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Yoho National Park – Ein kleines Juwel im Regen

  • Kirche von Field

Der Yoho National Park ist ein kleines Juwel, im Schatten der großen National Parks in direkter Nachbarschaft. Nach unseren Besuchen des Jasper und des Banff sind wir durch den Yoho wieder Richtung Westen gefahren. Leider hatten wir an dem Tag richtig miserables Wetter, wolkenverhangen und lange Regenfälle. Trotzdem haben wir einen schönen Einblick in diesen schönen National Park bekommen. Und Regenbilder haben auch was, wenn man diese ein wenig aufpeppt. 

Yoho National Park im Regen

Am frühen Morgen haben wir den Banff National Park verlassen und sind Richtung Westen in den Yoho National Park gefallen. Die Straße zu unserem ersten geplanten Ziel, die Takakkaw Falls war leider noch gesperrt. Da müssen wir noch mal wiederkommen, am besten dann Ende Mai oder im Juni/Juli, da ist die Straße dann mit Sicherheit geöffnet.

Field – eine kleine Stadt mit Museums-Charakter

Also sind wir weiter den Trans-Canada-Highway nach Westen gefahren. Mitten im Nationalpark findet man im Verlauf den kleinen Ort Field.

Kirche von Field

Kirche von Field

In diesem kleinen Ort gibt es sehr viele alte Gebäude, teilweise Ende 18-hundert-irgendwas gebaut. Die alten Häuser befinden sich in einem tadellosen Zustand und können zum Teil aus besichtigt werden. Am Eingang des Ortes gibt es auch ein kleines Visitor-Center, wo ihr kostenlos einen Stadtplan bekommt, in dem alle alten Gebäude eingezeichnet und beschrieben sind. Wir sind nur einmal kurz durch den Ort gefahren und haben dabei ein paar Bilder gemacht. Es regnete gerade aus Kübeln.

Emerald Lake

Lodge am Emerald Lake

Lodge am Emerald Lake

Auch am Emerald Lake war das Wetter nicht wirklich besser. Trotzdem haben wir uns da aus dem Wohnmobil getraut und sind ein wenig am See spazieren gegangen. Und in der schönen Emerald Lodge gab es leckere warme Getränke und einen kleinen Imbiss. Das ganze serviert von einer sehr netten schweizer Bedienung.

Emerald Lake

Emerald Lake

Der See wurde übrigens nur durch Zufall entdeckt. 1882 rissen einem Bergführer die Pferde aus. Als dieser die geflohenen Pferde suchte und wieder einfing entdeckte er diesen wunderbaren See. Heute ist er ein sehr beliebtes Ausflugsziel, auch für Reisebusse voller Touristen. 

Steg am Emerald Lake

Steg am Emerald Lake

Auf dem See kann man wunderbar mit dem Kanu fahren, die ihr direkt an einem kleinen Laden am Parkplatz mieten kann. Alternativ führt ein Wanderweg einmal um den ganzen See. Mit einer Länge von 5,3 Kilometern ist er auch nicht sehr anspruchsvoll. Wir haben uns das aber verkniffen, bei dem Wetter.

Natural Bridge Waterfall

Natural Bridge Waterfall

Natural Bridge Waterfall

Auf der Zufahrt zum Emerald Lake liegt direkt der Natural Bridge Waterfall. Wir haben dort erst auf dem Rückweg angehalten. Erstens war es gerade mal kurz trocken von oben und es stand kein Reisebus dort. Die kamen dann allerdings direkt nach uns an, genauso wie der Regen, da hatten wir unsere Bilder aber gemacht.

Zufluss zum Natural Bridge Wasserfall

Zufluss zum Natural Bridge Wasserfall

Wasser, Wind und Wetter haben hier übrigens eine natürliche Brücke geschaffen, daher auch der Name des Wasserfalls. Rund um diesen Wasserfall läuft ein ausgebauter Weg, der über eine Brücke auch auf die andere Seite kommt. So sind Fotos von allen möglichen Positionen dort möglich. 

Übernachtung in Golden

Am späten Nachmittag sind wir dann in Golden angekommen, wo wir uns einen Campground gesucht haben. Sowohl der Ort als auch der Campground (Golden Municipal CG) waren nicht so der Renner. Aber für einen gemütlichen Abend im Wohnmobil war es in Ordnung. Immerhin haben wir auch dem Campingplatz noch eine riesige Raupe vor die Linse bekommen, die am Pfosten mit dem Stromanschluss ihr zu Hause hatte.

