Über die Weihnachtstage waren wir auf der Ferieninsel Nummer 1 – auf Mallorca. Dass dort über Weihnachten nicht viel los ist, war uns vorher klar. Große Teile der Insel, besonders die berühmten Ferienorte wirkten aber wie ausgestorben. Und wisst ihr was? Das hat uns richtig gut gefallen.

Wir hatten uns für diese Reise nichts weiter vorgenommen. Mal abgesehen von einem Besuch im Palma Aquarium wollten wir uns einfach treiben lassen. Ein wenig durch die Gegend fahren, ein paar Orte anschauen, einfach nur das machen, worauf wir in dem Moment Lust hatten. Und das hat ganz vorzüglich funktioniert. So kam es auch, dass wir meist am frühen Nachmittag schon wieder am Hotel waren. Dort haben wir dann die winterliche Sonne auf der gemütlichen Terrasse unseres Hotels genossen und den ein oder anderen Cappuccino vernichtet.

Aber der Reihe nach – viel Spaß bei unserem kleinen Reisebericht vom weihnachtlichen Mallorca.

Tag 1 – Anreise und ein erster Eindruck von Mallorca

Bereits um 6 Uhr am Morgen ging unser Condor-Flieger von Düsseldorf nach Palma de Mallorca. Für uns hieß das, um 3:30 zu Hause los fahren. Auch wenn es anstrengend ist, wir mögen es einfach den ersten Tag schon genießen zu können. Erst am Abend ankommen ist nicht unser Ding, besonders bei innereuropäischen Reisen.

Beim Check in am Flughafen haben wir spontan noch ein Upgrade auf die Premium Economy gemacht. So hatten wir ein (wirklich) leckeres Frühstück dabei und der Mittelplatz zwischen uns blieb leer. Auch bei einem nur zweistündigen Flug eine tolle Sache. Und der Flieger war rappelvoll, so hat sich das für uns gelohnt.

Angekommen in Palma strömten die meisten Passagiere aus unserem und anderen Fliegern aus Deutschland zu den Bussen von AIDA. Für sie ging es an dem Tag auf die Balearen-Kreuzfahrt über die Weihnachtsfeiertage.

Mallorca Mietwagen Mini Countryman

 

Wir selber haben uns unseren Mietwagen genommen und sind gemütlich die Westküste Richtung Norden rauf gefahren. Unser Mietwagen war ein Mini Countryman – also der größte Mini, den es gibt. Nett anzuschauen, auch nett zu fahren – aber das Go-Card-Spaß-Feeling wollte mit dem Wagen, im Vergleich zu einem Mini-Cooper, nicht so richtig aufkommen. Am Ende waren wir uns einig, nettes Auto – mehr aber auch nicht. Ein „Haben-wollen“-Virus hat uns nicht erfasst.

Dunst am Morgen auf Mallorca

Aus dem Flieger konnten wir schon sehen, dass es im Inneren der Insel recht diesig war an diesem Morgen. Der Dunst löste sich irgendwann auf, sorgte aber auf den ersten Kilometern für einige schöne Eindrücke.

Torre de Cala Pli

Unsere erste Station an der Küste war dann Torre de Cala Pli. Der kleine Ort Cala Pli bietet einige kleine Hotels, eine Badebucht und viele kleine Villen. Sehr nett anzusehen. Der Torre, am Eingang zu Bucht, ist neu restauriert und aufgebaut worden und bietet ebenfalls ein sehr schönes Fotomotiv.

Bucht von Cala Pli

Weiter ging es dann nach Alcudia und nach Can Picafort. Beide Orte mögen wir sehr und haben da auch schon mehrfach Urlaub gemacht. Und dort waren wir dann doch überrascht. Beide Orte waren wir ausgestorben. Hotels, Geschäfte, Restaurants – alles zu. Vereinzelt hatte ein Supermarkt oder ein Tabacco-Laden offen, das war es dann aber schon. 

Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, hier ein paar Restaurants zu besuchen. Nun, den Plan konnten wir dann begraben. Das war am Ende nicht schlimm, unser Hotel hatte ein wunderbares Buffet am Abend, was wir günstig dazu buchen konnten. Auch unseren Plan, mit dem Fahrrad durch den Parc natural de s’Albufera zu fahren, mussten wir knicken. Es gab dort keinen Fahrradverleih der offen hatte.

Auch weitere Orte, die wir in den nächsten Tagen besuchten, waren teilweise wie ausgestorben. Arenal, Canyamel, Cala Millor glichen teilweise Geisterstädten. Einzig in Cala Ratjada war ein wenig mehr geöffnet.  

Gestört hat uns das aber in keinster Weise. Im Gegenteil haben wir die Ruhe genossen und den Umstand, dass man auch an beliebten Sehenswürdigkeiten oft fasst alleine unterwegs war. Von uns aus darf das auf Mallorca immer so sein.

Porto Cristo

Am Nachmittag sind wir dann nach Porto Cristo gefahren. Dort hatten wir für die vier Nächte ein Zimmer im Hotel THB Felipe gebucht, welches direkt an der Straße oberhalb des Hafens liegt. Auch in Porto Cristo war eigentlich alles außer unserem Hotel, einem Restaurant nebenan und Burger King alles geschlossen.

So haben wir dann die Möglichkeit genutzt, die Abendessen doch in unserem Hotel zu nehmen. Gebucht hatten wir eigentlich nur Übernachtung mit Frühstück. Wir haben es am Ende aber nicht bereut. Das Buffet im Hotel gehörte schon mit zu den Besseren, die wir auf unseren Reisen kennenlernen durften.

Das Hotel selber ist recht betagt aber im Inneren sehr modern gestaltet. Die Zimmer sind nicht riesig, bieten aber einen schönen Balkon (im Haupthaus) und sind praktisch eingerichtet. Also Basis für unsere Ausflüge also mehr aus ausreichend.

Tag 2 – Palma Aquarium und Valldemossa

Das Palma Aquarium war die einzige Sehenswürdigkeit, die wir als Programmpunkt fest geplant hatten. Aufgrund der bevorstehenden Feiertage beschlossen wir, das Aquarium lieber direkt an einem regulären Samstag zu besuchen. Und der Besucht hat sich wirklich gelohnt. Das 2003 gebaute Aquarium ist wirklich einen Besuch wert. 

Wir zeigen Euch hier mal ein paar Bilder – über das Aquarium werden wir dann noch einen eigenen Bericht schreiben.

Aquarium Palma

Nach dem Aquarium Besuch beschlossen wir nach Valldemossa zu fahren. In diesem Ort, in den westlichen Bergen von Mallorca gelegen, waren wir noch nie. Das dortige berühmte Kloster war schon für die Feiertage geschlossen, der Ort alleine ist aber einen Abstecher in die Berge wert.

Ganz besonders, wenn man diesen so menschenleer vorfindet, wie wir. Nur wenige Touristen waren unterwegs und ein paar Einheimische saßen in den beiden offenen Restaurants. So konnten wir auch hier die Ruhe genießen, wo sich in den Sommermonaten die Touristen stapeln und mit Bussen angefahren werden.

Alte Villa in Valldemossa

Valldemossa

Tag 3 – Castell de Capdepera

Auch das Castell de Capdepera haben wir noch nie vorher besucht. Also machten wir uns auf den kurzen Weg zu dem kleinen Ort, an der Westküste von Mallorca. Der ganze Ort liegt an einem Berg und auf dessen Gipfel  das alten Castell thront. Mit dem Auto kommt man bis in den Ort und dann heißt es zu Fuß weiter bis zum Castell hoch zu laufen. Das geht auf einem Weg, mit 197 Stufen vom Marktplatz aus. Wir entschieden uns aber lieber durch die kleinen Gassen zu laufen, Stufen sind doof.

