal dahin gestellt.

Schief schlafen ist doof – Leveln des Wohnmobils

Stellt Euer Wohnmobil möglichst gerade ab – levelt es also aus. Eine kleine Wasserwaage kann dabei helfen, man merkt es aber auch wenn man im Mobil ein wenig schräg steht. Wobei, kleinere Gefälle merkt man auch erst Nachts, wenn man irgendwann Kopfschmerzen bekommt, weil man mit dem Kopf nach unten schläft.

Morgens um zwei sollte man das Mobil aber nicht mehr rum rangieren, das würde zu keiner guten Nachbarschaft mit den anderen Campern führen. Einfach das Kopfkissen auf die andere Seite vom Bett legen und weiter schlafen, das geht auch.

Solltet Ihr so genannte „Leveler“ bei Eurem Wohnmobil haben, so könnt Ihr diese unter die Reifen platzieren damit das Fahrzeug gerade steht. Unsere Mobil hatte das nicht, aber mit zwei, dreimal hin und her fahren haben wir das auf den Campgrounds immer geschafft das Bett halbwegs gerade zu haben. Nun, bis auf eine Nacht, aber da haben wir ja dann die Kissen…

Parken mit dem Wohnmobil

Gerade bei den großen Wohnmobilen kann es passieren, dass es in Städten schwierig ist, einen Parkplatz zu bekommen. Draußen in der freien Natur – wo so ein Wohnmobil hin gehört – ist es eigentlich kein Problem. Die Amerikaner neigen ja dazu, recht großzügige Parkplätze zu bauen. Wenn ihr in Städten unterwegs seid, dann schaut mal, ob dort extra RV-Parkplätze oder Bus-Parkplätze ausgeschildert sind.

Über 6 Tonnen - ein C30 Wohnmobil

Wie ist das mit Gas, Wasser, Strom?

Die großen Wohnmobile in den USA bieten allerhand Komfort. Die Küchen sind mit Mirkowelle oder sogar Backofen ausgestattet es gibt einen Gasherd und natürlich einen Kühlschrank. Manche Anbieter haben ihre Wohnmobile auch mit einem Fernseher ausgestattet. Dazu kommen weitere Annehmlichkeiten wie eine Heizung oder eine Klimaanlage. Auch im sanitären Bereich muss der Reisende auf nichts verzichten. Ein WC, Waschbecken und eine Dusche sind in fast allen Modell zu finden.

Natürlich verbrauchen diese Einrichtungen Ressourcen und es fallen Abwässer an.

Strom an Bord ist natürlich nur 12 Volt. Solltet Ihr unterwegs mehr Strom brauchen, benötigt ihr entweder einen Spannungswandler, der Euch 110 Volt zur Verfügung stellt. Alternativ kann natürlich der Generator an Bord genutzt werden, den viele Modelle eingebaut haben. Dieser läuft mit Benzin, ist laut und meistens kostet die Generator-Nutzung (pro eingesetzte Stunde) extra. Viele Campgrounds bieten Stellplätze mit Stromanschluss an, mit dem Ihr den Camper verbinden könnt. Dann könnt ihr alle Geräte nutzen, die 110 Volt benötigen. Folgende Geräte benötigen die 110 Volt zum Betrieb: Klimaanlage, Fernseher, Mikrowelle.

Der Kühlschrank kann sowohl mit 110 Volt Strom als auch mit Gas betrieben werden. In der Regeln schaltet sich dieser automatisch um, je nachdem welche Energiequelle gerade zur Verfügung steht.

Gas wird für den Betrieb des Kühlschranks, des Gasherds, der Heizung und der Warmwasseraufbereitung benötigt. Die Wohnmobile haben dafür einen Gastank, den ihr an vielen Tankstellen wieder auffüllen lassen könnt. Das dürft ihr auf keinen Fall selber machen, sondern muss von einem Fachmann erledigt werden. Kleinere Modelle haben statt eines Gasttanks Gasflaschen, die aber einfach gewechselt werden können.

Wasser wird an den Wasch- / Spülbecken, der Dusche und natürlich im WC benötigt. Dafür sind die Wohnmobile mit Wassertanks ausgestattet, die ihr auf den meisten Campgrounds kostenlos auffüllen könnt. Wenn Ihr einen Stellplatz mit Wasseranschluss habt, dann bekommt Ihr das Wasser direkt aus der Leitung.

Achtung: Das Wasser aus der Leitung oder den Tanks ist kein Trinkwasser!