Kanadische Riesenraupe

Kanadische Riesenraupe

Zum Abendessen überkam uns die Idee, wir könnten mal nicht selber kochen.  Also haben wir uns aufgemacht ins Restaurant The Wolfs Den. Nur wenige Meter vom Campground entfernt können wir diesen Laden nur wärmstens empfehlen. Fantastische Burger und eine sensationelle Poutine (als Vorspeise) haben uns für das schlechte Wetter an dem Tag mehr als entschädigt.

Burger und Poutine

Burger und Poutine

Informationen zum Yoho National Park

Allgemeine Informationen:

  • Land: Kanada, British Columbia
  • Lage: Westlich vom Banff National Park
  • Größe: 1.310  km2
  • Gegründet: 1886
  • Eintritt: Erwachsene 9,80 CAD, Senioren 8,30 CAD, Kinder 4,90 CAD pro Tag
  • Jahrespass für alle kanadischen National Parks: Einzelperson 67,70 CAD – Familie 136,40 CAD – Eintrittskarten bekommt man am Visitor Center in Field
    Der Jahrespass rechnet sich, wenn man auf einer Reise mehr als 7 Tage in National Parks verbringt.
  • Campgrounds für RVs: 4 Stück (von Mitte Mai bis Ende September)
  • Hotels/Lodges: Übernachtungsmöglichkeiten findet man in Field, Golden oder in Lake Louise/Banff
  • Homepage: http://www.pc.gc.ca/eng/pn-np/bc/yoho/index.aspx

Weitere Reisebericht zum Yoho National Park

Der Yoho Nationalpark in Kanada ist auf jeden Fall auch bei Regen einen Besuch wert. Wir haben trotz des miesen Wetters jede Minute in dem „kleinen“ Nachbarn von Banff und Jasper genossen. Trotzdem müssen wir da nochmal hin, alleine schon um noch die Takakkaw Falls zu sehen. Wir hoffen, wir konnten Euch die Schönheit des Parks ein wenig rüber bringen.

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5 Kommentatoren
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Rainer

Servus,

zum letzten Bild muß man nicht viel schreiben! Da habe ich jetzt direkt Hunger bekommen! Ich bin ja nicht so der Nationalparkfan, aber das scheint schon ein netter Fleck Erde zu sein!

lg
Rainer

Wow, tolle Fotos vom Yoho, die mal wieder beweisen, dass graues Wetter für Fotografen echt ein Segen sein kann! Richtig schön!! Das Foto vom Bootshaus am Emerald Lake würde ich mir so glatt aufhängen!

Wie cool, ihr wart auch bei Wolf’s Den! (gleich erkannt am Pommes-Körbchen und dem Zwiebelring Topping) ;-) Wir haben es geliebt! Die Burger waren richtig klasse und die Steaks auch (also wir waren 2x da. Burger + Steak an einem Abend wäre was viel) ;-)

Wir finden den Yoho National Park auch toll! Gerade die Tatsache, dass er nicht so überlaufen ist, macht für uns seinen Charme aus. Die Fahrt ins Yoho Tal kann für Wohnmobilisten allerdings nervenaufreibend sein, vor allem, wenn man mit einem großen Motorhome unterwegs ist. Dann ist die Fahrt über die Haarnadelkurven besonders spannend – einmal im Vorwärtsgang, einmal im Rückwärtsgang und noch einmal im Vorwärtsgang den Berg hoch. Und später das Ganze noch einmal bergab auf der Fahrt aus dem Tal zurück. Habt Ihr das auch gemacht, oder wart Ihr nur am Emerald Lake? Der ist für uns einer der schönsten Seen in diesen Bergregionen.

Diesen Park kann einfach nichts entstellen, auch nicht der Regen oder Wolken. Es ist interessant, den Kontrast zu sehen. Der Yoho National Park zählt definitiv zu einem meiner Favoriten im Westen von Kanada. Er ist wirklich nicht groß, aber mit Perle hast du es auf den Punkt gebracht. Bei euren tollen Fotos werden Erinnerungen wach. Und mal wieder ein Dank für den Hinweis.

Liebe Grüße,
Tanja