Capdepera

Auch hier waren wir wieder alleine unterwegs. Das lag aber sicherlich auch daran, dass das Castell – entgegen der Aussagen auf der Homepage – geschlossen hatte. Also machten wir uns auf den „Weg“ um das Castell. Über Stock und Stein ging es durch den Wald, auf einen Pfad um das Castell, um doch noch einige schöne Fotos zu machen. Denn alleine die Aussicht von dort oben ist richtig schön. Wir waren zwar nicht unbedingt für solche Pfade ausgerüstet, hatten aber immerhin vernünftige Schuhe an.

Pfad um das Castell

Aussicht vom Castell de Capdepera

Eigentlich noch schöner als das Castell waren die Gassen des Ortes Capdepera. Wunderbare alte Häuser, mit vielen kleinen netten Details und einem richtig grimmigen Wachhund. Wenn der uns noch länger so angeschaut hätte, hätten wir den geklaut.

Wachhund in Capdepera

Gassen von Capdepera

Weiter ging es dann zum Leuchtturm von Capdepara. Diesen erreicht man, wenn man durch Cala Ratjada durchfährt bis zum Ende der Landzunge. Vom Leuchtturm aus hat man einen wunderbaren Blick über die Bucht und die Steilküsten.

Leuchtturm von Capdepera

Käfer

In den Felsen dort findet man übrigens eine Menge Tiere. Gekkos, Vögel und diesen wunderschönen Käfer. Diesen haben wir, ganz mutig unter Einsetz unseres Lebens, auf einen Stock gesetzt für ein schönes Foto. Danach haben wir ihn natürlich wieder in die Freiheit entlassen.

Apropos Tiere – auf Mallorca gibt es auch riesige Schafherden. Das nächste Foto könnte auch aus Schottland oder Wales sein, ist aber mitten auf der Insel aufgenommen.

Schafe auf Mallorca

Tag 4 – Cap Formentor

Der letzte Tag und wir sind nach Cap Formentor gefahren. Eigentlich wollten wir nicht wieder dort rauf fahren, wir waren schon so oft dort. Aber so wenige Touristen auf der Insel – dass lies darauf hoffen, die wunderschöne Strecke mal in Ruhe fahren zu können, ohne viel Verkehr auf der Straße. Und das war auch so. Nur wenige Autos waren dort an dem Tag unterwegs. Das hat dann mal richtig Spaß gemacht. Durch die Ruhe dort kamen wohl auch die Bergziegen in Scharen aus den Felsen bis an die Straße. Irgendwie haben wir die sonst nie dort gesehen.

Bergziegen

Cap Formentor

Tag 5 – Rückreise

Und dann stand auch schon wieder die Rückreise nach Deutschland an. Dieses Mal ging es mit Eurowings zurück nach Düsseldorf. Der Flieger war relativ leer, vielleicht zur Hälfte gefüllt, so hatten wir wieder den Platz zwischen uns frei und der Flug war entsprechend angenehm.

Fazit – Erholsam war es!

Das war auch schon unser kleiner Reisebericht von Mallorca. Wir haben die vier vollen Tage dort sehr genossen. Dadurch, dass so wenige Touristen auf der Insel waren, kam niemals Stress oder Ungemach wegen Menschenmassen auf. Das viele Sehenswürdigkeiten, Restaurants usw. geschlossen hatten, hat uns nicht weiter gestört. Verhungern musste man trotzdem nicht und genug zu sehen gibt es auch ohne die berühmte Sehenswürdigkeiten. Landschaften schließen ja nicht.

Mit dem Wetter hatten wir natürlich Glück. Fünf Tage nur Sonnenschein bei angenehmen 18 Grad, das kann im Dezember auch mal anders aussehen.

Mallorca im Winter? Über die Feiertage? Wir würden es sofort wieder machen. Wäre das auch was für Euch? Schreibt und doch einfach einen Kommentar.

 

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