Die Abwässer werden in zwei Tanks gesammelt. In den Schwarzwassertank kommen die Abwässer aus dem WC. Alle anderen Abwässer landen im sogenannten Grauwassertank. Die Abwassertanks könnt ihr auf den meisten Campgrounds entleeren und auch einige Tankstellen bieten Dumping an.

Das Controllpanel im Wohnmobil

Controll Panel

Controll Panel

Die Wohnmobile haben im Innenraum ein Control-Panel wo Ihr die Füllmengen der einzelnen Tanks ablesen könnt. Diese Anzeigen sind aber mit Vorsicht zu genießen. Gerade die Schwarz- und Grauwasseranzeige können aufgrund von Verschmutzungen der Sensoren mal falsch sein. Ebenso kann Frost die Anzeige verfälschen weil Eiskristalle auf den Sensoren sitzen.

Das sind die Anzeigen, des Panels:
  • Propangas
  • Frischwasser
  • Grauwasser
  • Schwarzwasser

Spätestens, wenn das Geschäft nicht mehr aus der Toilette verschwindet oder beim Hände waschen das Wasser im Becken bleibt ist Alarm angesagt. An dieser Stelle mal ein Link, den ihr euch auf eurer Handy, Pad oder sonst was speichern solltet: http://rvdumpsites.net/ Hier findet ihr für den Fall der Fälle die nächste Dumpstation, das hat uns mal den Tag gerettet. Einige große Tankstellen bieten den Service an für eine geringe Gebühr seine Abwässer los zu werden.

Zurück zum Control-Panel. Hier findet ihr weiter den Schalter für die Warmwasserbereitung. Das sollte der erste Knopf sein, den ihr morgens drückt, wenn ihr im Wohnmobil duschen wollt. Es dauert so zwischen 15 und 20 Minuten bis das Warmwasser zur Benutzung in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Es reicht locker für 2 Personen zum Duschen, wenn man nicht gerade ein Endlosduscher ist. Über den Tag könnt Ihr das dann aber wieder ausschalten und nur bei Bedarf wieder in Betrieb nehmen, verbraucht sonst nur unnötig Propangas.

Für den Stromgenerator findet ihr einen weiteren Schalter am Control-Panel. Ihr könnt diesen hier Starten und Abschalten. Der Stromgenerator liefert euch 110 Volt an die Bordsteckdosen, nett um unterwegs mal eben einen Kaffee zu kochen. Bedenkt aber bitte das ihr für jede angefangene Betriebsstunde des Generators einen Beitrag zahlen müsst. Weiter beachtet bitte, das auf Campgrounds ohne Stromanschluss der Generator nicht die ganze Nacht laufen darf. Meisten ist der Betrieb in den Ruhezeiten zwischen 22:00 und 07:00 Uhr verboten.

Checkliste vor der Abfahrt vom Stellplatz

Vor der Abfahrt vom Stellplatz sollten alle losen Dinge im Wohnmobil sicher verstaut werden, alle Kabel und Schläuche abgeschossen, die Fenster geschlossen werden und noch viele Dinge mehr. Um nichts zu vergessen und nach dem Losfahren böse Überraschungen zu erleben, haben wir eine Checkliste erstellt. Diese könnt ihr auch als pdf-Datei kostenlos herunter laden.

Mit diesen Tipps seid Ihr für den ersten USA Urlaub im Wohnmobil schon mal gut gerüstet. Wir hatten vor der ersten Reise viele Bedenken, ob uns das mit einem RV gut gefallen wird. Diese waren alle unbegründet, für uns ist es heute die schönste Art einen Road-Trip in den USA zu erleben.

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2 Kommentare

  1. Klaus | Willkommen Fernweh 18. Februar 2018 um 12:47 Uhr - Antworten

    Da habt ihr ja einen richtig guten Ratgeber-Beitrag zusammengestellt, kann man nur jedem empfehlen, der darüber nachdenkt, in Nordamerika ein Wohnmobil anmieten zu wollen! 🙂
    Bei unserem Truck Camper funktionierte die Heizung nicht und wir hatten sie vorab auch nicht getestet – war nicht schlimm, da wir im Sommer unterwegs waren, aber für unsere nächste Tour im April/Mai werden wir auf jeden Fall darauf achten. Evtl. könntet ihr das auch noch in diesen Beitrag mit aufnehmen, im Abschnitt „Übernahme und Einweisung“ fehlt noch der Stichpunkt „Heizung“. 😉

    • Thomas Jansen 18. Februar 2018 um 13:07 Uhr - Antworten

      Hallo Klaus,

      guter Hinweis, den füge ich noch hinzu. Wir haben die schon öfters mal gebraucht und da wäre es sehr kalt gewesen, wenn die nicht funktioniert hätte.

      LG Thomas

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